1 7 von 7 der besten Regenjacken im Test:
Aktualisiert: 07.12.2017

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4,7/5 aus 14 Bewertungen

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The North Face Millerton Hardshelljacke The North Face Millerton Hardshelljacke
Vaude Roccia Jacket Vaude Roccia Jacket
Helly Hansen Workwear Regenjacke Voss Helly Hansen Workwear Regenjacke Voss
Nike Team Sideline Nike Team Sideline
Puma Esito 3 Regenjacke Puma Esito 3 Regenjacke
Adidas Core 15 Regenjacke Adidas Core 15 Regenjacke
Modas Friesennerz das Original Modas Friesennerz das Original
Abbildung
Modell The North Face Millerton Hardshelljacke Vaude Roccia Jacket Helly Hansen Workwear Regenjacke Voss Nike Team Sideline Puma Esito 3 Regenjacke Adidas Core 15 Regenjacke Modas Friesennerz das Original

Testergebnis

Qualitätsmanagement für unser Test- und Vergleichsverfahren
TÜV Siegel

TÜV-Süd zertifiziert nach ISO 9001

Vergleich.org
Bewertung 1,6 gut
12/2017
Vergleich.org
Bewertung 1,7 gut
12/2017
Vergleich.org
Bewertung 2,6 befriedigend
12/2017
Vergleich.org
Bewertung 2,7 befriedigend
12/2017
Vergleich.org
Bewertung 2,7 befriedigend
12/2017
Vergleich.org
Bewertung 3,4 befriedigend
12/2017
Kundenwertung
bei Amazon
2 Bewertungen
3 Bewertungen
80 Bewertungen
4 Bewertungen
147 Bewertungen
47 Bewertungen
21 Bewertungen
Einschätzung des Test-Redakteurs
The North Face kann in unserem Test mit sehr gutem Wasserschutz überzeugen. Auch der Windschutz kommt nicht zu kurz und Details wie die Kapuze und intuitiv nutzbare Kordeln sind gelungen. Die Jacke fällt jedoch sehr klein aus, sodass es an Schultern und Rücken spannen kann.
Die Vaude-Roccia-Regenjacke konnte in unserem Test als Allrounder überzeugen: Weitestgehend wasserdicht gibt sie erst nach, wenn sie längerem Starkregen ausgesetzt wird – aber auch dann ist der Träger nicht gleich pitschnass. Gut sind auch die schnittige Form und die vielen Taschen.
Die Helly-Hansen-Workwear-Regenjacke bietet für kleines Geld solide Leistung. Das Material hält auch Starkregen aus, jedoch lässt der offen liegende Reißverschluss doch recht viel Wasser durch – bei leichterem Regenfall aber absolut ausreichend. Die nicht verschließbaren Taschen sind ein Manko.
Die Nike-Team-Sideline-Regenjacke besticht im Test mit gutem Windschutz sowie ordentlichen Wasserschutz bei leichteren und kürzeren Regenfällen. Durch den sportlichen Schnitt weiß sie auch optisch zu überzeugen. Für stärkeren Regen ist sie jedoch ungeeignet. Schwachpunkt auch hier: der Reißverschluss.
Die Regenjacke von Puma bewies im Test guten Windschutz und hohen Tragekomfort. Leichteren Regen hält sie ab, für lange Aufenthalte im Regen ist sie jedoch nicht gemacht – sowohl Reißverschluss als auch Material sind nicht vollends dicht. Negativ sind auch die zu kurze Kapuze sowie die gänzlich fehlenden Kordeln.
Guter Windschutz und gut abschirmende Kapuze: Adidas punktet in Nebenkategorien, weiß so aber als Regenjacke für mildere Verhältnisse zu überzeugen. Regnet es kräftiger, sind Reißverschluss und Material schnell überfordert. Auch die Passform ist nicht ideal, vor allem an den Schultern spannt das Material.
Wie unser Test zeigte: Modas will es mit seinem Friesennerz zu gut machen. Lüftungslöcher an den Seiten sind eine Idee, die bei einer Regenjacke schnell nach hinten losgehen kann. Katastrophal mutete zudem der Tragekomfort an: Steifes Material und viel zu enger Schnitt sorgen für ein beklemmendes Gefühl.
Testergebnisse: Wetterschutz
Gewichtung: 60 % des Gesamtergebnisses
Wasserdichtigkeit + + +
auch bei Star­k­regen absolut dicht
+ +
auch bei Star­k­regen wei­test­ge­hend dicht

für leichten Regen wei­test­ge­hend geeignet
- -
bietet kaum Regen­schutz
-
bietet wenig Regen­schutz
- -
bietet kaum Regen­schutz
- -
bietet kaum Regen­schutz
Schutz für Tascheninhalte + + +
auch bei Star­k­regen absolut dicht
+
auch bei mit­tel­starkem Regen kann ein wenig Wasser durch­dringen
+ + +
auch bei Star­k­regen absolut dicht
+ + +
auch bei Star­k­regen absolut dicht
+
auch bei mit­tel­starkem Regen kann ein wenig Wasser durch­dringen

schon bei leichtem Regen kann ein wenig Wasser durch­­dringen
+
auch bei mit­tel­starkem Regen kann ein wenig Wasser durch­dringen
Windschutz + +
guter Wind­schutz
+
aus­rei­chender Wind­schutz
+
aus­rei­chender Wind­schutz
+ +
guter Wind­schutz
+ +
guter Win­d­­schutz
+ +
guter Wind­schutz
+ + +
sehr hoher Wind­schutz
Ergebnis im Bereich Regen- und Windschutz
577 von 600 (96 %)

437 von 600 (73 %)

360 von 600 (60 %)

290 von 600 (48 %)

304 von 600 (51 %)

255 von 600 (43 %)

305 von 600 (51 %)
Testergebnisse: Tragekomfort
Gewichtung: 25 % des Gesamtergebnisses
Tragegefühl
fällt nicht unan­ge­nehm auf
+ + +
trägt sich äußerst ange­nehm

fällt nicht unan­ge­nehm auf

fällt nicht unan­ge­nehm auf
+ + +
trägt sich äußerst ange­­nehm

fällt nicht unan­­ge­­nehm auf
- - -
sehr steif und ein­en­gend | trägt sich unan­ge­nehm
Passform
Ärmel etwas zu kurz | spannt an Rücken, Schul­tern und Ober­armen
+ + +
sitzt gut | auch zum Rad­fahren geeignet

Ärmel etwas zu kurz
+ + +
sitzt sehr gut
+ + +
sitzt sehr gut

Ärmel etwas zu kurz | spannt an Schu­l­­tern
- - -
Ärmel zu kurz | spannt an Rücken, Schu­l­­tern und Ober­armen
Ergebnis im Bereich Tragekomfort
154 von 250 (62 %)

250 von 250 (100 %)

159 von 250 (64 %)

170 von 250 (68 %)

225 von 250 (90 %)

150 von 250 (60 %)

15 von 250 (6 %)
Testergebnisse: Ausstattung
Gewichtung: 15 % des Gesamtergebnisses
Anzahl und Qualität der Taschen The

2 Taschen (beide außen) | Reißv­er­schlüsse
Vaude
+ + +
4 Taschen (je 2 innen und außen) | 3 davon mit Reißv­er­schluss
Helly
-
2 Taschen (beide außen) | lose auf­lie­gende Laschen
Nike

2 Taschen (beide außen) | Reißv­er­schlüsse
Puma

2 Taschen (beide außen) | mit Reißv­er­schlüssen
Adidas
-
2 Taschen (beide außen) | keine Ver­­­sch­­lie­ß­m­ög­­li­ch­keit
Modas
-
2 Taschen (beide außen) | mit Druck­knöpfen
Kapuze + + +
schirmt auch Gesicht ab
+ + +
schirmt auch Gesicht ab
-
schirmt nicht weit genug ab
+ + +
schirmt auch Gesicht ab
-
schirmt nicht weit genug ab
+ +
schirmt gut ab
+ + +
schirmt auch Gesicht ab
Anzahl und Qualität der Kordeln + + +
Kor­deln an Bund und Kapuze | Nut­zung intuitiv

Kor­deln an Bund und Kapuze | Nut­zung wenig intuitiv
+ + +
Kor­­­deln an Bund und Kapuze | Nut­zung intuitiv
+ + +
Kor­­­deln an Bund und Kapuze | Nut­zung intuitiv
- - -
keine Kor­deln vor­handen
-
Kordel nur an der Kapuze
-
Kordel nur an der Kapuze
Ergebnis im Bereich Ausstattung
120 von 150 (80 %)

125 von 150 (83 %)

85 von 150 (57 %)

120 von 150 (80 %)

40 von 150 (27 %)

80 von 150 (52 %)

85 von 150 (57 %)
Zahlen & Fakten
Material
  • 66 % Nylon, 34 % Poly­ester (Ober­ma­te­rial)
  • 100 % Nylon (Innen­ma­te­rial)
  • 100 % Polyamid
  • 100 % Polyu­ret­hane (Ober­ma­te­rial)
  • 100 % Poly­ester (Innen­ma­te­rial)
  • 100 % Nylon (Ober­­­ma­­­te­rial)
  • 100 % Poly­ester (Innen­­futter)
  • 100 % Nylon (Ober­ma­te­rial)
  • 100 % Poly­ester (Innen­ma­te­rial)
  • 100 % Polyamid (Ober­ma­te­rial)
  • 100 % Poly­ester (Innen­ma­te­rial)
  • 100 % Nylon
Farben Blau-Weiß, Schwarz, Dun­kel­blau Schwarz und Grün u.a. Blau, Gelb, Grün, Schwarz, Rot u.a. Blau, Schwarz, Rot Schwarz, Blau, Rot Schwarz, Blau, Rot Gelb bzw. Blau (beid­seitig tragbar)
Größen S – XXL S – XXL XS – 4XL S – XXL S – XXXL S – XXL S – L
Packmaß
bei Größe L (Herren) und M (Damen)
ca. 40 x 20 x 8 cm
nicht beson­ders kom­pakt
ca. 30 x 20 x 8 cm
durch­schnitt­liche Kom­pakt­heit
ca. 27 x 20 x 7 cm
durch­­­schnit­t­­liche Kom­­pak­t­heit
ca. 25 x 18 x 5 cm
kom­pakt
ca. 28 x 18 x 6 cm
kom­pakt
ca. 31 x 20 x 4 cm
kom­pakt
ca. 47 x 24 x 5 cm
nicht beson­ders kom­pakt
Gewicht 559 g
nicht beson­ders leicht
431 g
akzepta­bles Gewicht
520 g
nicht beson­­ders leicht
349 g
leicht
332 g
leicht
315 g
leicht
1.044 g
sehr schwer
Zusammenfassung der Testergebnisse
Vor- und Nachteile
  • sehr guter Regen­schutz
  • guter Wind­schutz
  • Kapuze schirmt Kopf und Gesicht ab
  • nur 2 Taschen
  • wenig kom­pakt und eher schwer
  • guter Regen­schutz
  • sehr guter Tra­ge­kom­fort
  • aus­rei­chend Taschen
  • Kapuze schirmt Kopf und Gesicht ab
  • 2 Lüf­tungs­reißv­er­schlüsse an den Ärmeln
  • könnte am Hals enger sch­ließen – hier kann Wasser ein­dringen
  • Reißv­er­schluss offen­bart Schwächen beim Regen­schutz
  • Kor­deln wenig intuitiv nutzbar
  • ordent­li­cher Was­ser­schutz für leich­teren Regen
  • nur 2 Taschen – ohne Reißv­er­schluss
  • Kapuze schirmt nicht weit genug ab
  • guter Wind­schutz
  • sitzt sehr gut
  • Kapuze schirmt Kopf und Gesicht ab
  • kom­pakt und leicht
  • sehr geringer Regen­­schutz – Schwach­s­­telle Reißv­­er­­schluss
  • nur 2 Taschen
  • guter Win­d­­­schutz
  • sehr guter Tra­­­ge­­­kom­­­fort
  • kom­­pakt und leicht
  • geringer Was­ser­schutz – auch Kapuze nicht dicht
  • keine Kor­deln vor­handen
  • guter Wind­schutz
  • kom­pakt und leicht
  • ehr geringer Regen­­schutz – Schwach­s­­telle Reißv­­er­­schluss
  • nur 2 Taschen – ohne Reißv­­er­­schluss
  • sehr guter Wind­schutz
  • Kapuze schirmt Kopf und Gesicht ab
  • lässt sich sowohl auf rechts als auch auf links tragen (Option zwi­schen gelber und blauer Optik)
  • sehr geringer Regen­­schutz – Schwach­s­­telle seit­liche Lüf­tungs­löcher
  • trägt sich unan­ge­nehm und hat eine sch­lechte Pass­form
  • nur 2 Taschen
  • nicht kom­pakt und sehr schwer
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4,7 /5 aus 14 Bewertungen

Regenjacke-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • In unserem Regenjacken-Test 2017 haben wir die Regenjacke für Männer sowie die Regenjacke für Frauen unter die Lupe genommen und insbesondere einen intensiven Wasser-Test durchgeführt, der das ein oder andere Produkt an seine Grenzen brachte.
  • Als großer Schwachpunkt offenbarte sich häufig der Reißverschluss der Jacken: Ohne einen schützenden Stoffstreifen darüber haben es Jacken oft sehr schwer, den Reißverschluss dicht zu halten. Ein Rätsel, warum viele Hersteller auf den Streifen verzichten und ihre Jacken somit unnötig anfällig machen.
  • Darüber hinaus wurden auch weitere Kriterien beachtet, die die Tauglichkeit der Regenjacken für den Alltag untersuchten. So zeigte sich, dass beispielsweise die Kordeln an Kapuze und Bund nicht immer intuitiv nutzbar waren und auch die Anzahl sowie die Qualität der Taschen stark variierte. Gut sind vor allem solche Taschen, die mit Reißverschlüssen verschließbar und – analog zum Reißverschluss der Jacke – mit einer zusätzlichen Lasche abgedeckt sind.
Regenjacke Test

Wer testen will, muss leiden: Bei allen Regenjacken wurde sowohl intensiver als auch leichterer Regen simuliert, um zu testen, welche Jacke für welches Wetter (noch) geeignet ist.

Reißverschluss zu, Kragen hoch, Kapuze auf – Schmuddelwetter lässt sich nicht abstellen, aber wir können zumindest dafür sorgen, auch an Regentagen optimal geschützt und trocken zu Hause anzukommen. Dass dies viele Menschen so sehen, zeigt eine Umfrage des Spiegels aus dem Jahr 2017, nach der knapp 60 % der deutschen Bevölkerung ein bisweilen starkes Interesse an spezieller Outdoorkleidung zeigen. Nicht selten ist hier der erste Schritt die Suche nach der besten Regenjacke. Und so besitzt vermutlich fast jeder Mensch in Deutschland eine Regenjacke, wurde zugleich aber bereits sträflich von ihr im Stich gelassen, weil sie nicht hielt, was sie versprach.

Gewichtung der Test-Kriterien Regenjacke

Wir haben deshalb unseren Regenjacken-Test 2017 durchgeführt, um die Spreu vom Weizen zu trennen. In unserem Test finden Sie sowohl Marken- als auch günstige Regenjacken und erfahren in der Kaufberatung, ob der Kaufpreis ein entscheidendes Kriterium für die Qualität einer guten Regenjacke ist.

Darüber hinaus erklären wir Ihnen in den folgenden Kapiteln unter anderem, wo der typische Schwachpunkt vieler Regenjacken liegt, wie gut Ihre Tascheninhalte vor Nässe geschützt werden und was es bei der Kapuze sowie den Kordeln zu beachten gilt.

1. Kaufkriterium I: Wetterschutz – Abgedeckte Reißverschlüsse sorgen für bessere Ergebnisse

Wind- und Regenjacke in einem?

In unserem Regenjacken-Test konnten wir keinen Zusammenhang zwischen dem Regen- und dem Windschutz feststellen: Eine Jacke muss nicht wasserdicht sein, um guten Windschutz bieten. Anders herum ist ein guter Wasserschutz nicht gleichbedeutend mit hohem Windschutz. Wenn Sie auf beide Eigenschaften Wert legen, sollten Sie beim Kauf stets auf beide Kriterien achten, damit Sie nicht nur eine gute Regen-, sondern zugleich eine gute Windjacke erhalten.

Das Testkriterium „Wetterschutz“ floss mit 60 % zu einem maßgeblichen Anteil in unsere Bewertung hinein. In erster Linie sollte eine Regenjacke schließlich für einen trockenen Oberkörper und im Idealfall auch für trockene Tascheninhalte sorgen.  Dafür wurden die Regenjacken unter der Gartendusche einem leichteren Simulationsregen und unter einer richtigen Dusche einem dreiminütigen Starkregen ausgesetzt.

Für einen verdienten Regenjacken-Testsieger ist es daher unumgänglich, Spitzenwerte in dieser Kategorie zu erzielen.

Dabei stellte sich in unserem Test schnell heraus, dass nicht jede Regenjacke für Herren oder Damen auch wirklich eine wasserdichte Regenjacke ist. Häufig sorgte ein Detail für eklatante Unterschiede bei der Bewertung:

Welche Regenjacke ist wirklich wasserdicht? Eine pauschale Antwort kann man hier nicht geben, aber eines hat sich im Regenjacken-Vergleich gezeigt: Abgedichtete Reißverschlüsse sind bei Regenjacken Gold wert. Haben Sie den Anspruch, dass eine wasserdichte Jacke auch bei Starkregen standhalten sollte, sollte diese unbedingt eine Lasche aufweisen, die den Reißverschluss vor direkter Wassereinwirkung schützt.

Regenjacke Herren Test

Regenjacken von Vaude und Jack Wolfskin im Vergleich: Der Reißverschluss bei Vaude ist nicht abgedeckt und somit ein Schwachpunkt der Jacke. Bei Jack Wolfskin verdeckt eine Lasche den Reißverschluss komplett, sodass auch kein Wasser durchdringen kann.

Manch eine Regenjacke, gelegentlich auch als Wetterjacke bezeichnet, ließ jedoch auch Wasser durch das Material sickern – derartige Produkte sollten Sie also nur dann in Betracht ziehen, wenn Sie nicht vorhaben, mit der Jacke durch strömenden Regen zu laufen.

Regenjacke Wassersäule

Wer ein wenig Nässe verträgt, kann bei leichtem Regen auch auf Jacken mit kleinen Schwachstellen zurückgreifen.

Natürlich können auch Jacken mit anfälligerem Material oder Reißverschluss eine gute Option für den Alltag sein.

Allerdings sollten Sie hierbei beachten, dass diese sich wirklich nur für leichteren und kürzeren Regen eignen, während bei stärkerem Niederschlag schnell mit nasser Unterkleidung zu rechnen ist. Wen ein wenig durchdringende Nässe jedoch nicht stört, der kann zum Beispiel aus preislichen oder modischen Gründen auf eine Jacke mit schwächerem Regenschutz zurückgreifen.

Das sagt die Stiftung Warentest: Sie bestätigt uns in unseren Testergebnissen, denn auch der Regenjacken-Test des Instituts aus dem Jahr 2016 hat ergeben, dass nur 3 von 14 Jacken (rund 21,5 %) wirklich wasserdicht sind. In unserem Test konnten 4 von ursprünglich 20 getesteten Jacken (20 %) absolut dicht halten, während 3 weitere zumindest annähernd nichts durchließen.

2. Kaufkriterium II: Tragekomfort – Häufig zu wenig Spielraum an Schultern und Armen

Das Kaufkriterium Tragekomfort floss mit 25 % in unsere Bewertung ein, denn eine Regenjacke sollte neben dem Wetterschutz natürlich auch angenehm zu tragen sein, sodass Sie sich auch darin wohl fühlen.

Ob nun ausladender oder sportlicher Schnitt – über Geschmäcker lässt sich streiten. Dennoch haben wir in unserem Regenjacken-Test eine Bewertung vorgenommen und beurteilt, ob die Jacken schnittig sind (positiv) oder eher unförmig und wenig definiert am Oberkörper sitzen (negativ).

Passform Regenjacke

Die Jacke von Jack Wolfskin (links) sitzt nicht sonderlich schnittig, fällt aber auch nicht negativ auf. Helly Hansen stellt in diesem Vergleich beispielhaft eine Jacke dar (mittig), die eher unförmig und unvorteilhaft geschnitten ist. Gut gelungen ist hingegen der Schnitt bei der Vaude-Regenjacke (rechts) – auch, weil dennoch genügend Platz für einen Pullover unter der Jacke vorhanden ist.

Hinzu kommen typische Problemzonen von Kleidungsstücken für den Oberkörper: Schnell kann es an den Schultern spannen, was die Bewegungsfreiheit einschränkt. Auch die Ärmel sind häufig nicht lang genug, was vor allem dann auffällt, wenn die Wetterjacke zum Radfahren genutzt wird und der Träger sich dabei vorlehnt.

Sind Sie also etwas kräftiger gebaut oder legen Sie Wert darauf, sich komplett uneingeschränkt in der Jacke bewegen zu können (beispielsweise beim Radfahren), sollten Sie darauf achten, dass die wasserdichte Jacke etwas großzügiger geschnitten ist.

Zur Passform-Orientierung:

  • Herren: Die Regenjacke für Herren wurde stets in der Größe L (52-54) getestet. Der Tester ist 1,83 groß und bei normalem, eher schlankem Körperbau rund 82 kg schwer.
  • Damen: Die Regenjacke für Damen wurde stets in der Größe M (38) getestet. Die Testerin ist 1,65 groß und bei normalem, eher schlankem Körperbau rund 55 kg schwer.

Der Tragekomfort hängt zudem noch von einem weiteren Faktor ab. Manch ein Regenmantel bzw. manch eine Regenjacke ist nicht gefüttert und zudem recht verwindungssteif.

Möchten Sie darüber hinaus aber auch eine Regenjacke kaufen, in der Sie sich rund um die Uhr wohl fühlen können, sollten Sie sowohl auf das Tragegefühl als auch auf die Passform Acht geben. In unserer Produkttabelle finden Sie alle hierzu nötigen Informationen.

3. Kaufkriterium III: Ausstattung – Taschen ohne Verschluss sind im Nachteil

Zum Schluss flossen noch einmal 15 % für die Ausstattung in die Bewertung unseres Regenjacken-Tests ein. Hierunter wurden Anzahl und Qualität der Taschen, die intuitive Nutzung der Kordeln an Jackenbund sowie an der Kapuze und nicht zuletzt die Kapuze selbst zusammengefasst.

Taschen: Anzahl, Verschluss und Regenschutz entscheiden

Nachdem die Wasserdichtigkeit der Taschen bereits im Bewertungsblock „Wetterschutz“ untersucht wurde, soll es hier nun um den Alltagsnutzen gehen: Wie viele Taschen bietet eine Allwetterjacke, sind auch Innentaschen vorhanden, lassen sich die Taschen verschließen, sodass Sie besser vor Verlust oder Diebstahl Ihrer Tascheninhalte geschützt sind?

Regenjacke Taschen wasserdicht

Praktische Taschen? Optimal ist ein Reißverschluss (links), Druckknöpfe leisten aber ähnlich gute Dienste (2. v. r.), sodass nur schwer etwas verloren geht. Eine Lasche ist zudem von Vorteil, damit ein höherer Wetterschutz besteht. Schlecht sind Taschen ohne Verschluss: Hier geht leicht etwas verloren und auch der Wetterschutz ist oft mangelhaft.

Vergleich.org empfiehlt: Drei Taschen, wovon eine innen liegt, sollten es mindestens sein. Zumindest dann, wenn Sie gerne Portemonnaie, Handy und weitere Alltagsgegenstände in den Taschen verstauen. Ideal ist zudem eine Verschlussmöglichkeit (Reißverschluss ist am besten, Druckknöpfe sind eine Alternative), sodass Ihnen nicht so schnell etwas abhanden kommt. Sind Ihnen viele Verstaumöglichkeiten besonders wichtig, lohnt es sich, zu einer Jacke mit vier oder fünf Taschen zu greifen.

Natürlich können Sie auch Regenjacken mit nur einer oder zwei Taschen in Erwägung ziehen. Eine Damen-Regenjacke muss zum Beispiel nicht viele Taschen haben, wenn Sie ohnehin vorhaben, den Großteil der mitgeführten Gegenstände in der Handtasche oder im Rucksack zu verstauen. Und auch Männer können bei Herren-Regenjacke gegebenenfalls auf zahlreiche Taschen verzichten, wenn Rucksack oder Hosentaschen für das Nötigste ausreichen.

Kordeln: Funktionalität geht klar vor Optik

Ob es die wasserdichte Jacke für Damen oder die Wetterjacke für Männer ist, unserer Empfehlung nach sollte Ihre Regenjacke sowohl an der Kapuze als auch am unteren Jackenbund Kordeln haben. An der Kapuze sind sie sinnvoll, da Sie sich so vor stärkerem Regen, der auch ins Gesicht und in den Kragen gelangen könnte, schützen können. Zudem wird so auch der Wind besser daran gehindert, in die Jacke zu kommen.

Regenjacke-Kordeln

Die Kordeln an Bund und Kapuze sollten intuitiv nutzbar sein. Links sehen Sie ein Beispiel, bei dem der Schieber für die Kordel im Jackenmaterial integriert ist (Vaude-Regenjacke für Herren). Optisch zwar nett, aber oft schwer zu finden bzw. zu ertasten. Rechts hingegen ein Beispiel, bei dem die Kordel leicht gefunden und bedient werden kann (Jack-Wolfskin-Regenjacke für Damen).

Am Bund wiederum sind Kordeln in erster Linie ein gutes Mittel gegen den Wind. Wird der Bund eng zugezogen, kann der Wind nicht mehr durch die Öffnung gelangen und Sie bleiben nicht nur trocken, sondern auch warm.

Kapuze: Viel Schirm hat Charme

Die Wasserdichtigkeit der Kapuze floss bereits in das Ergebnis im Bereich „Wetterschutz“ ein und auch der Vorteil von Kordeln an der Kapuze wurde angesprochen. Und doch können Kapuzen sich noch voneinander unterscheiden: Viele Kapuzen weisen einen Schirm auf und schützen Ihr Gesicht so vor dem Regen. Natürlich kann vor allem bei Starkregen kein kompletter Schutz erreicht werden, aber es macht bereits einen Unterschied, dass der Regen zumindest nicht völlig ungehindert in die Augen gelangen kann.

Regenjacke-Kapuze

Eine Kapuze mit großem Schirm hält nicht nur den Kopf, sondern auch das Gesicht weitestgehend trocken.

Tipp: Eine umfassend schützende Kapuze sorgt dafür, dass die Regenjacke auf dem Fahrrad eine bessere Figur macht. Hier sind Sie mit Fahrtwind und schräg einfallendem Regen konfrontiert, zugleich ist es auf dem Rad besonders wichtig, den Durchblick zu wahren. Radfahrer sollten also besonderes Augenmerk auf die Kapuze legen.

4. Kaufkriterium IV: Marke, Farbe, Fütterung und Co. – Wir helfen bei der Entscheidung

Die Aspekte dieses Kapitels flossen natürlich nicht in unsere Test-Bewertung ein. Allerdings hielten wir unseren Test für unvollständig, wenn wir Ihnen nicht auch bei diesen Themen weiterhelfen würden.

Die Marken: Outdoor schlägt Sport

Es gibt, wie in der Modebranche generell, natürlich auch bei Regenjacken zahlreiche Hersteller, die gute Regenjacken auf den Markt bringen. Zum einen sind dies spezialisierte Outdoor-Marken wie Jack Wolfskin, The North Face oder Vaude, die in der Regel auch mit guter Qualität punkten können. Zum anderen bedienen auch die großen Sportartikelhersteller den Markt, sodass eine Adidas-, Puma- oder Nike-Regenjacke keine Seltenheit ist.

Regenjacke Vergleich

Bekannte Marke = guter Regenschutz? Jein. Bekanntere Outdoor-Marken bieten tatsächlich einen tendenziell höheren Regenschutz. Bekannte Sport-Marken hingegen sind eher etwas für leichten Regen.

Hier muss jedoch erwähnt werden, dass die Sport-Marken zwar häufig einen modischen Schnitt und einen hohen Tragekomfort bieten, funktional aber bei weitem nicht mit den Outdoor-Marken mithalten können.

Wer guten Regenschutz sucht, ist mit einer echten Outdoor-Regenjacke bestens beraten. Wer nur Schutz vor leichterem Regen sucht und besonders sportlich auftreten möchte, findet jedoch auch bei Sport-Marken interessante Regenjacken.

Darüber hinaus gibt es natürlich weitere Marken, die weder klar dem Outdoor- noch dem Sport-Segment zugeordnet werden, zugleich aber auch starken Regenschutz bieten können. Zu nennen sind hier zum Beispiel Marken wie Khujo, Sherpa oder Derbe.

Die Farben: Fokus auf Mode führt teils zu funktionalen Einbußen

Friesennerz-Regenjacke

Schick, aber manchmal etwas eng geschnitten an Rücken, Schultern und Armen: Der Friesennerz pendelt zwischen Funktions- und Modejacke.

Während viele Hersteller ihre Regenjacken in verschiedenen Farben anbieten, ist mit einigen Typen eine bestimmte Farbe verbunden. Der sogenannte Friesennerz zum Beipspiel tritt stets als gelben Regenjacke in Erscheinung. Die gelbe Regenjacke für Damen und Herren ist mittlerweile zu einem Modestück geworden, ihren Ursprung hat sie als Fischer-Jacke für Fahrten auf hoher See. Allerdings hat diese Entwicklung auch Nachteile nach sich gezogen, denn manch ein Mode-Artikel weist nicht die gleiche Funktionalität wie seine Vorlage auf.

Soll Ihre Regenjacke also gelb sein und auch ein Stück weit als Modeartikel genutzt werden, sollten Sie auf das Abschneiden der Jacke im Bereich des Wetterschutzes achten, um keine bösen Überraschungen zu erleben.

Die Fütterung: Mehr ist nicht immer besser

Auf den ersten Blick könnte man zu der Feststellung kommen: Eine Regenjacke mit dickem Futter ist per se besser zu bewerten als eine dünne – schließlich bekommen Sie bei dieser Kategorie mehr für Ihr Geld und sind besser vor Kälte geschützt.

Fütterung Regenjacke

Unterschiede bei der Fütterung können auch den Tragekomfort beeinflussen. Gefütterte Jacken (wie hier links) liegen häufig angenehmer auf der Haut und sorgen so für ein besseres Tragegefühl.

Letzteres heißt, dass das Material sich nicht gut mitbewegt, wodurch wiederum die Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden kann. Kommt es Ihnen nur auf eine gute Funktionalität an, können Sie den Tragekomfort Ihrer Outdoor-Jacke natürlich vernachlässigen.

Ganz so leicht ist es aber nicht. Welche die beste Regenjacke für Ihre Bedürfnisse ist, hängt davon ab, für welche Einsatzzwecke Sie sie verwenden möchten. So kann eine dünne Regenjacke durchaus sinnvoller sein, wenn diese beispielsweise eher an milden Frühlings- oder gar Sommertagen getragen werden soll.

Welche Regenjacke eignet sich zum Wandern? Eine ultraleichte Regenjacke ist wie gemacht zum Wandern. Auch als Rennrad-Regenjacke oder generell als Fahrrad-Regenbekleidung ist eine dünne und leichte Regenjacke für Damen oder Herren besser geeignet als eine gefütterte.

Eine gefütterte Regenjacke sollten Sie vor allem dann in Erwägung ziehen, wenn diese auch bei herbstlichen und winterlichen Temperaturen zum Einsatz kommt und somit auch als Winterjacke fungieren soll.

5. Regenbekleidung: Von Kopf bis Fuß ausgestattet

Zum Abschluss möchten wir Ihnen noch einige alternative und ergänzende Regenklamotten vorstellen, mit denen Sie Ihr wetterfestes Outfit von Kopf bis Fuß zusammenstellen können. Sind Sie häufiger starkem Regenfall ausgesetzt oder legen Sie einfach besonderen Wert darauf, komplett trocken zu Hause anzukommen, lohnt sich ein Blick auf die nachfolgende Tabelle.

Bekleidungsstück Merkmale
Regenponcho

Regenponcho

+ eignet sich besonders gut zum Radfahren
+ kann auch über dem Rucksack getragen werden und schützt diesen somit auch
+ dünn und leicht – bei Nichtnutzung leicht zu verstauen
- ausladender Schnitt – optisch gewöhnungsbedürftig
- in der Regel nicht atmungsaktiv

Regenhose

Regenhose

+ schützt Beine und manchmal auch Schuhe vor Nässe
+ eignet sich somit auch gut zum Radfahren
+ zum Teil auch mit verstärkter Sitzpartie zum Radeln erhältlich
- in der Regel nicht atmungsaktiv

Gummistiefel

Gummistiefel

+ bieten im Gegensatz zu Freizeitschuhen auch den Füßen Schutz
+ mit dem richtigen Profil auch hilfreich bei Wanderungen durch schlammiges Gebiet
- häufig aber mit Schwächen bei der Atmungsaktivität versehen

Während Regenhose und Gummistiefel als Ergänzung hinzugezogen werden können, stellt der Regenponcho eine Alternative zur Regenjacke dar.

Der Poncho eignet sich besser für alltägliche Regen-Fahrten mit dem Fahrrad, da er auch über den Oberkörper hinaus schützt und so geschnitten ist, dass auch ein Rucksack darunter passt. Für sportlichere Radtouren empfiehlt sich hingegen eher eine atmungsaktive Regenjacke, die für eine bessere Schweißabfuhr sorgt und enger geschnitten ist. Auch modisch macht die Regenjacke in der Regel eine bessere Figur, sodass sich sagen lässt: Der Regenponcho ist ein für bestimmte Zwecke konzipiertes Nischenprodukt, das dort gut zum Einsatz kommen kann. Die Regenjacke ist hingegen ein Allrounder, der vielfältiger in den Alltag eingebunden werden kann und in verschiedenen Situationen seinen Sinn erfüllt.

Testsieger
The North Face Millerton Hardshelljacke
gut (1,6) The North Face Millerton Hardshelljacke
2 Bewertungen
99,99 € Zum Angebot »
Preis-Leistungs-Sieger
Helly Hansen Workwear Regenjacke Voss
befriedigend (2,6) Helly Hansen Workwear Regenjacke Voss
80 Bewertungen
39,88 € Zum Angebot »
Kommentare (1)
  1. Pierre Klingenberg :

    Hallo

    habe schon öfters gehört dass Regenjacken nicht mehr gut funktionieren, wenn man sie wäscht. Stimmt das? Was kann ich sonst machen, wenn nicht waschen?

    Antworten
    1. Vergleich.org :

      Hallo Herr Klingenberg!

      Zunächst einmal gilt: Auch Regenjacken können und sollen gewaschen werden. Wie Ihre Regenjacke im konkreten Fall am besten zu waschen ist, können Sie am leichtesten der Waschanleitung, die sich üblicherweise in der Innenseite der Jacke befindet, entnehmen.

      Generell lassen sich aber auch ein paar kleine Tipps geben, damit die Wasserschutzfunktion von Regenjacken auch nach mehrmaligen Waschgängen in vollem Umfang erhalten bleibt.
      Zunächst ist es ratsam, auf flüssiges Waschmittel zurückzugreifen, da Pulver die feinen Poren im Jackenmaterial verstopfen könnte, was vor allem die Atmungsaktivität einschränkt. Aus ähnlichen Gründen sollte auch auf Weichspüler verzichtet werden.
      Außerdem sollten Regenjacken möglichst im Schongang gewaschen werden, da ein kräftiger Schleudergang das Material angreifen könnte.
      Ein im wahrsten Sinne des Wortes heißer Tipp, den auch viele Hersteller aussprechen: Die Regenjacke nach dem Waschen in den Trockner schmeißen! So soll die Imprägnierung nach dem Waschen wiederhergestellt und gar verstärkt werden.
      Zu guter Letzt kann nach dem Waschen und Trocknen auch zu einem Imprägnierspray gegriffen werden, das der Abnutzung des Regenschutzes entgegenwirkt.

      Bei Berücksichtigung der konkreten Herstellerempfehlung zu einem speziellen Produkt und dieser generellen Tipps kann die Regenjacke also problemlos gewaschen werden, ohne dabei an Schutzfunktion einzubüßen.

      Wir hoffen, wir konnten weiterhelfen und wünschen noch viel Spaß bei weiteren Outdoor-Abenteuern, die nicht ins Wasser fallen!
      Ihr Vergleich.org-Team

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