Wenn Sie blind oder stark sehbehindert sind, dann sollten Sie bei der Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr ein Blindenabzeichen für Sehbehinderte tragen. Anders als ein Blindenstock, der ein Hilfsmittel zur Orientierung ist, dient ein Blindenabzeichen sowohl Ihrer eigenen Sicherheit als auch der aller anderen Verkehrsteilnehmer. Denn mit einem Blindenanstecker weisen Sie andere Menschen auf Ihre Behinderung hin, sodass diese die Möglichkeit haben, ihr eigenes Verhalten der Situation anzupassen und Rücksicht auf Sie zu nehmen.
Übrigens hat das sogenannten Blindenabzeichen eine Bedeutung, die sich nicht nur auf eine Sehbehinderung bezieht. Laut Online-Tests von Blindenabzeichen symbolisieren die drei schwarzen Punkte auf gelbem Grund durch ihre Anordnung ein auf der Spitze stehendes Dreieck. Ursprünglich wurde dieses Symbol für taube Menschen entwickelt und weist nicht nur auf Sehbehinderungen hin, sondern soll allgemein signalisieren, dass ein Mensch körperlich behindert ist und sich aus diesem Grunde nicht sicher im Straßenverkehr bewegen kann.
Können Sie sich aufgrund einer körperlichen Behinderung nicht sicher im Straßenverkehr bewegen, so sind Sie laut § 2 Absatz I der Fahrerlaubnisverordnung sogar verpflichtet, entsprechende Kennzeichen zu tragen, die andere Verkehrsteilnehmer auf Ihre Situation hinweisen.
Muss laut Gesetz ein Blindenabzeichen in Form einer Plakette getragen werden oder kann es genauso gut eine Blindenbinde sein?
Guten Tag Anke,
vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Blindenabzeichen-Vergleich.
Es muss nicht unbedingt ein Blindenabzeichen sein. § 2 Absatz 2 der Fahrerlaubnisverordnung nennt die gelbe Armbinde mit drei schwarzen Punkten ausdrücklich als eine Möglichkeit, um das Vorliegen einer Behinderung kenntlich zu machen. Näheres hierzu finden Sie auch in unserem Blindenbinden-Vergleich.
Wir hoffen, wir konnten Ihnen mit unserer Antwort weiterhelfen.
Beste Grüße
Ihr Team von Vergleich.org