Die Riester-Rente im Vergleich 2017

Die beste Riester-Rente im Test.

AbbildungVergleichssiegerHannoverscheHanseMerkurAlte LeipzigerPreis-Leistungs-SiegerSparkassenHUK 24Debeka
AnbieterHannoverscheHanseMerkurAlte LeipzigerSparkassenHUK 24Debeka
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Bewertung1,3sehr gut
11/2016
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Riester-Sparform im Angebot (Test)
  • Riester-Fondssparplan
  • Immobilien-Riester
  • Riester-Fondssparplan (drei "Risiko"-Varianten verfügbar)
  • Riester-Fondssparplan
  • Riester Rentenversicherung
  • Riester Banksparplan
  • Riester Fondssparplan
  • Immobilien Riester
  • Riester Fondssparplan
  • Riester Fondssparplan
Vergleich.org EmpfehlungFondssparplanRiesterMeisterFondssparplanRentenversicherungFondssparplanFondssparplan
Vor- und Nachteile
  • Günstige Gebühren
  • Vielfacher Testsieger
  • Über Jahre konstant gute Bewertungen
  • Testsieger der Stiftung Warentest 2012 und 2015
  • Direkt Versicherung ohne großen Service
  • Höchste garantierte Rente
  • Niedrige Kosten
  • Eigenes Produkt "Riestermeister" entwickelt
  • Mehrfach Testsieger
  • unübersichtlicher Antrag
  • Guter, solider Anbieter
  • Im Test 2013 bei der Stiftung Warentest 2. Platz
  • Nur Fondssparpläne im Angebot
  • Eine der Wenigen die die Riester Rentenversicherung anbieten
  • Über alles sehr gute und faire Konditionen
  • Geringe Gebühren
  • Unübersichtliches, regional zersplittertes Angebot
  • Unterlagen sind sehr langatmig und zu umfangreich
  • sehr flexibel
  • hohe Verzinsung, dieses Jahr 3 %
  • Testsieger Stiftung Warentest 2013
  • sehr flexibel
  • transparent und übersichtlich
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Riester-Rente im Vergleich – ein Flop? Oder doch Top?

Das Wichtigste in Kürze
  • Es gibt im Augenblick kaum Zinsen. Weder für Riester-Renten Anlagen im Test noch für reguläres Sparen.
  • Zu Riester gibt es eine staatliche Zulage in bar. Das ist besser als Zinsen.
  • Die Riester-Rente wird weitergezahlt, wenn das Kapital aufgebraucht ist und endet nicht vor dem Tod.

Riester-Rente Test

Die Riester-Rente ist tot! Es lebe die Riester-Rente! Während wir das schreiben, beschäftigen sich die politischen Parteien intensiv damit, die Riester-Rente als Altersvorsorge wieder abzuschaffen. Sie gilt als Misserfolg, denn die Erträge wären zu gering. Das „riestern“ hat einen schlechten Beigeschmack. Aber:

Das Abschaffen der Riester-Rente wird das Problem nicht beseitigen: Zu viele Menschen haben im Alter zu wenig, wenn es zur Rente kommt. Also wird die Riester-Rente weiter leben, vielleicht in veränderter Form. Und: Abgeschlossen wurden über 15 Millionen (!) Verträge seit 2002.

Riester für Angestellte und Beamte, Rürup für Selbständige. Die Riester-Rente ist nur für den Angestellten und Beamte die zusätzliche private Altersvorsorge. Selbständige nehmen die Rürup-Rente.

Die Kritik an der Riester-Rente ist,

  • dass ein Mensch sehr lange leben muss, bis er mehr bekommt als das Eingezahlte,
  • die Banken und Versicherungen, die das riestern anbieten, nehmen zu hohe Gebühren,
  • die Steuerfreiheit beim Sparen wird später bei der Auszahlung wieder abgezogen, denn die Auszahlung ist steuerpflichtig.
  • Zuviele Anbieter der Riester-Rente machen schlechte Angebote und kassieren selbst zuviel, in einer Untersuchung der klassischen Riester-Rentenversicherungen im September 2012 der Stiftung Warentest schnitten nur 5 von 29 Angeboten gut ab.
  • Die Flexibilität ist nicht überall gegeben. Wer weiß schon, ob er über Jahrzehnte ohne Unterbrechung sparen kann? Was im Falle von Arbeitslosigkeit oder längerer Krankheit?
  • Wer nicht den Höchstsatz einzahlt und die höchste Förderung bekommt, geht ohne große Zuwächse des eingezahlten Vermögens aus.

Für eines kann die Riester-Rentenversicherung aber nichts: Als man die Rente plante, gab es Zinsen, seit Jahren gibt es wegen der Niedrigzinspolitik der EZB keine mehr und das macht jede Anlageform schwierig.

Was ist die Alternative?
      Alle Sparformen sind derzeit ohne Zinsen und haben derzeit Probleme, attraktive Zinssätze zu erreichen. Bleibt spekulieren mit Aktien, das ist gefährlich. Ein Sparplan als Altersvorsorge ohne Förderung – wie handelsüblich – bei einer Bank? Keine bis kaum Zinsen, keine Steuerersparnis, keine Zulage vom Staat, die Auszahlung endet irgendwann.

Gold? Stieg erst gewaltig im Wert, sackte dann wieder ab, verharrt jetzt auf niedrigem Niveau.

Immobilien, das „neue“ Gold? Ja, aber dafür braucht der Sparer VIEL Geld. Das muss erst mal da sein.

1. Was zahlt der Staat zur Riester-Rente?

Um Anspruch auf 100% der staatlichen Riester-Förderung zu haben, müssen Sie als Sparer:

  • 4 % Ihres Bruttoeinkommens in die Riester-Rente einzahlen.
  • Das absolute Minimum liegt bei 60 Euro pro Jahr.
  • Der Maximaleigenbeitrag 2.100 Euro pro Jahr beträgt.
  • Seit 2008 sind es 154 Euro pro Person, die der Staat zahlt.
  • Für Kinder gibt es hohe Zulagen: 185 Euro für Kinder, die vor 2008 geboren wurden und 300 Euro für Kinder, die danach geboren sind.

Das beste an der Riester-Rente als Anlage im Vergleich zu anderen Formen ist heute 2016 / 2017 die Zulage. Wenn es keine Zinsen gibt, dann wenigstens das. Gut erklärt wird es noch einmal hier:

2. Was muss ich für die Riester-Rente zahlen?

Der Betrag staffelt sich nach Einkommen. Nehmen wir unsere Lieblings-Modell-Kundin, die 30 Jahre alt und angestellt ist.

Sie hat ein Monatseinkommen von 2.500 Euro brutto, also 30.000 Euro im Jahr (Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld und 13. sind auf die Monats-Gehälter umgerechnet).

Sie zahlt Der Staat zahlt  Gesamt
Monatsbeitrag 87,17 12,83 100
umgerechnet auf 1 Jahr: 1.046 154 1.200
Gesamteinzahlung bis zum 67. Lebensjahr (Rentenbeginn) 36.610 5.390 42.000

3. Was kriege ich an Zinsen?

Jetzt würde es einen schönen Wertzuwachs durch die Zinsen geben, wenn, ja wenn es Zinsen gäbe. Seit Jahren gibt es aber keine. Zur Einführung der Riester-Rente rechnete man mit 5 % Zinsen – damals 2002 durchaus möglich – heute gibt es 0 % Zinsen. Auch das macht der Riester-Rente den Garaus, letztlich aber jeder Sparform.

Nun spricht jede Wahrscheinlichkeit dafür, dass es irgendwann wieder Zinsen gibt. Mit 5 % Zinsen würde unsere Modell-Frau dazu bekommen: 72.000 Euro. Die Frage wäre aber schlitzohrig gestellt: Ist die Zulage zur Riester-Rente – 12 Euro zu 78 gesparten Euro – nicht besser als alle Zinsen, die zur Zeit zu bekommen sind? Und dazu der Steuervorteil? Und dass Riester solange ausgezahlt wird, bis ich sterbe, selbst wenn ich 106 Jahre alt werde und auch wenn ich rechnerisch nur für das Alter von sagen wir bis 79 Jahre eingezahlt habe – Ja!

4. Spare ich Steuern beim riestern?

Riester-Rente Vergleich  Ja. Und nein. Das, was Sie zur Riester-Rente einzahlen, können Sie voll von der Steuer absetzen, maximal 2.100 Euro pro Jahr, die – folgt man den Sparplänen der Regierung zur Rente – mit etwa 42.000 Euro Jahresgehalt erreicht werden.

Nur es gibt ein großes ABER: Wenn die Rente ausgezahlt wird, fällt die volle Einkommenssteuer auf den Auszahlungsbetrag an. Das stimmt so aber nicht, denn der Steuersatz wird niedriger sein, schlicht weil der Renten-Betrag immer niedriger ist, als das einst erhaltene Gehalt.

5. Welche Spar-Typen des riestern gibt es?

Es existieren 6 Kategorien, wie Riester gespart werden kann:

tr>RiestersparplanDas eigentliche „Riestern“, wird kaum angeboten, da zu wenig Gebühren zu verdienen sind. Fast nur bei Sparkassen und Volksbanken erhältlich

Riester Sparform Spezifizierung
Fondsgebundene Riester Teuer, da hoher Verwaltungsaufwand, damit hohe Kosten davon wird oft abgeraten. Dafür die Chance, dass bei gutem Verlauf es am Ende etwas mehr gibt.
Riester-Fondssparplan Einlage in Aktien und Wertpapiere ohne großes Risiko, da gesetzlich das eingesetzte Kapital nicht gefährdet werden darf, hohe Verwaltungsgebühren.
Riester-Banksparplan Empfehlenswert, da mit den meisten Zinsen in der derzeitigen Situation. Verzinsung etwa 2,3 – 2,6 % mit und durch die staatlicher Zulage.
Eigenheimrente (Wohn-Riester) Riester sparen dient zum Erwerb einer Wohnimmobilie; hochinteressant, aber für den Käufer einer Immobilie und nicht für den Erwerb einer Rente.
betriebliche Riester-Rente Die Zukunft, die Stärkung der Betriebsrente ist im Augenblick der in der Politik meist diskutierte „Ausweg“. Unklar: Was passiert, wenn der Betrieb in die Insolvenz geht? Das Risiko muss dem Staat zufolge abgesichert sein, die Frage ist aber : wie?

6. Die Vergleichssieger

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Die Anbieter von Riester-Rente Altersvorsorgen im Test sind in vergangenen Vergleichen seit 2012 einhellig so schlecht bewertet worden, dass wir uns darauf konzentriert haben, die als gut bewerteten zu prüfen. Das Ergebnis bleibt sehr konstant, am vielversprechendsten sind die online direkt Angebote. Aber auch einige bekannte Marken der Versicherungen sind sehr erfolgreich. Interessant bleibt das Immobilien-Riestern, wenn Sie genügend Kapital zusätzlich haben, um eine Immobilien zu kaufen. Die Riester-Rente als Anlage verschiedener Anbieter wurde im Test schon oft verglichen und trotzdem sind die Vergleichssieger oft die gleichen Unternehmen oder dicht im Feld beieinander.

Wer sollte nicht riestern?

Niemand, der zu den Geringverdienern gehört und später nicht mehr als 700 Euro Rente im Monat zu erwarten hat. Da hilft auch die staatliche Zulage nicht. Dessen Riester-Rente wird voll auf den Mindestlebensunterhalt angerechnet und „verschwindet“ komplett. Das gilt insbesondere für Menschen, die nicht mehr viele Jahre bis zur Rente haben. Ein sehr guter Rechner, um seine Ansprüche auszurechen und ob es sich noch lohnt einzusteigen, existiert auf debeka.de.

7. Wohn-Riester (häufig auch „Immobilienriester“ genannt)

shutterstock_269469479Eigentlich toll, Riester hilft dabei, eine Immobilie zu bekommen, zum selber bewohnen! Nur, mit Rente hat das wenig zu tun. Und: Es braucht sehr viel mehr Geld als der einfache Riester Sparplan, denn Immobilien sind teuer. Die Bundesregierung plagt seit Jahrzehnten (!) ein großes Problem. Die Einwohner haben im Verhältnis zum Rest der Weltbevölkerung zu wenig Immobilien zum selber bewohnen. In den USA zum Beispiel sind 63 % Eigentümer ihrer vier Wände, in Deutschland nur ca. 35 %.Wir alle leben zur Miete. Lebenslänglich. Darüber schütteln unsere Nachbarn, aber auch die Afrikaner und Südamerikaner, nur die Köpfe. Doch was die Regierung auch tat, die Bundesbürger kauften nicht. Kaum gab es die Gelegenheit, wieder irgendwas zum Thema Sparen zu regieren und zu regulieren, schon baute die Regierung eine Möglichkeit zum Wohn-Immobilienkauf ein. Natürlich ist es schön, wenn man als Rentner wenig Miete zahlt. Doch es hat mit Rente wenig zu tun. Wer aber kaufen will: Augen auf! Auch Wohn-Riester funktioniert auf zwei Wegen:

  1. Jetzt kaufen und dann abzahlen.
  2. Erst ansparen und zur Rente kaufen.

Was ist das tolle? Auch zum regulären Kauf ohne Riester-Förderung von Wohnimmobilien gibt es Steuervorteile. Aber es gibt keine Zulage – die Zulage aus der Riester-Rente ist bares Geld. Empfohlen, wenn Sie sowieso eine Immobilie zum Wohnen kaufen wollten.

8. Fazit

Das Riestern ist besser als sein Ruf. Die staatliche Zulage macht es attraktiv:

  • Durch den Steuervorteil und
  • die Zulage sowie
  • die Zahlung bis zum Ende der Lebensdauer

ist die Riester-Rente Anlage im Vergleich besser, als das, was am Markt an Zinsen derzeit zu holen ist. Aktien einmal ausgenommen, die wiederum ein hohes Risiko haben. Auch wenn die Riester-Rente in ihrer jetzigen Form abgeschafft werden sollte, wird das nicht zu Lasten der bereits geschlossenen Verträge gehen. Wermutstropfen sind die Versteuerung der Rente bei der Auszahlung und die Anrechnung auf den Minimum-Lebensstandard bei Geringverdienern mit wenig Einkommen. Außerdem die zu hohen Gebühren vieler Anbieter. Wer Immobilien erwerben will, sollte sich unbedingt mit dem Wohn-Riester Sparplan beschäftigen.

Niemand sollte „riestern“, der zu den Geringverdienern gehört und später nicht mehr als 700 Euro Rente im Monat zu erwarten hat. Dessen Riester- Rente wird voll auf den Mindestlebensunterhalt angerechnet und „verschwindet“ komplett. Das gilt insbesondere für Menschen, die nicht mehr viele Jahre bis zur Rente haben.

  • Steuervorteil
  • Zulage des Staates
  • Zahlung bis ans Lebensende auch mit 101 Jahren
  • Geringverdiener können Geld verlieren
  • Wer kaum Rente bekommt, erhält nich mehr als den Selbstbehalt
  • Kaum Zinsen zu er warten

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