Babytrage Test 2016

Die 7 besten Babytragen im Vergleich.

AbbildungTestsiegerPreis-Leistungs-Sieger
ModellManduca BabytrageMarsupi Classic BabytrageHoppediz Bondolino KlassikMaxi-Cosi Babytrage EasiaErgobaby OriginalHoppediz Bondolino PopelineManduca BlackLine
Testergebnis¹
Hinweis zum Testverfahren
Vergleich.org
Bewertung1,6gut
10/2016
Vergleich.org
Bewertung1,7gut
07/2016
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Bewertung1,9gut
10/2016
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Bewertung2,0gut
08/2016
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Bewertung2,2gut
07/2016
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Bewertung2,3gut
11/2016
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Bewertung2,4gut
11/2016
Kundenwertung
709 Bewertungen
559 Bewertungen
239 Bewertungen
34 Bewertungen
363 Bewertungen
106 Bewertungen
90 Bewertungen
TragetypKleine Babys werden meist vor dem Bauch getragen, größere Babys bereits auf dem Rücken.Bauchtrage | Rückentrage | HüfttrageBauchtrageBauchtrage | RückentrageBauchtrageBauchtrage | RückentrageBauchtrage | RückentrageBauchtrage | Rückentrage | Hüfttrage
max. Belastbarkeit in kg20 kg15 kg20 kg12 kg20 kg20 kg20 kg
gepolstert | elastisch | | | | | | |
Anhock-SpreizhaltungDie Anhock-Spreizhaltung beschreibt die natürliche Beinhaltung bei Babys in Form eines M und ist für eine gesunde Hüftstellung sehr wichtig.JaJaJaJaJaJaJa
höhenverstellbarJaJaNeinJaJaNeinJa
Neugeboreneneinsatz
mitwachsendes Modell

mitwachsendes Modell

mitwachsendes Modell
Material aus kontrolliert biologischem AnbauJaJaNeinNeinNeinNeinJa
BesonderheitRückenverlängerung als Kopfstütze für Neugeborene und Rückenstütze für KleinkinderKlettverschlüsse statt Schnallen oder Knotenkeine harten Schnallen, Knöpfe oder Schnappverschlüssewird mit nur 4 Klicks befestigtextra breiter Hüftgurtaus schimmerndem PopelinestoffPopeline ist die Bezeichnung für ein Gewebe aus verschiedenen Garnen in Leinwandbindung. (100 % Baumwolle)kann mit ZipIn-Einsätzen individuell gestaltet werden
Vorteile
  • mit praktisch verstaubarer Kopfstütze
  • passt für fast jede Statur
  • gut verarbeitet
  • große Farbauswahl
  • sehr preisgünstig
  • sehr einfach anzulegen
  • gute Kopfstütze, die man einklappen kann
  • in mehreren Größen erhältlich (Körpergröße des Trägers)
  • Steg lässt sich an die Größe des Kindes für optimale Haltung anpassen
  • sehr einfach anzulegen
  • Baby wird gestützt und sitzt komfortabel
  • sehr kuschelig und weich gepolstert
  • wird seitlich angelegt
  • Verschlüsse sind stabil
  • praktische zusätzliche Fronttasche
  • auch bei Neugeborenen gute Sitzposition
  • schnelles Anlegen
  • einfacher Trägerwechsel, da keine Gurte oder ähnliches verstellt werden müssen
  • verstellbarer Steg besonders für größere Babys / Kleinkinder von Vorteil
  • enger Körperkontakt
  • angenehmes Tragegefühl
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Babytrage-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Getragen werden ist ein natürlicher Trieb von Babys. Es hilft bei der gesunden Entwicklung der Knochen und kann vor Fehlhaltungen schützen.
  • Eine Babytrage oder ein Babytragetuch entlastet Rücken, Schultern und Arme des Trägers und hilft, das Baby in eine anatomisch korrekte Haltung zu bringen.
  • Babytragen lassen sich einfach anlegen und bieten meist mit 4 bis 6 Monaten den richtigen Komfort. Tragetücher eignen sich bereits für Neugeborene, erfordern aber etwas mehr Geschick beim Umlegen.

Babytrage Test

Dass Babys vor allem kurz nach der Geburt die Nähe der Eltern intensiv suchen, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Am besten ist es daher, die Kinder in den ersten Lebensmonaten zu tragen.

Die Nähe zum Körper von Mutter oder Vater stärkt die Eltern-Kind-Bindung und hat eine beruhigende Wirkung auf die kleinen Schätze. Das kommt nicht von ungefähr: Säuglinge zu tragen ist seit hunderttausenden von Jahren Teil des menschlichen Lebenswandels – ursprünglich direkt mit dem Überleben des Kindes verknüpft hat sich der Trieb bis heute erhalten.

Diesem nachzukommen kann für Mama und Papa mit der Zeit zu einem echten Kraftakt werden und die Bewegungsfreiheit einschränken. Babytragen und Babytragetücher helfen, das zu verhindern und den Eltern einen Teil ihrer Freiheit zurückzugeben. Die Auswahl an Produkten ist groß – da fällt es schwer, das richtige Modell für die eigenen Bedürfnisse und die des Kindes zu finden.

Der Ratgeber zu unserem Babytrage Test 2016 und Tragetuch Test 2016 soll Ihnen helfen, sich am Markt zu orientieren. Wir verraten Ihnen, worauf es ankommt und was Sie beim Kauf einer Babytrage unbedingt beachten sollten.

1. Babytrage oder Tragetuch – die Vor- und Nachteile

Ob beste Babytrage oder Tragetuch: Der Babytrage Test hat gezeigt, dass die kleinen Lieblinge in beiden Produktvarianten gut aufgehoben sind. Dennoch gibt es auch hierbei jeweils einige Punkte, die für oder gegen die eine oder andere Variante sprechen. Wir stellen Ihnen an dieser Stelle beide Produkttypen etwas genauer vor.

1.1. Die Babytrage

Die Babytrage (engl. Baby-Carrier) oder auch Komforttrage funktioniert im Prinzip wie ein Rucksack, der in der Regel vor die Brust geschnallt wird. Sie eignet sich gut als Alternative zum Kinderwagen, da sie einen hohen Bewegungsspielraum bietet. Gleichzeitig vermitteln sie durch die körperliche Nähe zu Mutter oder Vater ein Gefühl von Geborgenheit und stärken die Eltern-Kind-Bindung.

Die Babytrage lässt sich wie ein Rucksack schnell an- und ablegen. Komplizierte Trage- oder Bindetechniken müssen Sie dafür nicht erlernen. Über verschiedene Gurte können Sie die Babytrage so anpassen, dass sie bequem sitzt und das Gewicht Ihres Kindes optimal auf Kreuz, Schultern und Hüfte verteilt wird. Im Gegensatz zu Tragetüchern besteht zwischen dem Träger und dem Baby allerdings immer ein kleiner Abstand – der Körperkontakt fällt daher etwas geringer aus.

Babytrage Manduca

Manduca Babytrage in rot.

Wichtig ist jedoch, dass Ihr Baby eine gesunde Haltung einnehmen kann. Diese beinhaltet einen runden Rücken und angewinkelte, gespreizte Beine (siehe Kapitel 2 dieses Ratgebers). Das ist nicht bei allen Babytragen der Fall.

Da jedes Baby anders ist, ist auch nicht jede Babytrage für jedes Kind geeignet. Bei fast allen Babytragen ist das Material im Kreuz relativ steif. Auch wenn einige Modelle eine Sitzverkleinerung für Neugeborene mitbringen, wie zum Beispiel die Manduca Babytrage, empfehlen wir den Einsatz erst ab dem 4. bis 6. Lebensmonat, da der Rücken des Babys seine natürliche, gerundete Haltung darin nur schwer einnehmen kann.

Die meisten Babytragen aus dem Babytrage Test (z.B. von Manduca) können in verschiedenen Positionen verwendet werden: Als Bauchtrage, als Rückentrage oder sogar als Hüfttrage. Durch diese Variabilität können Sie Ihrem Baby ab dem Zeitpunkt, da es sein Köpfchen selbständig halten kann, mehr Freiheit einräumen – so ist das Blickfeld in der Hüft- und Rückenposition etwas weniger eingeschränkt. Gerade wenn Ihr Baby etwas schwerer geworden ist, kann das Tragen auf dem Rücken eine echte Entlastung darstellen.

Die Vor- und Nachteile einer Babytrage im Überblick:

  • einfach und schnell anzulegen
  • stabil
  • kaum Haltungsfehler möglich
  • optimale Gewichtsverteilung
  • kein Problem mit der Sicherheit
  • lässt sich nicht so flexibel anpassen
  • weniger gut geeignet für Neugeborene
  • größerer Abstand zwischen Träger und Baby

1.2. Das Tragetuch

Tragetuch Moby Wrap

Der Moby Wrap ist eines der bekanntesten Tragetücher.

Das Babytragetuch funktioniert doch etwas komplizierter als eine einfache Babytrage. Es handelt sich dabei um eine im Schnitt 4,50 m bis 5,20 m lange Tuchbahn, die in verschiedenen Varianten um den Körper geschlungen und mit einem Knoten gesichert wird. Diese Handhabung ist erfordert etwas Geschick. Mit Übung ist das Baby auch im Tragetuch relativ schnell eingewickelt, allerdings sind die Techniken insgesamt zeitaufwändiger als bei der Babytrage.

Tragetücher eignen sich sehr gut zum Tragen des Kindes von Geburt an, auch Frühchen sind im Babytragetuch gut aufgehoben. Das Baby kann sowohl waagerecht – also liegend – als auch aufrecht positioniert werden. Das Baby Tragetuch ist daher deutlich flexibler als die Babytrage und passt sich sowohl dem Träger als auch dem Baby optimal an.

Die Distanz zwischen dem Körper des Erwachsenen und dem des Kindes ist minimal, sodass der Kuschelfaktor beim Babytragetuch enorm hoch ist. Außerdem liegt der Schwerpunkt dadurch näher an der Körpermitte, was Schulter- und Rückenschmerzen vorbeugt.

Tragetücher, wie die der Marke Ring Sling oder das Hoppediz Tragetuch, bestehen in der Regel aus Baumwolle oder einem Baumwoll-Mischgewebe mit Stretchanteil. Das klassische Tragetuch ist fest, diagonal gewebt, wodurch es sehr stabil ist und nur wenig nachgibt. Einmal gebunden bleibt es lange in Position, auch leiert das Material nur selten aus.

Elastische Tragetücher mit Elastan-Anteil eignen sich vor allem für Anfänger gut, da sie Fehler beim Binden besser verzeihen. Je schwerer allerdings das Kind wird, desto mehr gibt das Material nach und das Tuch muss häufiger neu gebunden werden. Mit der Zeit wird es ausleiern und die Form verlieren. Es ist daher eine gute Lösung für Frühchen und Neugeborene, ab dem 6. Monat empfehlen wir aber Tücher mit mehr Stabilität.

Eine gute Alternative zwischen Tragetuch und Babytrage sind sogenannte Mei Tai Tragetücher. Diese verfügen über Schulter- und Hüftgurte und lassen sich daher besonders einfach anlegen. Man kann das Baby damit sowohl auf dem Bauch als auch auf der Hüfte und dem Rücken tragen. Sie lassen sich allerdings nicht ganz so gut an die Bedürfnisse des Trägers anpassen, wie das mit dem klassischen Babytragetuch der Fall wäre.

Die Vor- und Nachteile eines Tragetuchs im Überblick:

  • extrem flexibel
  • passt sich optimal an
  • mit der richtigen Technik stabil und sicher
  • lässt sich problemlos verstauen
  • von Geburt an nutzbar
  • große Körpernähe
  • komplizierte, fehleranfällige Binde-Technik
  • zeitaufwändig

2. Die anatomisch richtige Position – die Anhock-Spreiz-Haltung

Von hinten betrachtet sieht die Anhock-Spreiz-Haltung wie ein "M" aus.

Von hinten betrachtet sieht die Anhock-Spreiz-Haltung wie ein „M“ aus.

Bei einem Babytrage Vergleich wird viel wird darüber gesprochen, dass man beim Tragen auf die richtige Position des Babys achten muss. Diese wird als Anhock-Spreiz-Haltung bezeichnet. Alternative Begriffe sind M-Stellung oder Frosch-Haltung. Diese Haltung nehmen Neugeborene automatisch ein, wenn Sie hochgehoben werden. Sie ziehen dabei die Beine an, sodass sich die Knie etwa auf Höhe des Nabels befinden. Gleichzeitig werden die Beine leicht gespreizt. Von hinten betrachtet sieht das aus wie ein „M“ oder ein Frosch – daher auch die Bezeichnungen.

Doch woher kommt diese Haltung und warum ist sie so wichtig? Menschenbabys sind „Traglinge“, das heißt durch die Evolution hat sich das Tragen des Kindes als die günstigste Methode für das Überleben herausgestellt. Dementsprechend hat sich der Säugling hinsichtlich seiner Anatomie an das Tragen angepasst. Ein gerundeter Rücken, Greifreflex zum Festhalten, angezogene Beine, leicht nach innen gekrümmte Unterschenkel – all diese Merkmale gehen auf das Getragenwerden zurück.

Da das Skelett des Babys bei der Geburt noch nicht vollständig verknöchert ist, kann es durch Fehlhaltungen leicht zu bleibenden Schäden kommen. Hängen beim Tragen z.B. die Beine des Kindes schlaff nach unten, werden die Köpfe der Oberschenkel falsch in die Gelenkpfannen der Hüfte gedrückt. Eine gesunde Entwicklung ist nur dann möglich, wenn die Oberschenkel in einem Winkel von 100–110° nach oben angehockt werden. Die gespreizten Beine sollten einen 90° Winkel bilden.

Auch für das Kreuz ist diese Position entscheidend. Die Wirbelsäule eines Babys hat noch nicht die für den Erwachsenen typische doppelte S-Form. Stattdessen ist sie gerundet. Die Aufrichtung der Wirbelsäule läuft erst nach der Geburt in mehreren Schritten ab. Hier einmal die Übersicht über die verschiedenen Entwicklungsstadien der Wirbelsäule aus dem Babytrage Test:

Alter Entwicklung der Wirbelsäule
4. bis 6. Monat Wenn das Baby beginnt, den Kopf selbständig zu halten, richtet sich die Halswirbelsäule nach oben-vorne auf. Dies wird als Halslordose bezeichnet
7. bis 9. Monat Wenn das Baby lernt, aufrecht zu sitzen, wird die Brustwirbelsäule gestreckt. Die Wirbel richten sich dabei nach oben-hinten auf. Dieser Prozess heißt Brustkyphose
ab dem 9. Monat Beginnt das Kind sich an Gegenständen hochzuziehen und zu laufen, wird letztlich auch die Lendenwirbelsäule stabilisiert. Diese schiebt sich nach oben-vorne.

Unmittelbar nach der Geburt ist es daher beim Tragen wichtig, dass der Rücken des Babys eine gerundete Haltung einnehmen kann. Hängen die Beinchen schlaff herunter, wird das Kreuz überstreckt – eine Position, die für das Baby (noch) unnatürlich ist und zu einer hohen Belastung der Wirbelkörper und der Bandscheiben führt.

Achtung: Auch wenn es Babytragen und Komforttragen gibt, die ein nach vorn gerichtetes Tragen des Babys erlauben, ist diese Position nicht gesund für Ihr Kind! Es wird dabei in ein Hohlkreuz gezwungen, wodurch bleibende Haltungsschäden verursacht werden. Auch können sich Babys so nicht festklammern – sie hängen also mit ihrem ganzen Gewicht in der Trage. Tragen Sie Ihr Baby grundsätzlich mit Blickrichtung zu Ihrem Körper!

3. Tragetuch binden – so geht’s richtig

Wickel- und Bindetechniken für das Tragetuch (z.B. von Ring Sling) gibt es viele – nicht alle eignen sich für jedes Alter, nicht jedes Baby mag die gleichen Positionen und nicht alle Tragetücher sind für jede Technik optimal geeignet. Welche Methode Sie wählen, hängt also von vielen Faktoren ab. Die Grundtechnik, die sich bereits für Neugeborene eignet, ist die Wickelkreuztrage (WKT). Sie lässt sich mit etwas Übung auch von Anfängern leicht bewerkstelligen. Wie das geht, zeigt das folgende Video im Babytrage Test:

4. Kaufberatung: Worauf Sie achten sollten, wenn Sie eine Babytrage kaufen wollen

Folgende Produkte rund um Babyausstattung haben wir ebenfalls getestet:

Eines vorweg: Da alle Babys unterschiedlich sind, kann man nicht pauschal ein bestimmtes Produkt empfehlen. Ob ein Babylux Tragetuch oder eine Manduca Babytrage – um für Ihr Baby die beste Babytrage aus dem Babytrage Test zu finden, müssen Sie fast zwangsläufig mehrere Produkte ausprobieren. Wir empfehlen Ihnen also stets einen ausführlichen Babytrage Vergleich, denn nur so werden Sie und Ihr Baby auch wirklich glücklich damit.

Wenn Sie beispielsweise eine Babytrage oder Komforttrage von Manduca aus dem Babytrage Vergleich online kaufen wollen, dann gibt es je Kategorie schon eine Reihe von Unterschieden zum Kauf in einem spezialisierten Fachgeschäft. Dort helfen Ihnen Trageberater und Trageberaterinnen, das richtige Produkt für Sie und Ihr Baby zu finden. Sie können verschiedene Modelle von Manduca, Ring Sling, Marsupi oder Fräulein Hübsch ausprobieren und sich z.B. die richtigen Bindetechniken für ein Babytragetuch zeigen lassen. Gerade für Anfänger ist das sehr hilfreich um Fehler zu vermeiden. Oft genug können Sie Babytragen auch erst einmal ausleihen und einige Tage testen, ehe Sie sich für ein Modell entscheiden.

Hinweis: Verkäufer eines Babyfachgeschäftes ersetzen keinen ausgebildeten Trageberater / keine ausgebildete Trageberaterin. Außerdem sind in Babyfachgeschäften häufig nur wenige Babytrage-Modelle vorhanden. Wir empfehlen Ihnen daher, in eine professionelle Trageberatung zu investieren. Alternativ können Sie auch Ihre Hebamme um Rat bitten.

Im Internet ist das schwieriger. Dafür haben Sie eine größere Produktauswahl und die Preise sind mitunter etwas günstiger als im Laden. Wenn Sie verschiedene Produkte der Baby-Carrier zuhause ausprobieren möchten, achten Sie also genau auf die Rücksendebedingungen des Online-Shops, bei dem Sie bestellen.

 

Folgende Fragen aus dem Babytrage Test sollten Sie beantworten, wenn Sie eine Babytrage kaufen wollen:

    • Will ich eine Babytrage oder traue ich mich an ein Tragetuch?

Für welchen Produkttyp Sie sich entscheiden, ist absolut Ihnen überlassen. Beide Varianten bieten eine Alternative zum Kinderwagen und haben je ihre Vorteile, aber eben auch ihre Nachteile (siehe oben in Kapitel 1). Die Babytrage ist einfacher zu handhaben, aber nicht ganz so flexibel wie das Tuch. Für die Zeit nach der Geburt halten wir das Tuch für besser geeignet, spätestens ab dem 6. Monat spricht aber auch nichts mehr gegen eine Babytrage.

    • Wie lange will ich mein Kind tragen?

Wollen Sie Ihr Kind nur so lange tragen, bis es selbst laufen kann, oder gar bis zum 3. Lebensjahr? Danach richtet sich, wie stabil die Babytrage oder das Babytragetuch sein muss. Alle Hersteller geben eine maximale Belastbarkeit in Kilogramm an, die Sie auch nicht überschreiten sollten. Bedenken Sie, dass ein Kind mit 20 kg auch mit einer Babytrage auf die Dauer sehr schwer wird.

    • Wie bequem ist der Tragemechanismus für mich und mein Baby?

Achten Sie bei einer Babytrage auf breite Träger. Diese sollten ebenso gepolstert sein wie die Beinausschnitte für Ihr Baby. Bei Tragetüchern haben Sie die Wahl zwischen mehr oder weniger Elastizität. Elastische Tragetücher lassen sich leichter in Form ziehen und sind weicher als solche aus reiner Bauwolle. Dafür eignen Sie sich nur für Neugeborene oder Frühchen, das der Stoff bei höherem Gewicht schnell nachgibt.

    • Wie verträglich ist das Material für mich und mein Baby?

Bei der Wahl einer Babytrage oder eines Babytuchs sollten Sie auf jeden Fall darauf achten, dass die verwendeten Stoffe und Farben unbedenklich für die Gesundheit sind. Babys nuckeln an dem Material herum. Giftige Substanzen können so in den Körper geraten. Auch der Kontakt mit der Haut kann für Kind und Träger schädlich sein. Allergien und Hautreizungen sind möglich. Wir empfehlen daher, auf Bio-Baumwolle oder eine entsprechende Öko-TEX-Zertifizierung zu achten. Das Kürzel kbA steht für „kontrolliert biologischer Anbau“.

    • Nimmt mein Kind in der Babytrage die richtige Haltung ein?

Die Beine Ihres Babys dürfen nicht überspreizt werden, aber auch nicht schlaff herunterhängen. Die richtige Position haben sie, wenn von hinten betrachtet die Beinchen ausgehend vom Po ein „M“ bilden. Damit Ihr Baby ausreichend gestützt wird, muss der Steg der Babytrage von Kniekehle bis Kniekehle reichen. Er darf jedoch nicht einschneiden oder drücken, wie es bei Neugeborenen häufiger der Fall ist.

Die richtige Haltung ist das A und O des Getragenwerdens und sollte Ihr Hauptaugenmerk beim Kauf einer Babytrage sein.

    • Wie leicht lässt sich das Tragesystem verstauen?

Tragetücher lassen sich platzsparend zusammenlegen und passen in so gut wie jede Tasche. Bei einer Babytrage ist das nicht immer der Fall. Schnallen aus Plastik können hierbei stören. Babytragen ohne solche harten Elemente können eingerollt werden und lassen sich leichter verstauen.

5. Wichtige Hersteller und Marken

5.1. Hersteller von Babytragen

  • Manduca
  • Ergobaby
  • Marsupi
  • Cybex
  • Babybjörn
  • Chicco
  • Hoppediz Bondolino
  • Hauck
  • Fräulein Hübsch
  • Britax Römer
  • Storchenwiege

5.2. Wichtige Hersteller von Babytragetüchern

  • Didymos
  • Amazonas
  • Babylonia
  • Cybex
  • Boba
  • Dolcino
  • Ergobaby
  • Hoppediz Bondolino
  • Moby Wrap
  • Storchenwiege

babytrage-test-mutter-kind

6. Fragen und Antworten rund um Babytrage und Tragetuch

6.1. Ab wann kann das Baby in die Babytrage?

Viele Hersteller bieten Ihre Babytragen schon für Neugeborene an – meist mit einer Gewichtsbeschränkung ab 3,5 kg. Diese Modelle haben in der Regel einen speziellen Einsatz, der es auch den Kleinsten erlaubt, die Anhock-Spreiz-Haltung einzunehmen. Allerdings hat unser Babytrage Test bestätigt, was viele Trageberater und Hebammen empfehlen: Eine Babytrage oder Komforttrage sollte besser erst ab dem 4. bis 6. Monat zum Einsatz kommen, da vor allem der Rücken von Neugeborenen hier häufig noch zu stark gestützt wird. Der Rücken sollte eine gerundete Haltung einnehmen können. Dafür eignen sich Tragetücher oder Mei Tais besser als die klassische Babytrage.

6.2. Was ist besser – Babytrage oder Tragetuch?

Babytrage Ergobaby

Die Babytrage Ergobaby in schlichtem Grau.

Diese Frage kann man nicht so pauschal beantworten. Viele Hebammen empfehlen das Tragetuch, da es mehr Flexibilität bietet als die Babytrage und sich besser an den Träger und das Kind anpassen lässt. Allerdings ist die Wickeltechnik nicht ganz unkompliziert – mit einer 5 Meter langen Stoffbahn umzugehen, will gelernt sein. Man kann dabei viele Fehler machen. Das Baby eben mal schnell in das Tuch zu binden, ist nicht möglich. Einmal eingewickelt, bleibt das Kind dann meist auch länger im Tuch.

Die Babytrage kann dagegen schnell und einfach angelegt werden und eignet sich auch, wenn das Baby häufiger herausgenommen werden soll. Auch müssen Sie sich so kaum Gedanken um die Sicherheit Ihres Kindes machen. Gerade Tragetuch-Neulinge haben häufig Angst, dass sie etwas falsch machen und das Baby herausfallen könnte.

Tipp: Für die Anfangszeit von der Geburt bis etwa zum 4. Monat ist das Tragetuch unserer Meinung nach die bessere Wahl, da es mehr Komfort für das Baby bietet.

6.3. Ab wann darf man das Baby auf den Rücken binden / tragen?

Mit dem Tragetuch geht das rein theoretisch schon von Geburt an. Hier ist aber wirklich viel Übung und Erfahrung gefragt. Das Kind muss stabil und gut gestützt in der richtigen Haltung auf dem Rücken befestigt werden. Gerade die Angst, das etwas passieren könnte, hält daher viele Eltern davon ab. Ganz abgesehen davon empfehlen wir für die ersten Lebensmonate grundsätzlich die Position vor dem Bauch – schon allein wegen des höheren Kuschelfaktors und weil man einfach besser bzw. schneller an das Baby herankommt.

In der Babytrage sollten Sie Ihr Kind erst dann auf dem Rücken tragen, wenn es problemlos sein Köpfchen halten kann. Der Neugeboreneneinsatz sollte dann nicht mehr notwendig sein. Im Zweifelsfall sollten Sie immer die Angaben des Herstellers beachten.

6.4. Bis zu welchem Alter kann man die Babytrage benutzen?

Das ist von Modell zu Modell unterschiedlich. Die meisten Hersteller arbeiten mit Gewichtsgrenzen. Es gibt Babytragen bis 9 kg, bis 12 kg, bis 15 kg und bis 20 kg. Das entspricht maximal einem Alter von 4 Jahren. Allerdings sollte man sich ehrlich fragen, ob man sein Kind in diesem Alter überhaupt noch tragen will – das hohe Gewicht belastet das Kreuz. Ein Kind, das laufen kann, hat meist einen großen Bewegungsdrang und kann sich in der Trage schnell eingeengt fühlen. Daher sind Babytragen und Babytragetücher in diesem Alter nur noch für den sporadischen Einsatz zu empfehlen.

6.5. Wie lange braucht man einen Neugeboreneneinsatz?

Damit auch Neugeborene in der Babytrage die anatomisch günstige Anhock-Spreiz-Haltung einnehmen können, verfügen viele Modelle über einen Neugeboreneneinsatz. Dieser dient dazu, den Steg in der Mitte der Trage so zu verkleinern, dass er von Kniekehle bis Kniekehle reicht. Ohne diesen Einsatz oder eine andere Möglichkeit, den Steg anzupassen, würden die Beine Ihres Babys in der Babytrage überspreizt. Das ist nicht nur unbequem, sondern auch ungesund. Der Neugeboreneneinsatz bleibt solange in der Trage, bis die Beine des Babys lang genug für den eigentlichen Steg sind. Wann dieser Zeitpunkt erreicht ist, ist zum einen vom Modell, zum anderen aber natürlich von Ihrem Kind abhängig.

6.6. Welche Babytrage eignet sich für Frühchen?

Hier lautet die ehrliche Antwort: Keine. Die meisten Babytragen haben eine Gewichtsbegrenzung von mindestens 3,5 kg. Für Frühchen eignen sie sich daher ausnahmslos nicht. Wir empfehlen stattdessen den Einsatz eines elastischen Tragetuchs. Im Gegensatz zu den fest gewebten Babytragetüchern sind diese besonders flexibel und erlauben auch das häufige Hineinsetzen und Herausnehmen des Babys, ohne dass man sie neu binden muss. Sie sind ideal für leichte Neugeborene oder Frühchen, bei einem höheren Körpergewicht gibt das Material dagegen zu sehr nach und leiert aus, weshalb es schwer wird, das Tuch fest genug zu binden.

6.7. Wie lang muss ein Babytragetuch sein?

Das hängt von der verwendeten Wickeltechnik, der Größe des Trägers und der Größe des Kindes ab. Für die höchste Flexibilität benötigen Sie ein Tuch mit mindestens 5 m Länge. Für die Grundtechnik reicht meist auch ein kürzeres Tuch. 4,50 m sollten Sie dennoch nicht unterschreiten.

6.8. Welche Babytrage empfiehlt Stiftung Warentest?

Stiftung Warentest hat bisher noch keine Babytragen oder Tragetücher getestet, sodass an dieser Stelle kein Babytrage Testsieger vorliegt. Alternativ legen wir Ihnen unseren aktuellen Babytrage Testsieger nahe.

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