Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Geldbörse beherbergt heutzutage nicht mehr nur Münzen und Scheine, sondern auch eine Reihe elektronischer Karten. Eines der wichtigsten Auswahlkriterien beim Kauf des neuen Geldbeutels ist folglich die Anzahl der verfügbaren Fächer zum Verstauen von Bargeld, Ausweisdokumenten und Ähnlichem.
  • Männer-Portemonnaies werden häufig in einem Standardformat gefertigt, das in den meisten Hosentaschen Platz findet. Bei Damen-Geldbeutel gibt es vorwiegend zwei Arten: längliche Brieftaschen, in denen Geldscheine sogar ungefaltet aufbewahrt werden können, und kleine Mini-Geldbörsen.
  • Besonders diebstahlsicher verstauen Sie Ihre EC- und Kreditkarten in einem Modell der Kategorie „RFID-geschützter Geldbeutel“. Diese Technologie hindert Unbefugte daran, Karten auszulesen, die für das kontaktlose Bezahlen geeignet sind.
Geldbörse Test

Viele Käufer achten bei der Wahl einer neuen Brieftasche vor allem auf ein ansprechendes Design. Mindestens genauso wichtig ist aber, dass Bargeld und Karten im Portemonnaie gut geschützt sind.

Nur Bares ist Wahres. Innerhalb der Eurozone zahlt niemand nach wie vor so gern mit Bargeld wie die Deutschen. Eine EZB-Studie hat ergeben, dass jeder Deutsche durchschnittlich 103 Euro im Geldbeutel mit sich herumträgt.

Damit im Geldbeutel alles seinen Platz findet und bei Bedarf schnell und ohne langes Suchen zur Hand ist, verfügen die besten Geldbörsen über verschiedene Fächer für Scheine, Münzen und Geldkarten. In unserem Geldbörsen-Vergleich 2020 erklären wir, worin sich Geldbeutel für Herren und für Damen grundsätzlich unterscheiden. Außerdem erfahren Sie in unserer Kaufberatung, wofür Ihr Portemonnaie einen RFID-Schutz benötigt.

1. Geldbörsen-Typen: Passen Herren-Portemonnaies in die Hosentasche?

Herren-Geldbörse große Damen-Geldbörse Damen-Mini-Geldbörse
picard-gelboerse-herren fossil-geldboerse-gross geldboerse-fossil
Herren-Geldbörsen haben oft ein Standard-Format, sodass sie bei den meisten Hosen in die Gesäßtasche passen. In der Regel werden sie nur zusammengeklappt, aber nicht fest verschlossen. Nur das Kleingeld-Fach verfügt über einen Druckknopf-Verschluss.

+ klein, handlich und passend für die Hosentasche

- oft ohne sicheren Verschluss

Große Damen-Geldbörsen haben oft ein Kleingeld-Fach in der Mitte sowie links und rechts davon Platz für Scheine und Geldkarten. Ein dreiseitiger Reißverschluss sorgt dafür, dass nichts herausfällt. Mit etwa 20 cm Länge nehmen sie in der Handtasche viel Raum rein.

+ Geldscheine werden nicht gefaltet

- passt nicht in die Hosentasche

Wer es handlicher mag, kann zum Mini-Portemonnaie für Damen greifen. Ähnlich groß wie ein Herren-Portemonnaie, aber meist mit einem Zipper verschließbar, bietet die kleine Damen-Geldbörse ausreichend Platz für etwas Bargeld und EC-Karten.

+ klein, handlich und passend für die Hosentasche

- Scheine müssen evtl. gefaltet werden

2. Material: Veganer sollten auf eine Materialzusammensetzung ohne Leder achten

liebeskind-portemonnaie

Liebeskind-Geldbörse aus Leder für Damen: Geldtaschen aus Leder sehen hochwertig aus und sind in der Regel lange haltbar.

Aus der Masse herausstechen

Zwar ist Echtleder das Material, welches bei der Herstellung von Portemonnaies ganz klassisch am häufigsten Verwendung findet, aber auch viele andere Naturfasern kommen in Frage. Schon einmal an Kork, Hanf oder Baumwolle gedacht? Sie geben Ihrem Accessoire nicht nur einen besonderen Anstrich, es müssen für die Gewinnung dieser Rohstoffe auch keine Tiere sterben.

Unabhängig davon, ob Sie ein Design-Portemonnaie einer bekannten Marke wie Louis Vuitton, Michael Kors, Guess bzw. Desigual oder ein günstiges Tchibo-Produkt bevorzugen, ist ein Blick auf das Material ratsam. Damen- und Herren-Portemonnaies aus Leder sind langlebig, robust und sehen außerdem hochwertig aus. Viele Hersteller verwenden Rindsleder für die Produktion ihrer Geldbörsen.

Synthetisches Material wie Polyurethan oder Kunstleder ist eine Alternative, wenn Sie eine günstige Geldbörse kaufen möchten oder aufgrund Ihrer veganen Lebensweise auf tierische Produkte aller Art verzichten. Sowohl Leder-Geldbeutel als auch Synthetik-Varianten sind in verschiedensten Farben wie Rot, Gelb, Grün oder Blau erhältlich und lassen sich als passende Accessoires zu Ihrem Outfit kombinieren.

3. Sind Fächer für Kreditkarten auch praktisch für Dauerkarten-Inhaber und Payback-Kunden?

tommy-geldboerse

Tommy-Hilfiger-Geldbörse in Schwarz für Herren: Das kompakte Modell hat acht Steckfächer für Kreditkarten sowie jeweils ein Fach für Scheine und Münzen und ist auch in Braun erhältlich.

Je nach Größe des Herren- oder Damen-Portmonees können Sie unterschiedlich viele Kredit- und Geldkarten sowie Ausweise und Dokumente in Ihrer Brieftasche unterbringen.

Besitzen Sie neben den üblichen Kandidaten wie Führerschein, Personalausweis, EC- und Krankenkassenkarte eine Reihe weiterer Karten, die Sie stets mit sich führen, beispielsweise Dauerkarten für das Stadion, den Zoo oder das Schwimmbad, Payback- und Vielflieger-Karten sowie Stempel- und Kundenkarten verschiedener Shops? Dann sollten Sie bei der Anschaffung eines neuen Herren- oder Damen-Portemonnaies auf ausreichend Steckplätze achten.

Unser Tipp: Machen Sie schon vor dem Kauf den Geldbörsen-Test und zählen Sie, wie viele Karten Sie im Alltag dabei haben. In unserer Produkttabelle ganz oben erfahren Sie, welche Geldbörse ausreichend Steckplätze für Ihre Karten bietet.

4. Erleichtern zwei Fächer für Geldscheine die Aufbewahrung verschiedener Währungen?

kronenschein-geldboerse-faecher

Ein potentieller Geldbörsen-Testsieger für Vielreisende hat zwei Geldscheinfächer für mehrere Währungen.

Viele Nutzer begnügen sich mit einem einzigen Geldscheinfach in ihrem Geldbeutel. Praktisch kann ein zweites Fach aber dann werden, wenn Sie beispielsweise im Urlaub eine Fremdwährung verstauen müssen. Das zweite Geldscheinfach erleichtert Ihnen die saubere Trennung Ihres Bargelds, damit es beim Bezahlen an der Kasse nicht zu Verwechslungen kommt.

Doch auch für andere Papiere kann ein zweites Geldscheinfach ein guter Ort zur Aufbewahrung sein. Retoure-Belege oder andere Kassenbons finden Sie dort sicherer wieder, als wenn Sie sie lose in der Hand- oder Hosentasche verstauen würden.

5. Münzfach: Hosentaschentauglich sind viele Geldbeutel nur mit wenig Kleingeld

Welcher Kleingeld-Typ sind Sie? Haben Sie eigentlich nie welches in der Tasche und zahlen ohnehin fast überall mit Karte oder haben Sie immer ein prall gefülltes Münzfach, mit dem Sie sich beim Bäcker und an der Supermarktkasse viele Freunde machen?

Besonders kleine Damen- und Herren-Geldbeutel bieten nur begrenzt Raum für Münzen und werden bei sehr viel Kleingeld schnell zu dick für die Gesäßtasche.

Vergleich.org empfiehlt: Verzichten Sie auf eine Mini-Geldbörse und greifen Sie eher zu einem größeren Format, wenn Sie immer ausreichend Kleingeld für den Parkscheinautomaten oder den Coffee to go dabei haben möchten.

6. RFID-Schutz: Bewahrt Ihre Karten vor unbefugtem Auslesen

rfid-schutz

Die Fossil-Geldbörse Ward ML3919400 für Männer ist mit einer RFID-Schutzkarte ausgestattet.

RFID (Radio Frequency Identification) ist eine eigentlich praktische Technologie, die das kontaktlose Bezahlen mit der Geldkarte ermöglicht. Auch im neuen elektronischen Personalausweis ist ein RFID-Chip verbaut. Was Ihnen im Alltag das Leben erleichtert, kann von Betrügern jedoch auch ausgenutzt werden, um die Daten Ihrer Kreditkarte oder Ihres ePersos unbemerkt auszulesen.

Einige Herren- und Damen-Portemonnaies sind mittlerweile mit einem RFID-Schutz ausgestattet, der die Frequenz blockiert, auf welcher der Chip mit dem Scanner kommuniziert, sodass Ihre Geldkarte nicht mehr ausgelesen werden kann, solange sie sicher in der Geldbörse verstaut ist. Nehmen Sie sie heraus, kann weiterhin ganz normal kontaktlos bezahlt werden.

Vergleich.org empfiehlt: Sie haben sich bereits für einen schönen Herren- oder Damen-Geldbeutel entschieden, der aber leider nicht mit einem RFID-Schutz ausgestattet ist? Sie können den RFID-Blocker ganz einfach selbst nachrüsten.

7. Gibt es bereits einen Geldbörsen-Test der Stiftung Warentest?

Die Stiftung Warentest hat bisher keinen eigenen Geldbörsen-Test veröffentlicht, dafür aber in der Finanztest-Ausgabe 01/2016 das Sparpotential verschiedener Payback- und Cashback-Systeme untersucht. Das Ergebnis: Mit Cashback-Portalen erzielen Sie beim Online-Einkauf deutlich größere Rabatte als mit der herkömmlichen Payback-Karte im Geschäft.

Vergleich.org empfiehlt: Achten Sie bei der Wahl eines Payback- oder Cashback-Systems vor allem darauf, dass möglichst viele führende Geschäfte daran teilnehmen, bei denen Sie ohnehin regelmäßig einkaufen.