Die besten Rezepte für selbst gemachtes Sushi

DIY: Wie lässt sich Sushi selber machen?

Sushi ist längst nicht mehr ausschließlich auf Japans Speisekarten zu finden. Auch in Deutschland wird die fernöstliche Speise gerne verzehrt – am liebsten bequem per Lieferservice. Dabei können Sie – auch ohne Sushi-Kochbuch und große Vorkenntnisse – köstliches Sushi selber machen.

Mit etwas Geduld und Geschick gelingen Ihnen die schmackhaften Häppchen in der heimischen Küche. Um zu zeigen, wie’s geht, haben wir in unserer Redaktionsküche die Sushi-Matten ausgerollt und die zwei beliebtesten Sushi-Sorten – Maki und Nigiri – für Sie zubereitet. Als Dip verwenden wir klassische Sojasauce, als Extras Wasabi und eingelegten Ingwer.

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1. Eine Sushi-Anleitung: Wie bereitet man die Sushi-Rolle zu?

Um Maki- und Nigiri-Sushi selber zu machen benötigt man mehrere Zutaten. Diese finden Sie in gut sortierten Supermärkten mit Asia-Abteilung oder aber in einem Asia-Laden an sich. Die komplette Zutaten-Liste für die Zubereitung von Sushi-Reis, Avocado-Maki, Kappa-Maki und Nigiri Sake finden Sie hier:

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Sushi Zutaten

Legen Sie sich die Zutaten gerne vorher bereit, damit Sie bei der Zubereitung nichts vergessen.

Zutaten (für 4 Personen):
– 1 bis 2 Avocados
– 1 Gurke
– 50 g roher Lachs (fangfrisch)
– 300 g Sushi-Reis
– Nori-Algen
– 8 EL Reisessig
– 3 TL Zucker
– 2 TL Salz
– Sojasauce (nach Belieben)
Wasabi-Paste (nach Belieben)
– eingelegter Ingwer (nach Belieben)

1.1. Das Wichtigste an jedem Sushi: Die Zubereitung von Sushi-Reis

Ohne Reis, kein Sushi. Mit der Zubereitung des perfekten klebrigen Reis steht und fällt, ob die Sushi-Rolle schmeckt oder nicht. Damit der Reis ein Erfolg wird und Sie Ihr Sushi schnell selber machen können, gehen Sie folgendermaßen vor:

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Traditionell ist Sushi-Reis sehr klebrig.

  1. Zunächst waschen Sie den Sushi-Reis in einem Sieb unter kaltem fließendem Wasser und lassen ihn ca. 20 Minuten quellen.
  2. Anschließend wird der Sushi-Reis gekocht, z. B. im Reiskocher.
  3. Wenn Sie den Reis im Kochtopf zubereiten möchten, empfehlen wir Ihnen ein Mischverhältnis von einer Tasse Reis auf anderthalb Tassen Wasser. Diese Empfehlung kann von Reissorte zu Reissorte variieren. Lassen Sie den Reis ca. 4 Minuten kochen, bevor Sie ihn auf mittlerer Hitze weitere 20 Minuten köcheln lassen.
  4. In einem zusätzlichen Topf bereiten Sie eine Mischung aus 8 EL Reisessig, 3 TL Zucker und 2 TL Salz zu. Diese erhitzen Sie und mischen sie zügig unter den fertigen, noch warmen Sushi-Reis.
  5. Anschließend lassen Sie den Sushi-Reis zugedeckt in einer Holzschale auskühlen, bevor Sie ihn weiter bearbeiten.

Tipp gegen klebrige Finger: Halten Sie eine Schüssel mit warmem Wasser bereit und befeuchten Sie Ihre Finger damit, bevor Sie den gekochten Sushi-Reis berühren. So bleibt dieser nicht an Ihren Händen haften. Um Ihre Sushi-Matte langfristig sauber zu halten, empfehlen wir Ihnen, diese mit Frischhaltefolie zu ummanteln, bevor Sie Ihr Sushi rollen.

1.2. Zubereitung von Avocado-Maki und Kappa Maki in 5 Schritten

Um Maki-Sushi selber zu machen wird in einem Nori-Blatt Reis mit Fisch, Eierstich (Tamago) oder Gemüse, z. B. Avocado, Gurke oder Kürbis, zu Rollen geformt. Diese Form des Sushis ist die wohl Bekannteste. Wir haben uns hier für die Variante mit Avocado-Füllung und Gurkenstreifen entschieden.

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Wer nicht mit Stäbchen essen kann, der sollte Sushi mit der Hand essen und niemals mit der Gabel.

  1. Mit einem scharfen Küchenmesserschneiden Sie die Avocado und die Gurke in Streifen. Damit die Avocado während der Zubereitung nicht oxidiert (sich also nicht braun färbt), beträufeln Sie diese mit etwas Zitronensaft.
  2. Anschließend legen Sie ein Nori-Blatt auf die Sushi-Matte und verteilen auf dem Nori-Blatt den Sushi-Reis, sodass ein ca 1,5 cm breiter Rand frei bleibt. Platzieren Sie Ihre Avocado- oder Gurkenstreifen in der Mitte und drücken Sie sie in den Reis.
  3. Wenn alles haftet, rollen Sie in einer schnellen Bewegung die Sushi-Matte über den Reis.
  4. Zum Schluss befeuchten Sie den Rand des Nori-Blattes und kleben die Rolle zu.
  5. Halbieren Sie die Rolle und schneiden Sie die beiden Hälften in jeweils drei gleich große Röllchen. Servieren Sie diese mit Sojasauce, eingelegtem Ingwer und Wasabi-Paste – schon können Sie Ihre Avocado-Maki und Kappa Maki genießen.

Sesamkörner eignen sich ideal zur Verfeinerung Ihrer Maki-Rollen. Für mehr optische und geschmackliche Vielfalt wählen Sie eine Mischung aus geschältem und ungeschältem Sesam.

1.3. Zubereitung von Nigiri Sake in 3 Schritten

Um Nigiri-Sushi selber zu machen wird der Sushi-Reis mit dem Handballen geformt und mit verschiedenen Zutaten, z. B. mit rohem Lachs (Nigiri Sake), belegt.

Nigiri

Nigiri ist in seiner Zubereitung sehr einfach.

  1. Formen Sie den Sushi-Reis in ovale, ca. 5 cm lange und 2,5 cm hohe „Reisbetten“.
  2. Mit einem scharfen Messerschneiden Sie die rohen Lachsfilets in dünne Streifen.
  3. Geben Sie etwas Wasabi-Paste auf das geformte „Reisbett“ und drücken Sie den Lachsstreifen sanft darauf – fertig ist das Nigiri Sake. Servieren Sie dieses mit Sojasauce, eingelegtem Ingwer und Wasabi-Paste – und Ihr Nigiri Sake ist bereit zum Verzehr.

Statt mit rohem Lachs können Sie die Nigiri auch mit rohem Thunfisch (Nigiri Maguro) oder Garnelen (Nigiri Ebi) belegen. Verwenden Sie dazu stets fangfrischen Fisch.

どうぞお召し上がりください(= Guten Appetit)!

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2. Welche Side-Dishes kann ich zu meinem Sushi zubereiten?

Die Rollen sind der Hauptpart der Mahlzeit, allerdings gibt die japanische Küche leckere Beilage her, die sich leicht selber machen lassen und das Abendessen in ein wahres kulinarisches Fest verwandeln. Hier sind zwei Rezepte für Beilagen, die neben Maki und Nigiri Platz auf dem Tisch finden sollten:

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  • Miso-Suppe mit Gemüse und
  • Gyoza mit Füllung

2.1. Miso-Suppe mit Gemüse: In 5 Schritten zubereitet

Miso Suppe

Miso-Suppe eignet sich sehr gut als Beilage und Vorspeise zu Sushi und kann nach Belieben um weitere Zutaten ergänzt werden.

Miso Suppe Brühe

Eine einfache Brühe ist die Grundlage jeder Miso-Suppe.

Miso-Suppe ist eine leicht-zubereitete Gemüse-Brühe, die mit einer speziellen Miso-Paste aus Sojabohnen hergestellt wird. Sie brauchen:

  • 2 EL Miso-Paste
  • 1/2 Packung Tofu
  • 2 Lauchzwiebeln
  • 1/2 L Gemüsebrühe (klar)
  • 5 g Wakame-Algen
  • Gemüse, wie Karotte, Sprossen, Zucchini oder Pilze

Bei der Zubereitung können Sie nach folgender Anleitung vorgehen:

  1. Setzen Sie einen halben Liter Gemüsebrühe in einem Topf auf den Herd. Lassen Sie die Gemüsebrühe köcheln
  2. Die Algen-Blätter müssen in Wasser eingeweicht werden. Der Tofu wird in Würfel geschnitten. Anschließend verrühren Sie die Miso-Paste mit etwas Wasser und geben diese in die Gemüsebrühe.
  3. Geben Sie Tofu und Alge in die Miso-Suppe und lassen Sie diese weiterhin auf dem Herd köcheln bei einer niedrigeren Stufe.
  4. Waschen und schneiden Sie das Gemüse in eine gewünschte Form. Geben Sie dieses dann mit in die Suppe und warten Sie bis das Gemüse Ihre gewünschte Bissfestigkeit erreicht hat.
  5. Nun können Sie die Miso-Suppe mit den Lauchzwiebeln garnieren und genießen.

2.2. Gyoza mit Füllung: In 6 Schritten zubereitet

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Gyoza werden ebenfalls Dumplings genannt und sind auch in anderen asiatischen Ländern vertreten.

Unter dem Namen ‚Gyoza‘ sind in Japan gefüllte Teigtaschen bekannt. Diese gibt es gedämpft, gebraten oder frittiert. Was Sie brauchen:

Gyoza mit Sojasoße

Sojasoße passt nicht nur gut zu Sushi, sondern auch zu Gyoza.

  • 40 Stück Gyoza-Blätter
  • etwas Sesam-Öl für die Pfanne
  • 125 ml Wasser
  • 1/2 Chinakohl
  • 1 Priese Salz
  • 1 TL geriebener Ingwer
  • 2 Stück Knoblauchzehen
  • 2 Stück fein geschnittene Frühlingszwiebeln
  • 2 TL Miso-Paste
  • 1 TL Chiliflocken
  • 1 Priese Zucker

Bei der Zubereitung können Sie nach folgender Anleitung vorgehen:

  1. Den Chinakohl in feine Streifen schneiden und anschließend in einer Schüssel mit Salz bedecken. Das entzieht dem Kohl seine Feuchtigkeit. Nach etwa 10-20 Minuten kann der Chinakohl mit der Hand ausgedrückt werden.
  2. Anschließend mischen Sie alle weiteren Zutaten für die Füllung (alles außer die Gyoza-Blätter, Sesamöl und Wasser) mit in die Schüssel und vermengen alles miteinander.
  3. Auf einer Arbeitsfläche nehmen Sie sich eins der Gyoza-Blätter zur Hand und geben etwa 1 TL der Füllung in die Mitte. Dann schlagen Sie den Teig in der Hälfte zusammen, befeuchten Sie den Rand des Blattes mit etwas Wasser, damit dieser klebrig wird und drücken Sie anschließend die Ränder fest aufeinander. Wiederholen Sie diesen Schritt bis Sie genügend Teigtaschen haben.
  4. In einer Pfanne oder einem Topf lassen Sie nun 1 EL Sesamöl heiß werden und geben anschließend so viele Gyoza wie möglich auf den Boden, ohne dass sich diese berühren.
  5. Braten Sie die Teigtaschen nun von beiden Seiten gold-braun an.
  6. Nun geben Sie das Wasser dazu und anschließend noch 1 EL Sesamöl. Auf Ihre Pfanne oder Topf machen Sie einen Deckel und warten nun bis das Wasser verdampft ist. Nach etwa 2 Minuten sollte der Teig etwas durchsichtig erscheinen.

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