Das Wichtigste in Kürze
  • Ob nur kurz am Wochenende oder gleich im lange geplanten Urlaub: Der Ski-Ausflug mit der ganzen Familie will gut geplant sein. Einen der wichtigsten Punkte markiert die Skibox, ohne die lassen sich die geliebten Bretter schließlich nur schwer transportieren. Zwar bieten viele Autos eine Durchreiche in der Rücksitzbank an, um für größere Gegenstände wie einen Skisack einen Platz zu finden – allerdings wird das Volumen des Kofferraums damit stark eingeschränkt und der mittlere Platz im Fond kann folglich auch nicht mehr verwendet werden. Für größere Familien fällt diese Option daher flach. Die beste Wahl ist daher eine Dachbox, die auch genug Stauraum für die eigenen Skier bietet. Zum Glück bieten viele moderne Automodelle genug Befestigungsmöglichkeiten wie etwa eine Dachreeling an. Doch welche ist die beste Skibox?

1. Was muss für die Sicherheit beachtet werden?

Jeder PKW-Besitzer, der eine Skibox kaufen will, muss einige sicherheitsrelevante Faktoren beachten. Besonders wichtig: Das zulässige Gewicht, das es zu transportieren gilt. Jedes Fahrzeug hat eine Grenze bei der Ladung, die bewegt werden darf. Dazu genügt ein Blick in die Zulassungspapiere wie den Fahrzeugschein.

Wichtig sind sowohl das darin verzeichnete Leergewicht des Wagens als auch das zugelassene Gesamtgewicht. Ist bekannt, wie viel Gewicht etwa für den Ausflug mitgenommen werden soll (auch Personen zählen dazu), sollte die Differenz der beiden Werte im Fahrzeugschein errechnet werden. Bei einer Überladung drohen in Deutschland bis zu 235 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg.

Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist auch das Fahrverhalten, denn das zusätzliche Gewicht auf dem Dach beeinträchtigt speziell die Aerodynamik und den Schwerpunkt des Autos. Eine möglichst flache Dachbox ist daher eine gute Wahl. Auch die Windgeräusche werden je nach Bauweise erheblich lauter, ebenso der Kraftstoffverbrauch steigt. Größtes Risiko: Im Falle einer Gefahrenbremsung darf sich die Auto-Skibox nicht vom Dach lösen. Daher gilt auch für jedes Auto mit einer Dach-Ladung eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 130 Stundenkilometern, die in keinem Fall überschritten werden sollte. Machen Sie mit der neuen Skibox einen Test, wie sich das Auto fährt.

2. Was macht die Dachbox zur Skibox?

Wer sich nun auf die Suche nach dem richtigen Produkt macht, wird schnell mit einem gigantischen Angebot geradezu überwältigt. Doch wer auch seine eigenen Skier auf dem Dach transportieren will, kann hier schon mal einen großen Teil der Auswahl streichen: Viele Dachboxen sind dafür schlichtweg zu klein und eher als zusätzlicher Stauraum für normales Gepäck gedacht. Sperrige Gegenstände wie Skier und Snowboards brauchen dagegen möglichst lange Boxen. Eine solche Dachbox muss eher schmal und besonders lang sein. In unserer Skibox-Übersicht werden daher nur auch Produkte berücksichtigt, die mindestens Ski-Paare für Kinder verstauen können.

Ein klassischer Abfahrtsski misst in der Regel etwa 5 bis 10 cm weniger als die eigene Körpergröße. Bei einem normal großen Erwachsenen sollte eine Skibox also am besten ein Innenmaß von etwa 190 cm fassen, denn der Ski kann nicht die komplette Länge darin ausnutzen. Ein Langlaufski braucht sogar noch etwas mehr Platz, hier gilt die Faustregel: eigene Körpergröße plus 20 bis 30 cm extra. Aber auch für diese platzhungrigeren Bretter gibt es zum Glück geeignete Skiboxen.

Checkliste für die richtige Ski-Dachbox

  • Hat das Auto einen Dachträger? Wenn nicht, bieten die Hersteller oft passendes Zubehör an.
  • Wie viel Gewicht darf auf dem Wagen beladen werden?
  • Welche Maße haben die zu transportierenden Skier?

3. Welche Arten von Skiboxen-Halterungen gibt es?

Die meisten Dach- und Skiboxen bestehen aus Kunststoff. Neben ABS und dem sehr robusten PMVC ist auch Glasfaser-Kunststoff verbreitet. Der Vorteil von letzteren ist vor allem die Stabilität, eine Glasfaser deformiert etwa bei einer starken Bremsung nicht. Zudem sind GFK-Boxen in der Regel leiser und windabweisender. Boxen aus Polycarbonat-Kunststoff sind dafür meist günstiger, das muss dennoch keine schlechte Qualität bedeuten. Wer allerdings häufiger in den Urlaub fährt, ist bei einer wertigeren Dachbox besser versorgt, denn die ist definitiv langlebiger.

Eine Premium-Alternative: Boxen aus Carbon – sie sind nicht nur besonders hochwertig, sondern vor allem sehr leicht. Carbon ist eine Kohlenstofffaser, selbst besonders große Boxen bringen gerne kaum mehr als 10 Kilogramm auf die Waage. Jedoch sind Carbon-Skiboxen sehr teuer. In unserem Skibox-Vergleich werden daher nur die besten Skiboxen mit Kunststoff berücksichtigt.

Skiboxen unterscheiden sich auch in ihrer Art der Befestigung. Es gibt vier besonders gängige Varianten.

  • U-Bügel-Befestigung (häufig bei günstigen Modellen)
  • Schnellspann-Befestigung (auch sehr gängig und noch etwas komfortabler)
  • Krallen-Befestigung (sehr schnell und einfach)
  • T-Nut-Befestigung (etwas aufwendiger)

Jedoch greifen einige Hersteller auf eigene Entwicklungen zurück. Besonders die Thule-Skibox ist aufgrund ihres Schnellbefestigungssystems sehr beliebt.

Neben dem schwedischen Hersteller Thule ist auch die Kamei-Skibox ein gefragtes Modell. Die Marke stammt aus Deutschland und ist noch etwas günstiger. Auf dem Markt ebenso populär sind Rotenbach und die italienische Marke G3.

4. Gibt es einen Skibox-Test der Stiftung Warentest?

Die Stiftung warnt immer wieder vor gefährlichen Dachboxen, so etwa im März 2020. Mit extra-langen Boxen für speziell für Skier setzt sie sich jedoch nicht gesondert auseinander.