Das Wichtigste in Kürze
  • Statt in einem großen Portmonee finden die wichtigsten Chipkarten, Ausweispapiere und Bargeld auch in einem Kreditkartenetui mit Geldklammer Platz. Dank der geringen Dicke lässt es sich in der Anzug- oder Hosentasche fast unsichtbar verstauen.
  • Mit einer Vielzahl an Steckfächern lassen sich im Kreditkartenetui auch die wichtigsten Visitenkarten und anderes verstauen. So haben Sie alles schnell griffbereit.
  • Ein RFID-Schutz verhindert wirkungsvoll, dass Ihre Karten für das kontaktlose Zahlen durch Datendiebstahl ausgelesen. Erst mit dem vollständigen Herausnehmen können die Daten des eingebauten NFC-Chips abgerufen werden.

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Eine Studie der Deutschen Bundesbank von Anfang 2019 belegt eindrucksvoll, was sich in jeder Kassenschlange beobachten lässt. Während das Unterschreiben oder Eintippen einer Geheimzahl demnach noch länger dauert als die Bezahlung mit Bargeld, geht das kontaktlose Zahlen mit Kredit- oder EC-Karte doppelt so schnell.

Dafür sollte diese aber sofort griffbereit und nicht tief im Portemonnaie oder einer Tasche versteckt sein. In unserem Kreditkartenetui-Vergleich 2020 erfahren Sie, wann die Karten gar nicht erst herausgezogen werden müssen und wie Sie sich außerdem effektiv vor einem Diebstahl Ihrer sensiblen Zahlungsinformationen schützen.

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1. Viel Platz auf wenig Raum muss geboten werden

Fünf bis acht Karten, dazu ein paar Geldscheine – mit mehr Essentiellem müssen Sie üblicherweise gar nicht ausgestattet sein im alltäglichen Umgang. Das Portmonee ist trotzdem nicht selten prall gefüllt und neigt eher dazu, noch voller zu werden.

Mit einem Kreditkartenetui für Herren oder dem eigentlich vollkommen identischen Damen-Kreditkartenetui reduzieren Sie die Größe spürbar, ohne sich selbst die Möglichkeit zu nehmen, alle Karten und Ausweispapiere bei sich zu tragen. Nur ein viel zu großes Münzfach und zusätzliche Einschübe für alle möglichen Zettel fehlen.

Das Kreditkartenetui, eventuell mit Geldklammer, reduziert die Geldbörse auf das Wesentliche, sodass Sie es in jeder Tasche verstauen können und die wichtigsten Karten immer griffbereit liegen.

Fazit: Mit einem Kreditkartenetui räumen Sie im Geldbeutel auf und können alles Wichtige in fast jeder Tasche verstauen. Gerade im Urlaub kann es zudem besonders praktisch sein, um Ausweis und Geldkarten direkt am Körper zu tragen. Im Alltag entfällt die lästige Suche nach der richtigen Karte, die Sie bei einigen Modelle sogar mitsamt Etui zum Bezahlen auflegen können.

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2. Die Kreditkartenetui-Typen: Sind Slim Wallets so vielseitig wie eine große Geldbörse?

In verschiedensten Kreditkartenetui-Tests im Internet findet sich eine breite Auswahl an Ausführungen, die sich grob in drei Kategorien einteilen lassen. Dabei geht es nicht nur um den Stauraum und die Anzahl der Kreditkartenfächer, die geboten werden, sondern auch die Sicherheitsbedürfnisse spielen eine Rolle.

Art des Kartenetuis Eigenschaften
Mini-Etui
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+ minimale Größe
+ Platz für die wichtigsten Dokumente
+ komplett unscheinbar zu verstauen
- kein Platz für Münzen
- nur das Nötigste findet Platz
- zumeist kein zusätzlicher Verschluss
Kreditkartenetui mit Münzfach
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+ wie ein platzsparendes Portmonee
+ kleines Format und maximaler Stauraum
+ sicherer Verschluss üblich
- zumeist dicker als 2 cm
Kreditkartenetui mit RFID-Block
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+ blockiert die Übertragung der Karteninformationen
+ erhöhtes Sicherheitsgefühl
- zumeist schwerer und steifer
- in vielen Fällen gar nicht nötig

Kommen Sie größtenteils bargeldlos durch den Alltag und wollen das Etui möglichst unscheinbar im Hosenanzug oder Jacke aufbewahren, ist die minimalistische Variante genau richtig für Sie. Modelle wie das Etui von I-Clip oder zum Beispiel des Herstellers Jaimie Jacobs sind nur wenig größer als die Geldkarten selbst.

Wollen Sie Ihre Geldbörse dagegen durch etwas Kleineres und Kompakteres ersetzen, erscheint ein Kreditkartenetui mit vielen Extras wie Geldklammer und Münzfach als gute Wahl. Die Kreditkartenetuis von Ögon oder Zastar Money zum Beispiel sind mit 25 beziehungsweise 15 mm vergleichsweise dick, nehmen aber fast genauso viel auf wie ein großes Portemonnaie.

Bei der Frage, ob der RFID-Blocker sinnvoll ist, treffen zwei Welten aufeinander. Die einen sagen, dass es viel wahrscheinlicher ist, Bargeld zu verlieren. Die anderen sagen, dass immer Mittel und Wege gefunden werden, die modernen Kreditkarten und ihre Funktechnik zu missbrauchen. Sind Sie hier unsicher, wählen Sie ein Modell mit dem Schutz, da Preisunterschiede kaum ausgemacht werden können.

Günstige Kreditkartenetuis, selbst solche Versionen aus dem Aldi oder Lidl, werben mit der Eigenschaft. Außerdem sind etwa Kreditkartenetuis aus Aluminium von vornherein „abhörsicher“.

An oberster Stelle bei der Auswahl des passenden Scheckkartenetuis steht die Größe. Die bestimmt, wie gut Sie es tragen und in der Tasche verstauen können, und außerdem wie viel hineinpasst.

kreditkartenfaecher-anzahl

3. Kaufberatung: Auf welche Details des Kreditkartenetuis sind zu achten?

3.1. Das Fassungsvermögen bestimmt die Vielseitigkeit

Die Bandbreite reicht von lediglich zwei Fächern, in die eine bestimmte Anzahl an Karten und ein paar Geldscheine passen, bis zu vielen verschiedenen Einschüben, einer Geldklammer und einem abgeschlossenen Münzfach. Wenn Sie ein Kreditkartenetui kaufen, werden Sie schnell feststellen, dass insbesondere die ganz schlichten Modelle stark an Herren orientiert vermarktet werden. Die Größeren mit deutlich über 10 cm in Länge und 2 cm in der Dicke oder mehr sollen dagegen auch für Damen passend sein.

portmonee-faecher-karten

Von der Größe des Etuis sind die Anzahl an Karten und die Menge an Bargeld nur minimal abhängig.

Wir bei Vergleich.org wollen etwas rationaler und neutraler an die Sache herangehen. Zunächst zählt vor allem die Anzahl Ihrer Karten, wobei selbst die kleinsten Etuis mindestens acht Kreditkartenfächer bietet. Selbst ein absolut minimalistisches Modell wie das MyWalit Kartenetui fasst diese Mindestzahl, während zum Beispiel einige Etuis zum Beispiel von Woodland oder AirZyx annähernd 20 Karten aufnehmen.

Dass auch das noch knapp werden kann, zeigt der Blick in Ihr Portmonee und die folgende Liste typischer Papiere. Festgelegt ist das Format nach ISO 7816 und in der üblichen Größe ID-1 ist es sehr weit verbreitet bei:

  • Kreditkarten
  • EC- und Girokarten
  • Führerschein
  • Personalausweis
  • Krankenkassenkarten
  • diversen Bonus- und Sammelkarten
  • Mitgliederausweisen
  • Zugangskarten
  • etc.

Was Sie wirklich stets mit sich führen müssen, worauf Sie verzichten können und wie viele Reserven nötig sind, bestimmt schlussendlich die Anzahl der Einschübe.

Die Frage nach Geldklammer und Münzfach lässt sich ebenfalls geschlechterunabhängig beantworten. Tragen Sie etwas Bargeld nur zur Sicherheit im Geldbeutel bei sich, um im seltenen Fall eines nicht funktionierenden Lesegeräts sicher zu sein, benötigen Sie beides nicht.

Die Geldklammer gewährt schnellen Zugriff auf Scheine und das Münzfach nimmt Wechselgeld auf. So können Sie damit genau wie mit dem Portmonee agieren. Eine kleine Menge Papiergeld dagegen passt problemlos in jedem Kartenetui in den Einschub für eine Geldkarte.

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Weiches Leder schützt die Karten vor Beschädigung und hält sie durch seine Oberflächenbeschaffenheit sicher fest.

3.2. Material für Optik und Robustheit

Das Kreditkartenetui aus Leder ist der Standard schlechthin. Das Material fasst sich gut an, ist flexibel und hält lang. Auch bei der Farbe sind Sie nicht auf das natürliche Braun festgelegt. Allerdings können Sie bei dieser Wahl davon ausgehen, dass ein Abfärben oder Verblassen nahezu ausgeschlossen sind. Bekannte Hersteller von Lederwaren wie Braun Büffel, camel active oder auch Golden Head setzen neben viele anderen auf das klassische Naturprodukt.

Ein Kreditkartenetui aus Metall hebt sich zunächst einmal optisch ab. Es lässt sich wie zum Beispiel bei der Marke Ögon Designs wasserdicht gestalten und ist allgemein sehr robust. Außerdem ist ein solches Kreditkartenetui abgeschirmt, weshalb Sie nicht zusätzlich auf eine RFID-Blocker achten müssen. Jedoch kann ein Kreditkartenetui aus Metall nicht allzu flexibel in einer kleinen Hosentasche verstaut werden und verzeiht Stürze relativ schlecht.

Mit ähnlichen Eigenschaften ist das Kreditkartenetui aus Carbon ausgestattet. Ein solches Modell zeichnet sich insbesondere durch das extrem geringe Gewicht aus, wobei selbst schwere Etuis kaum 100 g überschreiten. Bei Carbon fehlt allerdings die Abschirmung, die durch eine zusätzliche Lage eingebracht werden muss.

Tipp: Entscheiden Sie sich für ein Kreditkartenetui aus Leder, wenn Sie es im Alltag wie ein einfaches Portemonnaie strapazieren wollen. Andere Materialien sind vor allem optisch beeindruckender, können bei der Langlebigkeit zumeist aber nicht mithalten.

3.3. Gern als unisex

Kreditkartenetuis für Herren unterscheiden sich nicht von den Kreditkartenetuis für Damen. Für wen sie sich eignen, hängt im Ende nur vom Verhalten mit Bargeld und elektronischen Bezahlmöglichkeiten ab und weniger von der Zuordnung zu Herren oder Damen.

Wer ein kompaktes Kartenetui kauft, will die wichtigsten Unterlagen fest zusammen und in möglichst kleiner Form bei sich tragen. Das gilt für Frauen wie Männer.

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Der Abhörschutz im Portemonnaie beginnt schon mit der ersten Schicht Stoff, Leder etc.

3.4. Verschluss und weiterer Schutz für die Karten

In verschiedenen Tests von Kreditkartenetuis im Internet richtet sich ein genauer Blick auf das Verstauen der Karten. Wollen Sie viele davon übersichtlich und jederzeit zugänglich aufbewahren, sind Klarsichtfächer besonders gut geeignet. Bei einfachen Ledereinschüben dagegen lässt sich eine Karte etwas schwerer entnehmen.

Ein einzelner Einschub ist dann sinnvoll, wenn Sie im Grund mit nur einer Karte hantieren und die restlichen lediglich bei sich führen müssen. So kann Ihre Geldkarte ganz oben liegen, während Führerschein und alles andere dahinter einsortiert sind. Secrid oder Travando sind Marken, die solche Etuis im Angebot haben. Das Modell von I-Clip zum Beispiel ist sogar so gestaltet, dass Sie das ganze Etui auflegen können und bezahlen, ohne etwas herausnehmen zu müssen.

Ein Verschluss, zum Beispiel ein Druckknopf oder Reißverschluss, hält vor allem Scheine und lose Kassenzettel oder Ähnliches sicher im Inneren. Lässt sich das Etui rundherum versiegeln, können Sie so auch lose Münzen verstauen.

Tipp: Geht es Ihnen vor allem um die minimale Größe, empfehlen wir von Vergleich.org den Verzicht auf einen zusätzlichen Verschluss. Ist das Etui sicher in Jacken- oder Hosentasche untergebracht, geht auch ohne diesen nichts verloren.

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4. Welche Tests zu Kreditkartenetuis und RFID-Blockern gibt es im Internet?

RFID und NFC

RFID steht ganz allgemein für die Identifizierung über Funkwellen. Es ist die Abkürzung von radio frequency identification. Mit NFC, also der Nahfeldkommunikation, ist ein konkreter Standard zur Datenübertragung bei Smartphones oder auch Kreditkarten gemeint, der nur wenige Zentimeter weit reicht.

Mit dem Aufkommen des kontaktlosen Bezahlens kam auch der RFID-Blocker auf. Eine Suche danach im Internet kann sehr aufschlussreich sein, weil die meisten Seiten, die Warnungen und Bedrohungsszenarien oder Testberichte zu Kreditkartenetuis und dem passenden Schutz beinhalten, danach genau diese Blocker, Hüllen und auch Scheckkartenetuis verkaufen wollen.

Etwas anders sieht es auf Seiten aus, die nicht unmittelbar Produkte anbieten. So kann Stiftung Warentest zwar keinen Kreditkartenetui-Testsieger anbieten, dafür aber einige relativierende Aussagen zum kontaktlosen Bezahlen.

Zunächst einmal lassen sich nur Kleinbeträge ohne zusätzlichen Sicherheitsschritt abbuchen. Das funktioniert außerdem nur mit speziell dafür zugelassenen Lesegeräten. Ihre Geldkarten mit Funk übertragen nämlich keine Information wie Name oder auch die Prüfziffer, weshalb allein durch das Auslesen zum Beispiel kein Kauf im Internet getätigt werden kann.

Erhellend ist auch ein Artikel bei Netzwelt. Hier wird gezeigt, dass die begrenzte Reichweite des NFC-Chips von nur knapp 4 cm mit einer speziellen Antenne auf allerhöchstens 20 cm gesteigert werden kann. Gleichzeitig beeinträchtigt schon eine dünne Schicht Stoff die Datenübertragung erheblich, sodass Tests unter realen Bedingung kaum erfolgversprechend sind.

Ob Sie einen sogenannten RFID-Blocker einsetzen, hängt also zu großen Teilen von Ihrem persönlichen Sicherheitsempfinden ab. Komplett ausgeschlossen werden kann aber natürlich nicht, dass mit einer speziellen Technik die allerdings nicht wirklich sensiblen Daten erbeutet werden können.

Hinweis: Nutzen Sie bei Geld- und Kreditkarten immer die zweistufige Autorisierung. SMS-TAN, verified by VISA oder SecureCode sind Beispiele für diese Technik, die nur schwer zu überlisten ist.

muenzfach-im-portemonnaie

5. Fragen und Antworten zum Thema Kreditkartenetui

5.1. Wie lässt sich prüfen, ob der RFID-Schutz funktioniert?

Die NFC-Technik, mit der Geldkarten ausgestattet sind, besitzen auch moderne Smartphones. Für diese gibt es eine Reihe Apps, mit denen sich die Informationen der Karte auslesen lassen. So können Sie auch den Test mit Ihrem Kreditkartenetui machen. Die Karten darin sollten unter keinen Umständen mehr gelesen werden können.

Da viele Geschäfte über die passenden Kartenlesegeräte verfügen, können Sie auch an diesen die Funktionsfähigkeit Ihres RFID-Blockers ausprobieren, indem Sie die Karte im Etui daran halten.

Tipp: Können Sie mit Ihrem Smartphone die Daten lesen, legen Sie ein Stück Stoff oder am besten Leder zwischen Mobiltelefon und Karte. So erhalten Sie ein Gefühl dafür, wie gut selbst eine dünne Jacke das schwache Funksignal dämpft beziehungsweise blockiert.

5.2. Welches Kreditkartenetui eignet sich für das Smartphone?

Das beste Kreditkartenetui ist klein und schlank, was bei vielen aktuellen Smartphones zumindest in der Diagonale gar nicht zutrifft. Zusätzlich mit Kreditkarten bestückt, wird es natürlich auch dicker. Das ist auch der Grund, weshalb es nur eine Handvoll spezieller Arten von Etuis für diesen Zweck gibt, der der Grundidee des Kreditkartenetuis ein Stück zuwiderläuft.

Zum einen lässt sich mit speziellen Klebestreifen ein geeignetes Kartenetui an der Rückseite des Mobiltelefons befestigen. Zum anderen gibt es aber auch maßgeschneiderte Handyhüllen, die zusätzlich über Steckfächer für Kreditkarten und Bargeld verfügen.

Hinweis: Der Nachteil dieser eigentlich praktischen Kombination ist genau diese Kombination. Sollten Sie Ihr Smartphone verlieren, verlegen oder wird es im unglücklichsten Fall gestohlen, haben Sie Geld und Telefon mit einem Mal eingebüßt. Wir von Vergleich.org empfehlen deshalb, am besten beides getrennt mitzuführen.