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Unfallversicherung: Selten gebraucht, doch im Fall der Fälle sehr wichtig

Das Wichtigste in Kürze
  • Der Kern der Unfallversicherung besteht in der finanziellen Unterstützung bei dauerhafter Invalidität, die durch einen Unfall verursacht wurde. Beteiligung an Bergungs- und Gesundheitskosten, auch bei nicht so dramatischen Verletzungen, sind ein Teil der Zusatzleistungen.
  • Tester lobten u.a. die Anbieter InterRisk, HanseMerkur, VHV und Janitos mehrfach. Die Ratings zeigten außerdem, dass die besten privaten Unfallversicherungen zu moderaten Kosten offeriert werden.
  • Nur für 10 % aller Erwerbsunfähigkeits-Fälle ist ein Unfall die Ursache. Die Unfallversicherung ist daher kein Ersatz für eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

sportunfallversicherung

Laut dem Statistischen Bundesamt gab es 2014 in Deutschland 9,77 Mio. Unfallverletzte. Rund 70 % davon verletzten sich in der Freizeit oder im Hausbereich. Selbst bei den Unfällen mit tödlichem Verlauf gehören die häuslichen zur traurigen Spitze.

Die gesetzliche Unfallversicherung unterstützt Unfallopfer oder Hinterbliebene in solchen Fällen nicht und auch im Job sind Sie nicht für jeden Unfall versichert. Womöglich lohnt sich für Sie daher der Abschluss einer zusätzlichen Versicherung.

In unserem Ratgeber 2017 erklären wir den Aufgabenbereich der privaten Unfallversicherungen und präsentieren dazu die wichtigsten Tests der vergangenen Jahre. Außerdem erfahren Sie, welche Policen für Erwachsene und Kinder manchmal die bessere Alternative zur Unfallversicherung sind.

1. Wann springt die gesetzliche Unfallversicherung ein?

Damit Sie nicht extra für potenzielle Ereignisse eine Versicherung abschließen, für die Sie sowieso schon versichert sind, ist es wichtig, die Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung zu kennen. Wahrscheinlich sind Sie häufiger von der Versicherung geschützt als erwartet.

1.1. Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung

private unfallversicherung kosten

Arbeitsunfälle haben in Deutschland rapide abgenommen. 2015 wurden der DGUV 866.056 Fälle gemeldet, 20 Jahre zuvor waren es über 1.65 Mio Arbeitsunfälle.

Arbeitnehmer, Schüler, Studenten, Kindergartenkinder, Ehrenamtliche, Gerichtszeugen – rund 75 Millionen Menschen in Deutschland sind Mitglied der gesetzlichen Unfallversicherung (GUV). Deren Aufgabe besteht zum einen in der Prävention von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten. So erlässt sie Vorschriften für betriebliche Maßnahmen, die Verletzungen am Arbeitsplatz vorbeugen sollen und übernimmt die technische Aufsicht für die Unfallsicherheit.

Zum anderen hilft die gesetzliche Unfallversicherung den Menschen, die bereits einen Unfall hatten oder an einer berufsbedingten Erkrankung leiden, die "Leistungsfähigkeit" wiederherzustellen, u.a. durch die Kostenübernahme für Krankenhaus- und Reha-Aufenthalte.

Geldentschädigungen gibt es dabei u.a. in Form des Verletztengeldes, das zeitweise Einkommensausfälle zu 80 % ausgleichen soll. Rentenzahlungen erfolgen, wenn seit dem Unfall schon ein halbes Jahr vergangen ist und die Erwerbsfähigkeit immer noch zu mindestens 50 % eingeschränkt ist.

Endet ein Unfall tödlich, zahlt diese Sozialversicherung eine Hinterbliebenenrente und einen Teil der Beerdigungskosten.

1.2. Wann ist man versichert?

Versichert ist man nicht nur am Ort der Arbeit, des Ehrenamts oder der Ausbildung, sondern auch auf dem Weg dorthin. Während Betriebsfeiern, Dienst- oder Klassenfahrten greift der Schutz ebenfalls. Allerdings muss das Ereignis auch einen klaren Bezug zur versicherten Tätigkeit haben. So greift die GUV z.B. nicht, wenn während der Mittagspause etwas passiert oder wenn ein Gesundheitsschaden wie der Herzinfarkt nur zufällig während der Arbeitszeit passiert.

Auch Personen, die ihre Angehörigen pflegen, gelten als Ehrenamtliche. Was genau die Abgrenzung für ehrenamtliche Tätigkeiten ist, wann es sich um einen Arbeitsunfall handelt oder wann eine Krankheit durch den Beruf verursacht wurde, gehört zu den vielen strittigen Fragen rund um die GUV.

Deshalb ziehen die Betroffenen relativ häufig vor das Gericht, wenn die gesetzliche Unfallversicherung sich nicht in der Verantwortung sieht.

1.3. Wer zahlt für die GUV?

Die Versicherten müssen nicht selbst für die Beiträge aufkommen. Für Mitarbeiter des Öffentlichen Diensts, Schüler, Studenten etc. ist die Unfallkasse oder der Gemeindeunfallversicherungsverband zuständig.

Für Arbeitnehmer der freien Wirtschaft zahlt der Arbeitgeber an die jeweilige Berufsgenossenschaft die vollen Beiträge. Diese hängen von der Gefahrenklasse der Branche und dem Lohnniveau ab. Schließlich richtet sich die Höhe einer Unfallrente nach dem früheren Gehalt der Versicherten.

2. Was versichern die Anbieter?

Die privaten Unfallversicherungen kommen dann zum Einsatz, wenn die Gesetzliche nicht einspringen muss. In erster Linie sind also Unfälle in der Freizeit oder im Haushalt versichert. Außerdem wird die Zusatzpolice früher aktiv.

2.1. Grundsätzlicher Versicherungsfall

Unfälle können je nach Vertrag unterschiedlich definiert werden. Eine Mindestbestimmung regelt aber das Gesetz:

"(2) Ein Unfall liegt vor, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet. Die Unfreiwilligkeit wird bis zum Beweis des Gegenteils vermutet."

Versicherungsvertragsgesetz – § 178

Normalerweise erweitern die Assekuranzen den Unfallbegriff darüber hinaus. Die Allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen (AUB) bilden die Basis der Verträge. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) machte 2014 unverbindliche Musterbedingungen für die AUB bekannt. Diese erweitern den Unfallbegriff und werden als Mindeststandard für private Unfallversicherungen angesehen.

"Als Unfall gilt auch, wenn sich die versicherte Person durch eine erhöhte Kraftanstrengung

  • ein Gelenk an Gliedmaßen oder der Wirbelsäule verrenkt.
  • Muskeln, Sehnen, Bänder oder Kapseln an Gliedmaßen oder der Wirbelsäule zerrt oder zerreißt."

Allgemeine Unfallversicherungsbedingungen  GDV e.V.

Schäden am Meniskus oder an der Bandscheibe werden dagegen nicht mit Unfällen in Verbindung gebracht, sondern gelten als Verschleißerscheinungen.

2.2. Extra-Policen für Abenteuerlustige

freizeit unfallversicherung

Laut der Auswertungsstelle für Skiunfälle (ASU) landen pro Saison 7.000 deutsche Skifahrer im Krankenhaus.

Schwere Freizeitunfälle passieren vor allem bei Sportarten, die nicht ganz ungefährlich sind. Für leidenschaftliche Taucher, Motorradfahrer oder Reiter ist daher eine private Unfallversicherung besonders sinnvoll.

Klären Sie vorab alle etwaigen Leistungsausschlüsse ab. Bei sehr wenigen Tarifen sind Verletzungen rund um Motorrad, Ski und Reiten ausgenommen. Häufiger gilt die Versicherung für tauchtypische Schäden wie die Caissonkrankheit oder das Barotrauma nicht, was Sie aus unserem Tarifrechner ablesen können.

Skifahrer und alle weiteren Personen, die sich in ihrer Freizeit in Gebiete mit schwieriger Infrastruktur begeben, sollten eine Versicherung abschließen, die auch für Bergungskosten aufkommt. Hier zahlen die gesetzlichen Krankenkassen nämlich nur teilweise. Besonders, wenn ein Helikopter nötig ist, wird es hier sehr teuer.

Tipp: Günstigere Unfallversicherungen sind spezielle Sportunfallversicherungen, z.B. fürs Reiten von der Versicherung Uelzener oder für den Motorsport. Wenn sich die relativ gefährlichen Aktivitäten nur im Sportverein abspielen, ist auch eine Gruppenunfallversicherung denkbar, die Vereinen, Firmen und anderen Organisationen angeboten wird.

unfallversicherung-test

3. Leistungen

3.1.  Rente und Kapitalauszahlungen im Fokus

Gliedertaxe

In der Gliedertaxe legen die Versicherungen für jeden Tarif fest, welcher Invaliditätsgrad anerkannt wird, wenn ein bestimmtes Körperteil amputiert oder funktionsunfähig ist. Mit der Progression entscheidet sie über die Leistungshöhe. Bei Generali wird z.B. für den Hörverlust auf einem Ohr ein Invaliditätsgrad von 30 % anerkannt, bei Verlust eines Armes 70 %.

Die privaten Unfallversicherungen zahlen bei Eintritt einer unfallbedingten Invalidität (erhebliche Einschränkung der körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit) entweder einmalig oder eine lebenslange Unfallrente.

Meist zahlt die Versicherung frühestens ein Jahr nach dem Unfall die Hauptleistung, wobei auch Überbrückungsleistungen für die ersten Monate vereinbart werden können und Sofortleistungen, die für bestimmte schwere Verletzungen gelten.

Die Höhe der Leistungen steigt bei steigendem Grad der Invalidität überproportional an (Progression). Empfohlen wird häufig eine Progression von 350 %. Sind als Grundsumme z.B. 50.000 Euro vereinbart, beträgt die Leistung bei einer Invalidität von 70 % 100.000 Euro und bei vollständiger Invalidität 175.000 Euro.

Wie Invalide jemand ist, hängt von der Einstufung in der Gliedertaxe ab.

3.2. Zusätzliche Zahlungsvereinbarungen

Im Rahmen der Unfallversicherungen werden zahlreiche weitere Leistungen vereinbart, die eine mehr oder weniger große Kostenerleichterung bedeuten können. Bei Unfallversicherungen für Senioren ist bspw. das Assistance-Angebot relevant.

Bei Unfallversicherungen für Familien sind Todesfall-Leistungen wichtig, sofern nicht sowieso schon eine Risikolebensversicherung oder ein anderweitiger Hinterbliebenenschutz abgeschlossen wurde.

Krankentagegeld sichert Einkommensausfall während langer Krankenhauszeit ab
Unfall-Tagegeld sichert Verdienstausfall von Selbstständigen ab
Genesungsgeld nach Bezug von Krankentagegeld
Todesfall-Leistungen vereinbarte Schadenssumme für Hinterbliebene
Kosmetische Operationen nach entstellenden Unfällen
Assistance-Service Finanzierung von Haushaltshilfen, Schneeräumdienst etc.

Hinweis: Wenn Sie in unserem Vergleichsrechner bei einem Tarif auf „Leistungsumfang“ klicken, werden neben der erweiterten Unfalldefinition auch die Gliedertaxe sowie alle potenziellen Zusatzleistungen und Höchstgrenzen angezeigt.

4. Kinderunfallversicherung: wichtig, aber nicht die wichtigste Risikoabsicherung

Leider kann man auch schon im Kindesalter durch einen Unfall solche Verletzungen davontragen, dass man später keiner Arbeit mehr nachgehen kann. Hier ist es eine große Hilfe, wenn dem Kind im Zweifelsfall eine lebenslange monatliche Rente zusteht.

Ökotest untersuchte 2012 Unfallversicherungen für Kinder. Gute Leistungen zu moderaten Preisen bieten demnach u.a. die Haftpflichtkasse Darmstadt und die VHV. Bei einem Zehnjährigen, dem eine Monatsrente von 500 Euro bei einem Invaliditätsgrad von 50 % zugesagt wird, kosten beide Versicherungen etwa 5 € pro Monat.

Bedenkt man jedoch, dass Erkrankungen viel häufiger zur Invalidität führen als Unfälle, ist eine Invaliditätsversicherung für Kinder deutlich umfassender. Zu den Anbietern gehören die Basler, Barmenia, Allianz und die Badische. Die Police wird ab ca. 30 Euro im Monat offeriert und ist somit deutlich teurer als eine Unfallversicherung fürs Kind.

5. Gilt die Unfallversicherung auch im Ausland?

Der Schutz greift normalerweise weltweit. Aufenthalte in Krisengebieten gut abzusichern, wäre aber zu teuer. Deshalb werden für Unfälle, die aus Kriegen oder Terror resultieren, keine Leistungen geboten.

Vielreisende sollten bei einem Vergleich der Unfallversicherungen darauf achten, dass die Höchstgrenzen für die Kosten beim Rücktransport nach Deutschland nicht allzu niedrig sind.

Weitere Versicherungen fürs Ausland im Vergleich:

6. Berufsunfähigkeitsversicherung vs. Unfallversicherung

Wo verlaufen die Grenzen zwischen der Berufsunfähigkeitsversicherung und der UV und wofür soll man sich entscheiden?

Eins vorweg: Die Berufsunfähigkeitsversicherung gilt nach der privaten Haftpflichtversicherung als die zweitwichtigste freiwillige Police in Deutschland. Wer berufsunfähig wird und noch keinerlei Anspruch aus der gesetzlichen Rentenversicherung hat, wird später auf Sozialhilfe angewiesen sein.

In nur einem Zehntel der Fälle ist ein Unfall Schuld an der Erwerbsunfähigkeit; die Unfallversicherung wird hier nicht tätigt. Die BU-Versicherung gilt dagegen unabhängig von der Ursache.

unfallversicherung familieJedoch kann nicht jeder eine solche Police bekommen. Menschen mit Vorerkrankungen werden häufig abgelehnt, während es auch private Unfallversicherungen ohne Gesundheitsfragen gibt bzw. diese nicht sonderlich streng sind. (Schwierig wird ein Vertragsabschluss, wenn Sie z.B. an der Bluterkrankheit leiden.)

Außerdem lohnt sich der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung nur bis Mitte 30 oder spätestens mit 40.

Ein Vorteil der privaten Unfallversicherung ist zudem, dass sie viel früher einspringt. Viele Leistungen werden auch dann getätigt, wenn keine dauerhafte Erwerbsminderung um 50 % vorliegt.

Die private Unfallversicherung brauchen diejenigen, für die eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht geeignet bzw. nicht möglich ist und Freizeitsportler, die zwar schon eine BU besitzen, aber schon möglichst bald nach einem Unfall von der Übernahme der Gesundheits- und Transportkosten profitieren wollen. Letztere sollten bei der Auswahl auf eine Unfallrente verzichten, um nicht doppelt versichert zu sein.

Folgende Tabelle zeigt die BU und die private Unfallversicherung im Vergleich.

Berufsunfähigkeitsversicherung Unfallversicherung
Geeignet für
  • Arbeitnehmer
  • Selbstständige
  • Azubis
  • Studenten
  • Kinder
  • Senioren
  • Freizeitsportler
  • Nicht-Berufstätige
  • Menschen, die für eine BU abgelehnt wurden oder das sinnvolle Einstiegsalter verpasst haben
Beiträge eher hoch eher niedrig
Hauptleistung Berufsunfähigkeitsrente unabhängig von Ursache Invaliditätsleistung bei bleibenden Körperschäden durch Unfall
Leistung ab Erwerbsfähigkeit mind. 6 Monate um 50 % gemindert Stationärer Behandlung des Unfalls
Altersgruppe ca. 15 - 55 0 - theoretisch unbegrenzt
Gesundheitsfragen umfangreiches Bild zur Krankheitsgeschichte wenige Informationen

7. Mischung mit Lebensversicherung: teuer und nicht lukrativ

Eine UV lässt sich auch mit einer Lebensversicherung kombinieren – Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr nennt sich das. Der Name ist etwas irreführend, denn es werden nicht die Beiträge erstattet, sondern nur der Part, der in den Sparplan geflossen ist.

Nach Vertragsablauf oder im Todesfall zahlt die Gesellschaft die Sparanteile zurück, also die Beträge abzüglich Kosten für Verwaltung und Vertrieb, eventuell mit Überschussanteilen.

Die Prämien sind in der Kombination mit einer Lebensversicherung natürlich höher. Wir raten von solchen Kombiprodukten ab. Denn eine Police, die ein unwahrscheinliches, aber gefährliches Risiko abdecken soll, hängt eigentlich nicht mit einer Geldanlage zusammen. Folglich sparen Sie keine Gebühren, wenn beides vermischt wird.

Außerdem lohnen sich Kapitallebensversicherungen auch so schon nicht mehr: Die Verträge sind unflexibel und die Renditen mager. Für langfristiges Sparen eignen sich besser private Rentenversicherungen, die das Langlebigkeitsrisiko absichern, oder Fonds-Sparpläne, die aufgrund geringer Gebühren gute Durchschnittsrenditen bringen.

unfallversicherung vergleich

8. Private Unfallversicherungen im Test

In diesem Kapitel werden die jüngsten großen Untersuchungen zur Unfallversicherung gebündelt. Diese Ergebnisse sind keine individuelle Empfehlung – insbesondere die Bereitschaft zur Beitragszahlung ist unterschiedlich – sie stellen aus unserer Sicht aber eine sinnvolle erste Orientierung dar.

Der Großteil der Unfallversicherungs-Vergleichssieger ist auch in unserem Tarifrechner enthalten.

8.1. Untersuchung für n-tv 2016

März 2016 prüfte das Deutsche Institut für Service-Qualität im Auftrag von n-tv die Tarife von 43 Gesellschaften. 60 % der Note besteht aus einer Leistungsbewertung und 40 % aus einer Preisanalyse. In diesem Unfallversicherungs-Test ist das Gesamtergebnis mittelmäßig. 13 Anbieter schnitten sehr gut ab, u.a. die Domcura und Janitos.

Interrisk überzeugt mit Spitzenleistungen und einer guten Kostenstruktur und belegte daher mit dem Tarif „Konzept XXL mit Standard Taxe" den ersten Platz. Es folgte die HanseMerkur mit unterdurchschnittlich Prämien.

Die Kosten einer Unfallversicherung beschreibt das DISQ als vergleichsweise hoch, wobei meist die teuren Tarife nicht überdurchschnittlich gut sind. Einsparungen von bis zu 333 Euro pro Jahr sind möglich.

8.2. Unfallversicherungs-Vergleich für Focus Money

2015 nahm Franke und Bornberg im Auftrag von Focus Money 61 Unfallversicherungen genauer unter die Lupe. Zu 15 % gingen jeweils die Preise für einen 25-jährigen Modellkunden der Gefahrengruppe A in die Bewertung ein und für einen Gleichaltrigen aus der Gefahrengruppe B. (Zu A gehören z.B. Bankkaufleute und zu B Handwerker.)

Die Qualität des Versicherungsschutzes gewichtete die Rating-Agentur mit 70 %.

Bewertet wurde vor allem nach folgenden Aspekten:

  • Wie stark wird der Unfallbegriff erweitert? Sind z.B. auch Insektenstiche, Erfrierungen oder Infektionen versichert?
  • Inwieweit greift der Schutz außerhalb Deutschlands?
  • Zahlt die Versicherung auch für kosmetische Operationen nach entstellenden Unfällen?
  • Wie hoch sind Leistungen und Voraussetzungen für Soforthilfe?

Zu den besten Unfallversicherungen, in diesem Fall solche, die mindestens mit 1,7 bewertet wurden, zählten die Tarife von InterRisk, Janitos, Swiss Life, Waldenburger, HUK24 und VHV.

8.3. Unfallversicherungen bei der Stiftung Warentest

Finanztest hat im Oktober 2015 genau 124 Versicherungstarifen auf den Zahn gefühlt. Das Tochtermagazin von Stiftung Warentest bezog sich dabei ausschließlich auf die Leistungen der Policen und nicht auf Beiträge.

Kriterium Teilaspekte Anteil an Note
 Kapitalauszahlung  Leistungshöhe bei Invaliditätsgraden zwischen 25 und 100 %  50 %
 Bedingungen Ausweitung der Mustervertragsbedingungen des GDV

  • Ausweitung der Unfalldefinition
  • Ausweitung des Leistungsspektrum (z.B. Bergungskosten)
  • Konditionen für Senioren
 40 %
 Anträge Klare und zeitlich begrenzte Gesundheitsfragen  10 %

Fünf Tarife schnitten sehr gut ab, davon drei von InterRisk. Die beste Unfallversicherung ist deren „XXL MaxiTaxe“. Die Vertragsbedingungen waren in fast jeder Hinsicht besser gegenüber den Musterbedingungen für Unfallversicherungen nach dem GDV.

8.4. Fazit

Wir machten vier Assekuranzen ausfindig, die in mindestens zwei der Tests besonders gut abgeschnitten haben und mit keinem Tarif schlechter als gut bewertet worden sind. Eindeutig bestes Gesamtergebnis erzielte der Maklerversicherer InterRisk mit Hauptsitz in Österreich.

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