Mit Studium oder Ausbildung beginnt für viele mehr als ein neuer beruflicher oder akademischer Abschnitt. Auch der Alltag verändert sich spürbar: Aus Gewohntem wird nach und nach mehr Eigenorganisation, aus dem Kinderzimmer vielleicht ein WG-Zimmer oder die erste eigene Wohnung. Dinge, die bisher einfach da waren, müssen plötzlich selbst geplant, gekauft oder organisiert werden.

Dabei geht es längst nicht nur um Lernmaterial und Technik. Mit dem neuen Lebensabschnitt kommen viele praktische Anschaffungen hinzu, die vorher kaum auffallen. Welche davon finanziell besonders ins Gewicht fallen, zeigt eine aktuelle Vergleich.org-Umfrage. Gleichzeitig wird deutlich: Gerade wenn das Budget begrenzt ist, muss zum Einzug noch längst nicht alles vorhanden sein. Oft reicht es zunächst, sich auf die Dinge zu konzentrieren, die wirklich gebraucht werden.

Wer beim Einrichten noch Orientierung sucht, findet in unserer Themenwelt „Must-haves für die erste eigene Wohnung“ praktische Ideen für die erste Ausstattung – von Küche und Haushalt bis zu Dingen, die den Alltag erleichtern.

Beitragsbild zur Pressemitteilung. In der Mitte sitzt eine junge Frau an einem Schreibtisch vor einem Laptop, darüber steht der Schriftzug „Anschaffungen zum Ausbildungs- oder Uni-Start“. Darunter steht die Frage „Was sollte man sich leisten, auch wenn das Budget begrenzt ist?“. Drum herum sind zentrale Ergebnisse einer Vergleich.org-Umfrage zu sehen. Links oben ist ein Laptop auf einem Schreibtisch abgebildet, daneben steht „32 % Einen guten Laptop oder Computer“. Links unten ist ein Arbeitsplatz mit Schreibtisch und Bürostuhl zu sehen, daneben steht „15 % Einen funktionalen Arbeitsplatz mit Schreibtisch und geeignetem Stuhl“. Rechts oben ist Küchenausstattung mit Töpfen, Geschirr und Tassen abgebildet, daneben steht „15 % Eine solide Grundausstattung für Küche und Kochen“. Rechts unten sind ein Rucksack, Kopfhörer und Bücher zu sehen, daneben steht „Weitere Anschaffungen spielen eine untergeordnete Rolle“. Unten links befindet sich die Quellenangabe, unten rechts das Vergleich.org-Logo.

Wohnen gibt den finanziellen Rahmen vor

Wie viel Geld für die erste Ausstattung übrig bleibt, hängt vor allem von der Wohnform und den laufenden Kosten ab. Der CHE-DatenCHECK zeigt, dass Studierende ganz unterschiedlich wohnen: Jeweils knapp 28 Prozent leben während des Semesters bei den Eltern oder in einer privaten Mietwohnung, rund ein Viertel in einer WG und etwa 15 Prozent in einem Wohnheim.

Mit einem Auszug kommen neue Ausgaben hinzu. Die Bundesagentur für Arbeit nennt Miete und Wohnen als höchsten Kostenpunkt außerhalb des Studiums. Je nach Bedarf entstehen darüber hinaus weitere einmalige Kosten rund um den Einzug. Wie stark allein die laufenden Wohnkosten das Budget bestimmen können, zeigen Zahlen von Destatis: Studierende mit eigener Haushaltsführung geben im Schnitt 54 Prozent ihres verfügbaren Haushaltseinkommens für Wohnkosten aus. Auch ein WG-Zimmer ist längst keine günstige Lösung mehr. Laut einer Analyse von WG-Gesucht.de und dem Moses Mendelssohn Institut lag die durchschnittliche Angebotsmiete im Wintersemester 2025/26 erstmals bei 505 Euro warm.

Damit ist ein großer Teil des Budgets häufig bereits gebunden, bevor der erste Schreibtisch aufgebaut oder der erste Topf gekauft ist. Umso wichtiger wird die Frage, wofür das verbleibende Budget eingesetzt wird.

Technik fällt besonders ins Gewicht

Eine Antwort darauf liefert die aktuelle Vergleich.org-Umfrage. 29 Prozent nannten Laptop, Tablet oder Computer als größte finanzielle Belastung zum Start in Ausbildung oder Studium. Digitale Ausstattung liegt damit deutlich vor Möbeln wie Bett, Schreibtisch oder Stauraum, die 21 Prozent der Befragten nannten.

Dass Technik weit oben steht, überrascht kaum: Laptop oder Tablet werden für viele schnell zum zentralen Arbeitsmittel in Studium oder Ausbildung. Je nach Wohnsituation können Drucker, Router oder weiteres Zubehör dazukommen.

Doch die Ausgaben verteilen sich auf viele Bereiche. Lernmaterialien, Fachbücher oder Büromaterial wurden von 10 Prozent als größte Belastung genannt, Küchenausstattung von 9 Prozent und Haushaltsausstattung von 8 Prozent. Gerade diese kleineren Posten wirken für sich genommen oft überschaubar, können sich aber schnell summieren.

Vieles zeigt sich erst nach dem Einzug

Besonders bei Küche und Haushalt zeigt sich oft erst im eigenen Alltag, was tatsächlich fehlt. Dinge, die im Elternhaus selbstverständlich vorhanden waren, müssen nun selbst organisiert werden. Töpfe, Vorratsdosen, ein Wasserkocher oder ein Wäscheständer gehören deshalb häufig zur ersten Grundausstattung.

Bei begrenztem Budget setzen die Befragten deshalb klare Prioritäten. Wenn ein Wohnungswechsel ansteht, würden sich 32 Prozent zuerst einen guten Laptop oder Computer leisten. Danach folgen ein funktionaler Arbeitsplatz mit Schreibtisch und geeignetem Stuhl sowie eine solide Grundausstattung für Küche und Kochen mit jeweils 15 Prozent.

Gleichzeitig zeigt sich, dass viele erst einmal abwarten, was tatsächlich gebraucht wird: 12 Prozent würden möglichst nichts vorsorglich anschaffen, sondern erst bei tatsächlichem Bedarf. Gerade beim Einzug kann sich das als pragmatischer Weg erweisen. Denn erst vor Ort zeigt sich, was schon vorhanden ist und was wirklich noch fehlt.

Schritt für Schritt in den eigenen Alltag

Der Start in Studium oder Ausbildung bringt viele neue Entscheidungen mit sich. Gerade wenn Wohnen bereits einen großen Teil des Budgets beansprucht, wird schnell klar, dass nicht alles gleichzeitig angeschafft werden muss. Vieles kann nach und nach dazukommen.

Ausziehen, ankommen und einrichten gehören deshalb zu einem Prozess, der sich mit der Zeit entwickelt. Was anfangs noch ungewohnt oder provisorisch wirkt, wird nach und nach selbstverständlicher. So entsteht nicht nur die passende Ausstattung, sondern auch eine eigene Routine im neuen Alltag.

Quellenangabe:

  • Bundesagentur für Arbeit: Kosten im Studium – https://www.arbeitsagentur.de/bildung/studium/kosten-studium
  • Destatis: Wohnkosten von Studierenden – https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/07/PD26_N048_63.html
  • WG-Gesucht.de/MMI: WG-Zimmer 2025/26 – https://www.wg-gesucht.de/presse/studentische-wohnkosten/wintersemester-2025-2026
  • CHE-DatenCHECK: Wohnformen von Studierenden – https://hochschuldaten.che.de/wohnen-und-verkehrsmittelnutzung-von-studierenden-in-deutschland-2024-2026/

Bildnachweise: VGL/KI-generiert (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)