Das Wichtigste in Kürze
  • Die leichten Vertikalruten besitzen eine schnelle Spitzenaktion und eignen sich von einem Boot aus hervorragend zum Fischen auf Zander, Hechte und Barsche. Dabei müssen Vertikalruten teils widersprüchlichen Ansprüchen gerecht werden: Vertikalruten sollen sehr leicht, aber auch ausgesprochen robust sein und bestehen daher aus widerstandsfähigem Carbon. Hier verstecken sich hinter wohlklingenden Hersteller-Bezeichnungen allerdings oft nur wenige Unterschiede, sodass andere Eigenschaften in ihrer Bedeutung wachsen. So sollte stattdessen auf einen ungeteilten Blank geachtet werden, der die Spitzenaktion und damit den Kontakt zum Köder verbessert. Da direkt vom Boot aus geangelt wird, ist eine Rutenlänge von ca. 185 cm zu empfehlen.

1. Welche Rolle sollte ich nutzen: Stationär- oder Baitcastrolle?

Bei der Rollenwahl scheiden sich die Geister. Während sich beim Uferangeln die Stationärrollen großer Beliebtheit erfreuen, zeigen sich beim Vertikalen die Vorzüge einer Vertikalrute mit Baitcaster. Zwar erweist sich bei diesen das Auswerfen der Schnur als etwas schwieriger, allerdings wird beim Vertikalangeln der Köder senkrecht herabgelassen. Mittels eines Einholsystems, dem sogenannten Twitchin‘ Bar kann der Köder per Knopfdruck angehoben und wieder abgesenkt werden. Beim Angeln mit der Baitcastrolle lohnt es sich im Übrigen auch für Rechtshänder, eine Linkshänderrolle zu nutzen. So bleibt eine Hand frei, um das Boot zu steuern. So gelingt das senkrechte Fischen beispielsweise mit einer Vertikalrute mit Baitcaster von Daiwa auf Barsch, Hecht und Zander fast wie von selbst. Das Vertikalangeln ist aber auch mit Stationärrollen möglich. Schließlich werden in Vertikalruten-Tests sowohl Spin- (für Stationärrollen) als auch Cast-Modelle (für Baitcastrollen) berücksichtigt.

2. Worauf kommt es bei der Beringung einer Vertikal-Rute an?

Wenn Sie eine Vertikalrute kaufen möchten, empfiehlt sich die Nutzung von SiC-Ringeinlagen namhafter Hersteller wie beispielsweise FUJI. Sie bestehen aus Silicium-Carbid und sind besonders hart und robust, aber auch sehr leicht was gerade bei Vertikalruten von Vorteil ist. Andere Materialien wie Titanium-Dioxid und Zirkonium sind etwas weicher und schwerer als SiC-Ringeinlagen, dafür aber auch glatter geschliffen und weniger brüchig. Der Hersteller Westin bietet bei seiner Vielzahl an Modellen ganz unterschiedliche Beringungen für jedwede Ansprüche an. Da bei Vertikalruten für Zander und Co geflochtene Schnüre zum Einsatz kommen, entsteht durch die Reibung eine große Hitze, der die Ringeinlagen ebenfalls standhalten müssen. Außerdem gilt: Je mehr Ringe die Rute besitzt, desto weicher wird die Aktion, deshalb sind Vertikalruten von vornherein steifer als andere Ruten.

3. Wie viel sollte eine Vertikal-Rute wiegen?

Damit auch die besten Vertikalruten Hecht und andere Raubfische nicht verscheuchen, ist eine präzise Köderführung essentiell. Die Rute führt über Dauer die gleichen Bewegungen aus und das strengt wiederum immer die selben Muskeln an. Hier sind die besonders leichten Ruten von zum Beispiel Balzer oder Rooster klar im Vorteil. In unserem Vertikalruten-Vergleich liegen die meisten Modelle zwischen 100 und 120 g.

Vertikalrute-Test