Backofen reinigen

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Jeder, der in den eigenen vier Wänden kocht und backt, kennt das leidige Thema: Werden Herd und Ofen regelmäßig verwendet, ist eine Reinigung unabdingbar und speziell im Fall des Backofens schieben wir diese Reinigung gern möglichst lang auf. Das Endergebnis ist dann manchmal ein Backofen mit eingebrannten Flecken, die nur schwer oder mit viel Kraftaufwand zu entfernen sind.

Damit Sie in dieser Situation nicht vollkommen ratlos dastehen, hat die Redaktion von Vergleich.org beliebte Methoden zu Backofenreinigung getestet. Gern möchten wir Ihnen nun unsere favorisierten Vorgehensweisen vorstellen.

1. Der Name sagt alles: Das Backofenreinigerspray

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Das saubere Innenleben eines Backofens ist ein Vergnügen für die Augen.

Ein Backofenreinigerspray können Sie in allen gängigen Drogerien erwerben. Den Sprays verschiedener Hersteller ist zumeist gemein, dass sie aus einer Kombination von anionischen Tensiden sowie nichtionischen Tensiden bestehen. Diese kommen auch in handelsüblichen Waschmittel vor.

Da den meisten Backofenreinigern noch weitere Bestandteile (bspw. aliphatischer Kohlenwasserstoff) hinzugefügt werden, gelten die Reiniger als Chemiekeulen. Fakt ist, dass der Reiniger nicht auf die Haut gelangen und die Ausdünstungen nicht direkt eingeatmet werden sollten, da dies für die Atemwege nicht förderlich ist. Bei richtiger Handhabung sind die Sprays allerdings für die Gesundheit unbedenklich.

Den Backofen mit einem Backofenspray reinigen: so geht's

Haben Sie sich für eines der gängigen Sprays entschieden, stehen Ihnen mit diesem Spray zwei Vorgehensweisen zur Auswahl:

 Die Kalt-Reinigung  Die Warm-Reinigung
kaltreinigung warmreinigung
  1. Die Spraydose vor der Nutzung zunächst kräftig schütteln.
  2. Die Flächen des Ofens aus einer Entfernung von mindestens 15 cm ansprühen; nicht in Öffnungen und Schlitze sprühen.
  3. Eine Stunde einwirken lassen; bei starken Verschmutzungen ist auch eine Einwirkungszeit von zwei Stunden möglich.
  4. Den Schmutz und Schaumreste mit einem feuchten Tuch aufnehmen und mit viel Wasser nachwischen.
  5. Den Backofen einmal leer auf voller Hitze für ca. 20 Minuten laufenlassen.
  1. Den Backofen auf 40 bis 50 °C erhitzen und abschalten.
  2. Die Dose vor dem Einsprühen kräftig schütteln.
  3. Die Flächen des Ofens aus einer Entfernung von mindestens 15 cm ansprühen und dabei Öffnungen und Lüftungsschlitze aussparen.
  4. Den Schaum eine halbe Stunde einwirken lassen.
  5. Die Verschmutzungen mit einem feuchten Tuch aufnehmen und mit viel Wasser nachwischen.
  6. Den Backofen einmal leer auf voller Hitze für ca. 20 Minuten laufenlassen.
sehr gründliche Reinigung
lange Einwirkzeit
gründliche Reinigung
kurze Einwirkzeit

Möchten Sie kein Backofenreinigerspray kaufen, können Sie übrigens auch Rasierschaum verwenden. Diverse Erfahrungsberichte belegen, dass das Backofen reinigen mit Rasierschaum sehr gut gelingt und der Backofen im Anschluss ebenso sauber ist, wie mit dem Spray.

Achtung: Stellen Sie insbesondere bei der Warm-Reinigung sicher, dass Sie aufsteigende Ausdünstungen des Sprays, die bei Kontakt zur warmen Oberfläche des Ofens entstehen, nicht einatmen. Öffnen Sie während der Reinigung im Idealfall ein Fenster in der Küche, damit Ausdünstungen sofort abziehen können. Außerdem sollte das Spray nicht auf die Haut gelangen, da diese mit Reizungen reagieren könnte.

2. Backofen reinigen: Hausmittel sind auch eine sehr gute Wahl

wasser und spuelmittel

Trotz aller Hilfsmittels können Sie bei der Backofenreinigung nicht auf Wasser und Spülmittel verzichten.

Möchten Sie Ihren Backofen lieber mithilfe eines Hausmittels reinigen, stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl: Vergleich.org hat diese für Sie getestet und präsentiert Ihnen nun die effektivsten Hausmittel zur Backofenreinigung.

Backpulver

Eine sehr beliebte und effektive Methode ist die Backofenreinigung mit Backpulver. Backpulver und Wasser werden hierfür ganz simpel zu einer dickflüssigen Paste verarbeitet, die sich besonders gut punktuell auf hartnäckige Flecken auftragen lässt. Nach einer Einwirkungszeit von bis zu 24 Stunden können Sie die meisten Flecken dann gemeinsam mit der Paste von der Oberfläche des Ofens lösen. Ein feuchtes Tuch reicht dafür aus.

Backpulver-Paste

Benötigte Zutaten

  • 3 bis 4 Päckchen Backpulver
  • 100 Milliliter Wasser

So geht's:
Geben Sie den Inhalt der Backpulver Päckchen portionsweise in das Wasser. Die Paste sollte dickflüssig bis zäh werden. Entstehen Klumpen, können Sie ein wenig Wasser hinzugeben.

Soda

soda-reinigung

Wenn vor allem die Decke Ihres Backofens Verschmutzungen aufweist, sollten Sie versuchen, Ihren Backofen mit Soda oder Waschsoda zu reinigen. Dieses können Sie in Wasser lösen und die Lösung dann mit einer Sprühflasche auf alle Oberflächen des Ofens aufsprühen. Es ist aber auch möglich, eine feuerfeste Schüssel mit einer hochdosierten Lösung auf ein Backblech oder Gitter direkt unter die Decke des Ofens zu stellen. Die Verschmutzungen werden so quasi verflüssigt und tropfen nach unten.

Soda-Lösung

Benötigte Zutaten

  • 1 Esslöffel Waschsoda
  • 1 Liter Wasser

So geht's:
Rühren Sie das Waschsoda in das Wasser ein, bis es sich vollständig aufgelöst hat. Füllen Sie die Lösung dann in eine Sprühflasche um. Für eine hochdosierte Lösung sollten Sie 3 bis 4 Esslöffel Waschsoda auf einen Liter Wasser geben.

3. Eine ganz andere Alternative: ein selbstreinigender Backofen

Sie haben keine Lust Ihren Ofen selbst zu reinigen? Dann hilft nur ein Putzservice oder ein selbstreinigender Backofen. Diese Geräte sind auch unter der Bezeichnung Pyrolyse-Backofen bekannt. Wählt man bei diesen Geräten das Reinigungsprogramm, erhitzen sich der Ofen auf bis zu 500 °C und verbrennt auf diesem Weg – in Kombination mit einer spezifischen Beschichtung – alle Verschmutzungen im Inneren des Backofens.

Nichts für Stromsparer: Wird die Pyrolyse-Funktion eines solchen Backofens verwendet, kostet Sie dies im Durchschnitt Strom im Wert von ein bis zwei Euro.

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