Verbraucherzentrale zeigt Hersteller-Tricks bei mariniertem Grillfleisch auf

Die Grillsaison ist endlich da und Grillfreunde stürmen die Supermärkte, um sich mit Fleisch für das Wochenende einzudecken. Neben Bratwurst und Burgerpattys immer oben mit dabei: Fertig mariniertes Grillfleisch. Das ist zwar praktisch, weil man es direkt auf den Grill werfen kann, doch die Verbraucherzentrale Brandenburg bemängelt viele der Zusatzstoffe.

Stabilisatoren, Antioxidationsmittel und Verdickungsmittel finden sich reihenweise in der Marinade, da sie sonst weniger lange haltbar wäre. Außerdem behält das Produkt so seine Konsistenz. Expertin Silke Vollbrecht weist darauf hin, dass so auch eine schlechte Qualität des Fleisches verschleiert werden kann. Außerdem erhöht sich beim Verzehr das Risiko, eine Allergie zu entwickeln.

Mariniertes Grillfleisch aus der Packung vom Supermarkt

Daneben gibt es auch noch zahlreiche Zuckerarten, die das Fleisch ungesünder machen als es sein müsste. Außerdem sind sie schwerer als Zucker-Variation identifizierbar. Bei den untersuchten Grillspießen, Steaks und Spareribs fand sich ein Produkt, das sieben verschiedene Zuckertypen aufwies. So viele kann kaum ein Verbraucher selbst nach längerem Nachdenken auflisten.

Zuletzt bleibt auch die Herkunft meist unklar. Ist das Fleisch nicht frisch, sondern „küchenfertig“ verarbeitet, kann der Hersteller sie einfach weglassen. Schon Salz oder ein paar Gewürze reichen aus, um den Anbieter vollkommen von dieser Kennzeichnungspflicht zu befreien.

Selbst mariniertes Grillfleisch auf einem Holzbrett mit Salz und Pfeffer

Dabei ist eine Marinade keine große Kunst, wenn Sie ein paar einfache Rezepte heraussuchen. Mit Salz, Pfeffer, Öl und einigen ausgewählten Kräutern kommen Sie schon sehr weit. Im Internet finden sich zahlreiche Rezepte, die sich in wenigen Minuten perfekt umsetzen lassen.

Autor: gb
Veröffentlicht: 28.05.2019, 17:06 Uhr

Zum Autor: Gregor Braun studierte Geschichtswissenschaften an der Universität Erfurt, bevor er eine Karriere als Redakteur bei Vergleich.org begann. Dort informiert er über verschiedenste Themen, welche die Lebenswelt deutscher Verbraucher berühren.

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