Private Rentenversicherung Vergleich 2017

Die beste private Altersvorsorge in unserem Renten-Rechner.

Sie wünschen sich noch mehr Auswahl?
Jetzt Private Rentenversicherung Vergleich bei eBay entdecken!
Weiter »

Hat Ihnen dieser Vergleich gefallen?

4,7 /5 aus 14 Bewertungen

Mit einer Zusatzrente trotzen Sie dem demografischen Wandel

Das Wichtigste in Kürze
  • Mit Riester gibt es staatliche Zulagen zur Privatrente, welche vor allem für Familien interessant sind. Ungeförderte Versicherungen sind deutlich flexibler und für mehr Personengruppen offen.
  • Verträge für klassische Rentenversicherungen bieten 2017 eine Mindestverzinsung von 0,9 %. Fondsgebunde Policen ermöglichen höhere Renditen, teilweise mit Beitragsgarantien.
  • Wer mit eigenen Geldanlagen statt mit einer Rentenzusatzversicherung vorsorgen will, spart Gebühren. Aber die Policen gleichen das mit Steuervorteilen wieder aus und stellen Zahlungen bis ans Lebensende sicher.

rentenvorsorge
Die Alterung der Gesellschaft fordert unser Sozialsystem: Immer weniger erwerbstätige Menschen bezahlen immer mehr Renten. Weitere Erhöhungen des Renteneintrittsalters sind politisch kaum durchsetzbar und auch Beitragssteigerungen der gesetzlichen Rentenversicherung sind unbeliebt dafür wurden eben die Leistungen gekürzt.

Noch leben die über 65-Jährigen, gemessen an allen Altersgruppen, unterdurchschnittlich häufig in Armut. Doch der Trend ist stets negativ und wird sich die nächsten 20 Jahre noch deutlich verschärfen. Insbesondere wächst die Zahl derer, die gerade so über die Runden kommen.

Eine Zusatzrente wird immer wichtiger, aber welche Altersvorsorge ist die beste? Verträge mit oder ohne staatliche Subventionen? Gewöhnliche Versicherungen oder neue Konzepte mit Fonds? Und welche Anbieter werden regelmäßig bei Ratings hervorgehoben? Unser Ratgeber 2017 klärt die wichtigsten Fragen zur privaten Rentenversicherung.

1. Die 3 Säulen der Altersvorsorge

1.1. Gesetzliche Rente

Die erste Schicht der Alterssicherung bilden Regelsysteme des Staates, also u.a. die Gesetzliche Rentenversicherung, welche nach dem Umlageverfahren funktioniert: Die momentan arbeitende Bevölkerung finanziert die heutigen Rentner. Aktuelle Beitragseinnahmen sollen die aktuellen Ausgaben decken. 2017 beträgt der Beitragssatz für die Gesetzliche Rente 18,7 %.

Die gesetzliche Rente reicht immer seltener aus, um einen Lebensstandard ansatzweise zu erhalten, wie auch das sogenannte Netto-Rentenniveau vor Steuern angibt. Diese Kennzahl gibt an, wie hoch die Durchschnittsrente im Verhältnis zum Durchschnittseinkommen im gleichen Jahr ist. Dabei werden die Sozialabgaben berücksichtigt, die im Rentenalter und während der Erwerbszeit anfallen. 2012 lag das Netto-Rentenniveau vor Steuern bei 49,6 %, bis 2027 soll es schrittweise auf 45 % abgesenkt werden.

Versicherungspflichtig sind u.a. Arbeiter, Angestellte, Auszubildende und nicht erwerbstätige Mütter. Bestimmte Gruppen von Selbstständigen wie Handwerker oder Publizisten müssen ebenfalls in die gesetzliche Rente einzahlen. Für andere Selbstständige lohnt es sich häufig, freiwillig in die Gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen.

3 säulen der Altersvorsorge

Quelle: Allianz

1.2. Hohe Steuerersparnis mit betrieblicher Altersvorsorge

Unter die betriebliche Altersvorsorge (bAV) fallen alle monetären Leistungen, die Arbeitnehmer von ihrem Arbeitgeber zur Versorgung im Alter oder bei Berufsunfähigkeit zugesichert bekommen. Beliebt ist die Pensionszusage, d.h. der Arbeitnehmer erhält ab dem Rentenalter die vereinbarte Betriebsrente, sowie die Direktversicherung, bei der durch Einzel- oder Gruppenverträge für die Angestellten eine Lebensversicherung abgeschlossen wird.

Die bAV hat einen besonderen Vorteil, erklärt uns der Vertriebsleiter für Versicherung und Vorsorge bei Dr. Klein, Patrick Luchetta: "Der Arbeitnehmer kann von seinem Bruttogehalt sparen und nicht wie in der privaten Altersvorsorge vom Netto. So wird der Sparbeitrag nicht mit dem Gehalt versteuert und es entfallen hieraus auch keine Sozialabgaben." Durch das geringere Bruttogehalt verringere sich die gesetzliche Rente etwas, dieser Effekt lasse sich jedoch vernachlässigen.

Wer mehr Steuern zahlt, hat durch die betriebliche Vorsorge größere Vorteile. Laut Patrick Luchetta profitieren letztlich aber auch Normalverdiener von der bAV. Die Möglichkeiten der betrieblichen Altersvorsorge sollten genau mit dem Arbeitgeber abgeklärt werden: "Oft unterstützt der Arbeitgeber mit einem Anteil oder es existieren besondere Rahmenverträge für Sonderkonditionen."

1.3. Private Vorsorge mit und ohne Staat

Wenn der Staat private Policen fördert, liegt es nahe, das Angebot zu nutzen. Aufgrund der starren Vertragsausgestaltungen ist die staatliche Förderung trotzdem nicht für jeden sinnvoll.

Die Riester-Förderung können all jene erhalten, die verpflichtend Mitglied der Gesetzlichen Rentenversicherung sind oder deren Ehepartner bereits riestert. Wer regelmäßig genügend einzahlt, erhält vom Staat die jährliche Grundzulage von 154 Euro. Pro Kind erhält man zusätzlich bis zu 300 Euro im Jahr. Außerdem ergeben sich je nach der Einkommenssituation – Steuerersparnisse.

"Besonders Geringverdiener sollten alle Förderungen vom Staat nutzen, z.B. eben die Riester-Rente", empfiehlt Patrick Luchetta von Dr. Klein, "für sie sind die Zuschüsse mit wenig Eigenaufwand nutzbar".

Der kleine Bruder der Riester-Rente ist die Rürup-Rente für wohlhabende Selbstständige, auch Basisrente genannt. Zwar gibt es teils beachtliche Steuervorteile, allerdings keinerlei direkte Zulagen. Während bei Riester noch Einmalauszahlungen von maximal 30 % möglich sind, kann Rürup ausschließlich als lebenslange Rente bezogen werden.

Unser Vergleich der privaten Rentenversicherungen bezieht sich in den folgenden Kapiteln ausschließlich auf Produkte ohne staatliche Förderung. Wer eine möglichst anpassungsfähige Versicherung möchte, eventuell Einmalauszahlungen bevorzugt oder keine Kinder hat, ist mit einer ungeförderten Vorsorge oft besser bedient.

Vorteile der ungeförderten Policen im Vergleich zu solchen mit Riester-Förderung:

  • Auszahlungen schon vor dem 63. Lebensjahr möglich
  • Wahl zwischen Leibrente und Auszahlungen auf einen Schlag
  • auch geringe Beiträge können eingezahlt werden
  • für alle Personengruppen offen
  • keine staatliche Zulagen, die vor allem für Familien hoch wären
  • bei Bedarf von Grundsicherung wird die Zusatzrente angetastet, für Riester-Verträge gäbe es (demnächst) zumindest Freibeträge

Unser Rechner für private Rentenversicherungen enthält sowohl klassische Versicherung als auch neue Policen mit Angabe der entsprechenden Risikostufe von 1 bis 5. Die nächsten Kapitel vergleichen die verschiedenen Formen der privaten Rentenversicherung und ihre Möglichkeiten für die Versicherer.

2. Der Klassiker bietet am meisten Sicherheit

private altersvorsorge vergleichWer eine konventionelle private Rentenversicherung abschließt, erhält auf seine eingezahlten Beiträge eine garantierte Verzinsung und eine jährlich schwankende Überschussbeteiligung.

Die Sparanteile, die den Beiträgen minus der Kosten für Verwaltung und Vertrieb sowie für versicherte Risiken entsprechen, gehen bei der klassischen Rentenversicherung in ein Sicherungsvermögen und sind so im Insolvenzfall des Versicherers geschützt. Das Sicherungsvermögen muss insgesamt so gut wie risikolos investiert werden, weshalb es einige Einschränkungen bei der Wahl der Anlagen und deren Gewichtung gibt.

Zu den potentiellen Anlagen gehören Staats- und Unternehmensanleihen, Einlagen bei Banken, Grundstücke und Schuldverschreibungen. Die klassischen Rentenversicherungen leiden daher besonders an dem niedrigen Zinsniveau.

Für Verträge, die 2017 abgeschlossen werden, ist der Garantiezins auf einem historischen Tiefstand von 0,9 %. Damit reicht die Mindestrente nicht einmal zum Inflationsausgleich  die Verbraucherpreise werden 2017 voraussichtlich um 1,6 % steigen.

Auch die Überschüsse der Versicherer sind in den vergangenen Jahren gesunken und damit die Überschussbeteiligung der Versicherten. 2016 erhielten die Kunden zusätzlich zur Garantieverzinsung häufig einen Zins um die 3 %.

Letztlich begünstigte die gesunkene Renditeaussicht bei konventionellen Rentenversicherungen die Entstehung neuer Versicherungskonzepte.

3. Fondsgebundene Policen gegen das Niedrigzinsniveau

3.1. Bestandteile der Fondspolice

Fondsgebundene Versicherungen legen die Sparanteile in einen oder mehreren Fonds an. Diese investieren u.a. in Aktien, Anleihen und Immobilien. Ein Teil der Fonds ist aktiv: Ein Fondsmanager versucht, mit Käufen und Verkäufen von Anteilen geschickt auf die Kapitalmärkte zu reagieren, um die bestmöglichen Renditen zu erzielen.

Viele Versicherungen beinhalten auch passive Fonds (ETFs), welche lediglich die Wertentwicklung eines Aktienindizes oder Rentenindizes nachbilden. Die laufenden Verwaltungskosten sind so geringer als bei aktiven Fonds, was gute Renditen begünstigt.

Sie können die Fonds selbst auswählen und sich somit auch für ein bestimmtes Rendite-Risiko-Verhältnis entscheiden. Während der Laufzeit sollte man auf seine Geldanlage auch Einfluss nehmen. Meist kann man kostenlos bei seiner Versicherung umschichten, wenn der bisherige Fonds nicht überzeugt.

Tipp: Auch unter den fondsgebundenen Rentenversicherungen gibt es solche, die Mindestrenten vertraglich zusichern. Häufig werden dann die eingezahlten Beiträge garantiert. In unserem Renten-Rechner weißt die jeweilige Risikostufe des Tarifs auf Rentengarantien hin.

Wer für die private Altersvorsorge auf Fonds setzt, sollte noch etwa 20 oder mehr Beitragsjahre vor sich haben. Über die lange Anlagedauer lassen sich Schwankungen an den Kapitalmärkten am besten ausgleichen.

3.2. Eigener Sparplan vs. Rentenversicherung

rentenzusatzversicherungRentenversicherungen auf Fondsbasis werden für das erhöhte Risiko und die höheren Kosten kritisiert. Bessere Renditen würden einfache Sparpläne mit ETFs ohne den Versicherungsmantel bringen, weil dafür keine Abschlussprovisionen fällig werden und häufig geringere laufende Gebühren.

Betrachtet man die Situation nach Steuern, kann sich wieder ein anderes Bild ergeben. Denn während gewöhnliche Kapitalerträge mit 25 % + Soli versteuert werden, wird nur die Hälfte der Erträge auf lebenslange Renten versteuert und dann zum individuellen Steuersatz.

Außerdem: Nur eine Rentenversicherung sichert Langlebigkeit ab und dieses zentrale Element bleibt auch bei den neuen Versicherungsformen bestehen. Sparpläne und weitere langfristige Geldanlagen sind wichtig für den Vermögensaufbau, können aber keine Versicherung ersetzen.

 Klassische Versicherung Fonds-Police Misch-Policen mit Fonds
 Sicherheit Garantiezins + Sparanteile Sparer trägt Anlagerisiko Garantie der Sparanteile
Chance auf Wertentwicklung
Auszahlungsoption Rente, Kapitalauszahlung oder Mischung Rente, Kapitalauszahlung oder Mischung häufig Rente oder Kapitalauszahlung ohne Mischform
Geeignet für Personen mit hohem Sicherheitsbewusstsein, auch noch zu Rentenbeginn (als Sofortrente) bis 40 Jahren, die später finanziell nicht auf Rentengarantien angewiesen sind die noch mind. 15 Beitragsjahre vor sich haben (zur Renditesteigerung)

4. Neues Produkt: Indexpolicen

Die Sparanteile der Beiträge gehen bei den nicht allzu verbreiteten Indexpolicen ganz normal in das Sicherungsvermögen über. Im Kern handelt es sich also um eine klassische Rentenversicherung. Jährlich können die Kunden erneut wählen, ob sie sich mit ihren zugestandenen Überschüssen an einem Index beteiligen wollen oder sie es bei der herkömmlichen Überschussbeteiligung belassen.

Viele Versicherer setzen auf den Euro Stoxx 50, der die Wertentwicklung der Aktien der 50 größten Unternehmen Europas widerspiegelt, andere wiederum auf den deutschen Leitindex DAX.

Die Assekuranzen erwerben nicht direkt Anteile an dem Index, sondern Optionen. Mit Optionen wettet man auf einen Anstieg oder Fall der Kurse. So lassen sich hohe Gewinne erzielen, aber bei einer falschen Einschätzung der Marktsituation kann das Geld für den Kauf einer Option auch wieder verloren gehen.

Hinweis: Bei Indexbeteiligungen garantieren die Anbieter normalerweise die eingezahlten Beiträge. In unserem Rechner werden die Versicherungen in der Kategorie „klassisch“ mit Risikostufe 2 angezeigt.

Finanztest und Ökotest bemängeln, dass die Erträge für die Versicherten nach oben hin durch einen „Cap“ begrenzt sind und während der Vertragslaufzeit noch weiter eingeschränkt werden können. Anderenfalls ist es für die Anbieter aber wohl auch nicht machbar, Beitragsgarantien zu gewähren und Überschüsse zu generieren.

5. Darauf müssen Sie bei der Vertragsentscheidung besonders achten

5.1. Kapitalwahlrecht und Verschiebung des Rentenbeginns

Nur wenn ein Kapitalwahlrecht vereinbart wurde, kann man sich zum Rentenbeginn die zustehende Summe auf einen Schlag auszahlen lassen.

Leibrenten, also solche, die bis zum Tod gezahlt werden, rentieren sich häufig erst mit 85 Jahren oder später. Allerdings wird in Deutschland das Erreichen dieses Alters sowohl für Männer als auch für Frauen immer realistischer, wie diese Grafik zeigt.

private Rentenversicherung test

Gerade für junge Menschen ist es zudem wichtig, für die Police eine Abruf - und Aufschubfunktion zu vereinbaren. Damit kann der Auszahlungsbeginn nachträglich um bis zu fünf Jahre nach vorne oder hinten verschoben werden.

5.2. Todesfall-Leistungen

finanzenWer seinen Ehepartner, Lebenspartner oder die Kinder absichern möchte, sollte sich für eine Versicherung mit Todesfall-Leistungen entscheiden. Umgekehrt sollten alleinstehende Kinderlose darauf achten, dass sie durch ihren Rentenvertrag keinen mitinbegriffenen Hinterbliebenenschutz zahlen müssen, der ihnen sowieso nichts nützt.

Zwei verbreitete Arten der Todesfall-Leistungen sind die Beitragsrückgewähr und die Hinterbliebenenrente.

Wurde eine Beitragsrückgewähr vereinbart und stirbt der Versicherte noch während der Ansparphase, zahlt die Gesellschaft die vereinbarte Leistung aus. Die Leistung geht an eine festgelegte Bezugsperson und ansonsten in den Nachlass.
Die Hinterbliebenenrente beginnt ab dem Tod des Versicherten und läuft bis zum Lebensende der mitversicherten Person.

5.3. Kombinationen mit anderen Versicherungen

Sofortrente

Wenn Sie eine Einmalzahlung von mindestens 10.000 Euro leisten, können Sie selbst zum Rentenbeginn noch privat vorsorgen. Das ist bspw. dann sinnvoll, wenn sich durch die Auszahlung einer Lebensversicherung oder eines Erbes auf einmal Ihr Vermögen vergrößert hat. Aus unserem Rechner für die private Altersvorsorge bieten z.B. die Europa und Barmenia Sofortrenten an. Für Fondssparen ist es dann jedoch zu spät, da Wertschwankungen nicht mehr so gut ausgeglichen werden können.

Häufig besteht die Option, eine private Rentenversicherung gemeinsam mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Das kann eine leichte Kostenersparnis bringen, da nur ein Vertrag abgeschlossen wird. Zwei getrennte Produkte sind jedoch deutlich flexibler. Wenn Sie sich die Prämien zur Privatrente nicht mehr leisten können, verlieren Sie auch den Schutz bei Erwerbsunfähigkeit. Außerdem wird der Wechsel der BU sehr schwierig.

Die Absicherung gegen Invalidität sollte darüber hinaus möglichst kurze Zeit nach dem Berufseinstieg beginnen. Wer sich erst mit 40 um eine Rentenzusatzversicherung kümmern will, sollte deshalb nicht mit der Berufsunfähigkeitsversicherung warten.

5.4. Die Versicherungsgesellschaft

An seine Rentenversicherung bindet man sich für einige Jahrzehnte, sie soll daher auch in 40 Jahren noch gut dastehen (und gleiches gilt auch für private Krankenversicherungen). Daher spielt das Unternehmen eine entscheidende Rolle für den Erfolg des Versicherungsprodukts.

Ohne eine hohe Finanzkraft der Versicherung können die Kunden auch nicht an hohen Überschüssen beteiligt werden. Die folgenden Ratings der Rententarife beziehen daher auch den vergangenen Anlageerfolg und die Unternehmensqualität mit ein.

rentenvorsorge

6. Tarife der privaten Rentenversicherung im Test

Die jüngsten Tests zur privaten Rentenversicherung können zwar keine persönliche Empfehlung darstellen und eher unbekannte Versicherer kommen bei der Testauswahl oft zu kurz, aus unserer Sicht bieten sie dennoch eine sinnvolle erste Orientierung.

6.1. Altersvorsorge bei der Stiftung Warentest

Finanztest prüfte im September 2014 39 klassische private Rentenversicherungen. Damals lag der Garantiezins noch bei 1,75 %.

Jeweils 40 % der Note ergaben sich aus der Höhe der garantierten Mindestrente sowie aus dem Anlageerfolg des Versicherers in den vergangenen drei Jahren. Flexibilität und Transparenz flossen zu je einem Zehntel in die Bewertung ein.

Vergleichssieger unter den Rentenversicherungen wurde mit 1,7 die Europa. Sie überzeugte besonders mit der Höhe der garantierten Leistungen, was wohl vor allem an der günstigen Verwaltung des Direktversicherers liegt. Ansonsten schafften nur noch die InterRisk und HUK24 ein Gesamtergebnis, das nicht schlechter als 2,0 ist.

Auffällig ist bei der Untersuchung des Tochtermagazins von Stiftung Warentest, dass fast kein Anbieter gute Erträge erwirtschaftet hat.

6.2. Policen-Test im Auftrag des Handelsblatt

Die Rating-Agentur Franke und Bornberg untersuchte im September 2016 Tarife der privaten Rentenversicherung unter der Modellannahme, dass 35 Jahre lang 100 Euro pro Monat eingezahlt werden. Zu den Bewertungskriterien gehörte, wie hoch die Rente mindestens und im Erwartungswert sein wird. Auch Transparenz und Flexibilität der Tarife wurden in das Rating miteinbezogen.

In der Kategorie „klassisch“ wurden folgende Anbieter mit „sehr gut“ bewertet:

  • Europa (Vergleichssieger)
  • HUK 24/Coburg
  • Hannoversche
  • Allianz
  • Continentale

Im Fokus der Benotung von fondsgebundenen Policen mit einer festen Rentenzusage lagen die Höhen der Mindestrenten sowie die Anteile für die Kunden, wenn die Fonds eine mittlere Rendite von 3 % im Jahr und eine von 6 % erwirtschaften.

Die drei ersten Plätze gingen an die:

  • Stuttgarter
  • Alte Leipziger
  • Württembergische

Bei den Fondspolicen ohne Garantie wurden ebenfalls jährliche Renditen von 3 und 6 % angenommen. An der Spitze standen dabei die Europa, Hannoversche und HanseMerkur.

In der relativ kleinen Testgruppe der Rentenzusatzversicherungen mit Indexbeteiligung wurde die Stuttgarter mit zwei Tarifen Vergleichssieger.

6.3. Rentenversicherungs-Vergleich des IVFP

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) nahm 2016 die Angebote von 58 Assekuranzen genauer unter die Lupe. 35 % der Note machte die Unternehmensqualität aus, wozu unter anderem die Faktoren Stabilität und die Ertragskraft gehören. Renditeaussicht wurde mit 30 % bewertet, Flexibilität der Konditionen mit 25 % und Transparenz und Service zusammen mit 10 %. Zu letzterem zählt u.a. die Verständlichkeit der Verträge.

Tarife der Allianz und Europa sind hier Vergleichssieger der privaten Rentenversicherungen, vor allem auch, weil die Unternehmen an sich bestens bewertet wurden.

Bei den fondsgebundenen Versicherungen belegte die Allianz sowohl in der Gruppe mit als auch ohne Beitragsgarantie den ersten Rang. Es folgten die Stuttgarter und die Alte Leipziger, die dem Test nach äußert flexible Versicherungen bieten.

6.4. Fazit

Welche ist nun die beste private Rentenversicherung? Es ist nicht einfach, aus den verschiedenen Tests die Spitzenreiter herauszufiltern. Denn da die Tester nicht die gleiche Anbieterauswahl treffen und den Untersuchungen unterschiedliche Methoden und Bewertungszusammensetzungen zugrunde liegen, variieren die Noten für eine Versicherung teilweise stark.

Wir konnten für die Gruppe der klassischen Versicherungen und für die fondsgebundenen Policen mit Beitragsgarantie immerhin ein paar Anbieter ausfindig machen, die mindestens in zwei der Tests besonders gut und in keinem unterdurchschnittlich bewertet wurden.

privatrente

Insgesamt gute Bewertungen in den Tests zur klassischen privaten Rentenversicherung

beste-altersvorsorge

Insgesamt gute Bewertungen in den Tests zur fondgebundenen Rentenversicherung mit Beitragsgarantie.

Noch keine Kommentare vorhanden

Helfen Sie anderen Lesern von vergleich.org und hinterlassen Sie den ersten Kommentar zum Thema Private Rentenversicherung Vergleich.

Neuen Kommentar verfassen

Antworten abbrechen

Ähnliche Vergleiche in der Kategorie Vorsorge & Lebensversicherungen

Jetzt vergleichen
comparison.image.title

Vorsorge & Lebensversicherungen Berufsunfähigkeitsversicherung

Fast 20 % der Berufstätigen in Deutschland werden im Laufe ihres Lebens irgendwann einmal erwerbsunfähig. Ohne eine gute Versicherung, können Sie …

zum Vergleich
Jetzt vergleichen
comparison.image.title

Vorsorge & Lebensversicherungen Dread-Disease-Versicherung

Eine Dread-Disease-Versicherung leistet Hilfe bei festgelegten schwerwiegenden Krankheiten. Der ausgezahlte Betrag steht zur freien Verwendung zur …

zum Vergleich
Jetzt vergleichen
comparison.image.title

Vorsorge & Lebensversicherungen Kapitallebensversicherung

Anders als bei einer Risikolebensversicherung wird bei einer kapitalbildenden Lebensversicherung auch schon zu Lebzeiten des Versicherungsnehmers eine…

zum Vergleich
Jetzt vergleichen
comparison.image.title

Vorsorge & Lebensversicherungen Riester-Rente

Von Riester profitieren vor allem Familien. Um staatliche Zulagen vollständig zu nutzen, ist nur wenig Eigenaufwand nötig…

zum Vergleich
Jetzt vergleichen
comparison.image.title

Vorsorge & Lebensversicherungen Risikolebensversicherung

Eine Risikolebensversicherung dient nicht nur der Versorgung von finanziell abhängigen Angehörigen, sondern soll auch bestehende Verbindlichkeiten des…

zum Vergleich
Jetzt vergleichen
comparison.image.title

Vorsorge & Lebensversicherungen Rürup-Rente

Die Basis-Rente, besser bekannt als Rürup-Rente, ist die einzige staatlich geförderte Rentenversicherung für Selbstständige…

zum Vergleich
Jetzt vergleichen
comparison.image.title

Vorsorge & Lebensversicherungen Sterbegeldversicherung

Das Sterbegeld, das Hinterbliebene im Todesfall einer krankenversicherten Person von den Krankenkassen erhielten, ist 2004 endgültig abgeschafft …

zum Vergleich
Jetzt vergleichen
comparison.image.title

Vorsorge & Lebensversicherungen Unfallversicherung

Der Kern der Unfallversicherung besteht in der finanziellen Unterstützung bei dauerhafter Invalidität, die durch einen Unfall verursacht wurde. …

zum Vergleich
vg