Reboarder Test 2016

Die 6 besten Reboarder im Vergleich.

AbbildungTestsiegerPreis-Leistungs-Sieger
ModellCybex SironaBritax Römer Max-Fix IIConcord Ultimax.2Qeridoo Cradle Me Q08-B6Recaro Young SportRömer Autositz DUALFIX
Testergebnis¹
Hinweis zum Testverfahren
Vergleich.org
Bewertung1,4sehr gut
10/2016
Vergleich.org
Bewertung1,7gut
07/2016
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Bewertung1,8gut
07/2016
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Bewertung1,9gut
10/2016
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Bewertung2,1gut
07/2016
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Bewertung2,5gut
09/2016
Kundenwertung
36 Bewertungen
10 Bewertungen
9 Bewertungen
1 Bewertungen
69 Bewertungen
41 Bewertungen
NormgruppeDie Normgruppen werden durch die Prüfnormen ECE-R 44/03 und ECE-R 44/04 festgelegt und orientieren sich am Körpergewicht. Die seit 2013 neue Prüfnorm ECE-R 129 wurde in den Vergleich noch nicht aufgenommen, da bisher zu wenig Produkte in dieser Kategorie auf dem Markt erhältlich sind.0+/I
ca. 0 – 18 kg
0+/I
ca. 0 – 18 kg
0+/I
ca. 0 – 18 kg
0+/I
ca. 0 – 18 kg
I
ca. 9 – 18 kg
0+/ I
ca. 0-18 kg
Sitzrichtungvorwärts oder rückwärtsrückwärtsvorwärts und rückwärtsvorwärts und rückwärtsrückwärtsvorwärts oder rückwärts
Fahrsicherheit
Einbau
HaltevorrichtungHosenträgergurt und Fangtisch werden gleichwertig behandelt, solange die Haltevorrichtungen ihren Zweck erfüllen.Hosenträgergurt und FangtischHosenträgergurtHosenträgergurtFünfpunktegurtHosenträgergurtHosenträgergurt
BefestigungsartEin Isofix ist ein standardisiertes Befestigungssystem, über das fast alle neueren Fahrzeugmodelle verfügen. Dabei wird der Kindersitz an speziellen Ösen auf der Rückbank direkt mit der Karosserie verbunden. Zusätzlich besitzen Reboarder entweder einen Stützfuß, der ausgezogen und auf den Fahrzeugboden aufgestützt wird, oder einen sogenannten Top-Tether. Es handelt sich dabei um Spanngurte, die an speziellen Befestigungshaken im Kofferraum befestigt werden. Nicht jedes Fahrzeug bietet diese Möglichkeit.Isofix mit StützfußIsofix mit StützfußIsofix mit StützfußIsofix mit StützfußIsofix mit Stützfuß und Top-TetherIsofix mit Stützfuß
Vorteile
  • sehr stabil
  • 360°-drehbar
  • einfacher Ein- und Ausbau
  • inkl. Sitzverkleinerer
  • gute Verarbeitung
  • besonders einfacher Ein- und Ausbau
  • braucht relativ wenig Platz im Fahrzeug
  • einfacher Ein- und Ausbau
  • gute Verarbeitung
  • stabiler Metallrahmen
  • 5-fach neigbare Kopfstütze
  • weicher Bezug
  • inkl. Sitzverkleinerer
  • schneller Ein- und Ausbau
  • 360°-drehbar
  • inkl. Sitzverkleinerer
  • einfacher Einbau
Zum Angebotzum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »
Erhältlich bei
  • Amazon
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  • windeln.de
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  • crowdfox
  • myToys.de
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4.5/5 aus 23 Bewertungen

Reboarder-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Kindersitze, die entgegen der Fahrtrichtung angebracht werden, bieten mehr Sicherheit für das Kind – zumindest bei einem Frontalzusammenprall. Sie sind im Vergleich etwas teurer als klassische Sitze und lassen sich nicht ganz so leicht bedienen.
  • Bevor Sie einen sogenannten Reboarder kaufen, sollten Sie sich bei den Typenlisten des Herstellers erkundigen, ob der Sitz auch in Ihr Auto passt. Heutzutage werden fast ausschließlich Reboarder mit Isofix angeboten, doch gerade ältere Fahrzeuge besitzen die dafür notwendigen speziellen Befestigungsösen häufig nicht.
  • Besonders praktisch sind Kindersitze, die sowohl rückwärts als auch vorwärts eingebaut werden können. Ist Ihr Sprössling so groß, dass bei der Verwendung entgegen der Fahrtrichtung die Beine nicht mehr ausreichend Platz haben, kann er einfach gedreht und weiterverwendet werden. Solche Modelle werden auch als Pseudo-Reboarder bezeichnet.

Reboarder Test Teddy
Dass ein rückwärts gerichteter Kindersitz in den meisten Fällen mehr Sicherheit bietet als ein in Fahrtrichtung montierter Sitz, ist längst kein Geheimnis mehr. Bei Babyschalen wird dieses Prinzip nicht mehr in Frage gestellt. Was aber passiert, wenn das Baby aus der Babyschale herauswächst? Die meisten Eltern greifen dann zum klassischen, vorwärts gerichteten Kindersitz. Experten empfehlen dagegen, dass auch Kleinkinder weiterhin rückwärts fahren sollten, mindestens bis zum Alter von vier Jahren. Der Grund dafür besteht in dem deutlich geringeren Verletzungsrisiko bei Frontalzusammenstößen oder starken Bremsmanövern. In sogenannten Reboardern sitzen Kinder bis zu einem maximalen Gewicht von 18 kg rückwärts. Wir haben uns im Reboarder Test 2016 verschiedene Modelle angeschaut und verraten Ihnen, wie Sie den besten Reboarder finden können. Unser Ratgeber mit dem Reboarder Vergleich enthält alles Wissenswerte, sodass Sie sich vor der Kaufentscheidung umfangreich über das Thema informieren können.

1. Was ist ein Reboarder?

Der Cybex Sirona kann um 360° gedreht werden.

Der Cybex Sirona kann um 360° gedreht werden.

Ein Kindersitz, der entgegen der Fahrtrichtung im Auto montiert wird, wird als Reboarder bezeichnet. Sie sind für Kinder bis zum vierten Lebensjahr gedacht, die nicht mehr in die Babyschale passen. Viele Eltern lassen sich von dem Gedanken abschrecken, dass ihr Nachwuchs über einen so langen Zeitraum rückwärtsfahren sollte. Sie fürchten, dem Kind würde dann schnell langweilig, da es so den Ausblick während der Fahrt nicht gleichermaßen genießen könne. Dabei ist das deutlich wichtigere Argument, das wiederum für die Modelle aus dem Reboarder Test spricht, die Sicherheit.

Bei einem nach vorn gerichteten Kindersitz können bei einem frontalen Zusammenstoß mit einem anderen Fahrzeug schwerwiegende Verletzungen entstehen. Grund dafür ist das Größen- und Gewichtsverhältnis von Kopf und Körper. Kleinkinder haben einen vergleichsweise großen Kopf – er nimmt ca. 25 % des gesamten Körpergewichts ein. Auf der anderen Seite sind Sehnen und Nackenmuskulatur noch nicht ausreichend entwickelt. Bei einem Unfall mit 50 km/h wirken daher enorme Kräfte auf den sensiblen Nacken und den Kopf des Kindes. Dies kann zu schweren Kopf- und Wirbelsäulenverletzungen führen.

Weitere Produkte im Test:

In Crash-Tests – z.B. vom ADAC – sieht man den Unterschied bei einem Reboarder sehr deutlich: Hier wirkt der Sitz als Schutzschild. Das Kind wird in den Sitz gepresst, Nacken und Kopf werden stabilisiert. Dadurch können die wirkenden Kräfte gleichmäßig über den Rücken verteilt und abgeleitet werden. Das Verletzungsrisiko bei dieser Kategorie von Kindersitz ist also wesentlich geringer.

Man muss allerdings auch einige Faktoren beachten, wenn es um die Frage geht: „Reboarder – ja oder nein?“

Der Maxi-Cosi MiloFix wird mit einem Top-Tether befestigt.

Der Maxi-Cosi MiloFix wird mit einem Top-Tether befestigt.

Was zunächst einmal auffällt, ist der etwas höhere Preis. Gegenüber klassischen, nach vorn gerichteten Kindersitzen schlagen die Modelle aus dem Reboarder Test 2016 mit 100 bis 200 Euro mehr zu Buche. Kostet ein hochwertiger „normaler“ Kindersitz zwischen 200 und 300 Euro, sind es beim Reboarder also eher 300 bis 500 Euro. Das ist sicher auch einer der Gründe, warum im Fachhandel kaum rückwärts gerichtete Kindersitze angeboten oder auch nur empfohlen werden.

Darüber hinaus sind Reboard-Sitze meist etwas sperriger und schwerer. Das liegt unter anderem daran, dass die meisten Modelle mit einem sogenannten Isofix auf dem Autositz hinter dem Beifahrer, selten auch hinter dem Fahrer, montiert werden. Dazu gehört in der Regel ein zusätzlicher Stützfuß, der mehr Stabilität garantiert. Beim Isofix selbst handelt es sich um ein standardisiertes Befestigungssystem, dass im Prinzip in allen Neuwagen vorhanden ist. Dabei werden Isofix-Kindersitze an Metallösen befestigt, die direkt mit der Karosserie des Wagens verbunden sind, weshalb es sich auch nur mit großem Aufwand nachrüsten lässt. Dadurch ist der Sitz besonders gut fixiert und kann sich nicht ohne weiteres lösen. Allerdings: Viele ältere Fahrzeuge verfügen nicht über einen Isofix. Für diese fällt also die Nutzung der meisten Reboarder aus.

Hinweis: Neben einem Stützfuß gibt es auch den Isofix mit Top-Tether. Dabei wird der Sitz zusätzlich mit einem gespannten Riemen an einem speziellen Haken im Kofferraum fixiert.

Durch die Montage mit Isofix kann es auch vorkommen, dass der Reboarder den Platz für den Beifahrer zusätzlich einschränkt. In Kleinwagen wird das schnell zum Problem. Alternativ kann der Beifahrer hier häufig nur auf den Rücksitz umziehen. Spätestens, wenn noch ein zusätzliches Baby transportiert werden soll, ist aber auch das nicht mehr möglich.

Konstruktionsbedingt schneiden Reboarder bei Crash-Tests, die einen Seitenaufprall simulieren, nur durchschnittlich ab. Dabei sind vorwärts gerichtete Kindersitze etwas besser. Allerdings kommen Unfälle mit Seitenaufprall deutlich seltener vor als frontale Zusammenstöße, weshalb es hier die Prioritäten abzuwägen gilt.

  • deutlich besserer Schutz bei Frontalaufprall
  • schont sensible Nackenmuskulatur der Kinder
  • sehr stabile Fixierung
  • passen nicht in jedes Fahrzeug
  • engen ggf. den Beifahrer ein
  • vergleichsweise teuer

2. Kindersitz-Typen nach Normgruppen

Mitwachsendes i-size Modell von Chicco.

Mitwachsendes i-size Modell von Chicco.

EU-weit werden Kindersitze in verschiedene Gruppen, die sogenannten Normgruppen, eingeteilt. Die dafür geltenden Kriterien finden sich in den Normen ECE-R 44/03 und ECE-R 44/04. Andere Sitze sind im Straßenverkehr in Deutschland nicht zugelassen, daher sollten Sie auch auf die entsprechenden Prüfsiegel am Kindersitz achten. Beide Normen untergliedern Kindersitz-Typen nach dem zulässigen Gewicht des Kindes. Eine Babyschale der Gruppe 0 oder 0+ kann z.B. bis zu einem Gewicht von 10 bzw. 13 kg verwendet werden.

Da diese Klassifizierung ungünstig ist, weil viele Kinder schneller für den Sitz zu groß werden, als sie die Gewichtsgrenze erreichen, hat die EU eine weitere neue Norm eingeführt. Diese richtet sich nicht nach dem Körpergewicht, sondern nach der Körpergröße des Kindes. Sitze nach der Norm ECE-R 129 tragen auch den Namen i-size. Diese sind ausschließlich als Reboard-Sitze konzipiert. Da i-size Sitze bisher noch sehr selten vorkommen, haben wir sie in unserem Reboarder Test vorerst ausgeklammert.

In der folgenden Tabelle finden Sie eine Übersicht der Normgruppen mit den zulässigen Gewichtsgrenzen sowie einer Orientierung, bis zu welcher Größe und welchem Alter die Kindersitze verwendet werden können.

Gruppe Gewichstsbeschränkung Empfehlung Alter und Körpergröße
0 0 – 10 kg bis 1 Jahr, max. 75 cm
0+ 0 – 13 kg bis 2 Jahre, max. 90 cm
I 9 – 18 kg 1 – 4,5 Jahre, 75 – 100 cm
0/I (0+/I) 0 – 18 kg bis 5 Jahre, max. 100 cm
I/II 9 – 25 kg 1 – 7 Jahre, 72 – 125 cm
III 25 – 36 kg 7 – 12 Jahre, max. 150 cm
I/II/III 9 – 36 kg 1 – 12 Jahre, 75 – 150 cm
II/III 15 – 36 kg 3,5 – 12 Jahre, 95 – 150 cm

3. Kaufkriterien für Reboarder: Darauf müssen Sie achten

Ein beliebtes Modell von BeSafe ist der izi Combi X3.

Ein beliebtes Modell von BeSafe ist der izi Combi X3.

Bevor Sie einen Reboarder kaufen, informieren Sie sich genau, welche Anforderungen der Kindersitz erfüllen muss. Dabei kommt es als erstes darauf an, ob Ihr Reboarder Testsieger auch in Ihr Auto passt, und zwar nicht nur räumlich, sondern auch wegen der Befestigungsart. Die Hersteller der Kindersitze bieten online und im Fachhandel Typenlisten an, denen Sie entnehmen können, ob ein Kindersitz für Ihr Fahrzeug zugelassen ist.

Alle Modelle im Reboarder Vergleich wurden mit Isofix auf dem Autositz befestigt. Sie können nicht in Autos verwendet werden, die diese Befestigungsmöglichkeit nicht bieten. Ob ein Isofix vorhanden ist, erkennen Sie an dem Schild mit dem Isofix-Schriftzug zwischen den Sitzpolstern der Rückbank.

Achten Sie weiterhin darauf, welche Normgruppe der Kindersitz Ihrer Wahl hat. Ein Sitz der Gruppe 0+/I kann theoretisch ab Geburt bis zum vierten Lebensjahr verwendet werden. Für Neugeborene ist es wichtig, dass der Sitz über einen Sitzverkleinerer verfügt. Auch sollte er für die ersten Lebensmonate über eine Ruheposition oder Liegeposition verfügen, d.h. der Neigungswinkel sollte sich verstellen lassen. So wird der Kopf des Babys ausreichend gestützt, solange es diesen noch nicht selbst halten kann. Ihr Kind sollte immer die Möglichkeit haben, Probe zu sitzen. Denn nichts ist schließlich unangenehmer, als dass Ihr Nachwuchs beim Transport im Auto ständig quängelt, weil der Autokindersitz unbequem ist. Achten Sie darauf, dass die Haltevorrichtung – entweder Hosenträgergurte oder Fangtisch – das Kind nicht einschnüren. Die Sitzposition des Kindes sollte sich so verstellen lassen, dass es auch im Wagen schlafen kann.

Sogenannte Pseudo-Reboarder können rückwärts und vorwärts gerichtet montiert werden. Meist gibt es für die Montage entgegen der Fahrtrichtung eine Gewichtsobergrenze. Wiegt das Kind mehr als 13 kg, wird der Sitz dann umgedreht und das Kind fährt vorwärts. Der beste Reboarder kann aber bis zum Alter von vier Jahren rückwärts genutzt werden.

Für Eltern ist natürlich auch die Bedienung des Sitzes ein wichtiges Kriterium. Hier können wir Ihnen jedoch nur empfehlen, den Sitz auszuprobieren und die Bedienungsanleitung genau zu studieren. Die Montage ist etwas umständlicher und daher anfälliger für Fehlbedienung – mit ein wenig Übung bekommen Sie jedoch auch das meist ohne große Probleme hin. Beispielhaft sehen Sie in folgendem Video den Ein- und Umbau des Cybex Sirona:

4. Wichtige Reboarder-Hersteller und Marken

  • Cybex
  • BeSafe
  • Qeridoo
  • Britax Römer
  • Maxi-Cosi
  • Concord
  • Hauck
  • Klippan

5. Reboarder im Test

Der Ultimax.2 von Concord mit Isofix und Stützfuß.

Der Ultimax.2 von Concord mit Isofix und Stützfuß.

Die Stiftung Warentest untersucht regelmäßig in Kooperation mit dem ADAC Kindersitze hinsichtlich Sicherheit, Komfort und Qualität. Auf der Internetseite der Stiftung Warentest erhalten Sie Zugang zur Kindersitz-Datenbank, die die gesammelten Testergebnisse der letzten Jahre enthält. Reboard-Sitze wurden dabei bisher keinem gesonderten Test unterzogen, einen speziellen Reboarder Testsieger gibt es auch nicht.

Im Vergleich der Testergebnisse für Reboarder und klassische Kindersitze bis zu einem Gewicht von 18 kg (Ausgaben 06/2012, 06/2013, 06/2014 und 06/2015) stellt man schnell fest, dass die nach vorn gerichteten Klassiker im Durchschnitt besser abschneiden. Sowohl in der Gesamtwertung als auch im Bereich Sicherheit erreichen die vorwärts gerichteten Sitze im Durchschnitt die Note 2,9. Reboarder liegen im Schnitt bei 3,7 in der Gesamtwertung und bei 3,3 für die Sicherheit, wobei Sitze ab 300 € deutlich bessere Ergebnisse erzielen als günstige Reboarder. Dabei ist es egal, ob die Marke Britax Römer, Maxi-Cosi oder eine andere ist.

Heißt das nun, dass Reboarder schlecht sind? Hier können wir Sie als Eltern beruhigen. Gerade bei den Simulationen von Frontalcrashs schneiden Reboarder deutlich sicherer ab als klassische Modelle. Dies wird von Stiftung Warentest und ADAC jedoch nicht gesondert gewertet. Hier gibt stets das schlechteste Ergebnis im Sicherheitstest den Ausschlag – bei Reboardern ist das der Seitencrash. Diese treten jedoch in der Realität mit dem Auto deutlich seltener auf.

6. Fragen und Antworten rund um das Thema Reboarder

  • 1. Ab wann werden Reboarder Pflicht?

    Eine echte Reboarder-Pflicht ist in Deutschland bisher nicht geplant. Festgelegt wurde aber, dass Kinder mindestens bis zum 15. Lebensmonat mit rückwärtiger Sitzrichtung fahren sollen, um die Fahrsicherheit zu erhöhen. Das betrifft also nicht mehr nur Babys, sondern auch Kleinkinder. Bis zum Jahr 2018 gilt noch eine Übergangsfrist. Ab 2018 müssen Sie sich jedoch auf die neue Regelung umgestellt haben und einen Autokindersitz verwenden, der zum Reboard-Einbau mit Isofix geeignet ist.
  • 2. Ab wann Reboarder umdrehen?

    Es gibt auch Kindersitze, die man sowohl rückwärts als auch vorwärts verwenden kann. Diese sind dann drehbar. Meist haben sie eine Gewichtsbegrenzung, das heißt, bis zu einem Gewicht von 13 kg sitzen die Kinder entgegen der Fahrtrichtung, danach wird der Kindersitz gedreht.
  • 3. Reboarder: Wohin mit den Beinen?

    Viele Eltern machen sich Sorgen, ob Ihr Kind im Reboarder auch bequem die Beine baumeln lassen kann. Wir können bestätigen: Ja, das geht – bis zu einem gewissen Alter bzw. bis zu einer gewissen Größe. Die Grenze erreichen die meisten Kinder erst gegen Ende der Nutzungszeit. Wir empfehlen Ihnen, einen Sitzschutz für den Rücksitz zu verwenden, um das Polster zu schonen. Im Winter bietet es sich außerdem an, den Kindern die Schuhe beim Anschnallen auszuziehen. So können sie die Beine bequem gegen die Lehne strecken, hoch lagern oder im Schneidersitz sitzen, ohne dass die schmutzigen Schuhe Kleidung und Polster bekleckern.
  • 4. Warum sind Reboarder so teuer?

    Reboarder haben eine relativ komplizierte Technik. Der Einbau mit Isofix und Stützfuß oder Top-Tether, komplexe Anpassungs- und Verstellmöglichkeiten und ggf. noch ein Drehmechanismus – all das macht Reboarder teuer. Zudem ist die Nachfrage in Deutschland immer noch eher gering bei einem gleichzeitig hohen Produktionsaufwand. Wir können allerdings sagen, wer beim Reboarder Kaufen sparen will, spart mitunter an der Sicherheit seines Kindes. Daher empfehlen wir Ihnen, den Ratgeber zu unserem Reboarder Test zu lesen, ehe Sie sich für ein Modell entscheiden.
  • 5. Was ist ein Pseudo-Reboarder?

    Ein Pseudo-Reboarder ist ein Kindersitz, der nur bis zu einem bestimmten Gewicht rückwärts verwendet werden kann. Danach wird er umgedreht und wie ein vorwärts gerichteter Sitz verwendet. Auch im Reboarder Vergleich finden Sie einige dieser Modelle.

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