Vermieterrechtsschutz Vergleich 2016

Immobilienrechtsschutzversicherungen im Test.

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Mieter – Vermieter – Eigentümer – die Immobilien-Rechtschutz

Das Wichtigste in Kürze
  • Mieter haben über 250.000 Prozesse im letzten Jahr gegen Vermieter geführt!
  • Über 1,1 Millionen mal suchten Mieter Rechtsrat gegen ihre Vermieter laut Mieterbund.
  • Experten raten Mietern, Vermietern und Immobilien-Eigentümern zu einer Rechtsschutzversicherung.

Vermieterrechtsschutzversicherung Test

Die Immobilienrechtsschutzversicherung erlöst von den Problemen, die die meisten Menschen auf einer Ebene haben, die schnell zum Rechtsstreit führt: Vermieter sein und sich mit Mietern rumschlagen, Mieter sein und den Vermieter ruhig stellen oder den Nachbarn. Erstaunen wird Sie unsere Schlussfolgerung, wer einen Immobilien-Rechtsschutz haben sollte.

1. Mieter – Vermieter – Eigentümer

Tatsächlich gilt dieser Versicherungsschutz für alle drei: Mieter, Vermieter und Eigentümer, wenige Versicherungen bieten getrennte Versicherungen an z.B. die ARAG.

Das Trennen macht Sinn, denn Vermieter haben ein größeres Risiko als Mieter. Bei vielen ist auch der Rechtsschutz als Mieter in die private Rechtsschutzversicherung inkludiert. Wenn eine Rechtsschutzversicherung besteht, dies zuerst prüfen und erfragen.

Als Vermieter ist der Mensch ja auch Eigentümer und dann gibt es natürlich einen Hagel von Ärger, den man sich einhandeln kann: Der Eigentümer muss auch mit Baufirmen und Miteigentümern klar kommen und den staatlichen Behörden.

Es wird allerdings viel geraunt, dass in den letzten Jahren die Versicherungen sehr hohe Hürden aufstellen, bis sie einen Fall übernehmen, in der Fachsprache nennt man das, „die Deckung zusagen“.

1.1. Vermieter

Die Rechtsschutz speziell für Vermieter diese Versicherung hilft Ihnen, Konflikte mit Mietern zu vermeiden oder beizulegen. Und wird es doch einmal kritisch, wahren Sie dank der Vermieterrechtsschutz Ihre Interessen. Am meisten gefürchtet ist natürlich der Mietnomade. Menschen, die irgendwo einziehen, mit der klaren Absicht nicht zu zahlen.

Als Zusatzleistung wird oft der Bonitäts-Check für potenzielle Mieter angeboten. Das unterstützt Sie bei der Auswahl Ihrer Mieter, damit Sie Mietausfällen aus dem Weg gehen.

Einen ziemlich absurden aber möglichen Fall lasen wir in der Beschreibung einer Versicherung, die meinte, ein Mensch aus einem anderen Land, den Sie als Mieter ablehnen, könnte Sie wegen des Gleichstellungsgrundsatzes verklagen.

Das ginge theoretisch und auch dann würde diese Versicherung eintreten. An dem Beispiel sieht man wie vielfältig der Ärger sein kann, den man sich als Vermieter einhandeln kann.

1.2. Mieter

Hauptsächlich geht es um Streit mit dem Vermieter, etwa um folgende drei Probleme:

  • nicht nachvollziehbare Nebenkostenabrechnungen,
  • Schäden an der Wohnung, die der Vermieter nicht übernehmen will,
  • ungerechtfertigte Mietanhebungen.

Denkbar ist auch der Streit mit einem Nachbarn wegen Ruhestörung, Emissionen etc. Der Deutsche Mieterbund hat gemeldet, dass es im Jahr 2014 rund 1,1 Millionen Rechtsberatungen und 250.000 Prozesse zum Thema Mietrecht gegeben hat. In den Prozessen ging es hauptsächlich um die Frage, ob eine Mieterhöhung rechtmäßig war. Die zehn häufigsten Streitigkeiten zwischen Mieter und Vermieter betrafen 2014:

Verfahrensgegenstand in Prozent
Zu hohe Betriebskosten  34 Prozent
Mängel der Mietwohnung 19 Prozent
Allgemeine Vertragsangelegenheiten  34 Prozent
Anhebung der Miete  10 Prozent
Kosten für Schönheitsreparaturen werden nicht übernommen  6 Prozent
Mietkaution  5 Prozent
Mieterkündigung  4 Prozent
Modernisierung/Vermieterkündigung  3 Prozent
Vermieterkündigung  3 Prozent
Umwandlung/Eigentümerwechsel  2 Prozent

 

(Quelle: Deutscher Mieterbund und rechtsschutzversicherungen-testsieger.de/mietrechtsschutz)

2014 gab es 271.780 gerichtliche Entscheidungen, die das Wohnraummietrecht betrafen. Das heißt, im Schnitt wurde jede vierte Streitigkeit vor Gericht ausgetragen. Die vier häufigsten Gründe für Mietrechtsprozesse waren dabei:

  • Vertragsverletzungen: 26 Prozent
  • Betriebskosten: 20,4 Prozent
  • Mietkaution: 16,2 Prozent
  • Mieterhöhung: 15,6 Prozent

Im Test der Stiftung Warentest aus 2012 stehen die Angebote im Bereich der Mietrechtsschutzversicherung als Ergänzung zur regulären privaten Rechtsschutzversicherung, Testsieger wurden zwei Versicherungen: Die DMB Rechtsschutz Expert und ARAG Aktiv-Komfort. Das ist lange her, deshalb sei nur empfohlen die beiden Versicherungen bei der Wahl zu beachten. Zu unserem Testsieger am Ende des Textes.

1.3. Eigentümer

Eine Rechtsschutzversicherung zählt zu den wichtigsten und sinnvollsten Versicherungen, insbesondere für die Eigentümer von Eigentumswohnungen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie die Wohnung selbst bewohnen oder sie vermieten. Rechtsstreitigkeiten können bei jeder Variante vorkommen. Wohnungseigentümer sollten sich und ihr Kapital gegen dieses Risiko absichern.

Eine Eigentumswohnung ist keine frei stehende Immobilie. Das bedeutet, Sie als Besitzer leben in einem Mehrfamilienhaus, auch wenn die Wohnung Ihnen gehört und Sie keine Miete zahlen. Typisch für Eigentumswohnungen ist eine Hausverwaltung: Diese kümmert sich um technische Belange, eventuell um eine Reinigungskraft, einen Hausmeister und um die Umlagen, die sich aus der Verwaltung ergeben. Kellerräume, Aufzüge und Treppenhäuser werden von der Hausgemeinschaft gemeinsam genutzt. Eventuell werden auch Gartenanlagen über die Hausverwaltung in Ordnung gehalten.

Braucht die Fassade einen neuen Anstrich, ist das eine Angelegenheit der Eigentümergemeinschaft. Aus solchen Fakten heraus können sich Rechtsstreitigkeiten ergeben. Hinzu kommen die Schwierigkeiten, die aus dem Zusammenleben mit anderen Menschen in einer Hausgemeinschaft resultieren.

Spielende Kinder sind manchen Nachbarn ein Dorn im Auge, nicht jeder Mensch ist Tierhaltung gegenüber aufgeschlossen und manche Menschen verhalten sich grundsätzlich rücksichtslos.

Bauherren

Nur die ARAG übrigens bietet zur Zeit des Schreibens dieses Artikels (2016) Rechtsschutz für Bauherren an – diese sei dringend empfohlen für jeden der baut. Der Bau ist immer noch Grund für die meisten Prozesse an Landgerichten (erst zuständig ab 5.000 Euro) in Deutschland überhaupt.

1.4. Telefonhotline

Was bekommen Sie für ihr Geld? Es gibt jede Menge Zusatzleistungen zur eigentlichen Versicherung, die durchaus brauchbar sein können. Eine, die definitiv nicht dazu gehört, ist die Telefon Hotline mit Rechtsberatung. Was soll der Mensch Ihnen dort sagen? Jedes Mal wenn er zum Anwalt rät, verliert die Versicherung, die ihn bezahlt Geld. Würden Sie unter diesen Umständen jemand zur Klage raten, auch wenn er Recht hätte? Auch kann kein Anwalt – der dort sitzt – alles wissen. Anwälte sind heute Spezialisten.

1.5. Zusatzleistungen

Nun gibt es so tolle andere Sachen wie kostenfreie Bonitäts-Checks von Handwerkerfirmen, Vorsorge-Rechtschutz, außergerichtliche Beratung oder sogar Sachverständigenkosten in einem Rahmen, manche haben ein Bauherrentelefon oder gar ein Steuertelefon. Wirklich Sinn machen unbegrenzte Deckungssummen und die Mediation.

2. Objektbezogene Versicherung

Vermieterrechtsschutzversicherung Test

Die Rechtsschutz ist in dieser Form ausnahmsweise nicht für Sie und auf Sie bezogen, sondern auf die Immobilie. Wer mehr als eine Immobilie besitzt, muss dann jedes Objekt einzeln versichern! Sie meinen diese Probleme möchten Sie gern haben? Schon mal gehört, dass Besitz belastet?

Ab etwa drei Immobilien lohnt es sich nicht mehr. Dann ist es billiger, statt die Raten zu stemmen, einen Anwalt einzuschalten, wenn es erforderlich wird. Sie merken schon, das ist eine teure Versicherung.

3. Wartefrist

Natürlich kommt der Menschen meistens dann darauf, dass das eine gute Anschaffung wäre, wenn es zu spät ist, nämlich wenn der Ärger da ist.

Das verhindern die Immobilien Rechtsschutzversicherungen, indem sie Wartefristen von drei respektive sechs Monaten einsetzt, bevor ein Fall übernommen wird und der Schutz natürlich nicht für die Vergangenheit gilt.

Der richtige Zeitpunkt, sich eine zuzulegen, ist also bei Erwerb der Immobilie. Wer baut kann diese auch gerne schon beim Bauen abschließen, wie oben zu lesen.

4. Was macht Sinn: Zusatz zur Rechtsschutz oder singulär?

Vermieterrechtsschutzversicherung TestDie Rechtsschutzversicherung wird oft nur als Zusatz zu einer bestehenden privaten Rechtsschutz verkauft. Braucht man die? Nein. Nicht jeder, wir verweisen auf unseren eigenen Test dazu.

Also sind singuläre Immobilien Rechtsschutz Versicherungen unbedingt zu empfehlen für Immobilienbesitzer, wie auch unser Interviewpartner Rechtsanwalt Stephan F. Meyer empfiehlt.

Nur ein Argument macht es doch sinnvoll, beides zusammen abzuschließen: Die Mehrkosten für eine private Rechtsschutz ZUSÄTZLICH sind meist fast zu vernachlässigen. Also wenn es Sie praktisch für umme dazu gibt, warum nicht?

5. Zu beachten – wer sollte eine haben?

Stephan F. Meyer ist fast zwanzig Jahre Anwalt in der Immobilienbranche und Anwalt in Berlin bei Reinberg, Meyer und Partner LLP in der Friedrichstraße. Er empfiehlt Eigentümern ausdrücklich eine Rechtsschutzversicherung: „Selbst ich als Anwalt hätte eine Rechtsschutzversicherung, wenn ich Immobilien besitze, die ich vermiete. Das Risiko eines Rechtsstreits ist so hoch und ab einer gewissen Anzahl von Immobilien potenziert es sich und die Streitwerte zu Immobilien sind so hoch, dass es sich für Immobilienbesitzer in jedem Fall lohnt. Sich mit den eigenen Mietern selbst zu streiten ist auch nicht schön, die Auseinandersetzungsmöglichkeiten sind zu vielfältig und die Streiterei mit Mietern selbst durchzuführen ist unangenehm.“

6. Punkte für den Test

Den Preis pro Jahr haben wir mit bis zu 20 Punkten bewertet. Ebenso gab es bis zu 20 Punkte für qualifizierte Kundenmeinungen.

In die Bewertung der gerichtlichen Leistungen flossen mit je bis zehn Punkten ein:

  • Kündigungs- und Abmahnung
  • Rechtsschutz im Vertragsrecht
  • Schadenersatzrechtsschutz
  • Deckungssumme unbegrenzt

mit je bis zu fünf Punkten:

  • Steuer
  • Nachbarschaft
  • Handwerker
  • Eigentümergemeinschaft

In die Bewertung der außergerichtlichen Leistungen flossen mit je bis zu vier Punkten ein:

  • Mediation
  • Schadenersatz
  • Mieter

Rechtsschutz im Vertragsrecht mit je bis drei Punkten:

  • Steuer
  • Verwaltungsrecht,
  • Beratungsrechtsschutz im Erbrecht,

Sämtliche Daten wurden am Markt via Internet erhoben. Die Bewertung erfolgte durch Vergleich.org.

7. Testsieger

In diesem Test macht ganz klar die ARAG das Rennen. Der spezialisierte Versicherer ist für Rechtsschutz eine Empfehlung und die Vermieter Versicherung ist sauber getrennt von der Versicherung für Mieter und viele Zusatzleistungen runden ein gutes Bild ab. Als Preis-Leistungs-Sieger ist wieder mal die Auxilia dabei.

Wer einen kompletten Rechtsschutz will, sei auf unseren Test zur Rechtsschutz verwiesen. Der Rechner oben ist derselbe, das macht Sinn weil überwiegend wird hier das Produkt zur Rechtsschutzversicherung hinzu gebucht.

8. Fazit

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Die Rechtsschutzversicherung für Immobilien macht überwiegend für Vermieter Sinn und zwar nach unserer Meinung ab zwei Objekten, die vermietet werden und bis etwa vier Wohneinheiten, danach sind statt der Beiträge die Anwaltskosten zu tragen oft sinnvoller.

Eine Rechtsschutz braucht der Mensch nicht unbedingt, also kann auch der singuläre Schutz gebucht werden. Wer ängstlich ist, braucht auch als Mieter, Eigentümer oder Mensch einen rundum Rechtsschutz. Zu bedenken ist, dass Rechtsschutzversicherungen lauscht man den Anwälten, immer öfter tendenziell die Deckung verweigern und einen Fall nicht bezahlen wollen.

 

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