Bundesfreiwilligendienst Vergleich 2017

Worauf ist zu achten beim Bundesfreiwilligendienst?

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Das Wichtigste in Kürze
  • Der Bundesfreiwilligendienst löste 2011 den Zivildienst als Nachfolgemodell ab.
  • Alleine 2016 leisteten 40.000 Menschen in Deutschland den Bundesfreiwilligendienst .
  • Der Bundesfreiwilligendienst bietet die Möglichkeit etwas gutes zu tun und wertvolle Erfahrungen zu sammeln.

 

Viele Menschen wollen etwas gutes tun. Dabei steht der Kontakt zu anderen, soziales Engagement und das Sammeln von Erfahrungen im Vordergrund. Gerade im sozialen Bereich werden immer dringend Helfer/innen gesucht. Wer sich für das Allgemeinwohl einsetzen will und bis zu einem Jahr Zeit hat, der kann sich beim Bundesfreiwilligendienst engagieren. Hier kann jeder, in einer der über 30.000 Einsatzstellen die in ganz Deutschland verteilt sind, die passende Tätigkeit finden. Der Bundesfreiwilligendienst liegt im Aufgabenbereich des Bundesamtes für Familie und Gesellschaftliche Aufgaben. Abgeleistet wird das freiwillige Jahr in einer Einsatzstelle, die von einem Träger finanziert wird. Alles, was man zum Bundesfreiwilligendienst wissen sollte und welche Informationen besonders wichtig sind, zeigt unser kostenloses eBook.

1. Wissenswertes zum Bundesfreiwilligendienst

Beim Bundesfreiwilligendienst engagieren sich sogenannte „Bufdis“ für das Allgemeinwohl. Obwohl 70% der Bufdis unter 27 Jahre alt sind, steht der BFD allen Altersgruppen offen. Die Tätigkeiten und Arbeitsfelder unterscheiden sich dabei sehr stark, je nachdem bei welcher Einsatzstelle der BFD verrichtet wird.

Bereiche in denen ein BFD möglich ist
  • Kultur
  • Ökologie
  • Soziales
  • Sport
  • Integration
  • Zivil- und Katastrophenschutz

Die Beschäftigung bei einer Einsatzstelle des Bundesfreiwilligendienstes gilt nicht als Arbeitsverhältnis, sondern als Ehrenamt. Ein Ehrenamt wird grundsätzlich nicht vergütet. Trotzdem besteht die Möglichkeit, dass die Einsatzstelle ein Art Aufwandsentschädigung zahlt. Dieses sogenannte „Taschengeld“ orientiert sich an der Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung und lag 2017 bei 372 Euro. Sozialstaatliche Leistungen, wie das Kindergeld, werden während des Bundesfreiwilligendienstes weiterhin ausgezahlt. Die Einsatzstelle übernimmt auch die Krankenkassenbeiträge, was ein großes Plus ist. Die Einsatzstelle hat dem Bufdi gegenüber auch eine Pädagogische Verpflichtung. Für die Zeit der Tätigkeit, bieten viele der Einsatzstellen oder Träger Seminare und eine Persönliche Betreuung.

Hinweis: Durch die Seminare dürfen dem Freiwilligen keine Kosten entstehen. Die Fahrtkosten müssen erstattet werden.

2. Der Bundesfreiwilligendienst als Chance

freiwilligendienst soziale einrichtung

Sich sozial zu engagieren ist für viele eine Herzensangelegenheit

Viele junge Menschen wissen nach der Schule noch nicht genau, wo ihr Interesse liegt. Auch sehr viele ältere Menschen wollen einer sinnvollen Beschäftigung nachgehen. Von den Erfahrungen, die in einer Einsatzstelle gesammelt werden können, profitiert man das ganze Leben. Zudem wertet das soziale Engagement, welches man mit dem Bundesfreiwilligendienst beweist, den Lebenslauf auf. Eine Einsatzstelle kann auch sehr hilfreich sein, um Kontakte zu knüpfen oder Netzwerke aufzubauen.

Vor- und Nachteile des Bundesfreiwilligendienstes:

  • Das Sammeln von persönlichen Erfahrungen
  • Soziales Engagement für das Allgemeinwohl
  • Wertet den Lebenslauf auf
  • Viele Vergünstigungen im ö. Bereich durch das Ehrenamt
  • Wenig Geld zur Verfügung

3. Was beachtet werden sollte

Sollte die Entscheidung sich beim Bundesfreiwilligendienst zu Bewerben feststehen, gibt es einige Dinge die beachtet werden sollten.

  • Wie sollte die Bewerbung eingereicht werden?

    Um die Chancen zu erhöhen, sollte die Bewerbung professionell aussehen.

  • Wie lange soll der Tätigkeit nachgegangen werden?
  • Stellt die Einsatzstelle eine Wohnmöglichkeit/ passende Arbeitskleidung?
  • Ist ein finanzielles Polster für die Zeit beim Bundesfreiwilligendienstes vorhanden?

Am besten ist eine direkte Bewerbung an den Träger der Einsatzstelle. So kann man sich Zielgenau für ein bestimmtes Arbeitsfeld, dass interessant ist, bewerben. Es gibt auch die Möglichkeit, sich zentral zu registrieren. Das hat den Vorteil, dass alle Träger sich das Profil ansehen und gegebenenfalls melden können. In jedem Fall sollte ein tabellarischer Lebenslauf, ein Bild und ein Motivationsschreiben angefertigt werden. Es besteht zudem die Möglichkeit, sich länger als ein Jahr beim Bundesfreiwilligendienst zu engagieren. Wer jedes halbe Jahr die Einsatzstelle wechselt, kann dem Bundesfreiwilligendienst bis zu 24 Monaten nachgehen. Es sollte jedoch nie außer Acht gelassen werden, dass es sich bei dem Bundesfreiwilligendienst um ein Ehrenamt handelt. Die damit verbundene finanzielle Lage muss jedem vor Antritt des freiwilligen Jahres klar sein. Ein kleines finanzielles Polster ist daher sehr ratsam.

Kommentare (1)
  1. Mascha :

    Für den praktischen Teil der Fachhochschulreife wird ein Bundesfreiwilligendienst durchgeführt. Können diese 2 Semester als Wartesemester genutzt werden?

    Antworten
    1. Vergleich.org :

      Liebe Mascha,

      vielen Dank für Ihren Beitrag zu unserem Bundesfreiwilligendienst-Ratgeber.

      Die Definition von Wartesemester lautet: Als Wartesemester gelten die vollen Semester, die zwischen Abitur und Beginn des Studiums liegen.

      Demnach dürften die 2 Semester BFD, die zur Erlangung des Abiturs durchgeführt werden, nicht als Wartesemester gelten, da Sie erst nach Absolvieren des BFD eine Bescheinigung über Ihr Abitur erhalten.

      Generell aber ist die Gesetzes- und die Informationslage ziemlich dünn, was Wartesemester ohne Abitur angeht und es kann hier zu Unterschieden kommen, abhängig von der Hochschule, des Bundeslandes und den Voraussetzungen des Bewerbers. Daher kann es nicht schaden, bei der jeweiligen Hochschule noch einmal individuell anzufragen.

      Wir hoffen, Ihnen weitergeholfen zu haben & wünschen viel Erfolg für die Zukunft,
      Ihr Vergleich.org-Team

      Antworten
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