Für viele Menschen fällt Ostern 2026 kleiner aus als früher. Kurz vor den Osterfeiertagen und inmitten heftiger Preissteigerungen bei Lebensmitteln, Süßwaren und vor allem Kraftstoffen wollte Vergleich.org wissen, ob und wie die Deutschen beim Osterfest sparen. Fast jede:r Zweite gab an, angesichts der Teuerungen sparen zu wollen. Dabei setzen die Befragten unterschiedliche Prioritäten.

Eine grafische Darstellung der Antworten auf die Umfrage:

Ja, an Ostern wird dieses Jahr mehr gespart. Fast jede:r Zweite der von Vergleich.org Befragten gab an, dieses Jahr wegen steigender Preise ein kleineres Osterfest zu feiern als früher. 38 % wollen sich nicht einschränken, sondern Ostern so genießen, wie sie es jedes Jahr machen. Lediglich 19 % wollen Ostern von vornherein nicht groß feiern.

Hier wollte es Vergleich.org genauer wissen und fragte nach, in welchen Bereichen der Gürtel enger geschnallt wird. Besonders deutlich zeigt sich der Sparwille bei Leckereien und beim Essen. 50 % derjenigen, die an Ostern sparen, würden zuerst bei Oster-Süßigkeiten großer Schokoladen-Marken kürzer treten. Statt Markenware werden eher kleinere, günstigere Produkte für Ostern gekauft. Kaum dahinter folgt die Osterdeko: 48 % wollen auf neue Dekoration verzichten und lieber auf Vorhandenes aus dem letzten Jahr zurückgreifen oder selbst basteln.

Weniger Geschenke, weniger Eier: Wir sparen vor allem an den Klassikern des Osterfests

Auch beim Schenken wird spürbar gespart. 34 % derjenigen mit Sparvorhaben sagen, dass bei ihnen zuerst Ostergeschenke wegfallen oder deutlich reduziert werden. Geschenkt wird, wenn überhaupt, nur noch im engsten Familienkreis. Das zeigt einen klaren Rückgang. Zum Vergleich: Laut einer Umfrage des IfH Köln* waren zu Ostern 2025 noch knapp 78 % der Befragten bereit, Lebensmittel zum Verschenken zu besorgen. Etwas mehr als die Hälfte (55 %) gab an, Spielwaren für Ostern kaufen zu wollen.

Etwas seltener, aber immer noch deutlich, trifft der Sparkurs die Osterfeiertraditionen. Ein gutes Viertel (26 %) spart bei bunten Eiern. Die aktuelle Knappheit auf Grund von Lieferausfällen bei Eiern sowie gestiegene Preise erklären dieses (Ei)nsparverhalten. Und ohnehin: In vielen Familien bleibt nach Ostern noch viel Ei übrig.

Zuhause statt unterwegs: Ein Viertel spart bei Ausflügen und Reisen in den Osterferien

Ebenfalls 26 % gaben an, dieses Jahr auf Reisen und Ausflüge rund um die Ostertage zu verzichten. Stattdessen wird zuhause im Familienkreis die gemeinsame Zeit gefeiert. Hierauf dürften auch die explosionsartig gestiegenen Kraftstoffpreise einzahlen, die Fahrten in die Ferien deutlich teurer werden lassen.

Am wenigsten wird beim gemeinsamen Essen gestrichen: Dennoch geben auch hier 24 % an, dass Brunch oder großes Festessen für sie in diesem Jahr kleiner ausfallen oder ganz wegfallen.

Ob kleiner oder so wie immer: Immerhin 81 % der Befragten wollten auf die ein oder andere Weise Ostern feiern. Bei schönem Wetter bietet sich zum Beispiel der klassisch Goethesche Osterspaziergang an oder ein Besuch des regionalen, traditionellen Osterfeuers. Oder warum nicht mal die Hefegebäcke und bunten Eier einpacken und ein schönes Picknick veranstalten? Am Ende ist das Zusammensein und Verbringen fröhlicher Stunden immer wichtiger als der teure Schokoladenosterhase im Osternest.

Woher kamen die Ergebnisse:

Vergleich.org hat mit Hilfe von MakeOpinion 509 Personen in Deutschland befragt. Die Umfrage startete am 19. März 2026 und lief ca. 24 Stunden. Mehrfachantworten waren möglich.

*Quelle: Statista 2026, Deutschland; IfH Köln; 2025; 501 Befragte; 18–69 Jahre

Bildnachweise: Adobe Stock/cobaltstock; ActionGP; MstMukta; Lucky Dragon; The 2R Artificiality; valeriya_dor; teilweise KI-generiert (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)