Das Wichtigste in Kürze
  • Sie verrichten Arbeiten oder Betätigungen in großen Höhen? Dann ist die Angst vor dem Fall ein stetiger Begleiter. Doch das muss nicht so sein. Absturzsicherungen sind ein wichtiges Gadget zum besseren Arbeitsschutz bei Höhenarbeiten. Daher sind Absturzsicherungen für Dachdecker besonders interessant. Auch bei der Feuerwehr gehören Absturzsicherungen zum gängigen Arbeitsmaterial. Selbst im Privathaushalt beim Reinigen der Fenster macht eine Absturzsicherung Sinn. Für den Klettersport sind sie aufgrund Ihrer Bauweise jedoch meist nicht geeignet. Üblicherweise sind die Absturzsicherungen aus miteinander vernähten Gurten aus Kunststoffgewebe gefertigt. Wie Absturzsicherungstests im Internet zeigen, setzen die meisten Hersteller dabei auf Nylon oder Polyester als Ausgangsmaterial. Polypropylen ist hingegen die leichteste unter den Kunststofffasern. Wählen Sie ein Kunststoffgewebe mit Drahtverstärkung aus der Vergleichstabelle, wenn Sie besondere Sicherheit wünschen.

1. Auf welche Ausstattungsmerkmale ist zu achten, wenn man eine Absturzsicherung kaufen will?

Abgesehen von der Materialwahl können Gewicht und Ausstattung wichtige Kriterien Ihrer Kaufentscheidung sein. In Bezug auf Gewicht ist hier zu unterscheiden in Produktgewicht und zulässiges Maximalgewicht für den Anwender.

Das Gewicht eines Sicherungsgeschirrs liegt meist bei etwa 1,5 bis 2 Kilogramm. Allerdings kann das Gewicht durch die Metallösen, Schnallen und Karabinerhaken auf mehr als drei Kilo ansteigen.

Im Absturzsicherungsvergleich finden sich auch Modelle, die unter einem Kilogramm auf die Waage bringen. Diese versprechen ein besonders angenehmes, weil leichtes Tragegefühl.

Die besten Absturzsicherungen erlauben eine Gewichtsbelastung von mehr als 1.000 Kilogramm. Dazu gehören beispielsweise Profi-Auffanggurte von Skylotec oder Novopus. Die meisten Geschirre sollten für Personen von bis zu 100 Kilogramm jedoch ohne weiteres ausreichen.

Es macht darüber hinaus Sinn, auf weitere Ausstattungsmerkmale wie Ösen oder Sicherungsseil zu achten. Üblicherweise haben Auffanggurte eine eingenähte Öse am Rücken, welche den Sturz abfängt. Wählen Sie ein Modell mit mehreren Ösen aus unserer Vergleichstabelle, wenn Sie sich zusätzlich absichern wollen.

Praktisch ist zudem, wenn Sie eine Absturzsicherung gleich im Set mit einem Auffanggurt bzw. Sicherheitsseil kaufen. Set-Käufe machen vor allem deshalb Sinn, weil Zubehör und Gurtgestell vom selben Hersteller und daher gut aufeinander abgestimmt sind.

2. Welche Sicherheitszertifikate oder Prüfsiegel gibt es?

Viele der Online angebotenen Marken verfügen über keinerlei Prüfsiegel oder Sicherheitszertifikat. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, helfen jedoch die Angaben zu möglichen EN-Prüfsiegeln oder CE-Zertifikaten als Orientierung.

EN steht für „europäische Norm“. Somit sagt ein EN-Siegel mit seiner entsprechenden Kennziffer aus, welche europäischen Anforderungen das Produkt in seiner Produktklasse erfüllt.

In Bezug auf Absturzsicherungen finden sich vor allem die Prüfsiegel EN361 und EN358. Diese legen fest, welche Halterungen in Absturzsicherungen eingearbeitet werden dürfen. EN361 steht beispielsweise dafür, dass der Auffanggurt einen Fall mit einem 50-kg-Gewicht problemlos übersteht.

Ein weiteres Indiz für die Erfüllung sicherheitsrelevanter Vorgaben ist eine sogenannte CE-Kennzeichnung. Auch hierbei handelt es sich um eine durch die EU festgelegte Richtlinie.

Der Hersteller macht durch das CE-Zeichen kenntlich, dass sein Produkt nach der EU-Verodnung 765/2008 den geltenden Anforderungen genügt. Auffanggurte von Petzl und ähnlichen Herstellern weisen diese Kennzeichnung üblicherweise auf. Jedoch zählen diese zur Profiausrüstung und sind dementsprechend oft deutlich kostenintensiver.

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