Studie: Digitale Finanz-Dienstleister werden immer beliebter

In einer aktuellen Studie zeigt sich, dass digitale Finanz-Dienstleister immer beliebter werden. Demnach wächst nicht nur die Bekanntheit von sogenannten “FinTech”-Marken, sondern auch das Vertrauen in die angebotenen Dienste. Bei den Themen Übersichtlichkeit und Transparenz besteht allerdings noch Nachholbedarf.

Der FinTech-Markt ist hart umkämpft, wichtig ist vor allem das Vertrauen der Nutzer.

Marktforscher erneuert eine Studie von 2016

Die Studie des Marktforschungsinstituts Yougov fand zum ersten Mal im Jahr 2016 statt und wurde nun erneut durchgeführt, um die Veränderungen in den vergangenen drei Jahren sichtbar zu machen. Dafür wurden 2000 Verbraucher danach gefragt, welche Finanzprodukte und -dienstleistungen sie kennen, ob sie sich als Zielgruppe sehen und wie es um die grundsätzliche Akzeptanz von FinTechs (Financial Technologies) steht. Dabei wurde differenziert nach Bezahlsystemen, Geldanlagen, Krediten und Versicherungen.

Akzeptanz steigt in allen Bereichen

Ganz egal ob neue Bezahlsysteme, Kredite und Versicherungen im Netz oder Zinsportale zum Tagesgeldvergleich: Verbraucher stehen sogenannten FinTechs immer offener gegenüber. So hat sich die Bekanntheit einiger Marken (z.B. apple pay) seit 2016 vervielfacht und auch das Vertrauen in solche Dienste ist gewachsen.

Gewinner und Verlierer am FinTech-Markt

Finanzanlagen können sie heute bequem mit dem Handy erledigen.

In den letzten Jahren sprießen FinTech-Startups förmlich aus dem Boden. Die Herangehensweise ist dabei meist ähnlich: Die jungen Unternehmen treten mit modernem Design und dem Versprechen auf, die angestaubte Finanzwelt aufzubrechen. Mit neuen Formaten oder altbekannten Finanzprodukten mit besserer Übersichtlichkeit sollen so vor allem Kunden gewonnen werden, die sich von biederen Bankhäusern nicht mehr angesprochen fühlen. Aber nicht alle FinTechs können von dem Branchen-Boom profitieren und manche müssen nach einigen Jahren ihre Dienste wieder einstellen. Die Anlagen der Verbraucher sind von solchen FinTech-Pleiten aber in der Regel nicht betroffen.

Paypal, Auxmoney, Smava - erste Marken etablieren sich

Ersetzt das Smartphone bald die Kreditkarte?

Der Bezahldienst Paypal führt das Feld bei der Bekanntheit an, beim Thema Privatinvestment bzw. Kreditvermittlung sind Auxmoney und Smava die Spitzenreiter. Hier zeigt sich im Vergleich zu 2016 der Trend zur Etablierung von Marktführern. Abschließend geklärt ist die Frage nach den Platzhirschen aber noch nicht, dafür tut sich noch zu viel am FinTech-Markt. Informieren lohnt sich also. Das Verbraucherportal Vergleich.org stellt zum Beispiel regelmäßig aktualisierte Tests von Finanzdienstleistern in verschiedenen Bereichen zur freien Nutzung zur Verfügung.

Bedenken bei Transparenz und Übersichtlichkeit

Das grundsätzliche Vertrauen in FinTechs wächst - das hat aber wohl vor allem damit zu tun, dass die meisten Dienste zuverlässig arbeiten. Echte Transparenz bei den Geschäftsmodellen ist hingegen oft nicht gegeben und wird von einigen Befragten bemängelt. Außerdem wird beklagt, dass die neuen Angebote den Markt der Finanzprodukte noch vielfältiger und unübersichtlicher machen. Von der Nutzung solcher Angebote lassen sich trotzdem immer weniger Menschen abhalten.

Quelle: onvista

Autor: jl
Veröffentlicht: 28.05.2019, 8:19 Uhr

Zum Autor: Johannes Siegl hat Soziologie studiert und dann im Online Marketing Fuß gefasst. Aktuell ist er als Online Marketing Manager und freier Autor in Hamburg beschäftigt.

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