TK-Studie alarmiert: Zahl der Hautkrebsdiagnosen steigen stark an

Die Techniker Krankenkasse hat in Zusammenarbeit mit zwei deutschen Instituten ihre Hautkrebsstudie 2019 veröffentlicht. Darin wird deutlich, dass die Zahl der Hautkrebsdiagnosen in den letzten Jahren stark angestiegen ist. Aber es werden auch Tipps zur Früherkennung und zur Begrenzung des Hautkrebsrisikos gegeben.

Bei verdächtigen Flecken sollten Sie umgehend einen Hautarzt aufsuchen.

Die Studie sensibilisiert für ein vernachlässigtes Thema

Der TK Hautkrebsreport entstand in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) und der Universität Bremen. Darin wird deutlich, dass in Deutschland immer öfter Hautkrebs diagnostiziert wird. Bei manchen Formen der Hautkrankheit stieg die Zahl der Diagnosen in wenigen Jahren um bis zu 30%. Die Studie verdeutlicht auch, dass Verbraucher oft selbst eine Mitschuld tragen. Denn Schuld an Hautkrebs ist in der Regel zu starke Sonneneinstrahlung in der Vergangenheit.

Die Haut vergisst nicht: Oft schlägt der Krebs 30 Jahre später zu

Sexy aber sinnlos: Sonnencreme sollte vor dem Sonnenbaden aufgetragen werden.

Was viele nicht ahnen: Hautkrebs tritt nicht unmittelbar nach einem starken Sonnenbrand auf. Die Haut hat ein langes Gedächtnis und jeder einzelne Sonnenbrand erhöht dauerhaft Ihr Risiko, an Hautkrebs zu erkranken - bis zu 30 Jahre später! Die klare Empfehlung lautet deshalb, zu jeder Zeit achtsam mit der eigenen Haut umzugehen. Außerdem spielt Früherkennung, wie bei jeder Form von Krebs, eine bedeutende Rolle.

Mit der ABCDE-Regel Anzeichen früh erkennen

Gerade im Sommer sollten Sie Verfärbungen Ihrer Haut im Auge behalten. Mit der einfachen ABCDE-Regel fällt es leicht, verdächtige Flecken schnell zu erkennen. Sie sollten also unbedingt einen Hautarzt zu Rate ziehen, wenn einer dieser fünf Punkte bei Ihnen auftritt:

  • Asymmetrie: Hautflecken, die nicht rund oder oval sind, sondern eine ungleichmäßige Form haben.
  • Begrenzung: Wenn Hautflecken ausfransende, gezackte oder unebene Ränder haben.
  • Color (Farbe): Hautflecken mit ungleichmäßigem Farbverlauf.
  • Durchmesser: Hautflecken mit mehr als fünf Millimeter Durchmesser an der breitesten Stelle.
  • Entwicklung: Flecken, die ihre Form, Farbe oder Größe verändern.

Lassen Sie sich am besten in regelmäßigen Abständen von Freunden oder Familienmitgliedern untersuchen. Dann übersehen Sie auch nicht die Stellen am Rücken.

Was wirklich vor der Strahlung der Sonne schützt

So gerüstet können Sie die Sonne deutlich länger sorgenfrei genießen.

Sonnenstrahlen sind eine wunderbare Sache, verdanken wir ihnen doch das Leben auf unserem Planeten. Allerdings strahlt unsere Sonne unentwegt mit großer Intensität. Eine Weile lang kann unsere Haut dieser Strahlung widerstehen - doch auf Dauer hilft im Grunde nur, sich der direkten Strahlung zu entziehen. Wie in der Studie zu lesen ist, helfen Sonnencremes zwar, verlängern aber lediglich die Zeitspanne, die Sie gefahrlos in der Sonne verbringen können. Und etwa ab Lichtschutzfaktor 30 schwindet die zusätzliche Kraft stärkerer Cremes. LSF 50 ist demnach nur geringfügig stärker als 30, bietet aber nicht den nahezu doppelten Schutz. Am besten verbringen Sie immer wieder Ruhezeiten im Schatten und übertreiben es nicht mit dem Sonnenbaden - denn es kann sich rächen. Kaufberatung für Sonnencremes und andere Hilfsmittel finden Sie bei Vergleichsportalen im Internet.

Quelle: oekotest

Autor: jl
Veröffentlicht: 05.06.2019, 21:21 Uhr

Zum Autoren: Johannes Siegl hat Soziologie studiert und dann im Online Marketing Fuß gefasst. Aktuell ist er als Online Marketing Manager und freier Autor in Hamburg beschäftigt.

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