
Handbälle wie diese von Hummel sind in verschiedene Größenklassen eingestellt. Die Größe 1 ist beispielsweise ideal für Kinder von acht bis 14 Jahren.
3.1. Kein Ausweg – Größe und Gewicht
Wie Ihnen die vorangegangene Tabelle gezeigt hat, bestimmt die Spielklasse darüber, welche Größe Ihr zukünftiger Handball-Testsieger haben wird. In Sachen Größe haben Sie deshalb kein Mitsprachrecht, sofern Sie Handball in einem Verein spielen und am Wettkampfbetrieb teilnehmen möchten. Die verschiedenen Größen können für Sie aber interessant sein, wenn Sie einen Handball für Kids suchen. Aus dem verschiedenen Größen sind die Größen 0 und 1 vorrangig für Handbälle für Kids geeignet. Einen Handball für Kinder erhalten Sie unter anderem als Handball von Kempa.
3.2. Hands on – das Material

Egal, ob Hummel oder eine andere Ball-Marke: Es ist wichtig, dass Handbälle gut in der Hand liegen und nicht zu glatt sind, um ein gutes Ballgefühl zu ermöglichen.
Wenn Sie einen Handball kaufen, dann ist die Griffigkeit des Balls – ohne die Verwendung von Harz – besonders wichtig. Obwohl im Spielbetrieb immer noch Lederbälle zugelassen sind, bestehen die meisten Spielbälle heutzutage aus Polyurethanen (PU). Die Kunststoffe bzw. Kunstharze sorgen für eine weiche Oberfläche. Dadurch kann der Spielball leichter gefangen und geworfen werden. Zudem ist die Flugbahn stabiler und das Sprungverhalten präziser. Günstige Handbälle bestehen hingegen aus Polyvinylchlorid (PVC) und sind weniger langlebig als PU-Bälle.

Der Handball von Hummel besteht aus den charakteristischen Fünfecken und liegt gut in der Hand. Er kann sowohl für Trainings als auch Spiele eingesetzt werden.
Ihr zukünftiger Spielball-Testsieger sollte darüber hinaus nicht maschinell, sondern handgenäht worden sein, da bei der Herstellung per Hand ein dickerer Faden benutzt und oft auch die Nähte mit einem Doppelknoten beendet werden. Handgenähte Bälle haben den Vorteil, dass sie besonders robust und langlebig sind. Das ist auch notwendig, schließlich wird der Ball regelmäßig hart geworfen und landet oft am Pfosten.
Unser Tipp: Wenn Sie zum ersten Mal Handball spielen und erstmal ein wenig in die Sportart hineinschnuppern möchten, dann ist ein günstiger PVC-Ball sicherlich eine gute Wahl. Auch als Handball für Kids bietet sich ein günstiges Modell an. Haben Sie hingegen höhere Ambitionen und wollen regelmäßig trainieren, empfehlen wir den Kauf eines hochwertigen PU-Balls, der handgenäht ist.
3.3. Was für eine Erleichterung – das Gütesiegel der IHF

Ein von der IHF geprüfter Handball Ball: Der Hummel Handball Concept Plus.
Die Internationale Handballföderation, kurz IHF, wurde 1946 gegründet und organisiert die jeweils alle zwei Jahre stattfindende Handball EM und Handball WM. Spielbälle, die von der IHF mit einem Prüfsiegel ausgezeichnet sind, wurden ausgiebig auf folgende vier Eigenschaften hin geprüft:
Umfang
Rundheit
Gewicht
Sprungverhalten
Unter welchen Bedingungen die IHF Spielbälle für Handball geprüft werden, können Sie hier nachlesen. Übrigens werden bei offiziellen Spielen, ob auf internationaler oder nationaler Ebene, ausschließlich zertifizierte Bälle eingesetzt. In unteren Spielklassen werden indes häufig auch Bälle verwendet, die zwar die Anforderungen erfüllen, aber nicht zwangsläufig getestet wurden.
Hinweis: Das Siegel signalisiert Ihnen, dass es sich bei dem Handball in puncto Größe, Gewicht, Rundheit und Sprungverhalten um einen „perfekten“ Ball handelt.

Wir testen den Grip beim Hummel-Handball und finden diesen sehr angenehm.
3.4. Das richtige Handball-Equipment
Ob Handball Knieschoner, Ellenbogenschützer, Mundschutz oder die richtigen Hallenschuhe – wer gut fürs Handball Training oder ein Pokal- bzw. Bundesligaspiel ausgestattet sein möchte, der hat in der Sporttasche oftmals auch einen Pott Harz. Dabei ist das Haftmittel in Deutschland nicht nur unter dem Begriff Harz bekannt, sondern eben auch als Kleber, Backe, Patte, Wachs, Bapp oder Resin. Die Backe sorgt dafür, dass der Ball besser gefangen und geworfen werden kann. Schließlich wird auch der beste Handball mit guten Grip-Eigenschaften durch zu viel Schweiß irgendwann rutschig.
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Arten von Harz: Naturharz und Kunstharz. Erstgenanntes hat im Vergleich zum Kunstharz jedoch den Nachteil, dass es nicht nur die Kleidung und die Tore, sondern auch den Hallenboden verschmutzt. Dadurch entstehen hohe Reinigungskosten, weshalb Naturharz in vielen Gemeinden und Kommunen aus den Sporthallen verbannt wurde.

Die Latexblase im Inneren des Handballs von Hummel, die für die Form und Stabilität des Balls sorgt, kann mithilfe einer Luftpumpe über das Ventil aufgeblasen werden.
Etwas bessere Chancen hat hingegen das Kunstharz. Es verschmutzt die Hallenböden nicht so stark und ist zudem wasserlöslich bzw. kann mithilfe eines speziellen Harzentferners abgewaschen werden. Trotzdem ist auch Kunstharz nicht in jeder Halle willkommen.
Aktuell: Im Jahr 2016 ließ die IHF eine von vielen Seiten kritisierte Meldung verlauten. Hassan Moustafa, der Vorsitzende, gab bekannt, dass das Benutzen von Backe weltweit verboten werden solle. Grund dafür seien unter anderem die Gesundheitsgefährdung durch chemisches Harz sowie die Verschmutzung der Hallenböden. Aufgrund dessen arbeite man bereits mit dem Ballhersteller „molten“ an einem speziell haftenden Ball, dessen Entwicklung Ende 2017 abgeschlossen werden solle.
Ob das Spielen ohne Harz dank eines verbesserten Spielballs zukünftig umgesetzt werden kann, wird jedoch von einer 2017 geplanten Testphase abhängen, bei der vor allem die Spieler ihre Meinung zu dem neuen Ball abgeben dürfen.
Nach der hagelnden Kritik ruderte der Vorsitzende zumindest wieder etwas zurück:
„Wir werden nichts über die Köpfe der Athleten hinweg entscheiden. Die Entscheidung ist ergebnisoffen.“ (Hassan Moustafa, zitiert nach: sport1.de)
Die Vor- und Nachteile von Harz für Sie zusammengefasst:
Vorteile- Ball kann auch mit einer Hand gefangen werden
- besseres Ballgefühl
- präzisere Wurf- und Passvarianten – Spiel wird schneller und attraktiver
Nachteile- Böden, Tore und Kleidung verschmutzen
- Gemeinden und Kommune haben hohe Reinigungskosten
- spielerischer Nachteil, wenn in Hallen mit Harzverbot gespielt werden muss
Hinweis: Harz wird hauptsächlich in den Bundesligen eingesetzt. In den unteren Ligen herrscht hingegen oft absolutes Backe-Verbot – vor allem im Jugendbereich. Schließlich liegt der Schwerpunkt beim Jugendhandball auf dem Aufbau der spielerischen Fähigkeiten, die nicht nur durch das Spielen mit Harz beeinträchtigt bzw. beeinflusst werden sollen.

Dieser Hummel-Handball ist für Turniere zugelassen, wie wir erfahren.
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