Das Wichtigste in Kürze
  • Nie wieder angebrannte Spiegeleier: In einer mit dem Kunststoff PTFE beschichteten Antihaftpfanne lassen sich Eierspeisen und Bratkartoffeln knusprig zubereiten, ohne dass das Bratgut mühsam vom Pfannenboden gekratzt werden muss.
  • Teflon ist der Markenname des von der Firma DuPont produzierten Kunststoffs für die Beschichtung von Antihaftpfannen. Nicht jede PTFE-beschichtete Pfanne ist also eine Teflonpfanne im engeren Sinne. Die Antihaftwirkung ist aber vergleichbar.
  • Wenn Sie Ihre Pfannengerichte zum Warmhalten oder Überbacken gern in den Ofen stellen, sollten Sie auf einen hitzebeständigen Griff achten. Alternativ erfüllt auch ein abnehmbarer Griff seinen Zweck.

Teflonpfanne Test

Der Kunststoff Polytetrafluorethylen (PTFE), besser bekannt als Teflon, ist aus der modernen Küche kaum mehr wegzudenken. Erfunden wurde er bereits in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts von einem französischen Ingenieur und Hobby-Angler in der Hoffnung, seine Angelschnur mit der Beschichtung leichter entwirrbar zu machen, so die WELT.

Dass das Polymer in der Küche einen noch größeren Nutzen entfaltet, indem es das Anbrennen von Speisen verhindert, das Reinigen des Kochgeschirrs erleichtert und darüber hinaus eine fettarme Zubereitung von Mahlzeiten erlaubt, war eine zufällige Entdeckung, die der Erfinder der Legende nach seiner Frau zu verdanken hat.

Für welche Gerichte Sie die Teflonpfanne verwenden können und welche Vorteile die Teflonbeschichtung gegenüber der in den letzten Jahren immer wichtiger gewordenen Keramik-Beschichtung hat, erfahren Sie in unserem PTFE-Pfannen-Vergleich 2020.

Einen reinen Teflonpfannen-Vergleich oder -Test werden Sie eher selten finden, da nur die Modelle, die mit dem PTFE des Unternehmens DuPont ausgestattet sind originale Teflonpfannen sind. In unserer Vergleichstabelle finden Sie also Pfannen mit PTFE von verschiedenen Herstellern. Doch egal ob PTFE- oder Teflon-Beschichtung, es gelten die gleichen Empfehlungen beim Pfannenkauf.

1. Ist Teflon eine Eigenmarke der Firma DuPont?

teflon-dupont

Nicht jede Antihaft-Pfanne ist mit PTFE der Marke Teflon beschichtet.

Zwar wird der Begriff Teflon oft umgangssprachlich für jede beliebige Bratpfanne mit Antihaftbeschichtung verwendet, jedoch handelt es sich dabei um eine Marke des Herstellers DuPont.

Echte Teflonpfannen im engeren Sinne sind nur solche Modelle, die mit Polytetrafluorethylen dieses Herstellers beschichtet sind. Dazu zählt z. B. das Modell Alfons der Marke Kopf. So gesehen kann also eine Teflonpfanne Testsieger eines PTFE-Pfannen-Tests werden, aber eine PTFE-Pfanne kein Testsieger eines reinen Teflonpfannen-Tests.

Doch die meisten Verkäufer wissen was Sie meinen, dass wenn Sie eine Teflonpfanne kaufen wollen, eventuell allgemein PTFE-Pfannen suchen. PTFE-Beschichtungen anderer Hersteller können in ihrer Zusammensetzung von Teflon abweichen, gemeinsam sind allen PTFE-Beschichtungen aber ihre Antihafteigenschaften.

2. Antihaft-Pfannen-Typen: Keramik- oder Teflon-Pfanne?

Pfanne mit PTFE-Beschichtung Pfanne mit Keramikbeschichtung
ptfe-pfanne test keramikpfanne
Antihaft-Pfannen mit klassischer Beschichtung aus Polytetrafluorethylen sind bei richtiger Handhabung über mehrere Jahre haltbar, jedoch sollte sie nicht zum scharfen Braten von Fleisch verwendet werden. Ab einer Gartemperatur von 230 °C kann die Beschichtung Schaden nehmen.

lange Haltbarkeit der Antihaftwirkung

x empfindlich gegenüber Kratzern und großer Hitze

Antihaft-Pfannen mit Keramikbeschichtung sind bis über 400 °C erhitzbar und lassen sich dadurch besonders vielseitig einsetzen: Sogar zum scharfen Anbraten können sie verwendet werden. Jedoch verliert die Beschichtung nach einiger Zeit ihre Antihaftwirkung.

hoch erhitzbar & kratzerresistent

x begrenzte Haltbarkeit der Antihaftwirkung

3. Kaufberatung für PTFE- & Teflonpfannen: Reicht eine große und eine kleine Pfanne im Haushalt aus?

3.1. Herd-Eignung: Spulensymbol auf der Pfannenrückseite gibt induktionsfähiges Kochgeschirr zu erkennen

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PTFE-Pfanne für Induktions-Kochfelder: WMF Profi Resist.

Die meisten PTFE- oder Teflonpfannen sind mit einem Allherdboden ausgestattet: Sie sind auf jeder Kochstelle einsetzbar, also neben dem Elektro- oder Gasherd auch auf einem Induktionskochfeld.

Induktionsgeeignetes Kochgeschirr erkennen Sie häufig am Spulen-Symbol auf der Rückseite der Pfanne, wie beispielsweise rechts im Bild auf der Rückseite der WMF-PTFE-Pfanne Profi Resist zu sehen ist.

Tipp: Bei älterem Kochgeschirr oder bei Pfannen ohne Angaben zur Herdeignung auf der Rückseite können Sie auch einen Magneten zur Hilfe nehmen: Induktions-Teflonpfannen haben einen ferromagnetischen Boden, der den Magneten anzieht.

3.2. Durchmesser: Um die ganze Familie zu bekochen, benötigen Sie 32 cm

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Um für mehrere Personen zu kochen, empfiehlt sich eine große PTFE- oder Teflon-Pfanne mit 32 cm Durchmesser.

PTFE-beschichtete Pfannen gibt es in den unterschiedlichsten Größen:

Kleine Modelle mit einem Durchmesser von 24 cm eignen sich gut, um beispielsweise ein oder zwei Spiegeleier darin zu braten oder eine Handvoll Pinienkerne für den Salat ohne Fett darin zu rösten.

In größeren Modellen mit einem Durchmesser von 30 oder 32 cm können Sie auch größere Mengen Bratkartoffeln zubereiten, ganze Fische vorsichtig garen oder Pfannkuchen ausbacken.

Unser Tipp: Um für alle Mahlzeiten gut gerüstet zu sein, sollten Sie mindestens eine kleine und eine große PTFE-Pfanne kaufen. Achten Sie bei der Auswahl der großen Pfanne auf einen hohen Rand, wenn Sie gern größere Mengen Pfannengemüse für mehrere Personen zubereiten möchten. Auch für das Kochen von Schmorgerichten ist ein hoher Rand vorteilhaft.

3.3. Ofenfester & abnehmbarer Griff: Ermöglicht das Warmhalten im Backofen

abnehmbarer-griff

Ofenfeste PTFE- bzw. Teflon-Pfanne mit abnehmbarem Griff: Praktisch für das Verstauen im Küchenschrank und für das Warmhalten von Speisen im Ofen.

Möchten Sie Ihre Pfanne samt Inhalt zum Überbacken oder Warmhalten in den Backofen stellen, dann benötigen Sie eine ofenfeste PTFE- bzw. Teflonpfanne mit hitzebeständigem Griff. Metallgriffe sind besonders hitzeresistent und dürfen laut Hersteller in der Regel bis weit über 200 °C in den Ofen. Auch den weichen Silikonummantelungen, die bei einigen PTFE- und Teflonpfannen zur Ergonomie des Griffs beitragen, sind hitzebeständig.

Anders sieht es bei Kunststoffgriffen aus: Sie vertragen in der Regel nicht mehr als 180 °C oder sind überhaupt nicht für die Gartemperaturen im Backofen ausgelegt. Lässt sich der Kunststoffgriff allerdings abnehmen, können Sie die Pfanne einfach ohne Stiel in den Backofen stellen.

griff-sillikonmantel

Metallgriff mit hitzebeständiger Silikonummantelung: Rösle Edelstahl Silence 91499.

4. Teflonpfannen im Test bei der Stiftung Warentest?

PTFE- & Teflonpfannen richtig pflegen

Spülen Sie Ihre PTFE- oder Teflonpfanne vor dem ersten Gebrauch gründlich mit klarem Wasser aus. Fetten Sie sie anschließend ein. Zwar können Sie in der Teflonpfanne auch ohne Fett braten, jedoch schont das Fett die Beschichtung. Auch das Bestreichen der Teflon- oder PTFE-Pfanne mit Olivenöl nach dem Abwasch schützt die Beschichtung davor, spröde und rissig zu werden.

In der Ausgabe 03/2015 hat die Stiftung Warentest Kunststoff-beschichtete Pfannen untersucht – es war also eher ein PTFE- als ein Teflonpfannen-Test. Mit der Gesamtnote 2,3 kürt die Stiftung Warentest die Fissler-Pfanne Protect Alux Premium zum PTFE-Pfannen-Testsieger.

Weniger gut schnitten die flache Pfanne von Le Creuset und das Modell WMF Profi Resist ab: Hier musste das Prüfinstitut vor allem in der Kategorie Pfannengriffgestaltung und -temperatur Abstriche machen.

Die Ergebnisse des PTFE-Pfannen-Tests der Stiftung Warentest legen außerdem nahe, dass Sie eine gute Pfanne nicht unbedingt am Preis erkennen.

Während die besonders günstige PTFE-Pfanne der Marke Real dank ihrer leichten Handhabung und guten Griffgestaltung im Mittelfeld platziert wurde, landete die zehnmal teurere Pfanne von WMF wegen ihres unebenen Bodens und der ungleichmäßigen Wärmeverteilung weit abgeschlagen auf dem letzten Platz. Die beste PTFE-Pfanne mit einem flachen Grund könnte also einer günstigen Teflonpfanne durchaus das Wasser reichen.

5. Fragen und Antworten rund um das Thema PTFE- & Teflonpfannen

  • Ist das Verschlucken von Teilen der sich ablösenden Beschichtung einer PTFE- oder Teflonpfanne giftig?

    Selbst die beste Teflonpfanne weist (wie auch PTFE-beschichtete-Pfannen) nach einigen Jahren der Benutzung kleinere Gebrauchsspuren auf: Sichtbare Kratzer und winzige Partikel, die sich aus der PTFE- bzw. Teflon-Beschichtung lösen, beeinträchtigen jedoch weder die Antihafteigenschaften der Pfanne, noch stellen sie bei Verschlucken ein gesundheitliches Risiko dar.

    Laut Bundesamt für Risikobewertung werden verschluckte Teile der PTFE- oder Teflon-Beschichtung nicht vom Körper aufgenommen, sondern restlos wieder ausgeschieden. Dafür sollten Sie es unbedingt vermeiden, bspw. eine Teflonpfanne ohne Inhalt zu erhitzen: Dabei werden schnell Temperaturen von 360 °C erreicht, ab der sich giftige Dämpfe bilden können. Um zu verhindern, dass Ihre PTFE- oder Teflonpfanne überhitzt, sollten Sie sie außerdem nie unbeaufsichtigt auf dem Herd stehen lassen.

  • Kann ich PTFE- und Teflonpfannen in der Spülmaschine reinigen?

    Zwar wird so manche PTFE- oder Teflonpfanne herstellerseitig als spülmaschinenfest beworben, wir raten aber in jedem Fall zur Handwäsche. Die PTFE-Beschichtung wird nicht nur durch den Kontakt mit metallischen Küchenhelfern angegriffen, sondern auch durch aggressive Spülmittel, wie sie in Geschirrspülern eingesetzt werden. Dies hält selbst ein potenzieller PTFE-Pfannen-Testsieger nicht aus.