Passwort Manager im Test 2016

Die 6 besten Softwares zum Speichern von Passwörtern im Vergleich.

AbbildungTestsiegerdashlane1PasswordPreis-Leistungs-SiegerStickyPasswordLastPassRoboFormKaspersky Password Manager
Anbieterdashlane1PasswordStickyPasswordLastPassRoboFormKaspersky Password Manager
Testergebnis¹
Hinweis zum Testverfahren
Vergleich.org
Bewertung1,5gut
11/2016
Vergleich.org
Bewertung1,6gut
10/2016
Vergleich.org
Bewertung1,7gut
11/2016
Vergleich.org
Bewertung1,8gut
11/2016
Vergleich.org
Bewertung2,0gut
11/2016
Vergleich.org
Bewertung2,1gut
11/2016
Vollversionca. 37,78€
pro Jahr
ca. 47,18€
Einzellizenz für eine Plattform
26,95€
pro Jahr; 129,95€ für lebenslange Lizenz
ca. 11€
pro Jahr
9,95€
für das erste Jahr; 19,95€ ab dem zweiten Jahr
ab 13,95€
pro Jahr
Testversion30 Tage kostenlos
danach eingeschränkter Funktionsumfang
30 Tage kostenlos
danach eingeschränkter Funktionsumfang
30 Tage kostenlos
danach eingeschränkter Funktionsumfang
kostenlos
eingeschränkter Funktionsumfang
30 Tage kostenlos
danach eingeschränkter Funktionsumfang
kostenlos
eingeschränkter Funktionsumfang
KompatibilitätWindows, Mac OS XWindows, Mac OS X
Linux nur bedingt
Windows, Mac OS XWindows, Mac OS X, LinuxWindows, Mac OS X, LinuxWindows, Mac OS X
Appskompatibel mit Android kompatibel mit Apple kompatibel mit Android kompatibel mit Apple kompatibel mit Android kompatibel mit Apple kompatibel mit Android kompatibel mit Windows kompatibel mit Apple kompatibel mit Blackberry kompatibel mit Android kompatibel mit Apple kompatibel mit Android kompatibel mit Apple
Browser-PluginsPasswort Manager kann direkt im Browser bedient und genutzt werden.Internet ExplorerFirefoxChromeSafariInternet ExplorerFirefoxChromeSafariInternet ExplorerFirefoxChromeSafariOpera
u.a.
Internet ExplorerFirefoxChromeSafariOperaInternet ExplorerFirefoxChrome
u.a.
Internet ExplorerFirefoxChrome
Synchronisation
über Cloud-Service, nur bei Vollversion

über iCloud, Dropbox oder WLAN

über WLAN oder online

lokale Ver- und Entschlüsselung

online, nur bei Vollversion

online
Verschlüsselung
AES 256

AES 256

AES 256

AES 256

AES 256

AES 256
Passwort-Generator
Importfunktion
vom Browser | von anderen Softwares
Bereits bestehende, gespeicherte Logins / Passwörter können importiert werden.
||||||
automatische Passwort-Erfassung
automatisches Formular-Ausfüllen
Vor- und Nachteile
  • sehr gute Benutzeroberfläche
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung
  • verschlüsseltes Cloud-Backup zur Datenwiederherstellung
  • sehr klar und übersichtlich
  • verschiedene Synchronisations-möglichkeiten
  • sehr gute, plattformübergreifende Synchronisation und Integration auch in mobile Betriebssysteme
  • eher teuer, da es separat für jedes System gekauft werden muss
  • Erweiterungen für sehr viele Browser verfügbar
  • englische Video-Anleitungen
  • pro Webseite nur ein Benutzer möglich
  • günstiges Abo
  • kann Passwörter automatisch ändern
  • nur browserbasiert
  • einfache Bedienung
  • Erweiterungen für viele Browser verfügbar
  • kann auch auf einem USB-Stick installiert werden
  • zur Synchronisation müssen Daten online abgelegt werden
  • viele individuelle Einstellungen
  • kann auf Deutsch umgestellt werden
  • keine Unterstützung für Safari und Opera
  • Installation dauert etwas länger
Fazit
Bestes Tool im Test: Tolles, übersichtliches Interface, das weitgehend selbsterklärend ist. Durch ein verschlüsseltes Backup stehen Ihre Daten auch noch zur Verfügung, wenn z.B. das Smartphone einmal verloren geht.
Sehr gutes und mächtiges Tool mit komfortabler Bedienoberfläche. Nachteil: Die Lizenz ist vergleichsweise teuer und gilt immer nur für ein System, also entweder auf Windows oder Mac. Mobile Apps sind verfügbar (inklusive iOS-Integration), kosten aber ebenfalls extra.
Sehr gelungene Einführung mit Video-Tutorials. Positiv: Zur Synchronisation mehrere Geräte müssen Sie Ihre Daten nicht online ablegen. Pro Webseite lässt sich allerdings immer nur ein Account speichern.
LastPass ist ein ausschließlich browserbasiertes Tool. Die Daten werden auf dem Server von LastPass gespeichert, die Ver- und Entschlüsselung erfolgt aber nur auf dem eigenen Rechner.
Guter Passwort Manager, der vor allem dadurch überzeugt, dass er auf fast allen Platformen und Systemen läuft. Wer mehr als 10 Passwörter speichern will, muss die Vollversion kaufen.
Speichert alle Passwörter und Zugangsdaten zuverlässig und bietet einen hohen Schutz und viel Flexibilität durch individuelle Einstellungen. Dafür ist das Interface nicht ganz so übersichtlich.
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Fort Knox für Ihre Kennwörter: Passwort Manager sorgen für Sicherheit im Netz

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Passwort Manager oder Passwortprogramm speichert die Login-Daten zu Ihren Online-Accounts, Kreditkarten-Nummern, Bankdaten oder Adressen und hält diese Informationen abrufbereit. So müssen Sie sich keine einzelnen Passwörter mehr merken und können auch Formulare online automatisch ausfüllen lassen.
  • Eine hohe Verschlüsselung ist das A und O bei einem Passwort Manager. Alle Softwares im Test nutzen den höchsten gängigen Verschlüsselungsstandard AES (kurz für Advanced Encryption Standard) mit 256-Bit Schlüssellänge. Diese Verschlüsselung kommt auch in den USA zum Einsatz – z.B. zum Schutz von staatlichen Unterlagen mit höchster Geheimhaltungsstufe.
  • Testsieger in unserem Passwort Safe Test wird dashlane. Das Programm läuft auf beinahe allen Plattformen, und das reibungslos. Die Benutzeroberfläche ist selbsterklärend, sodass auch Nutzer ohne jegliches Technik-Know-How leicht damit zurecht kommen. Eine günstigere Alternative ist LastPass. Allerdings bietet die Software nur Browser-Plugins und keinen Desktop-Client.

passwortverwaltung handy
Heutzutage haben wir für fast alles einen Online-Account. E-Mail-Konten, Online-Shops, Bezahl-Dienste, Online-Banking, Mitgliedschaften in Foren, Social-Media, Youtube, Spiele, Dating-Seiten, und und und: Überall muss man sich anmelden. Sicherheitsexperten empfehlen seit Langem, für jeden dieser Accounts ein eigenes, hochkompliziertes Passwort mit möglichst vielen Zeichen zu nutzen. Doch wer kann sich diese schon merken? Und in Zeiten von Smartphones kommt darüber hinaus noch ein weiterer Aspekt hinzu, denn auf einem kleinen Touchdisplay mit noch kleinerer Tastatur ein langes Passwort fehlerfrei einzugeben, ist ein Wissenschaft für sich.

Viel zu oft nutzt man daher am Ende doch ein und dasselbe, leicht zu merkende Passwort. Doch was passiert, wenn nur ein einziger Ihrer Accounts gehackt wird? Die Gefahr ist groß, dass Betrüger sich so leicht Zugang zu allen Ihren Accounts verschaffen können. Wie aber kann man dieses Problem lösen? Die Antwort bieten sogenannte Passwort Manager. Das sind Software-Tools, die Ihnen dabei helfen, Ihre Zugangsdaten sicher zu speichern und diese wenn nötig abzurufen. Vergleich.org hat verschiedene Passwort Manager getestet. Dabei haben wir uns gefragt: Welche Passwort Programme sind wirklich hilfreich beim Passwörter Verwalten? Unterstützt der Passwort Safe Mac und Windows? Wie sieht die App-Passwortverwaltung auf dem Handy aus? Wir verraten Ihnen, wie Sie jedes Passwort sicher speichern können.

1. Was ist ein Passwort Manager?

Die beliebtesten und unsichersten Passwörter 2014:
  1. 123456
  2. password
  3. 12345
  4. 12345678
  5. qwerty
  6. 123456789
  7. 1234
  8. baseball
  9. dragon
  10. football

Ein Passwort Manager ist eine spezielle Hilfs-Software, die es Ihnen erleichtern soll, Ihre Zugangsdaten für verschiedene Online-Accounts, aber auch Bankdaten, Kreditkartennummern, Adressen und ähnliches zu speichern. Man nennt sie auch Passwortprogramme, Passwort Safe, Passwort-Speicher oder Daten-Tresor.

Stellen Sie sich das Ganze am besten wie eine Art Notizbuch mit Ihrer persönlichen Passwort-Sammlung vor – nur dass dieses noch viel mehr macht, als Daten sammeln oder ein ums andere Passwort verwalten. Ziel der Software ist es, diese auch zu sichern, damit Sie sich keine komplizierten Passwörter mehr merken müssen und kein Unbefugter Zugriff darauf erlangen kann.

Die Passwort Management Software gibt es sowohl als Desktop-Variante für PC oder Mac als auch für Smartphones. In der Regel kann man das Passwortprogramm für Handy mit der Desktop-Version synchronisieren, sodass man auf allen benutzten Plattformen stets die aktuellen Passwörter aufrufen kann.

Die meisten Passwort Manager helfen Ihnen auch dabei, besonders sichere Passwörter zu generieren. Dafür gibt es den Passwort Generator und den Passwort Sicherheitstest. Mit einem Masterpasswort sichern Sie Ihren Passwort Manager. Nur damit erhalten Sie Zugriff zu Ihrer Datenbank. Das Masterpasswort wird dabei nach den höchsten Sicherheitsvorgaben erstellt – so lassen sich z.B. keine ganzen Wörter oder simple Zahlenfolgen wählen, da diese für Hacker leicht zu knacken sind. Lange Kombinationen aus Kleinbuchstaben, Großbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen sind deutlich sicherer – aber auch schwerer zu merken.

Im Passwort Manager können Sie für jeden Ihrer Accounts ein sicheres Passwort hinterlegen – merken müssen Sie es sich nicht, das übernimmt das Tool für Sie. Sie merken sich nur das Masterpasswort.

Dieses sollte freilich ebenso sicher sein. Dafür merken Sie sich aber nur dieses eine, statt unendlich vieler verschiedener Kennwörter.

  • man muss sich nur ein Passwort merken
  • Software generiert sichere Passwörter
  • einige Tools können Login-Daten oder Formulare automatisch ausfüllen
  • Masterpasswort ist Ihr einziger Schlüssel – bei Vergessen ist kein Zugang zu den Daten mehr möglich
  • wird das Masterpasswort geknackt, hat man Zugang zu all Ihren Daten

2. Funktionen eines Passwort Managers

Es gibt eine Reihe von Funktionen, die alle Passwort Manager mitbringen. Grundsätzlich lässt sich überall eine Datenbank mit Ihren Zugangsdaten anlegen – teils ist allerdings die Anzahl der Einträge (zumindest in der kostenlosen Version) begrenzt. Alle von uns getesteten Passwortschutz Programme gibt es auch als Datentresor Freeware – teilweise allerdings nur als begrenzte Testversion. Einen gesonderten Passwort Safe Freeware Test haben wir allerdings nicht durchgeführt.

Alle Kennwort Speicher aus unserem Test laufen sowohl unter Windows als auch unter Mac OS X als Desktop-Variante, bringen aber auch mobile Versionen mit, durch die Sie vom Smartphone aus auf Ihre Daten zugreifen können. Jeder Passwort Manager verfügt über eine Passwort-Generator Software, die es Ihnen abnimmt, sich willkürliche Buchstaben-Zahlen-Kombinationen auszudenken und diese automatisch für Sie bereitstellt, wann immer Sie ein neues Passwort benötigen. Damit können Sie auch jedes Passwort testen, dass Sie bisher benutzen, und gegebenenfalls ersetzen, wenn es zu schwach ist.

Darüber hinaus gibt es viele weitere Funktionen, die nicht jedes Passwortschutz-Programm bietet oder zum Teil auch kostenpflichtig sind. Diese stellen wir Ihnen im Folgenden in unserem Passwortverwaltung Test genauer vor.

Funktion Erklärung
Zugang durch Masterpasswort oder Schlüsseldatei Die meisten Passwort Manager schützen Ihre verschlüsselten Daten mit einem Masterpasswort – einem einzigen Passwort also, das Ihnen Zugang gewährt. Wer dennoch dazu neigt, ein Passwort zu vergessen, sollte nach einem Programm Ausschau halten, das mit Hilfe einer sogenannten Schlüsseldatei gesichert werden kann. Diese Datei wird auf einem USB-Stick gespeichert, den Sie an Ihren Computer anschließen. Nur dann haben Sie Zugang zu Ihren Passwörtern. Später ziehen Sie den USB-Stick einfach ab und können Ihn überall mit hinnehmen.
Passwort Manager USB-Stick Manche Passwort Manager lassen sich – statt auf dem PC oder Mac – auch auf einem USB-Stick installieren. Dieser ist transportabel und überall einsatzbereit, wo Sie ihn gerade benötigen.
plattformübergreifende Synchronisation Sie wollen Ihren Passwort Manager nicht nur am PC nutzen, sondern auch auf Ihrem Smartphone? Dann benötigen Sie ein Programm, dass über eine Synchronisationsfunktion verfügt. Nur so werden Änderungen, die Sie auf einer Plattform vornehmen, auch auf den anderen übernommen werden. Allerdings bringt eine Synchronisation oft auch ein Sicherheitsrisiko mit sich, da Ihre Daten dafür meist online gespeichert werden müssen und dort leichter von Betrügern gehackt werden können. Die Passwortverwaltung online durchzuführen ist daher nicht ganz ungefährlich. Sicherer ist nur eine Synchronisation über das eigene, abgesicherte WLAN – diese Funktion bieten aber nicht alle Softwares an.
Auto Fill, virtuelle Tastatur und Drag and Drop Betrüger können mit speziellen Tools oft sehr einfach ausspähen, was Sie gerade auf Ihrem Rechner tun. So kann man beispielsweise verfolgen, welche Tasten Sie auf der Tastatur drücken. Auch das Auslesen der Zwischenablage ist möglich. Würden Sie Ihre Passwörter der Einfachheit halber kopieren und einfügen, wenn Sie sie brauchen, wäre die Gefahr groß, dass dabei Ihre Daten von einem Fremden ausgespäht werden. Dies bezeichnet man als Keylogger. Um dieses Problem zu beseitigen, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Eine virtuelle Tastatur erscheint auf Ihrem Bildschirm, mit deren Hilfe Sie Passwörter eingeben können.
  • Mit Hilfe von Drag and Drop lassen sich Passwörter im Passwort Manager markieren und an die benötigte Stelle ziehen.
  • Am bequemsten ist die Auto Fill Funktion. Dabei speichern Sie nicht nur Ihre Zugangsdaten, sondern auch die zugehörige Webseite. Möchten Sie sich anmelden, rufen Sie die Seite auf und der Passwort Manager trägt die Daten automatisch ein. Das funktioniert häufig auch für oft benötigte Daten beim Ausfüllen von Formularen, z.B. Namen und Adressen.
Client oder Browser-Plugin Es gibt Passwort Manager, die Ihnen einen Client auf Ihrem Desktop zur Verfügung stellen. Andere bieten auch für verschiedene Browser Plugins an. So kann man die Programme direkt im Browser aktivieren und von dort aus auf die benötigten Kennwörter zugreifen. Nicht jeder Passwort Manager unterstützt allerdings auch jeden Browser. Nachteil eines rein browserbasierten Passwort Managers wie z.B. LastPass: Hier können Sie keine Passwörter für Anwendungen hinterlegen, die nicht browserbasiert sind, wie etwa Skype.
Gruppieren von Daten Je nachdem, wie viele Daten Sie mir Ihrem Passwort Manager organisieren möchten, kann eine Funktion hilfreich sein, die ein Kategorisieren und Gruppieren erlaubt.
verschlüsselte Notizen Einige Passwort Manager bieten auch die Möglichkeit, Notizen anzulegen und diese ebenfalls zu Verschlüsseln, damit niemand an Ihre Geheimnisse gelangt.
Team-Nutzung Gerade für Unternehmen ist es sinnvoll, wenn man die Passwort Software auch gemeinsam nutzen, mehrere Accounts zu erstellen und Anmeldedaten bei Bedarf zu teilen. Oft gibt es die Passwort Manager in speziellen Enterprise oder Team Versionen.

3. Die verschiedenen Passwort Manager im Einzelnen

3.1. dashlane

Unser Testsieger im Test der Passwort Manager heißt dashlane. Das Passwort Programm für iPhone, Android, PC und Mac ist seit 2012 erhältlich und überzeugt vor allem mit einem besonders benutzerfreundlichen und weitgehend selbsterklärendem Interface. Der Passwort Manager speichert neben Ihren Kennwörtern und Zugangsdaten auch eine ganze Menge oft benötigter Formulardaten wie Adressen, Telefonnummern, Geburtsdatum und Co.

Darüber hinaus ist er in der Lage, Sie auf Wunsch auch vollautomatisch einzuloggen und Formulare für Sie auszufüllen. Mithilfe einer Zwei-Faktor-Authentifizierung sind Ihre Passwörter besonders sicher: neben dem Masterpasswort nutzt das Programm die App Google-Authenticator, bei dem der Nutzer zum Einloggen jedes mal ein neu generiertes Einmalpasswort eingeben muss, um den Passwort Manager freizuschalten.

Passwort verwalten Test: Dashlane Benutzeroberfläche

Dashlane: Die Passwort Software für PC und Mac besitzt eine besonders übersichtliche und nahezu selbsterklärende Bedienoberfläche.

3.2. LastPass

Mobiles Password Programm LastPass für 11€ pro Jahr.

Auch mobil sicher: Die LastPass App kostet etwa 11€ im Jahr.

Mit LastPass lassen sich Ihre Passwörter sehr einfach speichern und sortieren. Außerdem bietet die Software die Möglichkeit, die Daten zwischen verschiedenen Plattformen wie PC und Smartphone sehr einfach auszutauschen, mit dem Passwort Manager für Handy von LastPass. Dafür müssen Sie Ihre Passwörter allerdings online ablegen – manche User betrachten das als Sicherheitsrisiko. Falls Hacker die Server von LastPass angreifen, könnten Sie also Zugriff auf Ihre Daten erlangen. LastPass versichert jedoch, dass diese stets vor dem Hochladen lokal auf Ihrem Computer verschlüsselt werden. Die Entschlüsselung sei ebenfalls nur auf Ihrem heimischen Rechner möglich.

Das Tool bietet ebenfalls eine Funktion, mit der Sie Ihre Passwörter automatisch ändern lassen können. Das ist praktisch, wenn man besonders viele verschiedene Accounts besitzt. Auch hier gibt es eine Unterstützung für eine Zwei-Faktor-Authentifizierung – mittels Google-Authenticator, einer auf einem separaten USB-Stick gespeicherten Schlüsseldatei oder mittels Yubikey (eine Art extra-dünner USB-Stick, der auf Knopfdruck ein Einmalpasswort erstellt). Während die Desktop-Varianten auch als kostenlose Testversionen mit eingeschränktem Funktionsumfang zur Verfügung stehen, gibt es die Apps nur im kostenpflichtigen Abo. Dieses ist mit 12$ im Jahr (etwa 11€) aber sehr günstig.

3.3. 1Password

PW Generator online

Auch online finden Sie Webseiten, die beim Erstellen eines sicheren Passwortes helfen sollen. Allerdings können wir diese nicht empfehlen, da nicht gesichert ist, ob die generierten Passwörter irgendwo gespeichert oder ausgelesen werden. Ebenfalls abzuraten ist von einem online Passwort-Sicherheit Test.

1Password ist ein mächtiger Passwort Manager, der Ihnen eine Art digitaler Brieftasche zur Verfügung stellt und Ihre Daten sauber organisiert. Das Programm läuft auf allen unterstützten Systemen reibungslos. So können Sie Ihr Passwort verwalten auf iPhone wie auch auf Android-Smartphones. Auch mit den meisten Browsern kommt es zurecht. Auch der Passwort Generator funktioniert gut, zudem besteht die Möglichkeit, sichere Passwörter individuell anzupassen. Statt rein nach dem Zufallsprinzip können Sie also auch Passwörter erstellen, die sicher, aber für Sie dennoch leicht(er) zu merken sind.

Man kann das Programm zum Passwort Speichern ausschließlich lokal verwenden oder es über Dropbox, iCloud oder WLAN zwischen verschiedenen Geräten synchronisieren. Es gibt die Möglichkeit, einen Notfall-Kontakt einzurichten. Was allerdings auffällt, ist, dass es für das Programm nur eine englischsprachige Unterstützung gibt. Zudem konzentrieren sich sämtliche Anleitungen in der Hauptsache auf Apple-User. Wer die Premium-Version nutzen möchte, muss 1Password für jede Plattform einzeln erwerben. Manch einer mag auch vom Preis von immerhin knapp 50€ abgeschreckt werden – dafür handelt es sich um eine lebenslange Lizenz, die nicht erneuert werden muss.

Software Programm 1Password: klar und übersichtlich strukturierte digitale Brieftasche.

1Password ist klar und übersichtlich strukturiert und fungiert als digitale Brieftasche.

3.4. StickyPassword

Sehr einfach in der Bedienung – auch Nutzer ohne IT-Know-How kommen mit StickyPassword schnell zurecht. Dafür gibt es beispielsweise Video-Anleitungen – allerdings nur auf Englisch. Das Programm kann Formulare automatisch ausfüllen und auch die Anmeldung auf Webseiten für Sie übernehmen. Daten werden automatisch sortiert, können aber auch individuell so angelegt werden, wie es am praktischsten ist. Wer sich nicht durch die Sortierung wühlen will, wenn er bestimmte Daten sucht, kann stattdessen auch das Suchfeld nutzen: Dieses funktioniert sehr zuverlässig.

Will man Daten ändern, muss man sie manuell im Programm eingeben und dort speichern, da es keine automatische Aktualisierung gibt. Praktisch: Gehen die Daten einmal verloren (z.B. weil der Computer defekt ist oder man sein Smartphone verloren hat), können Sie Ihren Account mithilfe eines Backups zur Wiederherstellung wieder freischalten. Diese Funktion gibt es allerdings nur in der kostenpflichtigen Premium-Variante, genau wie die Option zur geräteübergreifenden Synchronisation. Zudem unterstützt StickyPassword die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Beim Kauf der Premium-Version kann zwischen einer Jahres-Lizenz und einer lebenslangen Lizenz gewählt werden. Ein Teil des Kaufpreises kommt der Rettung gefährdeter Seekühe zugute.

Passwortverwaltung für Windows und Mac: StickyPassword

Zum Eingeben von Passwörtern gibt es bei StickyPassword eine virtuelle Tastatur, die Keylogger abwehrt.

3.5. RoboForm

roboform-app

Der Passwort Generator von RoboForm lässt sich an die jeweiligen Vorgaben zu Länge und Aufbau des Passworts anpassen.

RoboForm gibt es bereits seit 1999 – dementsprechend groß ist die Unterstützung für die verschiedensten Systeme und Plattformen. Praktisch: Es lassen sich auch mehrere Accounts pro Webseite anlegen, sodass z.B. mehrere Familienmitglieder den Manager gemeinsam nutzen können, wenn Sie Ihre Passwörter speichern im Programm. Das Programm kann auch direkt auf einen USB-Stick installiert werden. So können Sie den Passwort Manager quasi an jedem Computer verwenden, ohne dass Sie Ihre Passwörter irgendwo online speichern müssen.

Mit RoboForm können auch Passwörter für nicht-browserbasierte Anwendungen wie Skype gespeichert werden. Leider bietet die kostenlose Testversion nur Platz für 10 Login-Einträge – wer mehr hat (und das ist heutzutage ja ziemlich wahrscheinlich), muss die kostenpflichtige Variante RoboForm Everywhere herunterladen. Auch die Synchronisation von mehreren Geräten ist nur dort möglich. Regulär kostet sie 19,95 € – im ersten Jahr zahlt man allerdings nur 9,95 €.

3.6. Kaspersky Password Manager

Kaspersky kennt man vor allem von der Antiviren-Software Kaspersky Internet Security. Das russische Softwareunternehmen bietet aber auch einen separaten Passwort Safe für Mac und Windows für rund 14€ im Jahr an. Eine Testversion gibt es für 30 Tage kostenlos, allerdings können damit lediglich 15 Einträge verwaltet werden und auch die sonstigen Funktionen stehen nur in begrenztem Maß zur Verfügung. Die kostenpflichtige Vollversion steht Ihnen dafür auf allen Ihren Geräten zur Verfügung und auch eine Synchronisation Ihrer Daten ist möglich.

Die Installation nimmt etwas mehr Zeit in Anspruch als bei den anderen Programmen, ist aber auch in wenigen Minuten abgeschlossen. Die Software lässt sich auf Deutsch umstellen, so dass die Bedienung noch vereinfacht wird. Für die Verwendung müssen Sie als erstes einen Account bei Kaspersky anlegen, mit dem Sie auch weitere Produkte der Firma verwenden können. Leider gibt es keine Browser-Erweiterungen für Safari und Opera und auch unter Linux läuft das Programm nicht.

4. Sichere Passwörter: So geht’s

Grundsätzlich gilt es bei allen Kennwörtern einige Regeln zu beachten, die Ihnen helfen, Ihre Accounts besser zu schützen. Freilich müssen zuerst einmal die Anforderungen erfüllt werden, die die jeweilige Seite erfordert. Das kann etwa eine bestimmte Zeichenanzahl sein, aber auch die Verwendung von Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen kann vorgeschrieben sein.

Um ein Passwort zu generieren, dass nur schwer geknackt werden kann, benötigen Sie nicht unbedingt einen Freeware Passwort Generator. Folgende Tipps helfen Ihnen, ein sicheres Passwort zu erstellen oder ein sicheres Passwort zu testen:

  1. Eine Länge von zwölf Zeichen gilt als Minimum für ein sicheres Passwort.
  2. Verwenden Sie je mindestens einen Groß- und Kleinbuchstaben, eine Zahl und mindestens ein Sonderzeichen (z.B. ?!%&+- usw.).
  3. Nutzen Sie keine Namen – weder als Benutzernamen, noch als Teil eines Passworts. Jemand, der Sie kennt, könnte sich sonst leicht Zugang zu Ihren Accounts verschaffen.
  4. Es sollten keine natürlichen Wörter verwendet werden, wie sie z.B. im Duden stehen.
  5. Benutzen Sie keine einfachen Wiederholungen, Buchstaben- oder Zahlenfolgen. Das gilt auch für gängige „Tastatur-Muster“ wie qwertz oder 12345678.
  6. Ein einfaches Passwort wird nicht sicherer, weil Sie am Anfang oder Ende eine Zahl oder ein Sonderzeichen ergänzen.

Wie aber soll man sich ein zwölfstelliges kompliziertes Passwort merken? Am einfachsten geht das mit einem Merksatz: „Jeden Morgen laufe ich sieben Minuten zum Bäcker und kaufe eine Streuselschnecke.“ Nun nimmt man von jedem Wort den Anfangsbuchstaben (oder den zweiten, oder den letzten,…). „Sieben“ und „eine“ ersetzt man durch die Ziffern 7 und 1, das Wort „und“ wird mit dem Zeichen & dargestellt. So ergibt sich als Passwort:

JMli7MzB&k1S

Wichtig ist, dass man sich den verwendeten Merksatz selbst ausdenkt, da Hacker auch über Software verfügen, die beispielsweise berühmte Zitate als Grundlage von Passwörtern erkennen kann.

Hinweis: Es ist sinnvoll, alle 6 Monate Ihre Passwörter zu erneuern. Manche Passwort Manager helfen Ihnen dabei ebenfalls.

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