Das Wichtigste in Kürze
  • Mit Toplayer-Segeljacken können Sie auch bei Regen Segeln gehen und Ihr Oberkörper bleibt trocken und warm.
  • Segeljacken mit einer guten Atmungsaktivität transportieren Ihren Schweiß optimal von innen nach außen.
  • Frischen Sie die Imprägnierung Ihrer Segeljacke regelmäßig auf, um immer die höchstmögliche Wasserdichtigkeit zu haben.

Segeljacke-Test

War Segeln früher lediglich ein Mittel zur Fortbewegung, so ist es inzwischen ein sehr beliebtes Hobby. Laut der Süddeutschen Zeitung gehört es bereits seit 1900 zu den Wassersport-Disziplinen der olympischen Spiele. Auf dem Segelboot ist es dabei wichtig, die richtige Segeljacke für alle Wetterlagen parat zu haben.

Sie schützen Sie nicht nur vor Wasser, sondern halten auch zuverlässig den Wind ab und schützen Sie durch ihre Isolationsschicht vor dem Auskühlen. In unserer Kaufberatung zum Segeljacken-Vergleich 2020 erläutern wir Ihnen, welche Kriterien Sie bei der Auswahl einer solchen Jacke besonders berücksichtigen sollten.

Neben der Wasserdichtigkeit und Winddichtheit spielt auch die Atmungsaktivität der Jacke eine große Rolle. Da Sie beim Segeln durchaus ins Schwitzen kommen können, sollte Ihre Segeljacke den Schweiß gut nach außen abtransportieren und verhindern, dass Ihre Kleidung nass wird.

1. Segeljacken-Typen: Überzeugen Toplayer-Segeljacke durch eine gute Wasserdichtigkeit?

Segeljacken für Damen und Herren sind Funktionsjacken, die Sie bei Ihrem Segeltörn warm und trocken halten sollen. Sie ähneln dabei den Outdoorjacken für Wanderer und Sportler, sind aber noch robuster und wesentlich wasserdichter.

Eine Besonderheit der Segeljacken – die auch Öljacken genannt werden – ist, dass sie einen besonders hohen Kragen haben. Dieser kann bis oben hin mit einem Reißverschluss geschlossen werden und ist an der Innenseite meist mit wärmendem Fleece gefüttert. Vor allem an windigen Tagen schützt der hohe Kragen Ihren Hals vor der Kälte und auch vor eventuellem Regen.

Je nach Wetter und Ausprägung Ihres Segeltörns – ob auf dem offenen Meer oder auf Seen und Flüssen – eignet sich entweder eine Toplayer- oder Midlayer-Segeljacke. Die Besonderheiten sowie die Vor- und Nachteile der beiden Jackenarten stellen wir Ihnen in der folgenden Tabelle vor.

Segeljacken-Typ Besonderheiten
Toplayer-Segeljacke

Toplayer-Segeljacken sind 100 % wasserdicht.

  • auch als Coastal- oder Hardshell-Segeljacke bezeichnet
  • ist besonders wind- und wasserdicht
  • häufig mit einer wärmenden Fleece-Isolierschicht im Inneren
  • eignet sich besonders für regnerische und windige Witterungsbedingungen
  • eignet sich zum Inshore- oder Offshore-Segeln

+ absolut wind- und wasserfest

+ meist mit einer wärmenden Isolierschicht

- geringere Atmungsaktivität durch die wasserfeste Beschichtung

Midlayer-Segeljacke

Midlayer-Modelle sind häufig Fleece-Segeljacken und speichern die Körperwärme, sind aber nicht wasserfest.

  • auch als oder Softshell-Segeljacke bezeichnet
  • häufig aus Fleece oder Softshell
  • dient als wärmende Isolationsschicht
  • eignet sich bei höheren Temperaturen und trockenen Witterungsbedingungen
  • eignet sich zum Inshore-Segeln

+ erhält zuverlässig die Körperwärme

+ hohe Atmungsaktivität

- geringere Winddichtheit und Wasserdichtigkeit

Die Toplayer- oder Hardshell-Segeljacken sind sehr wetterbeständig. Das heißt, sie sind extrem winddicht und halten Sie auch bei starkem Regen oder Spritzwasser des Gewässers trocken.

Sie eignen sich sowohl zum Inshore- als auch zum Offshore-Segeln. Inshore bezeichnet dabei das Segeln auf Flüssen, Seen oder in Küstennähe, Offshore beschreibt das Segeln bei starkem Wellengang auf dem offenen Meer.

Segeln Sie gerne bei starkem Wellengang auf dem offenen Meer oder auch bei schlechten Wetterverhältnissen, dann empfehlen wir von Vergleich.org, dass Sie sich eine Segeljacke der Kategorie Toplayer kaufen. Die Offshore-Segeljacken sind sehr robust und äußerst wasserfest.

Midlayer-Segeljacken haben vor allem eine isolierende Funktion.

Auch günstige Segeljacken werden in die Typen Toplayer und Midlayer unterteilt.

Bei schönem Wetter und eher gemütlichen Segeltörns bei mäßigem Wellengang sind Midlayer-Segeljacken absolut ausreichend.

Diese Jackenart zeichnet sich durch eine besonders gute Atmungsaktivität aus, da keine komplett wasserdichte Schicht existiert. Sie haben deshalb nur eine minimal wasserabweisende Wirkung und halten lediglich einem kurzen Nieselregen stand.

Meist sind die Softshell-Segeljacken gänzlich oder im Inneren aus Fleece. Sie wärmen angenehm und sorgen dafür, dass Ihre Körpertemperatur aufrechterhalten wird. Wind dringt allerdings durch das Gewebe ins Innere dieser Jacken, sodass sie sich nicht bei zu starkem Wind eignen.

Segeln Sie meist bei gutem Wetter, dann empfehlen wir Ihnen die Anschaffung einer Midlayer-Segeljacke. Diese halten auch einem kurzen Nieselregen stand und bieten Ihnen eine gute Bewegungsfreiheit.

Ein wichtiges Kriterium in Segeljacken-Tests ist die Wasserdichtigkeit, insbesondere bei Offshore-Segeljacken.

2. Kaufkriterien für Segeljacken: Sollte auf eine ausreichende Wasserdichtigkeit geachtet werden?

2.1. Wasser- und winddichte Segeljacken eignen sich für Segeltörns auf dem offenen Meer

Die Wasserdichtigkeit wird in der Wassersäule angegeben

Segeljacken müssen wasserdicht sein.Die Wassersäule gibt an, welchem Wasserdruck das Material standhalten kann. Eine Wassersäule von 10.000 mm bedeutet, dass das Material einem Druck von 10 cm Wasser standhält und erst dann die ersten Tropfen durch das Material dringen.

Eines der wichtigsten Kriterien bei der Anschaffung einer Segeljacke ist deren Wasserdichtigkeit und Winddichtheit.

In Bezug auf die Winddichtheit empfiehlt Stiftung Warentest besonders auf die Verarbeitung der Nähte und Reißverschlüsse zu achten. Sind diese nicht verschweißt, abgeklebt oder anderweitig abgedeckt, kann Wind oder auch Wasser eindringen.

Midlayer-Segeljacken sind nur mäßig wasserfest und eignen sich daher nicht für das Segeln bei Regen.

Toplayer-Segeljacken sind in der Regel PU-beschichtet. Das Obermaterial der Jacke ist mit einer Schicht Polyurethan versehen, welche die Jacke besonders wasserfest macht. Der Stoff versiegelt das Material und sorgt dafür, dass das Wasser abperlt und kein Tropfen ins Innere der Jacke gelangt.

Segeln Sie viel und vor allem auch bei schlechtem Wetter oder auch bei rauem Seegang, dann empfehlen wir von Vergleich.org: Kaufen Sie sich eine Toplayer-Segeljacke, die besonders wind- und wasserdicht ist.

2.2. Atmungsaktive Segeljacken sorgen für ein ausgeglichenes Klima

Wie wird die Atmungsaktivität gemessen?

Die besten Segeljacken sind atmungsaktiv.Um Aufschluss über die Atmungsaktivität von Materialien zu erlangen, wird in einem Test analysiert, wie dampfdurchlässig diese sind. Es wird angegeben, wie viel Gramm Wasserdampf pro Quadratmeter Stoff in 24 Stunden hindurchdringt. Ab 3.000 g/m²/24 h gilt ein Stoff als atmungsaktiv. Von einer guten Atmungsaktivität wird ab 5.000 g/m²/24h gesprochen.

Ein weiteres wichtiges Kriterium beim Kauf einer Segeljacke ist die Atmungsaktivität.

Da Sie beim Segeln stets in Bewegung sind und es vor allem bei Sonnenschein leicht dazu kommen kann, dass Sie etwas schwitzen, ist es wichtig, dass Ihre Segeljacke atmungsaktiv ist.

Die besten Segeljacken leiten den Schweiß, der von Ihrem Körper in Form von Wasserdampf austritt, zuverlässig nach außen ab. Ihre Kleidung wird also nicht nass und Sie kühlen nicht aus.

Häufig ist im Inneren der Jacke ein Netz- oder Fleece-Futter eingenäht, welches eine gute Luftzirkulation und einen optimalen Abtransport des Schweißes und damit eine gute Atmungsaktivität gewährleistet.

Leider sind extrem wind- und wasserdichte Segeljacken häufig nur wenig atmungsaktiv. Das Obermaterial ist dann so dicht, dass auch kaum Feuchtigkeit oder Luft aus dem Inneren der Jacke nach außen gelangt.

Die Atmungsaktivität ist ebenso ein wichtiges Kriterium in gängigen Segeljacken-Tests.

Die Atmungsaktivität von Segeljacken liegt meist zwischen 3.000 und 6.000 g/m²/24h.

Wir von Vergleich.org empfehlen Ihnen, eine atmungsaktive Segeljacke zu kaufen. Diese sorgt für ein angenehmes Klima im Inneren der Jacke und verhindert, dass Sie übermäßig schwitzen.

Lediglich, wenn Sie eine Segeljacke für das Offshore-Segeln bei hohem Wellengang auf dem offenen Meer suchen, sollten Sie auf die Atmungsaktivität zugunsten der Wasserdichtigkeit verzichten.

2.3. Segeljacken mit Kapuze schützen Ihren Kopf vor Wasser und vor dem Auskühlen

Segeljacken zum Beispiel von Helly Hansen gibt es mit und ohne Kapuze.

Bei den meisten Segeljacken gibt es ein Kapuzen-Fach zum Einrollen und Verstauen im Kragen.

Toplayer-Segeljacken verfügen in der Regel über eine Kapuze. Da diese Jacken zum Segeln bei rauem Seegang und Regen geeignet sind, ist diese auch notwendig.

Sie sind meist mit Kordeln oder Gummizügen versehen und lassen sich so individuell an Ihren Kopf anpassen. Sie können die Kapuze festziehen, sodass diese nicht vom Wind von Ihrem Kopf geweht wird und dieser gänzlich vor Regen geschützt ist.

Midlayer-Segeljacken gibt es mit und ohne Kapuze. Da diese Jacken hauptsächlich als Isolationsschicht und zum Speichern der Wärme dienen, benötigen sie nicht zwingend eine Kapuze.

Wir empfehlen Ihnen, immer eine Segeljacke mit Kapuze zu kaufen. Diese schützt Sie nicht nur vor Regen, sondern Ihren Kopf auch vor dem Auskühlen durch starken Wind.

3. Segeljacke-Pflegetipps: Wie lässt sich Imprägnierung wieder auffrischen?

Nach und nach nutzt sich durch das Tragen Ihrer Segeljacke die Imprägnierung ab. Das führt dazu, dass das Wasser immer schlechter abperlt und ins Innere der Jacke dringt.

Je nachdem, wie häufig Sie Ihre Öljacke tragen, nutzt sich die wasserfeste Schicht schneller oder langsamer ab. Ist Ihre Jacke viel Reibung –wie zum Beispiel durch das Tragen einer Rettungsweste – ausgesetzt, verliert die Imprägnierung schneller ihre Wirkung.

In Segeljacken-Pflegetipps wird die Imprägnierung besonders hervorgehoben.

Die besten Segeljacken haben eine PU-Beschichtung und lassen das Wasser abperlen.

Sollten Sie merken, dass die Wasserdichtigkeit nachlässt, können Sie die Imprägnierung Ihrer Segeljacke einfach wieder auffrischen.

Ist Ihre Segeljacke noch relativ neu und erst eine Saison alt, dann reicht es oft aus, wenn Sie die Jacke bei mittlerer Stufe für eine halbe Stunde in den Trockner geben. Durch die Zufuhr von Wärme wird die Imprägnierung wieder aufgefrischt.

Reicht diese Auffrischung nicht, dann müssen Sie eine neue Imprägnierung auftragen. Dies können Sie entweder durch das Hinzugeben eines Imprägnier-Waschmittels bei der Wäsche in der Maschine oder durch das Auftragen eines Sprays nach der Wäsche erledigen.

Der Nachteil beim Einwaschen ist, dass das Imprägniermittel an die gesamte Jacke gelangt, also auch an deren Innenseite. Dort legt sich eine wasserdichte Schicht auf das Innenmaterial, was zur Beeinträchtigung der Atmungsaktivität führen kann.

Die bessere Wahl ist es, Ihre Segeljacke nach dem Waschgang mit einem Imprägnierspray zu behandeln. So können Sie das Mittel gezielt nur auf die Außenseite der Jacke auftragen. Diese Variante ist mit etwas mehr Aufwand verbunden, dafür können Sie aber das Mittel besser und gezielter ins Obermaterial einarbeiten.

Viele Imprägniermittel entfalten erst durch die Zufuhr von Hitze ihre volle Wirkung und sorgen dafür, dass das Wasser wirklich abperlt. Geben Sie Ihre Segeljacke also am besten nach dem Imprägnieren für eine halbe Stunde bei mittlerer Stufe in den Wäschetrockner.

Tipp: Wenn Sie keinen Trockner haben oder Ihre Jacke nicht in den Trockner geben wollen, dann aktivieren Sie die Imprägnierung einfach durch Bügeln. Legen Sie zwischen Bügeleisen und Segeljacke am besten noch ein dünnes Tuch, um das Material vor zu viel Hitze zu schützen.

Um Segeljacken-Testsieger-Potenzial zu haben, sollte diese atmungsaktiv und wind- und wasserfest sein.

4. Fragen und Antworten rund um das Thema Segeljacke

4.1. Welche Marken stellen die besten Segeljacken her?

Die besten Segeljacken sind sowohl wasser- als auch winddicht und dabei auch noch ausreichend atmungsaktiv.

Einige Modelle unserer Produkttabelle, wie zum Beispiel die der Marken Marinepool, GoTop und Ocean Pro+, erfüllen all diese Anforderungen und überzeugen durch ein dichtes Obermaterial und ein warmes Futter im Inneren der Jacke. So wird Ihre Körperwärme optimal gehalten und auch bei starkem Regen bleiben Sie trocken.

Weitere Hersteller von Segeljacken sind:

  • Helly Hansen
  • crazy4sailing
  • Marmot
  • Musto
  • Magic Marine
  • adidas
  • Navyline
  • Ocean Rainwear
  • Dry Fashion
  • Cox Swain
  • Gill Sail
  • GUY COTTEN
  • West Coast

4.2. Was ist der Unterschied zwischen Ölzeug und einer Segeljacke und -hose?

Es gibt Segeljacken auch als Crew-Jacket, bei denen Sie bei einem Wettkampf die Teamnummer am Rücken befestigen können.

Öljacke ist ein alter Begriff für Segeljacke.

Ölzeug ist ein Synonym für Segelkleidung. Der Begriff ist dadurch entstanden, dass die Kleidung früher wirklich mit Öl imprägniert wurde, um sie wasserdicht zu machen.

Inzwischen wird für die Imprägnierung meist Polyurethan – ein Kunststoff – verwendet. Dieser wird in flüssiger Form auf das Obermaterial der Jacke aufgetragen und sorgt dafür, dass kein Wasser hindurchdringt, sondern abperlt.