Festgeld Festgeld
Sparbrief Sparbrief
Abbildung bestes Sparkonto mit Festzins Festgeld Sparbrief
Anbieter Festgeld Sparbrief
gebührenfrei Ja Ja
Verzinsung 0,01 % - 1,7 % 0,1 - 1,35 %
gewöhnliche Laufzeiten 6 Monate - 5 Jahre 1 - 10 Jahre
Laufzeitspanne 3 Monate - 10 Jahre 6 Monate - 15 Jahre
Inhaberverhältnis Bank­ein­lage Namens­schuld­ver­sch­rei­bung
= For­de­rung gegen die Bank
gesetzliche Einlagensicherung Innerhalb der EU sind durch die Einlagensicherung pro Person bei jeder Bank 100.000 Euro geschützt.
außer bei Ver­ein­ba­rung von Nachran­ga­b­rede
ordentliche Kündigung vor Laufzeitende möglich Sparbriefe und Festgeldkonten können nur in Notfällen im Rahmen des außerordentlichen Kündigungsrechts beendet werden. Nein Nein
Anbieterauswahl Sparbriefe werden nur von deutschen Kreditinstituten angeboten. Festgeldkonten bieten die Banken in zahlreichen EU-Ländern für Sparer aus Deutschland an.
Mindestanlage 0 - 10.000 € 500 - 2.500 €
Vor- und Nachteile
  • sichere Geld­an­lage
  • durch aus­län­di­sche Ange­bote bes­sere Ren­diten mög­lich
  • feste Lauf­zeit
  • sichere Geld­an­lage
  • am Ende der Lauf­zeit keine Kün­di­gung nötig
  • bei kurzen Lauf­zeiten kaum Ren­dite
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Ratgeber zu Sparkonten

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Sparbrief ist eine sehr sichere Geldanlage. Lediglich bei den seltenen Sparbriefen mit Nachrangabrede greift die gesetzliche Einlagensicherung nicht.
  • Zu den wenigen überregionalen Anbietern von Sparbriefen gehören die Santander Bank, die ING-DiBa, die Umweltbank sowie Autobanken.
  • Von langen Laufzeiten raten wir ab, denn so können Sie nicht von einem Anstieg des Zinsniveaus profitieren. Außerdem ist eine vorzeitige Kündigung von Sparbriefen nur in Notfällen möglich.

Sparbrief Test
Laut dem Meinungsforschungsinstitut GfK war das Sparbuch 2016 nach Tagesgeld die am meisten verbreitete Geldanlage in Deutschland. Ganze 44 % der Bevölkerung besaßen ein Sparbuch, obwohl die Zinsen zwischen 0,01 und 0,1 % liegen und die Flexibilität nicht spitzenmäßig ist. Weniger als 10 % besaßen dagegen einen Sparbrief – der wenigstens nicht so magere Renditen in Aussicht stellt wie ein Sparbuch.

Ob sich ein Sparbrief lohnt und wann andere Formen von sicheren Anlagen vorzuziehen sind, zeigt unser Sparbrief-Vergleich 2017.

1. Was ist der Unterschied zwischen Festgeld und Sparbrief?

Da beide Produkte feste Laufzeiten sowie eine feste Verzinsung beinhalten, sind Sparbriefe und Festgeld aus Anlegersicht im Wesentlichen gleich.

Doch es gibt feine, kleine Unterschiede.

1.1. Festgeld hat kürzere Laufzeiten

Sparbrief VerzinsungWährend bei Festgeldanlagen die Laufzeiten zwischen sechs Monaten und fünf Jahren betragen, fangen die Laufzeiten für Sparbriefe bei einem Jahr an und können bis zu zehn Jahre oder länger andauern. Die Sparbriefe laufen von selbst aus, Festgeldkonten dagegen müssen in der vorgegebenen Frist gekündigt werden.

1.2. Vorsicht bei Nachrangabrede

Auch das Inhaberverhältnis unterscheidet sich: Festgeldkonten sind klassische Bankeinlagen.

Sparbriefe sind ihrer Definition nach Namensschuldverscheibungen, also Forderungen gegen die Bank.

In seltenen Fällen, häufig kurz nach der Finanzkrise – verkaufen die Banken und Sparkassen Sparbriefe mit Nachrangabrede. Das bedeutet: Die Kunden müssen sich im Insolvenzfall hinten anstellen, während andere Gläubiger zuerst bedient werden.

Wenn Sie an der Bonität Ihres Geldinstituts nicht zweifeln, ist das erst einmal kein Problem. Doch ein Sparbrief mit Nachrangabrede ist eben nicht so sicher wie eine Bankeinlage oder gewöhnliche Sparbriefe, für welche die gesetzliche Einlagensicherung der EU gilt und so Vermögen von 100.000 Euro pro Person geschützt sind.

1.3. Sparbriefe können auch abgezinst werden

Ein weiterer Unterschied ist die Art der Verzinsung. Bei beiden Sparkonten lassen sich die Zinsen jährlich ausschütten, genauso ist eine Zinsansammlung bis zum Ende der Laufzeit möglich. Letzteres ermöglicht es Ihnen, von einem Zinseszinseffekt zu profitieren.

Bei Sparbriefen sind Abzinsungen eine dritte Option. Hierbei wird der Zinsgewinn gleich vom Kaufpreis abgezogen. Dieser ist daher niedriger als der Nennwert, den der Anleger am Ende erhält.

2. Anbieter von Sparbriefen im Vergleich

Sparbriefe werden häufig von Sparkassen angeboten ("Sparkassenbrief"), das überregionale Angebot ist momentan sehr gering. Folgende Tabelle zeigt den wesentlichen Teil des Angebots mit den Konditionen von April 2017. Den besten Sparbrief gibt es bei der Santander Bank. Geringste Mindestanlage von nur 500 Euro bietet die Umweltbank für ihren UmweltSparbrief.

Bank Mindestsumme Renditebeispiele
Sparkonto Vergleich 500 €
  • 0,1 % bei 1 Jahr
  • 0,3 % bei 3 Jahren
  • 0,5 % bei 5 Jahren
  • 1 % bei 10 Jahren
  • 1,25 %bei 15 Jahren
Ing diba sparbrief 2.500 €
  • 0,2 % bei 1 - 5 Jahren
sparbrief santander 2.500 €
  • 0,5 % bei 1 Jahr
  • 0,8 % bei 3 Jahren
  • 1 % bei 4 Jahren
  • 1,35 % bei 8 Jahren
audibank 2.500 €
  • 0,2 % bei 1 Jahr
  • 1 % bei 10 Jahren
geld anlegen 2.500 €
  • 0,6 % bei 4 Jahren
  • 0,8 % bei 7 Jahren
  • 1 % bei 9 Jahren

3. Vorzeitige Kündigung nur in Notfällen

Abgeltungssteuer

26,375 % der Kapitalerträge, zzgl. Kirchensteuer, werden an das Finanzamt abgeführt. Jedoch bleibt jedes Jahr der Sparer-Pauschbetrag von 801 Euro für Ledige und 1602 Euro für Ehepartner verschont. Um die Freibeträge zu nutzen, müssen Sie der Bank einen Freistellungsauftrag erteilen.

Weder einen Sparbrief noch Festgeld können Sie während der Laufzeit kündigen.

Ein außerordentliches Kündigungsrecht haben Sie gemäß § 314 BGB, wenn die Weiterführung des Sparkontos für Sie „unzumutbar“ wäre. Gründe dafür sind bspw. schwere Erkrankungen, ein Todesfall oder Arbeitslosigkeit.

Informieren Sie sich vor Vertragsabschluss darüber, wie die Bank mit einer vorzeitigen Kündigung umgeht. Häufig setzt sie dann die Sparbrief-Zinsen nachträglich herab oder verlangt eine finanzielle Entschädigung.

Aufgrund des schwierigen vorzeitigen Ausstiegs sollten Sie nur einen solchen Anteil Ihres Geldes in Sparbriefe investieren, auf den Sie während der Laufzeit mit sehr großer Sicherheit auch gut verzichten können.

Tipp: Tagesgeldkonten, welche teilweise noch relativ ansprechende Renditen bringen, sind jederzeit kündbar und die beste Geldanlage für Ersparnisse, die schnell zugänglich sein sollen.

4. Lange Laufzeiten sind derzeit nicht sinnvoll

zinsvergleich sparbriefWir raten davon ab, 2017 sein Geld mit einem Sparprodukt anzulegen auf das ein Zins für mehr als drei Jahre festgeschrieben ist. Sonst können Sie nicht von steigenden Zinsen profitieren – Ökonomen sprechen schon von einer Zinswende.

Den US-Leitzins erhöhte die amerikanische Notenbank Fed im März 2017 weiter, von 0,75 auf 1 %. Die Europäische Zentralbank dürfte nachziehen und den Leitzins geringfügig, aber kontinuierlich erhöhen, u.a. aufgrund der steigenden Inflation und einer kleinen Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in Südeuropa.

5. Fazit

Wir haben keinen Sparbrief-Vergleichssieger gekürt, da wir Festgeldkonten im Vergleich zu Sparbriefen im Vorteil sehen. Festgeld ermöglicht bei gleicher Laufzeit in der Regel höhere Zinsen.

Das liegt daran, dass Festgeldkonten verstärkt von Banken aus dem europäischen Ausland offeriert werden. Diese Geldinstitute gewähren den Sparern aus Deutschland höhere Zinsen, da der inländische Markt oftmals schon abgegrast ist und neue Kunden mit Vermögen gesucht werden. Sparbriefe werden dagegen nicht aus dem Ausland angeboten.

Auch bei Festgeldkonten deuten überdurchschnittlich hohe Zinsen auf ein gesteigertes Risiko hin. So sind die Zinsen auf Festgeld aus Bulgarien, Portugal oder Italien besonders hoch. Welche EU-Länder über eine hohe und welche über eine niedrige Bonität verfügen, erfahren Sie in unserem Ratgeber zu Festgeld.

Für Renditen, die wenigstens so hoch sind wie die Inflationen (2,2 % im Februar 2017), eignet sich derzeit keine Form von Sparkonten. Wir empfehlen zum langfristigen Sparen deshalb eine Einmalanlage oder einen Sparplan mit breit gestreuten ETFs. Das sind passive Fonds, die einen Index nachbilden und wegen ihrer niedrigen Verwaltungskosten langfristig höhere Zinsen bringen als die herkömmlichen aktiven Fonds. Der Nachteil an Fonds sind natürlich die wenig voraussehbaren Kursschwankungen.

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