Pools sind private Sommeroasen, vor allem bei solch einer ausgeprägten Hitzewelle, wie sie gerade hinter uns liegt. Die Abkühlung ist wohltuend, doch angenehm ist sie nur bei klarem Wasser. Vergleich.org hat deshalb gefragt, wie die Menschen ihren Badespaß im Garten sauber halten. Angesichts wachsender Smarthome-Entwicklung eigentlich eine klare Sache für Poolroboter? Tatsächlich legen die meisten bei der Reinigung selbst Hand an.

Die jüngste Hitzewelle mit Rekordtemperaturen, die sich jeden Tag überboten, hat vielen Menschen zugesetzt. Wer einen Pool oder zumindest ein Planschbecken im eigenen Garten hatte, konnte sich glücklich schätzen und war für eine kleine Auszeit von der Hitze nicht von überfüllten Bädern und Stränden abhängig.
Vergleich.org wollte wissen, wie viele Pools und Planschbecken es denn in Deutschlands Gärten so gibt. Tatsächlich besitzen 69 Prozent der Grundstücks- oder Gartenbesitzer eine Möglichkeit zur Abkühlung. Besonders verbreitet sind Aufstellpools in allen möglichen Formen (23 Prozent) und Planschbecken (23 Prozent). Einen fest eingebauten Pool haben 12 Prozent in ihren Grund und Boden eingelassen. Kaum verbreitet sind Naturschwimmteiche (5 Prozent) und Whirlpools (6 Prozent).
Verschmutzung ist das größte Ärgernis
Die Sonne scheint und es ist warm? Da ist der spontane Sprung ins kühle Nass sofort verlockend. Die Pflege, die ein schöner Pool braucht, ist dagegen deutlich umfangreicher. Gefragt nach der größten Herausforderung rund um Pool oder Planschbecken nennen 25 Prozent das Entfernen von Blättern, Insekten, Sand und anderem Schmutz. Gerade nach windigen Tagen oder Gewittern sammeln sich Verunreinigungen oft innerhalb weniger Stunden auf der Wasseroberfläche oder sinken auf den Beckenboden. Bleiben sie zu lange im Wasser, können sie die Wasserqualität beeinträchtigen und Algenbildung begünstigen.
Fast ebenso viele (23 Prozent) kämpfen vor allem mit der Wasserqualität und dem richtigen Einsatz von Pflegemitteln. Damit das Wasser hygienisch bleibt, muss unter anderem der pH-Wert regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf angepasst werden. Sich für Chlortabletten, Poolsalze mit Chlorgenerator oder alternative Reinigungsmittel zu entscheiden, bedarf einiges an Recherche. Nicht jedem ist der Sinn für Wasserchemie in die Wiege gelegt.
Für 21 Prozent ist vor allem der Zeitaufwand, der mit der Reinigung und Poolpflege einhergeht, am belastendsten. Die laufenden Kosten spielen erstaunlicherweise mit 15 Prozent eine vergleichsweise untergeordnete Rolle. Immerhin 16 Prozent geben an, dass ihnen die Pflege keine größeren Schwierigkeiten bereitet und sie diese als selbstverständlichen Teil des Poolbesitzes ansehen.
Kescher statt Roboter
Vergleich.org wollte ebenfalls wissen, wie die Poolbesitzer:innen die notwendige Reinigung angehen. Etwas überraschend: Trotz der vielen technischen Möglichkeiten greifen die meisten Poolbesitzer nach wie vor zu klassischen Hilfsmitteln. 44 Prozent reinigen ihr Becken regelmäßig mit einem Kescher, um alles, was auf der Wasseroberfläche schwimmt oder im Pool umhertreibt, einzusammeln. Praktisch, weil man damit auch an kalten Tagen nicht selbst ins Wasser greifen muss.
28 Prozent setzen auf eine Poolpumpe oder Filteranlage, die feine Schmutzpartikel aus dem Wasser filtert und so besser die Wasserqualität erhalten kann. 26 Prozent reinigen zusätzlich per Hand mit Bürste oder Reinigungsset, um Ablagerungen an Boden und Wänden zu entfernen. Einen Poolsauger verwenden 21 Prozent, um Schmutz, der zum Boden gesunken ist, aufzusaugen.
Automatische Poolroboter sind dagegen bislang eher die Ausnahme: Nur 9 Prozent nutzen die selbstständig arbeitenden Geräte. Poolroboter übernehmen das Reinigen von Boden, Wänden und teilweise sogar der Wasserlinie und können den manuellen Aufwand deutlich reduzieren. Dennoch haben sich diese Geräte bei Poolbesitzer:innen noch nicht so durchgesetzt, wie es zum Beispiel Saug- oder Rasenmähroboter konnten.
Fazit
Klares Wasser gibt es nicht ohne Einsatz. Doch nach den Erfahrungen der vergangenen Hitzewelle dürfte für Poolbesitzer:innen und jene, die über eine Anschaffung nachdenken, gelten: Ein paar Minuten mit Kescher oder Wasserchemie-Recherche sind ein akzeptabler Preis für die Erfrischung direkt vor der eigenen Terrassentür.
Quellenangabe:
Vergleich.org, eigene Umfrage vom 01.07.2026 mit MakeOpinion, 501 Teilnehmende. Bei der Frage nach der Poolreinigungsart waren Mehrfachantworten möglich.
Bildnachweise: VGL/KI-generiert (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)
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