Ein Mähroboter läuft auf einer großen Rasenfläche, im Hintergrund eine helle Gartenhütte.

Mähroboter ersparen Gartenbesitzern das regelmäßige Trimmen des Rasens. Da sie im Outdoor-Bereich zum Einsatz kommen, sind sie unter anderem der Witterung ausgesetzt. Viel Feuchtigkeit und schwankende Temperaturen können den Geräten zusetzen. Damit der Mähroboter nicht kaputt geht und stattdessen lange zum Einsatz kommen kann, raten wir Ihnen zu einer regelmäßigen Pflege. Ebenso sollten auch mögliche Soft- sowie Hardware-Probleme zügig behoben werden.

1. Welche Komponenten beim Mähroboter können Probleme verursachen?

Damit Sie möglichst lange etwas von Ihrem Mähroboter haben und dieser zudem lange leistungsstark bleibt, sollten Sie einige Bestandteile des Geräts stets im Blick behalten. Verschleißen die Klingen oder Räder, nimmt die Akku-Kapazität ab oder sind die Kontakte der Ladestation oder die Sensoren verschmutzt, kann sich all dies negativ auf die Leistungsfähigkeit des Mähroboters auswirken. Das Gute ist: Meist kann die Ursache schnell behoben werden. Nachfolgend schauen wir uns einige gängige Probleme genauer an und klären, wie diese behoben werden können.

1.1. Stumpfe Messer bzw. Klingen

Bei regelmäßigem Gebrauch des Mähroboters stumpfen die Messer bzw. Klingen ab. Statt die Gräser sauber abzuschneiden, werden diese vielmehr abgerissen. Mitunter nehmen die ausgefransten Spitzen zudem einen unschönen Braunton an. Insgesamt wirkt die Rasenfläche oft fleckig sowie uneben. Um dem entgegenzuwirken, gilt es die Messer regelmäßig auszutauschen. In Abhängigkeit von den Klingen sowie von den Einsatzbedingungen sollten Sie Standardklingen etwa alle sechs bis acht Wochen sowie gehärtete oder beschichtete Klingen (beispielsweise aus Titan) etwa alle zwei bis drei Monate austauschen.

Weiterhin raten wir Ihnen dazu, die Rasenfläche regelmäßig von kleineren Steinen, Ästen oder Nüssen zu befreien, damit diese vom Mähroboter nicht überfahren werden und die Klingen somit schneller abstumpfen. Ebenso sollten Sie die Messer regelmäßig von Grasresten befreien.

1.2. Geringe Akku-Kapazität

Ein Mähroboter mäht auf einer Wiese neben einem Beet.

Der Akku eines Mähroboters muss gewechselt werden.

Nach einiger Zeit (etwa zwei bis fünf Jahren) nimmt die Kapazität des Mähroboter-Akkus ab. Im Schnitt haben die Geräte bei intaktem Akku eine Laufzeit von 60 bis 180 Minuten. Nimmt diese stark ab und sucht das Gerät in immer kürzeren Abständen die Ladestation auf, wird es Zeit für einen Akku-Wechsel.

Die Funktionalität des Akkus wird durch mehrere Faktoren bedingt, wie zum Beispiel die Größe der Rasenfläche, der Akkutechnologie sowie der Lagerung und Pflege.

Beachten Sie diese Faktoren, tragen Sie aktiv zu einer längeren Laufzeit bei:

  • Verwenden Sie den Mähroboter regelmäßig. Lange Standzeiten sollten vermieden werden, da der Akku sonst schnell altert und an Kapazität verliert.
  • Idealerweise sollte der Akku bei Raumtemperatur (etwa 10 bis 25 Grad Celsius) geladen werden. Extreme Witterungsbedingungen (Hitze oder Kälte) schaden dem Akku.
  • Vermeiden Sie eine dauerhafte vollständige Ladung des Akkus, vor allem bei einer längeren Standzeit.
  • Lagern Sie den Akku im Winter ein. Hierfür sollten Sie ihn nicht vollständig laden. Ideal ist eine Teilladung von 50 bis 60 Prozent. Prüfen Sie den Ladestand regelmäßig (etwa alle zwei Monate) und laden Sie bei Bedarf nach.

1.3. Verschmutzte Antriebsräder, Motoren oder Sensoren

Wenn der Mähroboter statt zu fahren an Ort und Stelle verbleibt, können verschmutzte Räder der Grund sein. Beheben Sie die Blockade, indem Sie die Räder von Erde, Gras und Co. befreien. Neben den Rädern können auch die Motoren und Sensoren aufgrund von Erd- oder Grasresten versagen. Daher sollten Sie auch diese Komponenten regelmäßig auf Verschmutzungen hin prüfen.

1.4. Abgenutzte oder verschmutzte Kontakte der Ladestation

Auch die Kontakte der Ladestation können an Funktionalität verlieren. Ähnlich wie die anderen Komponenten des Mähroboters können auch diese verschmutzen oder sich abnutzen. Befreien Sie die Ladepole daher regelmäßig von Schmutz und Nässe. Verwenden Sie hierfür beispielsweise ein sauberes Tuch. So tragen Sie aktiv dazu bei, dass der Strom auch zukünftig weiter fließen kann. Reinigen Sie sowohl die Kontakte der Ladestation als auch die des Mähroboters.

2. Was können Sie tun, wenn der Mähroboter nicht startet oder die Verbindung verliert?

Startet der Mähroboter nicht oder verliert schnell die Verbindung, kann es hierfür mehrere Gründe geben. Prüfen Sie zunächst das Netzteil. Wurde dieses ordnungsgemäß eingesteckt und ist das Kabel intakt, sollten die Kontrollleuchten der Ladestation bzw. des Mähroboters leuchten. Wird die Ladestation nicht oder nur unzureichend mit Strom versorgt, kann der Mähroboter nicht geladen werden.

Ein weiterer häufiger Grund dafür, dass der Mähroboter nicht startet, kann eine sogenannte Tiefenentladung des Akkus sein. Bedingt wird diese durch eine lange Lagerung oder eine defekte Ladestation. In solch einem Fall kann eine vollständige Ladung den Akku unter Umständen retten. Ist dem nicht so, raten wir Ihnen dazu, den Akku zu ersetzen.

Startet der Mähroboter zwar, verliert dann aber schnell die Verbindung, kann ein veralteter Akku der Grund sein. Auch hier ist ein Austausch ratsam. Weiterhin kann auch eine kalte Umgebung die Ursache für eine mangelhafte Verbindung sein, da Akkus bei Raumtemperatur besonders gut laden. Überdies kann auch ein Softwarefehler ursächlich für eine mangelhafte Verbindung sein. In solch einem Fall raten wir zu einem Reset des Geräts.

Um eine hohe Funktionalität, Sicherheit und Mähleistung zu gewährleisten, sollten Sie das Gerät regelmäßig updaten. Software-Probleme moderner Mähroboter wie beispielsweise von Husqvarna lassen sich so oft schnell beheben.

Ein Mähroboter mit daneben liegendem Begrenzungskabel, das seinen Radius limitiert.

Ein Mähroboter sollte regelmäßig mit Updates versorgt werden.

3. Was können Sie bei Verbindungsproblemen des Mähroboters mit der Garage oder dem Schleifensignal tun?

Treten beim Mähroboter Verbindungsprobleme auf, kann auch dies verschiedene Gründe haben. Zum einen kann eine Abschirmung des Signals die Probleme verursachen, ebenso wie der Defekt eines Kabels.

Insbesondere dann, wenn die Garage für den Mähroboter als Unterstand dient, können Signalstörungen auftreten. Ursächlich hierfür kann eine Abschirmung des Signals sein. Oft befindet sich der Router im Haus und ist somit weit entfernt von der Ladestation des Mähroboters in der Garage. Das Einstecken eines Repeater-Geräts kann die Verbindung stabilisieren. Möchten Sie ein solches Gerät nutzen, sollten Sie einen trockenen, vor der Witterung geschützten Steckplatz wählen.

Außerdem kann es beim Mähroboter zu Verbindungsproblemen aufgrund eines fehlenden Schleifensignals kommen. Doch was bedeutet beim Mähroboter die Meldung „kein Schleifensignal“? Ein fehlendes Schleifensignal weist meist auf eine Störung oder einen Defekt des Begrenzungskabels hin. Bei einer Unterbrechung oder einem Wackelkontakt blinkt an der Ladestation oft eine LED blau auf. Dies ist beispielsweise bei etwaigen Problemen der Gardena-Mähroboter der Fall. Liegt hingegen ein Defekt des Suchkabels vor, blinkt an der Station ein gelbes LED-Licht.

Ratsam ist es in solch einem Fall, das Kabel auf Beschädigungen hin zu überprüfen. Bedingt werden diese oft durch Gartenarbeiten oder Nagetiere, die am Kabel knabbern. Überdies kann es auch zu einem Kabelbruch an der Ladestation selbst kommen, der beispielsweise korrosionsbedingt auftritt. Doch wie finden Sie heraus, wo das Begrenzungskabel defekt ist?

Liegt ein Defekt des Begrenzungskabels vor, bedeutet dies meist nicht, dass der Mähroboter nun kaputt ist und ersetzt werden muss. Prüfen Sie zunächst alle oberirdisch verlaufenden Kabel auf Beschädigungen hin, ebenso wie jene Bereiche, wo jüngst Gartenarbeiten stattfanden. Oft kann der Defekt so bereits behoben werden. Für unterirdisch verlaufende Kabel nutzen Sie spezielle Sender, mit denen Sie die Signalübertragung prüfen können.

4. Was können Sie bei einem defekten Begrenzungskabel des Mähroboters tun?

Liegt ein Defekt des Begrenzungskabels des Mähroboters vor und wurde die Bruchstelle bereits lokalisiert, gilt es das beschädigte Teilstück zu ersetzen. Hierfür wird die Stelle rund um den Kabelbruch herausgetrennt und durch ein neues Kabel ersetzt. Verwenden Sie für die Reparatur des Begrenzungskabels des Mähroboters ausschließlich Kabelverbinder mit Gel-Füllung. Im Gegensatz zu Lüsterklemmen dichten die Gel-Kabelverbinder vollständig ab und bieten somit einen Schutz vor der Witterung.

Trauen Sie sich den Austausch des Kabels nicht zu, sollten Sie sich bei dem Vorhaben von einer Fachkraft unterstützen lassen.

Ein Mähroboter liegt mit dem Unterboden nach oben zeigend auf dem Rasen und wird mit einem Schraubenzieher repariert.

Sie können Ihren Mähroboter selbst reparieren.

5. Was können Sie tun, wenn der Mähroboter schlecht mäht?

Sind Sie mit den Mäharbeiten des Roboters nicht zufrieden, können neben defekten oder verschmutzten Komponenten auch fehlerhafte Einstellungen ursächlich sein. Stellen Sie den Mähroboter so ein, dass er nahezu täglich mäht. So vermeiden Sie, dass das Gras zu lang wird und der Mähroboter an wenigen Tagen viel leisten muss. Weiterhin passen Sie den Zeitplan im Frühling an und erhöhen Sie die Mähdauer, da zu dieser Jahreszeit das Gras besonders stark wächst.

Auch die Schnitthöhe sollten Sie der Länge des Grases entsprechend anpassen. Haben Sie auch hier ähnlich wie bei den Einstellungen der Mähzeit die Jahreszeit im Blick:

  • im Sommer, vor allem bei starker Hitze, wird dazu geraten, den Rasen auf eine Höhe von etwa fünf bis sechs Zentimetern zu trimmen, damit dieser nicht „verbrennt“
  • den Rest des Jahres können Sie eine Höhe von etwa vier Zentimetern wählen

Wie lange ist die Lebensdauer eines Mähroboters?
Die Lebensdauer eines Mähroboters beträgt im Schnitt etwa fünf bis zehn Jahre. Bei sehr guter Pflege können die Geräte mitunter sogar bis zu 15 Jahre verwendet werden.

6. Welche Besonderheiten gibt es bei Mährobotern bestimmter Marken?

Mähroboter werden von diversen Herstellern und Marken angeboten. Hier finden Sie eine Übersicht über die gängigen Marken:

Die Mähroboter von Kress gelten als leistungsstark, vor allem bei großen Rasenflächen. Punkten können sie mit einem kabellosen System. Mitunter wird bei den Kress-Mährobotern von Problemen im Zusammenhang mit den Firmware-Updates berichtet.

Die Geräte von Einhell gelten als preiswerte Einstiegsgeräte. Infrage kommen sie für kleinere sowie mittelgroße Rasenflächen. Mitunter werden auch Mähroboter ohne Begrenzungskabel angeboten. Probleme sollen den Einhell-Mährobotern mitunter enge Ecken bereiten.

Die Mähroboter von Stiga gelten als sehr zuverlässig. Berichtet wird von einer hohen Qualität und Leistung. Auch größere Rasenflächen sollen den Stiga-Mährobotern keine Probleme bereiten. Als kritisch wird mitunter die Einrichtung bewertet. Überdies können Verbindungsprobleme auftreten.

Auch Ferrex-Mähroboter gelten als günstige Einstiegsmodelle. Geeignet sind sie für Rasenflächen mit einer Größe von bis zu 800 Quadratmetern. Von Problemen im Zusammenhang mit Ferrex-Mährobotern wird bei Feuchtigkeit berichtet. Überdies sollen Sie dazu neigen, Begrenzungskabel zu überfahren.

Bildnachweise: Adobe Stock/ClaraNila, Adobe Stock/Karoline Thalhofer, Adobe Stock/Natalia, Adobe Stock/Tomasz Zajda (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)