
Bei der Arbeit im Garten fällt oft viel Grünschnitt an. Meist wird dieses zuhauf verteilt und verbleibt an Ort und Stelle, bis es nach und nach verräumt wird. Mit einem Häcksler können die Aufräumarbeiten beschleunigt werden, indem das Schnittgut zerkleinert wird und somit deutlich weniger Platz in Anspruch nicht – beispielsweise in der Biotonne oder auf dem Kompost. Nachfolgend besprechen wir, welche Gartenabfälle Sie mit dem Häcksler zerkleinern können. In diesem Zusammenhang stellen wir Ihnen unterschiedliche Modelle vor. Abschließend geben wir Ihnen Tipps zur Handhabung und Sicherheit.
1. Wozu braucht man einen Häcksler im Garten?
Bei großen Gärten fällt besonders viel Schnittgut an, aber auch bei kleineren Außenbereichen kommt oft eine beachtliche Menge an Grünschnitt zusammen. Um das Volumen dieser Grünabfälle zu reduzieren, kommt ein Häcksler zum Einsatz. Vor allem die Entsorgung sperriger Schnittreste von Bäumen oder Sträuchern ist so einfacher und kostengünstiger möglich.
Darüber hinaus kann das gehäckselte Material auch an anderer Stelle Verwendung finden:
- Mulchen: Tragen Sie das Material nach dem Häckseln auf den Boden auf, hält es diesen feucht. Überdies wächst auch weniger Unkraut nach.
- Kompostieren: Wurde das Schnittgut zerkleinert, verrottet es schnell.
- Gestalten: Vor allem zerkleinertes Holz können Sie verwenden, um Bereiche im Garten naturnah zu gestalten.
- Für Tiere: Mitunter kann das gehäckselte Material als Einstreu verwendet werden.
1.1. Was darf man nicht häckseln?
Grundsätzlich sollte man keine feuchten bzw. nassen Materialien in den Häcksler geben, denn diese könnten das Gartengerät verkleben und die Funktionalität somit einschränken. Neben nassem Gras oder Laub sollten Sie auch sehr faserige Pflanzen nicht häckseln. Hierzu gehören unter anderem Efeu, Brombeere oder Wurzelballen.
» Mehr Informationen2. Welche Häcksler für den Garten gibt es?
Häcksler funktionieren auf unterschiedliche Weisen. Hierbei werden sie mit Strom oder Benzin angetrieben. Letztere gelten als besonders leistungsstark, während Elektro-Häcksler umweltfreundlicher sind. Nachfolgend stellen wir Ihnen die unterschiedlichen Modelle vor:
| Messerhäcksler |
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| Walzenhäcksler |
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| Turbinenhäcksler |
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Doch welcher Häcksler ist nun besser: Einer mit Turbine, Messer oder Walze? Ob Sie einen Häcksler mit Turbine, Walze oder Messer wählen sollten, hängt vom zu verarbeitenden Material ab. Während sich die Messerhäcksler für weiches Schnittgut eignen, kommt der Walzenhäcksler für harten Grünschnitt infrage. Fällt bei Ihnen im Garten weiches und hartes Schnittgut an, ist der Turbinenhäcksler hingegen die richtige Wahl.

Nutzen Sie große Häcksler für besonders große Stücke von beispielsweise Hecken.
Neben dem zu verarbeitenden Schnittgut sollten Sie bei der Überlegung, ob Häcksler mit Walze oder Messer zudem auch die Lautstärke bedenken – vor allem dann, wenn Sie das Gerät in einer dicht besiedelten Umgebung verwenden wollen.
Wie lange darf man Holz schreddern? Um die Nachbarschaft vor Lärm zu schützen, greift hierzulande die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung. Nach dieser dürfen laute Geräte wie Häcksler werktags von 07:00 bis 20:00 Uhr verwendet werden. An Sonn- und Feiertagen hingegen ist der Betrieb verboten. Außerdem sollten Sie das Gartengerät nach Möglichkeit auch nicht während der Mittagsruhe betreiben.
Um Konflikte mit den Nachbarn zu vermeiden, ist es ratsam, einen lärmarmen Häcksler zu bevorzugen. Häcksler mit Turbine oder Walze bzw. Häcksler mit Walze oder Messer, die mit Benzin betrieben werden, gelten als besonders laut. Deutlich leiser sind hingegen Elektrogeräte.
2.1. Welcher Häcksler kommt für Grünschnitt infrage?
Zu Grünschnitt zählen organische Abfälle, die während der Gartenarbeit anfallen. So zum Beispiel Laub, Pflanzenreste, Gras sowie Schnittreste von Bäumen, Sträuchern und Hecken. In der Regel handelt es sich hierbei vor allem um frisch geschnittene und somit eher weiche Pflanzenreste. Möchten Sie diese mit einem Häcksler zerkleinern, können Sie sowohl auf einen Messer- als auch auf einen Turbinenhäcksler zurückgreifen.
» Mehr Informationen2.2. Welcher Häcksler eignet sich für Heckenschnitt?
Haben Sie eine Hecke wieder in Form gebracht, können Sie auch diese Reste mit einem Häcksler zerkleinern. Hier sollten Sie das Gerät in Abhängigkeit davon wählen, ob vor allem holzige und somit eher harte Äste oder lediglich weiche Triebe abgetrennt wurden. Auf lange Sicht ist es allerdings sehr wahrscheinlich, dass Sie sowohl weiches als auch hartes Schnittgut zerkleinern werden müssen. Ein Allround-Häcksler ist somit eine gute Wahl.
» Mehr InformationenTurbinenhäcksler werden auch als Universalhäcksler bezeichnet, da man mit ihnen nahezu alle Schnittreste zerkleinern kann.
3. Was ist der Unterschied zwischen Häcksler und Mähdrescher?
Beim Häcksler und Mähdrescher lassen sich die Unterschiede vom jeweiligen Namen ableiten: Während ein Häcksler Pflanzenreste häckselt und somit klein macht, werden mit einem Mähdrescher die Getreidekörner aus den Ähren und Hülsen herausgelöst. So zum Beispiel bei Weizen, Roggen, Mais oder Hafer.
Hinzu kommt, dass ein Mähdrescher die Getreidepflanze zuvor abtrennt – also mäht – und im Anschluss die geernteten Körner meist auch reinigt. Mähdrescher sind uns vor allem aus der Landwirtschaft bekannt.
Sollen Pflanzen wie Mais oder Gras hingegen aufgenommen, zerkleinert und anschließend verladen werden, kommt der Feldhäcksler zum Einsatz. Dieser erinnert von der Funktionalität an einen Universalhäcksler, nur dass der Feldhäcksler noch leistungsstärker ist.

Wenn Ihnen das Schnittgut nicht zerkleinert genug ist, können Sie es noch einmal in den Häcksler geben.
4. Tipps zur Handhabung: Sicherheit beim Häckseln?
Bevor Sie mit dem Häckseln loslegen, sollten Sie einige Sicherheitsvorkehrungen treffen:
- Häcksler auf einem festen Untergrund platzieren: So vermeiden Sie, dass er während der Anwendung wegkippt.
- Tragen einer Schutzausrüstung: Mit einer Schutzbrille, Gehörschutz, Handschuhen sowie festem Schuhwerk schützen Sie sich vor umherfliegendem Schnittgut.
4.1. Wie wird gehäckselt?
In der Regel wird das Schnittgut von oben in den Häcksler gegeben. Handelt es sich um besonders lange Äste, sollten Sie diese gut festhalten. Ist Ihnen das Häckselgut nach dem ersten Durchgang immer noch zu groß, geben Sie es einfach erneut in das Gerät.
Greifen Sie unter keinen Umständen in den Häcksler, während das Gerät läuft, beispielsweise um Material zu entfernen. Dies kann schwerste Verletzungen mit sich bringen.
Zur Autorin:
Seit 2021 unterstützt Maja Mainka das Redaktionsteam von Vergleich.org bei allen Themen rund um Sport und Outdoor-Aktivitäten. Sie erstellt als Fachautorin für alle Themen rund um Garten, Outdoor und Sport regelmäßig Produktvergleiche, um unseren Leser:innen dabei zu helfen, das beste Produkt für ihre Bedürfnisse zu finden. In ihrer Freizeit entspannt Maja gern beim Gärtnern auf ihrer Terrasse.
» Mehr InformationenBildnachweise: Adobe Stock/Galina Semenko, Adobe Stock/Nigel Graver, Adobe Stock/Ardat pics (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)














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