
Rasenmäher, Mähroboter, Rasentraktor und Co. erleichtern uns die Mäharbeiten. Hin und wieder kommt es jedoch vor, dass die Geräte nicht anspringen oder losfahren wollen. In solchen Momenten fragen sich Nutzer: Warum startet mein Mähroboter nicht? Und was ist beim Rasenmäher oft kaputt? Wir stellen Ihnen gängige Fehlerquellen vor. Außerdem besprechen wir, wann Sie diese selbst beheben können und in welchen Fällen Sie eine Fachkraft zurate ziehen sollten.
1. Was sind häufige Probleme beim Rasenmäher oder Mähroboter?
Wenn der Rasenmäher nicht startet oder der Mähroboter nicht losfahren will, kann dies unterschiedliche Gründe haben. Folgende Probleme können ursächlich sein:
| Ursache | Grund | Rasenmäher-Antrieb |
| Zu wenig Kraftstoff | Startprobleme aufgrund von Kraftstoffmangel | Kraftstoff |
| Alter Kraftstoff | Abgestandener Kraftstoff kann sich zersetzen; System wird verstopft | Kraftstoff |
| Verschmutzte / Abgenutzte Zündkerze | Zündung kaum mehr oder nicht möglich | Kraftstoff |
| Verstopfter Luftfilter | Unterbrochener Luftstrom zum Motor | Kraftstoff |
| Verstopfte, gerissene oder undichte Kraftstoffleitung | Kraftstoff gelangt nicht zum Motor | Kraftstoff |
| Verstopfter / defekter Vergaser | Luft und Kraftstoff kann nicht gemischt werden, Starten wird erschwert | Kraftstoff |
| Defektes Schwungrad | Mit dem Starterseil wird das Schwungrad in Bewegung versetzt, um den Motor und somit den Mäher zu starten; bei Defekt gelingt dies nicht | Kraftstoff |
| Verschmutztes Mähwerk | Rückstände von Gras oder andere Ablagerungen blockieren das Mähmesser | Kraftstoff Akku Elektro |
| Sicherheitsschalter nicht korrekt eingerastet | Mäher springt aus Sicherheitsgründen nicht an | Kraftstoff Akku Elektro |
| Defekte Bauteile | Verschleiß | Kraftstoff Akku Elektro |
| Überhitzung des Motors | Thermoschutzschalter wurde aktiviert (zu viel oder zu viel nasses Gras) | Akku Elektro |
| Leere / schwache Batterie | Starten des Motors nicht möglich (zu wenig Energie) | Akku Elektro |
| Stecker nicht korrekt eingesteckt | Strom kann nicht fließen oder kommt nicht im ausreichenden Maße an | Elektro Akku (Ladestation) |
| Stromkabel defekt | möglicher Kabelbruch | Elektro Akku (Ladestation) |
| Kaputter Kondensator | Verschleiß | Elektro Akku |
| Verschmutzte Kontakte | Laden nicht möglich | Akku (Ladestation + Gerät) |
Liegt ein Problem vor, durch das der Mähroboter oder Rasenmäher nicht startet, sollten Sie zunächst die Energie- bzw. Kraftstoff-Zufuhr überprüfen. Oft löst ein leerer Tank die Problematik aus. Ein Elektro-Rasenmäher startet oft nicht, weil die Batterie defekt oder entladen ist oder ein Kabel falsch oder nicht eingesteckte wurde. Ein Akku-Rasenmäher hingegen startet oft nicht aufgrund verschmutzter Kontakte am Gerät oder der Ladestation.
Startet der Mähroboter nicht, kann dies auch softwarebedingte Gründe haben. Ein Neustart des Geräts schafft in solch einem Fall oft schnelle Abhilfe. Außerdem können auf dem Bildschirm angezeigte Fehlermeldungen informativ sein. Auf diese Weise können Sie schnell in Erfahrung bringen, warum beispielsweise Ihr Einhell-Mähroboter nicht startet. Verwiesen wird hier oft auf eine fehlende Internetverbindung, ein unterbrochenes Begrenzungskabel oder eine aktivierte Kindersicherung oder Timer-Einstellung.
Bei regelmäßiger Verwendung können sowohl bei Benzin- als auch bei Akku- oder Elektro-Geräten zudem verschmutze Klingen Probleme bereiten, ebenso wie eine Überhitzung des Motors. Zu einem Defekt der Bauteile kommt es zumeist bei älteren Geräten.

Prüfen Sie bei benzinbetriebenen Rasenmähern als Erstes den Öl- und Benzinstand.
2. Was sind gängige Probleme beim Rasentraktor?
Rasentraktoren gelten als besonders leistungsstarke und robuste Mäh-Maschinen. Doch auch hier kann es zu Ausfällen kommen. Ähnlich wie wenn der Mähroboter nicht startet oder der Rasenmäher nicht anspringen will, gibt es diverse Gründe dafür, warum der Rasentraktor nicht startet. In Abhängigkeit von der Antriebsart ist die Batterie oft entladen bzw. der Kraftstofftank leer. Prüfen Sie dies zunächst.
Wenn der Rasentraktor piept und nicht startet, lässt dies meist auf eine entladene bzw. defekte Batterie schließen, ebenso wie wenn der Rasentraktor nicht startet und nur klackt.
Darüber hinaus können auch unterschiedliche Bauteile nicht korrekt eingestellt, verschmutzt oder defekt sein:
- Sicherheitsverriegelung wird aktiviert: Gründe hierfür sind ein eingeschalteter Mähwerkantrieb, kein Leerlauf oder ein unbesetzter Rasentraktor.
- Defekte bzw. fehlerhafte Bauteile: Hierzu gehören das Kraftstoff-Magnetventil, der Vergaser, der Anlasser/Magnetschalter oder die Nockenwelle.
Nachfolgend verraten wir Ihnen, wie Sie den Rasentraktor reparieren können bzw. welche Probleme Sie selbst lösen können.
3. Welche Reparaturen können Sie beim Rasenmäher oder Rasentraktor selbst vornehmen?
Liegt ein Defekt vor, der eine Reparatur erforderlich macht, können Sie diese unter Umständen auch selbst vornehmen. Hierzu gehören folgende Maßnahmen:
- Alten bzw. verunreinigten Kraftstoff ersetzen: Ablassen und frischen nachfüllen.
- Ölwechsel: Bei Benzin-Rasenmähern sollte einmal im Jahr das Öl ausgetauscht werden.
- Verschmutzte Kontakte reinigen: Korrosion mit einer Bachpulver-Wasser-Mischung entfernen. Im Anschluss die Batteriespannung mit einem Multimeter prüfen.
- Zündkerze reinigen bzw. austauschen: Mit einem Steckschlüssel abschrauben, anschließend säubern oder ersetzen.
- Luftfilter reinigen: Gehäuse öffnen, Luftfilter entnehmen und säubern.
- Vergaser säubern: Reinigung des Vergasers, insbesondere nach der Winterpause.
- Austausch des Seilzugstarters: Meist gut erreichbar und ein Austausch daher schnell möglich.
- Mähwerk von Gras und Schmutz befreien: Rückstände mit Bürste und gegebenenfalls Wasser entfernen. Stellen Sie sicher, dass das Mähwerk vollständig trocken ist, bevor Sie den Mäher erneut starten.
- Messer schärfen oder austauschen: Klingen beispielsweise mit einer speziellen Feile schärfen oder ersetzen.
Bevor Sie den Rasenmäher oder Rasentraktor reparieren, sollten Sie sicherstellen, dass der Mäher ausgeschaltet ist und bleibt. Trennen Sie hierfür die Strom- bzw. Kraftstoffzufuhr.
3.1. Rasenmäher: Antrieb reparieren
Wollen Sie den Antrieb des Rasenmähers reparieren, ist auch dies unter Umständen selbst möglich. Zunächst müssen Sie in Erfahrung bringen, ob ein Defekt des Keilriemens, des Antriebsseilzugs oder der Räder vorliegt bzw. eine Verunreinigung des Getriebes.
Ist lediglich eine Reinigung erforderlich, kann diese oft auch von Laien übernommen werden. Der Austausch von Bauteilen hingegen bedarf eines größeren technischen Verständnisses.
Dokumentieren Sie den Ausbau mit Fotos, damit es Ihnen später leichter fällt, den Rasenmäher wieder zusammenzubauen.
3.2. Rasenmäher: Radantrieb/Seilzug reparieren
Auch die Reparatur des Radantriebes bzw. den Austausch des Seilzuges können Sie selbst übernehmen. Möchten Sie den Rasenmäher reparieren und dies selber machen, gehen Sie wie folgt vor:
- Reinigen Sie den Rasenmäher: Grasreste blockieren oft die Hinterräder oder das Getriebe.
- Fehlende Spannung: Ziehen Sie die Spannung des Riemens nach und überprüfen Sie außerdem die korrekte Position.
- Bei Riss des Keilriemens: In diesem Fall ist ein Austausch erforderlich.
- Bei Riss des Startseils: Motorabdeckung lösen und abnehmen, Spannung der Feder lösen, neues Seil einführen und eindrehen, Motorabdeckung wieder verschließen.
Auch hier gilt: Gehen Sie sicher, dass der Rasenmäher ausgeschaltet ist und bleibt, und übernehmen Sie die Reparatur nur, wenn Sie sich die Demontage auch zutrauen.

Die meisten Reparaturen an einem Rasentracktor sollten Sie einer Fachkraft überlassen.
3.3. Rasentraktor: Getriebe reparieren
Bereitet das Getriebe des Rasentraktors Probleme, handelt es sich hierbei um einen Defekt, den Sie nur bedingt selbst beheben können. Überprüfen können Sie den Ölstand: Oft ist dieser zu niedrig oder das Öl veraltet. In solch einem Fall kann das Problem schnell behoben werden. Außerdem können Sie einen Blick auf den Keilriemen werfen: Dieser kann unter Umständen verrutscht oder defekt sein.
Ist ein vollständiger Austausch des Getriebes erforderlich, sollten Sie dies einer Fachkraft überlassen. Ebenso sollten Sie den Anlasser eines Rasentraktors nicht reparieren und auch die Messerkupplung des Rasentraktors eigenständig zu reparieren wird nicht empfohlen.
4. Welche Reparaturen können Sie beim Mähroboter selbst übernehmen?
Kleinere Reparaturen sowie Wartungsarbeiten an Mährobotern sind meist ohne viel Aufwand möglich, da die Geräte grundsätzlich als sehr anwenderfreundlich gelten. Zu selbst durchführbaren Maßnahmen zählen:
- Austausch bzw. Schärfen der Klingen
- Reparatur des Begrenzungskabels
- Akku-Austausch
- Räder-Austausch
- Reinigung des Gehäuses
- Software-Updates
Bei Problemen mit dem Motor oder der Elektronik wird dazu geraden den Hersteller zu kontaktieren bzw. den Fachhandel aufzusuchen. Außerdem sollten Sie keine Reparaturen am Mähroboter innerhalb des Garantierahmens selbst durchführen.

Manche Probleme mit dem Mähroboter können Sie selbst lösen.
5. Wie können Sie Reparaturen Ihres Rasenmähers oder Mähroboters vorbeugen?
Um Reparaturen vorzubeugen, sollten Sie Ihren Mäher – sei es von Makita, Gardena, Bosch oder Einhell – regelmäßig warten und pflegen. Hierzu gehört, die Geräte von Verunreinigungen zu befreien, wie zum Beispiel von Grasresten. Außerdem sollten Sie die Klingen regelmäßig schärfen oder bei starker Abnutzung einen Austausch in Erwägung ziehen.
Darüber hinaus wird empfohlen, die Mäher nicht bei Nässe zu verwenden, da übermäßige Feuchtigkeit den Bauteilen schaden kann. Während der Wintermonate sollten Sie Ihr Gerät zudem an einem trockenen Ort lagern, der frei von Frost ist.
Zur Autorin:
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