Das Wichtigste in Kürze
  • Vergleichen Sie Auflage, Papier, Verarbeitung und Versand bei allen Angeboten gleich, damit Preisunterschiede wirklich aussagekräftig bleiben.
  • Für hochwertige Drucksachen zählen Material, Farbwiedergabe und Verarbeitung – bei anspruchsvollen Aufträgen helfen Muster oder Prüfdrucke.
  • Bei festen Terminen zählt nicht nur der Versand: Datenprüfung, Freigabe und Produktion entscheiden mit darüber, wann die Drucksachen ankommen.

Mitarbeiter arbeitet an einer großen Druckmaschine in einer Druckerei.

Online-Druckereien unterscheiden sich nicht nur beim Preis. Auch Papierauswahl, Verarbeitung, Datenprüfung und Lieferzeiten können darüber entscheiden, ob ein Angebot zu Ihrer Bestellung passt. Für einen sinnvollen Online-Druckerei-Vergleich sollten deshalb zuerst die Anforderungen an das Druckprodukt feststehen, bevor Sie Preise und Leistungen gegenüberstellen.

Je nachdem, ob Sie möglichst günstig drucken, besonderen Wert auf eine hochwertige Ausführung legen oder die Drucksachen schnell benötigen, verschieben sich die Prioritäten. Der Ratgeber zeigt, welche Unterschiede beim Vergleich ins Gewicht fallen und wo Zusatzkosten, ungeeignete Druckdaten oder zu knapp geplante Lieferzeiten Probleme verursachen können.

1. Welche Online-Druckerei passt zu Ihrer geplanten Bestellung?

Welche Internetdruckerei geeignet ist, hängt davon ab, was Sie drucken lassen möchten. Für einfache Flyer zählen oft andere Kriterien als für eine hochwertige Broschüre oder Drucksachen, die zu einem festen Termin fertig sein müssen. Preis, Qualität und Lieferzeit müssen zum jeweiligen Produkt passen und lassen sich deshalb nicht sinnvoll für sich allein bewerten.

1.1. Welche Anforderungen sollten Sie vor dem Vergleich festlegen?

Vor dem Vergleich sollten die wichtigsten Eckdaten feststehen. Nur wenn Auflage, Format, Material und Verarbeitung möglichst identisch festgelegt sind, lassen sich Preise und Leistungen verschiedener Online-Druckereien sinnvoll gegenüberstellen.

  • Produkt und Format: Legen Sie fest, welche Drucksache und welche Abmessungen Sie benötigen. Bei Fotoprodukten wie einem Fotokalender können zusätzlich Ausrichtung und Seitenaufbau eine Rolle spielen.
  • Auflage: Die benötigte Stückzahl beeinflusst den Preis und kann die Auswahl geeigneter Angebote einschränken.
  • Material und Qualität: Papierart, Oberfläche und Verarbeitung prägen den späteren Eindruck des fertigen Produkts.
  • Verarbeitung und Veredelung: Falzungen, Bindungen oder besondere Oberflächen müssen für das gewünschte Produkt verfügbar sein.
  • Liefertermin: Bei zeitkritischen Bestellungen zählt die gesamte Zeit von der Datenfreigabe bis zur Zustellung.
  • Druckdaten: Liegt noch keine druckfertige Datei vor, können Vorlagen, ein Online-Editor oder Unterstützung bei der Datenaufbereitung hilfreich sein.
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1.2. Wann sollten Preis, Qualität oder Geschwindigkeit für Sie Vorrang haben?

Bei einfachen Standardprodukten kann ein günstiges Angebot die passende Wahl sein, solange Material und Verarbeitung für den geplanten Zweck ausreichen. Statt eines niedrigen Werbepreises zählt dabei der Endpreis für die gewählte Variante.

Wer Broschüren, Geschäftsausstattung oder andere repräsentative Drucksachen bestellt, sollte Papier, Farbwiedergabe und Verarbeitung stärker gewichten als bei einfachen Standarddrucksachen. Bei solchen Produkten kann es sinnvoller sein, für die gewünschte Material- und Verarbeitungsqualität etwas mehr zu bezahlen, als ausschließlich den niedrigsten Preis zu wählen.

Steht ein fester Termin im Kalender, verändert sich die Priorität erneut. Datenprüfung, Freigabe, Produktion und Versand benötigen Zeit. Dann zählt vor allem, ob die Drucksachen rechtzeitig ankommen, nicht ob lediglich eine schnelle Versandoption angeboten wird.

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2. Wie vergleichen Sie die Preise von Online-Druckereien fair?

Ein niedriger Startpreis macht eine Online-Druckerei nicht automatisch günstig. Papier, Veredelung, Lieferoptionen oder zusätzliche Leistungen können den Betrag während der Bestellung verändern.

Aussagekräftig wird der Vergleich erst, wenn bei allen Angeboten möglichst dieselbe Variante ausgewählt ist.

2.1. Welche Kosten gehören zum tatsächlichen Gesamtpreis?

Format, Auflage, Papier und Seitenzahl bestimmen einen großen Teil des Preises. Je nach Produkt kommen Kosten für Bindung, Falzung oder Veredelung hinzu. Je nach Anbieter können auch eine schnellere Produktion oder zusätzliche Prüfungen der Druckdaten den Preis erhöhen.

Versandkosten gehören ebenfalls in den Vergleich. Bei Fernabsatzverträgen mit Verbrauchern müssen Anbieter nach Art. 246a § 1 EGBGB über den Gesamtpreis und gegebenenfalls zusätzliche Liefer- oder Versandkosten informieren. Ein vermeintlicher Preisvorteil kann dadurch nach Auswahl der gewünschten Lieferart wieder kleiner werden.

Das zeigt sich beispielsweise bei zwei zunächst ähnlich günstigen Angeboten. Benötigen Sie stärkeres Papier und eine bestimmte Veredelung, kann sich die Reihenfolge im Warenkorb noch verändern. Vergleichen Sie daher den Endpreis der gewünschten Bestellung und nicht unterschiedliche Grundausführungen miteinander.

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2.2. Wie beeinflussen Auflage und Mindestmenge den Preis?

Wer nur wenige Exemplare benötigt, sollte zuerst auf die angebotene Mindestmenge schauen. Manche Druckprodukte lassen sich bereits in sehr kleinen Stückzahlen bestellen, während andere erst ab einer höheren Auflage verfügbar sind. Bei kleinen Mengen kann diese Untergrenze die Auswahl direkt einschränken.

Mit zunehmender Stückzahl kann der Preis pro Exemplar sinken, allerdings nicht bei jedem Produkt im gleichen Verhältnis. Eine größere Bestellung lohnt sich deshalb nicht allein wegen des niedrigeren Stückpreises.

Wenn Sie die zusätzlichen Exemplare später nicht benötigen, bleibt die kleinere Auflage trotz höherem Einzelpreis oft die passendere Wahl.

Gestapelte gedruckte Kataloge in einer Druckerei.

Gerade bei großen Mengen besonders wichtig: Nach dem Produktionsstart werden Änderungen deutlich schwieriger als während der Gestaltung. Wer einen Fehler bemerkt, sollte deshalb möglichst schnell Kontakt mit der Druckerei aufnehmen.

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3. Woran können Sie die Druckqualität vor der Bestellung einschätzen?

Ein hoher Preis sagt noch wenig über die Druckqualität aus. Aussagekräftiger sind konkrete Angaben zu Material, Druck und Verarbeitung sowie Möglichkeiten, sich vorab einen Eindruck von Papier oder Farbwiedergabe zu verschaffen.

3.1. Welche Papierart und Veredelung passen zu Ihrer Bestellung?

Papierart, Grammatur und Oberfläche beeinflussen sowohl die Haptik als auch die optische Wirkung. Für einen einfachen Flyer kann ein Standardpapier völlig ausreichen, während bei einer Imagebroschüre, einem Fotobuch oder hochwertiger Geschäftsausstattung Material und Oberfläche stärker ins Gewicht fallen.

Eine möglichst hohe Grammatur ist dabei nicht automatisch besser, denn das Papier muss vor allem zum geplanten Einsatz passen.

Auch Druck und Weiterverarbeitung prägen den Gesamteindruck. Farben sollten gleichmäßig wiedergegeben, Elemente sauber ausgerichtet und Schnittkanten ordentlich ausgeführt sein. Bei gefalzten oder gebundenen Produkten lohnt sich außerdem ein Blick darauf, wie sauber Falzungen, Bindungen und Veredelungen umgesetzt werden.

Vor der Bestellung helfen möglichst genaue Produktbeschreibungen. Angaben zu Papier, Oberfläche, Veredelung und Verarbeitung machen unterschiedliche Angebote besser vergleichbar und zeigen, welche Auswahl verfügbar ist. Je höher der eigene Qualitätsanspruch ist, desto hilfreicher werden zusätzlich Muster oder Prüfdrucke.

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3.2. Wann lohnen sich Papiermuster oder Probedrucke?

Ein Papiermuster ist sinnvoll, wenn Haptik, Oberfläche oder Materialfarbe für das Ergebnis wichtig sind. Ein Produktmuster zeigt darüber hinaus, wie eine Bindung oder Veredelung tatsächlich wirkt. Beide Varianten helfen vor allem bei der Material- und Verarbeitungsauswahl, prüfen aber normalerweise nicht das eigene Motiv.

Für die Farbwiedergabe gibt es den Proof – einen Prüfdruck des eigenen Motivs, der vor der eigentlichen Produktion erstellt wird. Nicht jeder Prüfdruck ist dabei automatisch farbverbindlich: Ein farbverbindlicher Proof wird nach definierten Anforderungen erstellt und dient der Kontrolle der Farbwiedergabe vor der Produktion. Mit einer normalen PDF- oder Bildschirmvorschau ist er nicht vergleichbar.

Die Fogra erläutert entsprechende Prüfdrucke nach ISO 12647-7. Bei einfachen Standarddrucksachen ist dieser zusätzliche Schritt meist nicht nötig, bei farbkritischen Motiven oder hochwertigen Drucksachen in größerer Stückzahl kann er dagegen viel Sicherheit geben.

Variante Was lässt sich damit beurteilen? Wann sinnvoll?
Papier- oder Materialmuster
  • Haptik und Oberfläche
  • Materialstärke
  • Farbton des Materials
Wenn Papier oder Material den späteren Eindruck deutlich mitbestimmen.
Produktmuster
  • Verarbeitung
  • Bindung oder Falzung
  • Veredelung und Gesamteindruck
Bei hochwertigeren oder aufwendig verarbeiteten Drucksachen.
Farbverbindlicher Proof
  • Farbwiedergabe des eigenen Motivs
  • Abgleich vor der Produktion
Bei farbkritischen Motiven oder wenn Farbabweichungen besonders problematisch wären.
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4. Wie vermeiden Sie Fehler bei Druckdaten und Bestellung?

Viele Probleme lassen sich schon vor dem Upload vermeiden. Welche technischen Vorgaben gelten, hängt vom jeweiligen Druckprodukt ab. Deshalb sind die konkreten Angaben der gewählten Online-Druckerei ausschlaggebend und nicht pauschale Regeln, die für jedes Format gleichermaßen gelten sollen.

4.1. Welche Druckdaten braucht eine Online-Druckerei?

Beschnitt, Auflösung oder Farbprofil können sich je nach Produkt unterscheiden. Bevor Sie die Datei exportieren, lohnt sich daher ein Blick in die zugehörigen Druckdatenvorgaben. So vermeiden Sie, eine technisch sauber wirkende Datei später noch einmal anpassen zu müssen.

  • Dateiformat: Welche Formate akzeptiert werden, unterscheidet sich. Geschlossene Druckdateien sind häufig vorgesehen, während offene Bearbeitungsdateien nicht überall verarbeitet werden.
  • Endformat: Die angelegte Größe muss zum bestellten Produkt passen. Bei mehrseitigen Drucksachen können zusätzlich Vorgaben zur Seitenanordnung gelten.
  • Beschnitt: Dieser Bereich ragt über das spätere Endformat hinaus und verhindert weiße Blitzer an den Schnittkanten. Die benötigte Breite ist produktabhängig.
  • Sicherheitsabstand: Texte, Logos und andere wichtige Elemente sollten nicht zu nah an Schnitt- oder Falzkanten liegen. Die empfohlenen Abstände finden Sie in den jeweiligen Vorgaben.
  • Auflösung: Zu niedrig aufgelöste Bilder können unscharf oder pixelig erscheinen. Der erforderliche Wert richtet sich unter anderem nach Produkt und Betrachtungsabstand, weshalb 300 dpi keine allgemeingültige Vorgabe sind.
  • Farbmodus und Farbprofil: Sie bestimmen mit, wie Farbinformationen für den Druck verarbeitet werden. Nutzen Sie die Vorgaben für das jeweilige Produkt, statt Dateien pauschal in ein bestimmtes Profil umzuwandeln.
  • Schriften: Schriftarten müssen so in der Datei hinterlegt sein, dass sie bei der Verarbeitung korrekt dargestellt und nicht unbeabsichtigt ersetzt werden.

Öffnen Sie nach dem Export auch die fertige Druckdatei noch einmal. Gerade bei Dateien aus Layout- oder Grafikprogrammen können beim Export unerwartete Veränderungen sichtbar werden, etwa verschobene Elemente oder fehlende Schriften.

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4.2. Was prüft ein Druckdatencheck – und welche Fehler erkennt er nicht?

Ein Datencheck kontrolliert vor allem technische Eigenschaften der hochgeladenen Datei. Je nach Umfang können dazu Dateiformat, Seitenzahl und Format gehören. Weitergehende Prüfungen beziehen beispielsweise auch Beschnitt, Auflösung, Farbprofil oder Sicherheitsabstände ein. Welche Punkte tatsächlich kontrolliert werden, sollte in der Leistungsbeschreibung der Online-Druckerei stehen.

Nicht automatisch erkannt werden dagegen inhaltliche und gestalterische Fehler. Ein technisch einwandfreies Dokument kann trotzdem Tippfehler, falsche Telefonnummern, veraltete Preise, vertauschte Seiten oder ein falsches Logo enthalten. Auch die inhaltliche Richtigkeit bleibt beim Datencheck außen vor. Vor der Freigabe lohnt sich deshalb eine eigene Schlusskontrolle der fertigen Datei.

Tipp: Für eine zusätzliche Kontrolle können Sie Ihre Datei auch von einem KI-Tool auf Rechtschreibung, Zahlendreher oder auffällige Formulierungen prüfen lassen. Das ersetzt weder den technischen Datencheck noch das eigene Gegenlesen, kann aber weitere Fehler sichtbar machen. Enthält die Datei vertrauliche, personenbezogene oder interne Informationen, sollten Sie vor dem Upload die Datenschutzbedingungen des verwendeten Dienstes prüfen.

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4.3. Wann sind Online-Editor, Vorlagen und persönlicher Support wichtig?

Liegt bereits eine druckfertige Datei vor, spielen Gestaltungshilfen meist eine kleinere Rolle. Für erfahrene Nutzer sind dann ein unkomplizierter Upload und klare technische Vorgaben oft nützlicher als ein umfangreicher Online-Editor.

Anders sieht es aus, wenn Sie das Druckprodukt erst noch gestalten müssen. Vorlagen können passende Formate und Gestaltungsflächen vorgeben, während ein Online-Editor die Erstellung direkt im Browser ermöglicht.

Bei ungewöhnlichen Formaten, komplexeren Produkten oder Unsicherheiten bei den Druckdaten ist außerdem gut erreichbarer persönlicher Support ein echter Vorteil, weil sich Fragen vor der Freigabe klären lassen.

Grafikdesigner arbeitet am Computer neben mehreren Entwurfsskizzen.

Wer mit eigener Gestaltungssoftware arbeitet, hat meist mehr Freiheiten als in einem einfachen Online-Editor. Gleichzeitig liegt die korrekte Vorbereitung der Druckdatei stärker beim Nutzer.

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5. Wie schnell kann eine Online-Druckerei liefern?

Bei einem festen Termin zählt nicht nur die Versanddauer. Bis die Drucksachen ankommen, vergehen zusätzlich Zeit für Datenprüfung, Freigabe und Produktion. Für die Planung ist deshalb die gesamte Zeit bis zur Zustellung wichtig, nicht nur die Angabe zum Paketversand.

5.1. Wie setzen sich Produktions- und Lieferzeit zusammen?

Nach dem Upload werden die Druckdaten angenommen, geprüft und gegebenenfalls noch einmal zur Freigabe vorgelegt. Erst danach beginnt die Produktion, anschließend folgt der Versand.

Bei knappen Terminen ist deshalb das konkret angegebene Lieferdatum aussagekräftiger als eine Bezeichnung wie „Express“. Treffen die Druckdaten zu spät ein oder müssen noch Fehler korrigiert werden, kann sich bereits der Produktionsstart verschieben.

Benötigen Sie beispielsweise Flyer für eine Veranstaltung am Freitag, planen Sie am besten rückwärts. Rechnen Sie vom gewünschten Wareneingang Versand, Produktion und mögliche Freigabeschritte zurück. Etwas Zeitpuffer schützt vor unnötigem Termindruck, falls einer dieser Schritte länger dauert als vorgesehen.

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5.2. Was bedeutet 24h-/Expressdruck tatsächlich?

24h- oder Expressdruck kann sinnvoll sein, wenn die reguläre Produktion nicht mehr zum benötigten Termin passt. Dabei lohnt sich ein genauer Blick darauf, welcher Teil des Ablaufs tatsächlich beschleunigt wird. Je nach Angebot betrifft die schnellere Option die Produktion, den Versand oder beide Schritte.

Nicht jedes Produkt lässt sich kurzfristig fertigen. Für besonders schnelle Bestellungen können außerdem feste Annahmezeiten für druckfertige Daten gelten. Muss die Datei noch korrigiert werden oder trifft sie zu spät ein, kann der Zeitvorteil verloren gehen.

Ist ausreichend Vorlauf vorhanden, bringt eine kostenpflichtige Expressoption meist wenig zusätzlichen Nutzen. In diesem Fall ist eine reguläre Bestellung mit etwas Zeitreserve oft die bessere Wahl, weil sie unnötige Zusatzkosten vermeidet und trotzdem genügend Spielraum bis zum Termin lässt.

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6. Was sollten Sie vor der Produktionsfreigabe und bei einem Fehldruck beachten?

Kurz vor der Freigabe geht es nicht mehr nur um technische Vorgaben. Jetzt sollten auch Inhalt und gewählte Ausführung stimmen, denn nach dem Produktionsstart lassen sich Fehler meist nicht mehr korrigieren. Nehmen Sie sich deshalb vor der endgültigen Bestätigung noch einmal Zeit für die fertige Datei und die Bestelldaten.

6.1. Welche Angaben sollten Sie unmittelbar vor der Produktionsfreigabe selbst kontrollieren?

Technische Punkte wie Beschnitt oder Auflösung wurden idealerweise bereits zuvor geprüft. Unmittelbar vor der Freigabe lohnt sich der Blick vor allem auf Inhalt, Produktwahl und Bestelldaten. Gerade nach mehreren Korrekturrunden können sich Fehler einschleichen, obwohl die Datei technisch einwandfrei ist.

  • Produkt und Ausführung: Stimmen Format, Papier, Auflage, Seitenzahl sowie gegebenenfalls Bindung, Falzung und Veredelung?
  • Texte und Zahlen: Lesen Sie Namen, Kontaktdaten, Preise, Termine und andere wichtige Angaben noch einmal vollständig durch.
  • Seiten und Motive: Prüfen Sie Reihenfolge, Ausrichtung und Vollständigkeit. Achten Sie auch darauf, ob tatsächlich die aktuelle Version verwendet wurde.
  • Lieferdaten: Kontrollieren Sie Lieferanschrift und den angezeigten Liefertermin, besonders wenn die Drucksachen zu einem festen Datum benötigt werden.
  • Vorschau: Falls eine finale Druck- oder Bestellvorschau angeboten wird, nutzen Sie diese für einen letzten Abgleich.

Bei einer größeren Auflage fallen übersehene Fehler entsprechend stärker ins Gewicht. Eine falsch geschriebene Telefonnummer oder eine veraltete Preisangabe erscheint schließlich auf jedem Exemplar. Die letzte Kontrolle sollte deshalb mit der endgültig freigegebenen Datei erfolgen und nicht mit einer älteren Arbeitsversion.

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6.2. Was können Verbraucher bei einem Fehldruck reklamieren und wann entfällt das Widerrufsrecht?

Für individuell hergestellte Drucksachen kann das gesetzliche Widerrufsrecht entfallen. Das gilt nach § 312g Abs. 2 Nr. 1 BGB unter anderem für nicht vorgefertigte Waren, deren Herstellung von einer individuellen Auswahl oder Bestimmung des Verbrauchers abhängt. Eine personalisierte Bestellung lässt sich deshalb nicht automatisch wie gewöhnliche Standardware widerrufen.

Davon zu unterscheiden ist eine mangelhafte Lieferung. Weichen etwa Menge, Qualität oder andere vereinbarte Eigenschaften von der Bestellung ab, können gesetzliche Mängelrechte bestehen.

Nach § 437 BGB gehört dazu unter anderem die Nacherfüllung. Ob tatsächlich ein Mangel vorliegt, hängt vom konkreten Fall ab. Wurde beispielsweise ein Fehler bereits in den freigegebenen Druckdaten übermittelt und anschließend genau so gedruckt, liegt nicht automatisch ein Fehler der Druckerei vor.

Hinweis: Widerruf und Reklamation sind zwei verschiedene Dinge. Auch wenn für eine individuell hergestellte Drucksache kein Widerrufsrecht besteht, können bei einer mangelhaften Lieferung weiterhin gesetzliche Rechte greifen. Bewahren Sie für eine Reklamation deshalb die Bestellbestätigung und die freigegebene Datei auf und dokumentieren Sie sichtbare Abweichungen möglichst mit Fotos.

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Fazit: Die passende Online-Druckerei richtet sich nach Ihrer konkreten Bestellung

Der niedrigste Preis allein macht noch kein gutes Angebot. Papier, Verarbeitung, Datenprüfung und Lieferzeit müssen ebenso zu Ihrer Bestellung passen wie die gewünschte Auflage. Am aussagekräftigsten ist der Vergleich bei möglichst gleichen Voraussetzungen, denn erst dann zeigen sich echte Unterschiede bei Preis und Leistung.

Für einfache Drucksachen kann ein günstiges Standardangebot ausreichen. Bei hochwertigen Produkten oder festen Terminen gewinnen dagegen Qualität, Kontrolle und eine verlässliche Zustellung an Bedeutung.

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7. Häufige Fragen zu Online-Druckereien

7.1. Digitaldruck oder Offsetdruck – wann ist welches Verfahren sinnvoll?

Das lässt sich nicht an einer festen Stückzahl festmachen. Digitaldruck ist besonders bei kleineren Auflagen flexibel, während Offsetdruck bei größeren Mengen wirtschaftliche Vorteile haben kann. Welche Variante günstiger ist, hängt vom konkreten Produkt ab, etwa von Format, Papier und Verarbeitung.

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7.2. Muss ich meine Druckdaten als PDF/X hochladen?

PDF/X ist nicht für jede Bestellung zwingend vorgeschrieben. Welche Dateiformate akzeptiert werden, ergibt sich aus den Druckdatenvorgaben für das jeweilige Produkt.

PDF/X wurde speziell für den Austausch von Druckdaten entwickelt und legt bestimmte Eigenschaften der Datei fest. Verlangt die Online-Druckerei eine bestimmte PDF/X-Variante, sollte die Datei genau nach dieser Vorgabe exportiert werden.

Druckereimitarbeiter prüft einen bedruckten Bogen mit einer Lupe.

Feine Abweichungen lassen sich bei genauer Betrachtung besser erkennen als auf einem Produktfoto im Shop. Für Käufer sind Muster oder Prüfdrucke eine Möglichkeit, bestimmte Qualitätsfragen bereits vor der vollständigen Produktion abzuklären.

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7.3. Kann ich meine Bestellung nachträglich noch ändern?

Bei einer Internetdruckerei hängt das davon ab, wie weit die Bestellung bereits bearbeitet wurde. Solange die Produktion noch nicht begonnen hat, lassen sich bei manchen Anbietern Daten oder Einstellungen noch korrigieren.

Ist die Datei bereits freigegeben und in Produktion, sind Änderungen häufig nicht mehr möglich. Bei einem entdeckten Fehler lohnt sich deshalb eine schnelle Kontaktaufnahme mit dem Support.

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7.4. Woran erkenne ich nachhaltiger produzierte Drucksachen?

Konkrete Angaben sind hilfreicher als allgemeine Begriffe wie „grün“ oder „umweltfreundlich“. Informationen zu Recyclingpapier, eingesetzten Materialien und anerkannten Umweltzeichen geben mehr Aufschluss über die tatsächlichen Eigenschaften des Produkts. Der Blaue Engel für Druckerzeugnisse stellt beispielsweise Anforderungen an Materialien und Herstellung.

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7.5. Wann lohnt sich ein professioneller Datencheck?

Eine umfangreichere Prüfung kann sich vor allem bei komplexen Druckdaten, hochwertigen Produkten oder größeren Auflagen lohnen. Je teurer ein Fehler nach Produktionsbeginn wäre, desto eher bietet eine zusätzliche technische Kontrolle vor der Freigabe einen praktischen Vorteil. Welche Punkte dabei geprüft werden, hängt vom jeweiligen Leistungsumfang ab.

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Quellenverzeichnis