Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Briefkasten dient dazu, Postsendungen bei Anwesen- und Abwesenheit des Empfängers geschützt aufzubewahren. Dadurch kann eine schnelle Zustellung der Post gewährleistet werden.
  • Grundsätzlich unterscheidet man drei Typen von Briefkästen: Den einfachen Briefkasten, den Zaun- oder Hausbriefkasten sowie den Standbriefkasten. Während sowohl beim Standbriefkasten als auch bei dem einfachen Modell die Entleerung als auch das Einwerfen an der Vorderseite erfolgt, wird die Post bei Zaun- und Hausbriefkästen baubedingt an der Vorderseite eingeworfen. Die Entnahme der Post erfolgt entweder von der Hausseite oder vom Hausflur aus.
  • Beim Kauf eines Briefkastens sollten neben der Größe vor allem das Vorhandensein eines Briefkastenschlosses sowie das richtige Material entscheidend sein. Besonders langlebig und witterungsbeständig sind Briefkästen aus Edelstahl, Kunststoff oder Gusseisen.

Briefkasten Test

Wie wichtig Briefkästen in Deutschland sind, veranschaulichen folgende Zahlen der Deutschen Post: Von 2014 bis 2015 wurden von der Post rund 20, 5 Milliarden Briefe versandt und das mit nur einem Ziel: im Briefkasten eines Empfängers zu landen (Quelle: statista.de). Dabei ist der Briefkasten heute mehr als nur eine praktische Aufbewahrungsbox von Briefsendungen. Er ist außerdem ein wichtiges Dekorationselement für Eingangsbereiche und Vorgärten. Kein Wunder also, dass man bei all den verschiedenen Materialien, Farben, Formen und Motiven schnell den Überblick verliert.

In unserem Briefkasten-Vergleich 2020 haben wir uns die beliebtesten Postkästen einmal genauer angeschaut und für Sie zusammenfasst, welche Funktionen ein guter Briefkasten trotz aufregendem Design unbedingt erfüllen sollte.

Ein individueller Wandbriefkasten.

Ein individueller Briefkasten mit Zeitungsfach.

1. Wer die Wahl hat, hat die Qual: Wie lässt sich schnell der richtige Briefkasten finden?

In erster Linie dient ein Briefkasten dazu, Postsendungen aufzubewahren. Entweder dient er als Postbriefkasten, also dem Absenden von Postsendungen, oder deren Annahme. Man bezeichnet solch einen Annahme-Kasten dann als Hausbriefkasten, Postfach oder Fristbriefkasten.

Unser Briefkasten-Vergleich 2020 legt den Schwerpunkt auf die sogenannten Hausbriefkästen bzw. Privatbriefkästen. In ihnen können Zusteller wie der Postbote Postsendungen in Abwesenheit des Empfängers geschützt einwerfen. Dadurch wird eine schnelle Zustellung der Post ermöglicht.

Private Briefkästen werden beispielsweise im Hausflur von Mietshäusern, aber auch an bzw. in Hausfassaden oder vor der dem Haus an einem Briefkastenständer angebracht.

In der EU-Norm EN 13724 werden die Mindestabmessungen und Anforderungen an Briefkästen geregelt. Diese garantiert Ihnen unter anderem:

  • eine problemlose Postzustellung ohne geknickte Briefe, denn die Einwurföffnung muss mindestens 3 cm hoch und 23 cm breit sein
  • ausreichend Stauraum für höheres Postvolumen
  • trockene Postsendungen
  • festgelegte und geprüfte Materialien

2. Welcher Briefkasten-Kategorie gehören Sie an?

Kategorie Beschreibung
Einfacher Briefkasten

Hausbriefkasten

Ein einfacher Briefkasten wird ganz klassisch entweder an einem Zaun oder an einer Mauer bzw. an der Hauswand angebracht. Sowohl der Post- und Zeitungseinwurf als auch die Entnahme erfolgen bei einem einfachen Briefkasten von der gleichen Seite.

Zwei besondere Arten der einfachen Briefkästen stellen die sogenannten Aufputz- und die Unterputz-Postkästen dar. Während die Aufputz-Postkästen an der Wand montiert werden, werden die Unterputz-Typen direkt in die Wand gesetzt bzw. eingebaut. Man bezeichnet sie deshalb auch als Einbaubriefkästen.

Zaun-/Hausbriefkasten

Zaunbriefkasten

 

Obwohl die Zaun- und Hausbriefkästen optisch den einfachen Briefkästen ähneln, sind sie doch unterschiedlich. Ein Zaunbriefkasten wird, wie der Name schon verrät, am Zaun angebracht. Die Post wird dann von der Straßenseite aus eingeworfen. Die Postentnahme erfolgt von der Rückseite bzw. Hausseite.

Dem gleichen Prinzip folgen die sogenannten Hausbriefkästen, die fest in der Hauswand montiert sind. Der Posteinwurf erfolgt durch die nach außen gerichtete Einwurfklappe. Die Post wird hingegen von innen innerhalb des Hausflures oder der Wohnung entnommen. Hausbriefkästen werden häufig bei Mehrparteien-Häusern in Form von Briefkastenanlagen eingesetzt.

Standbriefkasten

Standbriefkasten

Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich die Standbriefkästen. Das liegt zum einen daran, dass es sie in den unterschiedlichsten Designs und Materialien gibt. Außerdem haben sind sie oft größer als einfache Briefkästen und können darüber hinaus aufgrund ihres flexiblen Aufstellungsortes gut vor Diebstahl geschützt werden.

Bei Standbriefkästen handelt es sich meistens um einfache Postkästen, die an Briefkastenständern montiert werden. Sie können daher auf Wunsch auch ohne Ständer per Wandmontage an der Hauswand angebracht werden.

 

Hinweis: Zusätzlich zum Postfach/ Briefablage sind viele der Postkästen mit einer separaten Zeitungsrolle oder einem Zeitungsfach ausgestattet, die unterhalb des Kastens angebracht sind.

3. Kaufberatung für Briefkästen: Worauf ist zu achten?

Angenehme Extras

Neben einem Schloss kann ein Briefkasten außerdem mit nützlichen Extras ausgestattet sein. Abhängig vom Modell werden Sie Briefkästen mit Namenschild, Hausnummer, Sichtfenster, Beleuchtung oder Öffnungsstopp finden. Besonders originell sind Modelle, die nach dem Einwerfen der Post ein Lichtsignal von sich geben und den Empfänger somit über den Posteingang informieren.

3.1. Die Größe entscheidet

Die richtige Größe Ihres Postkastens gehört sicherlich zu den wichtigsten Kaufkriterien. Immerhin hat sich das Postvolumen in den vergangen Jahren durch Werbesendungen und Zeitungsbeilagen deutlich erhöht.

Grundsätzlich sollten Sie die Wahl Ihres Postkastens von der Größe Ihres Haushaltes abhängig machen. Für 1-2 Personen reicht ein Briefkasten mit einem Volumen von 14-21 Litern vollkommen aus. Haushalte, die hingegen regelmäßig Zeitschriften und große Zeitungen bekommen, sollten sich für einen Postkasten mit 35-70 Litern entscheiden.

Haben Sie stattdessen ein Gewerbe, eignen sich Briefkästen mit einer Größe von 70 bis 110 Litern.

3.2. Safety First!

Damit die eingegangene Post möglichst sicher vor Diebstahl ist, sollte der beste Briefkasten über ein Schloss verfügen. Besonders Zaun- und Standbriefkästen sollten für Außenstehende schwer erreichbar sein, damit die Post nicht einfach entwendet werden kann.

Wie wichtig ein Schloss für Ihren Briefkasten ist, zeigt Ihnen folgendes Video:

3.3. Gutes Material gegen schlechtes Wetter

Da die meisten Briefkästen im Freien stehen oder hängen, sollten sie gegen Wind und Wetter geschützt sein. Je nachdem, wo Sie Ihren Briefkasten an- oder aufbauen möchten, sollten Sie ein bestimmtes Material bevorzugen.

Ein Design-Briefkasten aus Gusseisen sorgt für optische Highlights in Ihrem Garten.

Ein Design-Briefkasten aus Gusseisen sorgt für optische Highlights in Ihrem Garten.

3.3.1. Edelstahl und Stahl

Gängige Briefkasten-Tests zeigen: Edelstahl zählt zu den beliebtesten Briefkastenmaterialien. Das liegt daran, dass das Material besonders widerstandsfähig, kratzfest und korrosionsbeständig ist.

Vor Rost schützt oft ein zusätzlicher Schutzlack. Darüber hinaus sind Briefkästen aus Edelstahl gut mit anderen Eingangsdekorationen wie der Klingel oder dem Namensschild kombinierbar.

Briefkästen aus Stahl sind hingegen günstig in der Anschaffung, haben aber den Nachteil, dass sie schnell anfangen zu rosten, wenn sie an einer Stelle beschädigt sind. Achten Sie beim Kauf eines Stahlbriefkastens darauf, das er (feuer-) verzinkt ist.

3.3.2. Kunststoff

Ein weiteres häufig verwendetes Material für die Herstellung von Briefkästen ist Kunststoff. Das Material ist nicht nur leicht, sondern aufgrund des Spritzgussverfahrens auch sehr witterungsbeständig. Der besondere Oberflächenlack sorgt für eine einfache Reinigung.

Da es Kunststoffbriefkästen in verschiedenen Varianten und Farben gibt, können sie ebenso gut mit der Außenfassade und Dekorationen im Eingangsbereich kombiniert werden.

3.3.3. Guss

Gusseiserne Briefkästen sind aufgrund ihres Materials im Grunde genommen unverwüstbar, dafür aber auch vergleichsweise schwer. Es gibt sie sowohl als Wandpostkasten als auch als Briefkasten freistehend. Nichtsdestotrotz kommen auch diese Briefkasten-Typen lackiert und in bestimmten Designs daher, sodass auch sie als besonderes Dekorationselement vor dem Haus fungieren.

Für die Materialien ergeben sich folgende Vor- und Nachteile:

  • extrem witterungsbeständig
  • langlebig
  • pflegeleicht
  • dekorativ
  • im Fall der Gussbriefkästen hohes Gewicht

4. Was sind die besten Pflegehinweise für den Briefkasten?

Edelstahl Standbriefkasten

Macht ebenfalls eine gute Figur: ein freistehender Briefkasten aus Edelstahl.

Damit Sie möglichst lange Freude an Ihrem persönlichen Briefkasten-Testsieger haben, sollten Sie ihn angemessen pflegen. Grundsätzlich sollte ein Postkasten zweimal im Jahr gründlich gereinigt werden. Je nach Material, sollten Sie jedoch unterschiedlich vorgehen.

Ein Briefkasten aus Kunststoff oder Gusseisen kann ganz einfach mit Wasser und etwas Haushaltsreiniger gesäubert werden. Die Edelstahl Briefkästen sollten hingegen mit einem speziellen Reinigungsmittel für Edelstahl gereinigt werden.

5. Fragen und Antworten rund um das Thema Briefkasten

5.1. Die richtige Platzierung – wo sollte der Postkasten stehen?

Beim Aufstellen Ihres Briefkastens müssen Sie einige wichtige Punkte beachten. Überlegen Sie sich, wo der Briefkasten sicher und gut geschützt vor Wind und Wetter aufgestellt werden kann. Darüber hinaus muss der Postkasten für den Briefträger und auch für Sie gut zu erreichen sein. Um Ihren Briefkasten bestmöglich vor Diebstahl und Vandalismus zu schützen, sollten Sie den Postkasten aber so platzieren, dass sich Unbefugte nicht unbemerkt an ihm zu schaffen machen können.

Hinweis: Besonders lackierte Briefkästen sollten bevorzugt geschützt aufgestellt oder angebracht werden. Durch andauernde Sonneneinstrahlung kann die Farbe schnell ausbleichen.

5.2. Was sagt die Stiftung Warentest?

Einen Briefkasten-Test hat die Stiftung Warentest bisher nicht durchgeführt. Trotzdem sind Themen wie Postkästen und Postsendung nicht spurlos an dem Prüfungsinstitut vorbeigegangen. In der Ausgabe 08/2014 veröffentlichte die Stiftung eine Meldung, in der sie das neue Angebot der Post anpries, dass zukünftig auch Geld und Wertsachen auf dem Postweg versichert seien. Möglich wird dies durch den Service „Wert National“, mit dem Bargeld und Wertsachen als versicherter Brief versendet werden können. Einziger Haken – ein solcher Brief landet nicht einfach im Briefkasten des Empfängers, sondern wird nur gegen Unterschrift des Empfängers oder eines Empfangsberechtigten ausgeliefert.

Ein Design Briefkasten aus Holz mit individueller Note.

Ein Design-Briefkasten aus Holz setzt individuelle Akzente.

5.3. Keine Post ohne Burg-Wächter – welche Marken und Hersteller gibt es?

Beim Briefkasten Kaufen werden Sie einer Reihe von Marken und Herstellern begegnen. Ein Hersteller, an dem kein Weg vorbei führt, ist neben Letterman die Firma Burg-Wächter. Das Unternehmen gehört zu den international führenden Herstellern, unter anderem von elektronischen und mechanischen Schlössern, Zutrittskontrollen und Briefkästen. Entsprechend zeichnen sich die Burg-Wächter Briefkästen durch eine besonders hohe Qualität aus, weshalb sich die Briefkästen im höheren Preis-Segment ansiedeln. Etwas günstigere Briefkästen bieten hingegen Hersteller wie Täga, TecTake oder MS-Point an.

Folgende Übersicht zeigt Ihnen die wichtigsten Hersteller und Marken:

  • Albert
  • Burg-Wächter
  • Max Knobloch
  • Maxstore
  • Heibi
  • Karibu
  • Serafini
  • Rottner
  • Dema
  • Keilbach
  • Siedle
  • Radius
  • Täga
  • TecTake
  • MS-Point

5.4. Gibt es Postkästen aus Holz?

Ja, es gibt Briefkästen aus Holz. Sie gelten als Ausdruck für Individualität und Kreativität, da sie in Ihrer Gestaltung besonders variantenreich sein können. Damit ein Briefkasten aus Holz so langlebig wie seine Kollegen aus Edelstahl oder Kunststoff ist, muss er aus hochwertigem Holz gefertigt worden sein und besonders gut gepflegt werden. Einen besonderen Twist erhalten Holzbriefkästen, wenn sie mit Edelstahl gemischt werden. Sie sind ein dekoratives Element, ähnlich wie moderne Pflanzenkübel, Lichterketten und stylische Solarleuchten.