FFP2-Masken „Made in Germany“ von Sentias, Nekoutex, DECADE und Co. haben eine Gemeinsamkeit: Die Herstellung der Masken erfolgte in Deutschland. Alle Masken im „Made in Germany“-FFP2-Masken-Vergleich stammen aus deutscher Fabrikation.

Diese Siegmund-Care-Air-FFP2-Maske „Made in Germany“ hat nur etwa die Hälfte des von der EN 149:2001+A1:2009 geforderten maximalen Atemwiderstands, wie wir erfahren.
Aus diesem Grund ist davon auszugehen, dass die Masken die Anforderungen, die in der entsprechenden EU-Norm EN-149:2001 festgelegt sind, erfüllen. Die besagte Norm legt fest, welche Ansprüche an eine filtrierende Halbmaske gestellt werden, um als FFP2 einen effektiven Schutz zu bieten.
Achten Sie daher unbedingt darauf, dass die FFP2-Maske aus Deutschland über eine EN-149:2001-Kennzeichnung verfügt. Üblicherweise ist sie direkt auf der Maske abgedruckt. Doch was ist eine Norm ohne eine Instanz, welche die Einhaltung der Norm überwacht?
Bei der CE-Kennzeichnung handelt es ich um einen Nachweis durch den Hersteller, dass die „Made in Germany“-FFP2-Schutzmaske tatsächlich den EU-Normen entspricht. Getestet wird dies in einer von der EU bevollmächtigten Prüfstelle nach einheitlichen Standards.

Wir glauben zwar, dass die meisten Menschen den richtigen Einsatz einer solchen Siegmund-Care-Air-FFP2-Maske „Made in Germany“ beherrschen sollten, aber auf eine Gebrauchsanweisung kann natürlich dennoch nicht verzichtet werden.
Wie diverse Online-Tests von FFP2-Masken „Made in Germany“ zeigen, liegt die Prüfstelle auch bei deutschen Fabrikaten meistens im europäischen Ausland. Dies ist keine Seltenheit, sondern eine gängige Praxis.
Die CE-Kennzeichnung wird um eine vierstellige Nummer ergänzt, mit deren Hilfe sich im Internet zuordnen lässt, welche Prüfstelle für die Testung verantwortlich war. Eine FFP2-Maske „Made in Germany“ mit CE-0158-Kennzeichnung wurde beispielsweise in Stuttgart, in Deutschland, geprüft.
Die meisten Masken, wie z. B. die „Made in Germany“-FFP2-Masken von Atemious, Elasto oder Nekoutex, verfügen über die CE-Codes 2841 oder 2163. Bei beiden handelt es sich um Prüfstellen in Istanbul in der Türkei.
Dass die Masken in der Türkei geprüft werden, muss Ihnen nicht seltsam vorkommen. Oft weichen Hersteller auf Prüfstellen aus, deren freie Kapazitäten kürzere Bearbeitungszeiten versprechen. Die EU-Prüfrichtlinien gelten auch hier. Wählen Sie jedoch eine Maske mit innereuropäischer Prüfstelle aus der Vergleichstabelle, wenn Sie dieser gängigen Praxis nicht trauen.
Hallo
kann die FFP2-Maske im Backofen desinfiziert werden?
Grüße
Petra
Hallo Petra,
wir freuen uns über Ihren Kommentar zu unserem Vergleich von FFP2-Masken „Made in Germany“.
Die Praxis des Sterilisierens von FFP2-Masken im Backofen hat über verschiedene Online-Kanäle sicher an Aufmerksamkeit gewonnen. Eine gängige und sichere Praxis ist es damit jedoch noch nicht.
Korrekt ist, dass Coronaviren bei einer trockenen Hitze von mehr als 70 °C über eine Dauer von mindestens einer halben Stunde abgetötet werden. Dies betrifft jedoch Testversuche unter Laborvoraussetzungen, die nicht eins zu eins in der Küche nachgeahmt werden können.
In der Wissenschaft wird dieses Ziel per thermischer Dekontamination erreicht. In Privathaushalten sind solche Dampfsterilisationen ebenso wenig üblich wie Trockenschränke oder andere Geräte, die eine bedenkenlose Durchführung des Prozesses erlauben.
Wenn Sie sich dennoch dazu entscheiden, potentielle Erreger in Ihrer bereits getragenen Maske zu neutralisieren, so empfiehlt es sich, die Maske zunächst 24 Stunden trocknen zu lassen. Anschließend sollte sie bei mindestens 70 °C und 60 Minuten in den Backofen gelegt werden.
Bitte beachten Sie, dass sich dieses Verfahren nur für den Privatgebrauch der Masken eignet. Im betrieblichen Kontext ist das Verfahren hingegen nicht zulässig.
Viele Grüße
Ihr Vergleich.org-Team