Das Wichtigste in Kürze
  • Teleshopping ist eine Verkaufsform, bei der dem Verbraucher verschiedene Anreize, in Form von Produkten, geliefert werden, die zum Verkauf stehen. Das Produkt ist über einen Anruf sofort zu erwerben.
  • Das Verkaufsmedium beim Teleshopping ist der Fernseher.
  • Teleshopping entsteht meist aus einem Impuls heraus.

Teleshopping Test
Teleshopping-Sender ermöglichen ihren Zuschauern bequem von zuhause aus einzukaufen. Im Unterschied zum gewöhnlichen Online-Shopping hat der Kunde dabei die Möglichkeit, sich die Produkte etwas genauer anzusehen. Diese werden von Moderatoren präsentiert und häufig auch direkt „in Aktion“ gezeigt – egal ob Reinigungsmittel oder Laubsäge.

Bestellt wird einfach und bequem per Telefon, online auf der Webseite oder mobil per App. Überhaupt gewinnt das Internet mit seinen vielfältigen Vertriebswegen auch für Teleshopping mehr und mehr an Bedeutung. Zwar ist das Fernsehen nach wie vor das wichtigste Verkaufs-Medium, doch ist abzusehen, dass Entwicklungen im Bereich sozialer Netzwerke, mobiler Apps, Smartphones, Tablets und Smart TVs dazu beitragen, dass es in Zukunft zu einer Verlagerung hin zum Online-Shopping kommen wird.

1. Wie funktionieren Teleshopping-Sender?

Formen des Teleshoppings:
  • DRTV: Darunter versteht man Sendungen, die den Zuschauer aktiv zu einer Handlung bewegen sollen. Verkaufssendungen erinnern mitunter an Werbespots, die sich durch eine eingeblendete Bestell-Hotline und ihre Länge von gewöhnlicher Werbung unterscheiden.
  • Infomercials: Stammen aus dem amerikanischen Fernsehen. Hier wird ein einzelnes Produkt in einer Dauerwerbesendung von 15 bis 30 Minuten Länge angepriesen.

Teleshopping ist eng verknüpft mit dem Begriff des Impulskaufs oder Spontankaufs. Das heißt: Wer hier kauft, sucht normalerweise nicht nach etwas ganz Bestimmten. Stattdessen folgt der Kunde aufgrund eines plötzlichen Anreizes dem Drang, ein bestimmtes Produkt zu kaufen.

Beim Teleshopping ist das Verkaufsmedium in erster Linie das Fernsehen. Es unterscheidet sich vom klassischen Fernsehwerbespot zum einen durch die Länge, zum anderen handelt es sich um eine Form des Direct Response Television, kurz DRTV. Der Zuschauer kauft das Produkt direkt – z.B. indem er bei einer Bestellhotline anruft.

Seit den 1990er Jahren gibt es auch in Deutschland TV-Sender, die sich ganz auf Teleshopping verlegt haben. In mehrstündigen TV-Sendungen präsentieren Moderatoren die unterschiedlichsten Produkte – von Bettwäsche, über Haushaltsgeräte, Werkzeug, Schmuck, Mode bis hin zu Kosmetik. Aber nicht alle Teleshopping-Sender bieten alles an.

Meist wird live gesendet, sodass der Kunde z.B. bei einem Ausverkauf direkt informiert werden kann. Durch eine Vorführung der Produkte wird der Eindruck erweckt, als hätte man selbiges bereits selbst in der Hand gehalten oder ausprobiert. Das macht es leichter, eine Kaufentscheidung zu treffen, als wenn man nur Bilder gesehen oder Rezensionen gelesen hat.

Teleshopping Vergleich

2. Teleshopping-Sender im Test: Warum begeistert Teleshopping nach wie vor Menschen?

Teleshopping-Sender leben von zufriedenen Kunden. Dementsprechend wichtig ist der Service-Aspekt beim Teleshopping. Eine kostenlose Bestellhotline, niedrige Versandkosten, verlängerte Rückgabefristen und einfache und kostenfreie Retouren sind die Mittel der Wahl.

Oft werden Stammkunden am Telefon auch direkt in die Sendung durchgestellt, um von ihren durchweg positiven Erfahrungen mit dem Sender zu berichten. Das Konzept funktioniert – auch wenn man keine Schnäppchen und auch keine Wunderprodukte erwarten darf. Was verkauft wird, ist eben letztlich oft Massenware.

Vor- und Nachteile von Teleshopping

    Vorteile
  • Kunde bekommt Ware vorgeführt
  • können über Kabel, Satellit oder Internet empfangen werden
  • sehr hohe Service-Qualität
    Nachteile
  • Produktqualität eher durchschnittlich
  • kein direkter Preisvergleich möglich

Bildnachweise: Adobe Stock/денис климов, Adobe Stock/PikePicture (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)