• Eine Wertsteigerung kann nur innerhalb eines Rahmens an vom Eigentümer nicht veränderbaren Umständen erfolgen. Diese sind etwa Lage und Baujahr eines Hauses.
  • Voraussetzung für eine Wertsteigerung ist eine Werterhaltung durch Sanierung und Renovation der Immobilie.
  • Energetische Ausbauten wie Photovoltaik-Anlagen und Dämmungen erhöhen den Wert eines Hauses. Zusätzliche Faktoren sind Glasfaseranschlüsse und funktionale Anbauten wie Garagen.

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Immobilien als Kapitalanlage sind vergleichsweise gut geschützt vor Inflation und bieten einen relativ beständigen Wert. Doch das setzt auch ein beständiges Instandhalten voraus, denn unabhängig vom allgemeinen Immobilienmarkt kann ein Eigenheim sonst pro Jahr durch Abnutzung Wert verlieren. Im Gegensatz dazu ist eine Wertsteigerung von Immobilien möglich, die Sie durch Maßnahmen wie Renovierung oder durch eine Photovoltaik-Installation erreichen können.

In diesem Ratgeber geben wir einen Überblick über die verschiedenen Maßnahmen, damit Sie mittels Tabelle und Auflistung eine klare Übersicht haben, welche Faktoren besonders geeignet sind, um eine Wertsteigerung bei Ihrer Immobilie durchzuführen.

1. Äußere Faktoren legen die Grundlage des Wertes

Der Kauf einer Immobilie ist für die meisten Menschen eine große Entscheidung. Zahlreiche Faktoren spielen eine Rolle bei der Auswahl des Hauses und eine gute Immobilienfinanzierung ist das erste zentrale Element. Diese Baufinanzierung setzt den Rahmen für den Erwerb und den finanziellen Aufwand.

Während die Wertsteigerung der Immobilie später durch Änderungen und Ergänzungen durchgeführt werden kann, sind viele Werte bereits beim Kauf gegeben. Die folgende Tabelle liefert eine Zusammenfassung der Faktoren, auf die ein Eigentümer keinen oder nur sehr wenig Einfluss hat:

Faktor Auswirkung
Lage Eine gute Lage in der Stadt oder am Stadtrand erhöht den Wert der Immobilie. Gute Infrastruktur mit kurzen Wegen zu relevanten Angeboten ist ebenfalls entscheidend.
Grundstück Grundstücksgröße, Ausrichtung und Schnitt beeinflussen den Wert. Der Bodenrichtwert gibt an, was das Grunstück durchschnittlich wert ist. Er wird von Gutachterausschüssen berechnet.
Baujahr Hohes Alter eines Bauwerks schränkt üblicherweise den Wert ein. Durch Sanierung kann dem entgegengewirkt werden, dennoch ist die Wertsteigerung der Immobilie gegenüber Neubauten reduziert.
Bausubstanz Die vorhandene Substanz von Häusern, von Kellern, Wänden und Dächern kann ebenfalls durch Sanierung angepasst werden, der Grundbestand bleibt aber in der Regel bestehen.

Darüber hinaus gibt es jedoch die Option für Elemente, mit denen sich Immobilienpreise erhöhen lassen können.

2. Durch Photovoltaik und andere energetische Aufbesserungen wird ein Haus zukunftsfähig

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Energetische Ausbauten steigern den Wert einer Immobilie deutlich.

Energieverbrauch, -kosten und -erzeugung sind schon über einen langen Zeitpunkt hinweg dominante Themengebiete, auch im Feld des Immobilienmarktes. Umweltbewusstere Energie und Kostenersparnis lassen sich durch verschiedene Ansätze erreichen, was sich auch in einer Wertsteigerung der Immobilie äußert.

Bei einer Energieberatung können Sie von der Verbraucherzentrale oder anderen Organisationen eine auf Ihre vorhandenen Umstände abgestimmte Empfehlung erhalten. Allgemein lässt sich oft durch die Sanierung des energetischen Profils, etwa bei Dämmung, Wärmeschutzverglasung und moderner Heizungstechnik, viel erreichen.

Der stärkste Aspekt ist aber die Installation einer Photovoltaik-Anlage. Die Energieumwandlung von Solarenergie ist ein attraktiver Zugewinn für Neukäufer, durch den die laufenden Energiekosten niedriger ausfallen. Zudem gibt es Förderungen für den Einbau der Anlagen für den Hausbesitzer.

Durch Photovoltaik ist die Wertsteigerung der Immobilie außerdem deutlich sichtbar. Andere Aspekte sind für einen Neukäufer eventuell weniger greifbar, aber eine Photovoltaik-Anlage zeigt die energetische Sanierung optisch sofort.

Tipp: Eine ausführliche Dokumentation aller Maßnahmen für den potentiellen Neukäufer ist wichtig. So sind auch optisch weniger offensichtliche Ausbesserungen festgehalten und können als Tabelle oder Liste einen übersichtlichen Nachweis liefern.

3. Ein Glasfaser-Anschluss macht eine Immobilie attraktiver

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Der Zugewinnausgleich ist die güterrechtliche Auseinandersetzung von Ehepartnern bei der Scheidung. Hier spielt die Wertsteigerung einer Immobilie während des Zusammenlebens bei der Berechnung eine zentrale Rolle.

Während der weitläufige Ausbau der Digitalisierung auf Regierungsseite ein langwieriges Thema bleibt, können Hausbesitzer schneller handeln. Vorausgesetzt natürlich, eine Verfügbarkeit von Glasfaser in der Straße ist bereits gegeben oder geplant. Die Verlegung von Glasfaser zum und ins Haus ist aber vom Eigentümer vorzunehmen.

Ein Internetanschluss mit Glasfaser sorgt dafür, dass Verbindungen stabiler und vor allem um ein Vielfaches schneller sind. Dadurch ist ein Glasfaseranschluss attraktiv für Menschen, die nicht noch Jahre auf einen flächendeckenden Umstieg warten möchten.

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Glasfaseranschlüsse sorgen für stabilere und schnellere Internetverbindungen.

4. An- und Ausbauten wie Garage, Garten und Pool liefern erhöhte Funktionalität

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Der Anbau von nicht vorhandenen Elementen wie einer Garage erzeugt eine höhere Funktionalität der Immobilie.

Eine besonders effektive Art, um den Wert eines Hauses zu steigern, ist eine Erhöhung der Funktionalitäten. Mehr Optionen für die Nutzung sind gerne gesehen und manchmal sogar gefordert.

Insbesondere eine Garage erfüllt einen wichtigen Zweck. Ist keine bei der Immobilie vorhanden, bietet sich ein Garagenbau an, um potentiellen Neukäufern die Möglichkeit zu bieten, ihr Auto sicher und geschützt zu parken.

Auch ein gepflegter Garten ist ein Element, das die Kaufentscheidung positiv beeinflussen kann und Ihnen mehrere Ansatzpunkte für eine Wertsteigerung bietet. Durch einen Pool gewinnt eine Immobilie sofort einen luxuriösen Charakter – hier ist natürlich vorher zu berechnen, ob die Investition einen relevanten Zugewinn bei einem späteren Verkauf darstellen wird. Denn Garten und Pool haben einen erheblichen Pflegeaufwand und bedeuten pro Jahr laufende Kosten.

Tipp: Ein Ausbauen der Immobilie für ein barrierefreies Wohnen ist nicht für alle Interessenten relevant, erhöht den Wert für ein kleineres Klientel aber enorm.

5. Eine Wertsteigerung setzt eine Werterhaltung durch Sanierung voraus

Weniger glamourös als Photovoltaik und Pool ist die gewöhnliche Instandhaltung des Hauses. Doch Methoden zur Wertsteigerung der Immobilie sind ineffektiv, wenn nicht eine Werterhaltung vorausgeht.

Diese beinhaltet unter anderem folgende mögliche Sanierungs- und Renovierungselemente:

  • Fassade frisch streichen
  • Dach neu decken
  • Innenputz erneuern
  • Türen und Fenster ersetzen
  • Bodenbeläge erneuen
  • Heizkessel inspizieren

Bildnachweise: stock.adobe.com/MAXSHOT_PL, stock.adobe.com/Halfpoint, stock.adobe.com/Thomas Söllner, stock.adobe.com/Dariusz Jarzabek (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)