
Hier können wir erkennen, dass diese Kronen-und-Söhne-Automatikuhr wasserdicht ist.
Wenn Sie darüber nachdenken, sich eine oder mehrere Automatikuhren als Herrenuhren oder Damenuhren zu kaufen, gilt es, einige Entscheidungen zu treffen. Wir haben Ihnen die wichtigsten Aspekte für Ihre Kaufentscheidung zusammengestellt, die Sie in jedem Fall im Hinterkopf behalten sollten.
2.1. Automatik-Uhrwerke: Die meisten kommen aus Japan oder der Schweiz
Das Uhrwerk ist das zentrale Element jeder Automatikuhr für Herren und Damen und ist ein Wunderwerk der Feinmechanik. Nur wenn die vielen kleinen Einzelteile einer Automatik-Herrenuhr exakt die richtige Größe haben und perfekt zusammengesetzt sind, können Sie davon ausgehen, dass die Uhrzeit der Damen- oder Herren-Automatikuhr ohne nennenswerte Abweichungen korrekt angezeigt wird.
Das gilt zwar grundsätzlich für jede Uhr mit analogem Ziffernblatt, aber für Automatikuhren, die ihre Energie rein mechanisch aus den Bewegungen des Handgelenks beziehen, gilt dies noch umso mehr.
Uhrenliebhaber vertrauen daher meist auf Uhrwerke und Uhren-Marken aus der Schweiz, Deutschland oder Japan. Denn diese Länder haben alle eine lange Uhrmachertradition und sind für die hohe Fertigungsqualität ihrer Uhren-Marken bekannt.
Was ist ein Kaliber?
Als Kaliber werden in der Uhrmacherei die Uhrwerk-Typenkürzel bezeichnet. Nur wenn die Kaliberbezeichnung bekannt ist, kann ein Uhrmacher eine defekte Automatikuhr adäquat reparieren.
Die japanischen Uhrwerke haben ein besonders gutes Preis-Leistungsverhältnis. Daher werden sie auch in vielen Uhren europäischer Hersteller, beispielsweise in Schweizer Uhren, eingesetzt – zum Beispiel Seiko-Uhrwerke beim Schweizer Hersteller Gigandet oder Miyota-Uhrwerke (von Citizen) bei den deutschen Traditionsmarken Junkers und Zeppelin.
Tipp: Wenn Sie wissen wollen, wie ein Uhrwerk von innen aussieht, brauchen Sie nicht unbedingt eine Skelett-Automatikuhr. Viele Automatikuhren haben nämlich einen Gehäuseboden aus Glas statt Metall, der Ihnen einen Einblick gewährt.

Die Automatikuhr von Kronen und Soehne zeigt neben der Uhrzeit auch das Datum an.
2.2. Saphirglas ist widerstandsfähiger als Mineralglas, aber auch teurer
Gerade wenn Sie Ihre Automatikuhr täglich tragen möchten, müssen Sie mit Gebrauchsspuren rechnen – und Kratzer auf dem Uhrglas sind besonders ärgerlich. Die Gefahr, das Uhrglas zu zerkratzen, ist allerdings je nach Material der Automatik-Herrenuhr unterschiedlich hoch.
Günstige Automatikuhren von renommierten Herstellern haben oft Uhrgläser aus Mineralglas. Mineralglas ist ein veredeltes Kristallglas und ähnelt strukturell den Quarzen. Mineralglas ist relativ kratzanfällig und kann bei einem Sturz auch splittern oder brechen – wie jedes Glas.
Meist sind bei besonders hochwertigen Automatikuhren Saphirglas-Uhrgläser verbaut. Saphirglas ist ein synthetisches Material, das ungefähr so hart ist wie ein Saphir – daher der Name. Saphirglas ist deutlich härter als Mineralglas und daher relativ unempfindlich gegen Kratzer, brechen kann es allerdings genauso schnell. Der Nachteil von Saphirglas ist, dass es relativ stark spiegelt. Eine Entspiegelung ist daher ausgesprochen sinnvoll.
Tipp: Oft ist es möglich, das Mineralglas einer Uhr beim Uhrmacher des Vertrauens durch Saphirglas ersetzen zu lassen. Machen Sie also Ihre Kaufentscheidung nicht ausschließlich davon abhängig.
Bei den Automatikuhren des japanischen Herstellers Seiko werden Sie auf den Begriff „Hardlex-Glas“ stoßen. Bei Hardlexglas für Seiko-Herrenuhren handelt es sich um ein weiter veredeltes Mineralglas, das von seinen Eigenschaften zwischen Mineral- und Saphirglas liegt. Hardlexglas ist stoß- und kratzfester als Mineralglas, ist aber nicht so widerstandsfähig wie Saphirglas.

Diese Automatikuhr von AK-Homme ist mit einem schwarzen Lederband ausgestattet, welches Sie bei Bedarf wechseln können.
2.3. Wasserdichtigkeit: Zum Schwimmen sind mindestens 10 bar notwendig
Da Sie eine Automatikuhr in allen Lebens- und Wetterlagen am Handgelenk tragen, muss die Uhr mindestens spritzwassergeschützt sein. Denn irgendwann wird die Automatik-Herrenuhr auf jeden Fall mit Wasser in Kontakt kommen – spätestens beim Händewaschen oder dem nächsten Sommergewitter.
Die Wasserdichtigkeit wird üblicherweise in Atmosphären (kurz: ATM) angegeben, auch wenn dies in Deutschland seit 1978 keine offizielle Maßeinheit mehr ist. Eine Atmosphäre entspricht ungefähr dem Druck von einem bar.
Häufig finden Sie bei zahlreichen Uhren-Marken stattdessen auch die Angabe „wasserdicht bis xxx Meter“, die immer das Zehnfache der Atmosphäre beträgt. Eine Uhr mit 5 ATM ist also bis 50 m wasserdicht, eine Uhr mit 20 ATM bis 200 m.
Vorsicht: Diese Angabe kann trügerisch sein. Denn sie besagt nicht, dass die Uhr bis zu dieser Wassertiefe genutzt werden kann, sondern dass sie dem Druck in dieser Tiefe standhält. Wenn Sie die Uhr zusätzlich im Wasser bewegen, kann punktuell ein deutlich höherer Druck entstehen. Selbst zum Schwimmen an der Wasseroberfläche sollte Ihre Automatikuhr wasserdicht bis 100 m (oder: 10 ATM) sein.
2.4. Gehäusematerial: Edelstahl ist Standard bei hochwertigen Uhren
Meist besteht das Gehäuse von hochwertigen Automatikuhren aus Edelstahl. Edelstahl ist sehr robust und relativ kratzresistent, dafür aber auch recht schwer. Gerade größere Taucheruhren können daher durchaus ein nennenswertes Gewicht auf die Waage bringen.
Außerdem können einige Menschen allergisch auf die Chrom- oder Nickelanteile reagieren, die in den meisten in der Uhrmacherei verwendeten Edelstahl-Legierungen enthalten sind.

An dieser Stelle wir uns demonstriert, dass Liebhaber gerne auch mehrere Modelle (hier Kronen-und-Söhne-Automatikuhren) eines Herstellers besitzen.
Manche Hersteller haben daher auch Automatikuhren aus Titan im Angebot. Denn Titan ist deutlich leichter als Edelstahl. Außerdem ist Titan antiallergen – und wird daher auch in der Medizintechnik eingesetzt. Je nachdem, wie die Oberfläche der Automatik-Herrenuhr gehärtet worden ist, kann Titan allerdings etwas kratzanfälliger sein als Stahl.
Ob Sie allerdings das dezente, matte Aussehen von Automatikuhren aus Titan bevorzugen oder eher den Silber-Glanz von poliertem Edelstahl vorziehen, ist eine reine Geschmacksfrage. Und auch bei Edelstahl ist ein mattes Aussehen möglich, zum Beispiel wenn die Automatikuhr schwarz beschichtet ist.
Das klassische Design einer Automatikuhr, beispielsweise einer Citizen-Herrenuhr oder einer Maserati-Herrenuhr oder einem Modell von Jacques Lemans, ist in Schwarz und Silber gehalten. Uhren in Schwarz und Silber sind elegant und zeitlos, ähnlich wie Modelle in Grau und gold. Von dem Designer Philipp Plein erhalten Sie Armbanduhren auch in anderen Farben, beispielsweise in Schwarz und Rot oder in Blau oder Gelb. Automatikuhren in Schwarz und Silber bestehen meistens aus Edelstahl oder Titan.
Die Vorteile von Titan gegenüber Edelstahl im Vergleich:
Vorteile- deutlich leichter
- für Allergiker geeignet
Nachteile- deutlich teurer als Stahl
- kann kratzanfälliger sein
2.5. Armband & Verschluss: Faltschließen können perfekt an das Handgelenk angepasst werden

Ein solches Gliederarmband wie bei dieser Kronen-und-Söhne-Automatikuhr gibt es bei vielen Automatikuhren, wie wir feststellen.
Welches Armbandmaterial Sie bevorzugen, ist ebenfalls eine Frage des Geschmacks. Ob Sie eine Automatikuhr für Damen mit Leder-Armband wählen oder eine Taucheruhr mit Kunststoff- oder Edelstahl-Armband, macht funktionell kaum einen Unterschied. Und generell können Sie Armbänder und Armband-Typen auch nach Lust und Laune austauschen.
Achtung: Wenn Sie Ihre Automatikuhr beim Wassersport einsetzen wollen, ist Leder ungeeignet. In diesem Fall sollten Sie sich für ein Metall-Armband, ein Kunststoff-Armband oder ein Nylon-Armband im sogenannten Nato-Stil entscheiden.
Ein wenig anders liegt der Fall beim Verschluss. Die klassischen Dornschließen, wie sie zum Beispiel auch bei Ledergürteln eingesetzt werden, haben eine Reihe von Nachteilen gegenüber den moderneren Faltschließen, die Sie sicherlich von Uhren mit Metall-Armband kennen.
Doch auch bei Leder-Armbändern sind Faltschließen sinnvoll. Da die Löcher für die Dornschließe einen vorgegebenen Abstand haben, können diese nicht individuell an das Handgelenk angepasst werden. Außerdem wird beim häufigen An- und Ablegen einer Uhr mit Dornschließe das Leder geknickt und kann brechen.
Eine Faltschließe kann exakt auf die Größe des Handgelenks eingestellt werden und ist materialschonender im täglichen Gebrauch. Dafür sind Faltschließen schwerer und teurer in der Herstellung.
Die Vor- und Nachteile einer Faltschließe gegenüber einer Dornschließe:
Vorteile- individuelle Anpassung möglich
- Armband-Material wird auch bei häufigem Gebrauch kaum belastet
Nachteile- vergleichsweise schwer
- teurer in der Herstellung
Tolle Auswahl an sehr schönen Uhren. Ich habe aber noch eine Frage: Kann ich eine Automatikuhr auch per Funk automatisch auf die richtige Zeit einstellen lassen?
Hallo Gerhard,
das ist leider nicht möglich. Automatikuhren funktionieren rein mechanisch ohne irgendwelche elektrischen Bauteile. Daher müssen Sie die Uhrzeit mit Hilfe der Krone von Hand einstellen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team von Vergleich.org