Triodos Sustainable Equity R Triodos Sustainable Equity R
Superior 3 - Ethik (A) Superior 3 - Ethik (A)
iShares Global Clean Energy Ucits ETF iShares Global Clean Energy Ucits ETF
UBS - MSCI World Socially Responsible Ucits ETF A UBS - MSCI World Socially Responsible Ucits ETF A
Erste Responsible Bond (A) ausschüttend Erste Responsible Bond (A) ausschüttend
ACATIS Fair Value Modulor Vermögensverwaltungsfonds Nr. 1 A ACATIS Fair Value Modulor Vermögensverwaltungsfonds Nr. 1 A
Abbildung Triodos Sustainable Equity R Superior 3 - Ethik (A) iShares Global Clean Energy Ucits ETF UBS - MSCI World Socially Responsible Ucits ETF A Erste Responsible Bond (A) ausschüttend ACATIS Fair Value Modulor Vermögensverwaltungsfonds Nr. 1 A
Anbieter Triodos Sustainable Equity R Superior 3 - Ethik (A) iShares Global Clean Energy Ucits ETF UBS - MSCI World Socially Responsible Ucits ETF A Erste Responsible Bond (A) ausschüttend ACATIS Fair Value Modulor Vermögensverwaltungsfonds Nr. 1 A
Herausgeber Triodos Invest­ment Mana­ge­ment B.V. Secu­rity KAG iShares UBS-ETF ERSTE-SPA­RIN­VEST KAG (A) Hauck & Auf­häuser Invest­ment­ge­sell­schaft S.A.
Fondsart ETFs sind börsengehandelte Fonds, welche die Wertentwicklung Index nachzeichnen, bspw. den Dax (auch Indexfonds genannt). Aufgrund des geringen Verwaltungsaufwands und den fehlenden Ausgabeaufschlags sind sie sehr kostengünstig.
Aktienfonds, Rentenfonds und Mischfonds sind aktive Fonds. Durch den Kauf und Verkauf von Wertpapieren passt der Fondsmanager die Fondsbestandteile regelmäßig an die Marktentwicklungen an.
Akti­en­fonds welt­weit Misch­fonds Europa, defensivAkti­en­an­teil: 0 - 20 % Aktien-ETF
auf einen Bran­chen­index
Aktien-ETF welt­weit Ren­ten­fonds welt­weit
Anlei­hen­fonds
Misch­fonds welt­weit, fle­xibelDer Fonds inves­tiert in Aktien, Anleihen, Genuss­scheine, Bank­ein­lagen sowie in Zer­ti­fi­kate
Risikoklasse
Stufen 1-7
5 3 6 5 3 4
Zertifiziert mit FNG-Siegel für 2017 Das Siegel des Forums für nachhaltige Geldanlagen wird jährlich neu vergeben.
Zu den Mindestanforderungen gehören der Ausschluss von Atomkraft und Waffen und die Einhaltung der vier Bereiche des UN-Global Compact – Umweltschutz, Korruptionsbekämpfung, Menschen- und Arbeitsrechte.
Siegel nur für aktive Fonds Siegel nur für aktive Fonds
FNG-Sterne für Nachhaltigkeit *** ** / Bewer­tung nur bei aktiven Fonds ** *
5-jährige Rendite bis Mitte 2017 12,6 % 4,4 % 5,91 % 13,3 % 3,8 % 7 %
Fondskosten p.a. 1,5 % 1,01 % 0,65 % 0,38 % 0,75 % 1,91 %
regulärer Ausgabeaufschlag 5 % 2,5 % / / 3,5 % 5 %
max. 5 %
keine Performance-Gebühr
Ein­füh­rung einer 10%-igen Gewinn­be­tei­li­gung mög­lich
max. 5 % der über 5 % hin­aus­ge­henden Wert­ent­wick­lung
Beispiele für Depotanbieter mit Rabatt auf Ausgabeaufschlag
  • Max­blue, S-broker und Com­di­rect: 50 % Rabatt
  • OnVi­sta­bank: güns­tige oder kos­ten­f­reie Order statt Aus­ga­be­auf­schlag
  • S-broker und Max­blue: 1,25 % Aus­ga­be­auf­schlag
  • Flatex: 5,90 € Orde­rent­gelt für Ein­ma­l­in­ves­ti­tion, kos­ten­f­reier Spar­plan
  • S-broker
  • Con­sors­bank
  • Flatex: 5,90 € Orde­rent­gelt für Ein­ma­l­in­ves­ti­tion, 90 Ct pro Spar­rate bei Spar­plan
  • DKB: 10 € Orde­rent­gelt für Ein­ma­l­in­ves­ti­tion, 1,50 € pro Spar­rate bei Spar­plan
  • Con­sors­bank: ohne Aus­ga­be­auf­schlag
  • OnVi­sta­bank: güns­tige oder kos­ten­f­reie Order statt Aus­ga­be­auf­schlag
  • Max­blue: 50 % Rabatt
  • Com­di­rect: 25 % Rabatt
  • ING-DiBa: ohne Aus­ga­be­auf­schlag
  • OnVi­sta­bank: güns­tige oder kos­ten­f­reie Order statt Aus­ga­be­auf­schlag
  • Com­di­rect: 25 % Rabatt
Mindestanlage 250 € / / / / /
an deutschen Börsen handelbar
Vor- und Nachteile
  • Depot­füh­rung bei Triodos Bank kos­tenlos
  • höchst­mög­liche Bewer­tung für Nach­hal­tig­keit bei FNG
  • 1 % Rück­ga­be­ge­bühr
  • Aus­schluss von fos­si­lien Brenn­stoffen
  • sehr gutes Chance-Risiko-Ver­hältnis in der Ver­gan­gen­heit
  • kein Aus­schluss von Unter­nehmen mit Tier­ver­su­chen
  • sehr hoher Bezug zu Umwelt- und Kli­ma­schutz
  • teil­weise auch als Spar­plan ohne Orde­rent­gelt ange­boten
  • geringe Risi­ko­st­reuung durch Aus­wahl von nur 30 Unter­nehmen
  • stren­gere Aus­wahl der Unter­nehmen als bei anderen breit gest­reuten ETFs
  • sehr günstig
  • laxere Kon­trolle der Kri­te­rien als bei aktiven Fonds
  • Aus­schluss von fos­silen Brenn­stoffen
  • Aus­schluss von Tier­ver­su­chen
  • über­schau­bares Ren­di­te­po­ten­zial
  • mit Rabatten auf Aus­ga­be­auf­schlag erhält­lich
  • kein Aus­schluss von Tier­ver­su­chen
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Für die gute Sache muss man nicht auf Zinsen verzichten!

Das Wichtigste in Kürze
  • Alle nachhaltigen Fonds im Vergleich erfüllen bestimmte Mindeststandards. Keiner der Fonds investiert in Waffengeschäfte, Kernenergie, korrupte Staaten oder in Unternehmen, die Arbeits- oder Menschenrechte verletzen.
  • Wer einen Ökofonds möchte, sollte auf weitere Kriterien wie den Ausschluss von fossilen Brennstoffen achten oder gleich auf eine grüne Branche setzen. Solche Fonds sind jedoch oft stärkeren Wertschwankungen ausgesetzt.
  • Für die Chancen und Risiken der ethisch-ökologischen Fonds gelten die gleichen Regeln wie für herkömmliche Fonds. Sie sind jeweils nur als langfristige Geldanlage geeignet.
  • Die üblichen Ausgabeaufschläge nagen stark an der Rendite. Verwahren Sie Ihre Fondsanteile daher am besten bei einem Depotanbieter, der Rabatte beim Fondskauf gewährt und keine Grundgebühr verlangt.

ökofonds vergleichEthisch-ökologische Investmentfonds sind immer noch ein Nischenprodukt, aber das Interesse an ihnen ist mittlerweile stark angestiegen: Während 2005 nachhaltige Fonds in Deutschland erst ein Volumen von 1,7 Milliarden Euro hatten, wurden 2016 schon über 23 Milliarden Euro in nachhaltige Fonds angelegt (Quelle: FNG). Auch wenn man damit nicht direkt umweltfreundliche oder anderweitig nachhaltige Projekte stärkt, ist es sinnvoll, bestimmte Unternehmen oder Länder als Anleger zu unterstützen – oder eben gerade nicht. Manager von großen Fonds stehen zudem in Kontakt mit den Unternehmen und können so direkt auf die Geschäftspraktiken Einfluss nehmen.

Doch wann schmückt sich ein Fonds nur mit einem sauberen Image? Und was bringt er Ihrem Portemonnaie? Unser Nachhaltigkeitsfonds-Vergleich 2017 klärt die wichtigsten Fragen dazu und präsentiert weitere ethische Investments.

1. Welche Unternehmen und Ländern gehören in die Fonds?

1.1. Entscheidung nach dem Ausschlussprinzip

umweltfonds vergleich

Größtes NoGo für nachhaltige Fonds: Firmen, die Waffengeschäfte betreiben.

Die Mehrheit der Fonds arbeitet mit Ausschlusskriterien. So sind bestimmte Branchen und Unternehmen mit fragwürdigen Vorgehensweisen von den Fonds exkludiert. Der Fokus liegt in der Regel aber nicht auf ökologischen Aspekten.

Was 2016 die gängigsten Ausschlusskriterien waren, hat das das Forum für nachhaltige Geldanlage e.V. (FNG) zusammengefasst:

  1. Waffen (Handel, Produktion)
  2. Menschenrechtsverletzungen
  3. Arbeitsrechtsverletzungen
  4. Glücksspiel
  5. Korruption
  6. Tabak
  7. Pornografie
  8. Alkohol
  9. Kernenergie
  10. Umweltzerstörung

Geht man nur nach den Negativkriterien, gehören schnell Unternehmen zu den größten Titeln der Fonds, die mit ethisch-ökologischen Themen kaum mehr etwas zu tun haben. Bei dem nachhaltigen Aktienfonds von Triodos bspw. nimmt ein Online-Reiseanbieter die größte Position ein. Ein Nachhaltigkeitsfonds von Union Investment hält Adidas-Aktien.

1.2. Mindeststandards durch FNG-Siegel

nachhaltige fonds kaufen Ein wichtiges Erkennungsmerkmal von echten Nachhaltigkeitsfonds ist das FNG-Siegel. Zu den Mindestanforderungen für die Zertifizierung gehören der Ausschluss von Atomkraft und Waffen sowie die Einhaltung der vier Bereiche des UN-Global Compact – Umweltschutz, Korruptionsbekämpfung, Menschen- und Arbeitsrechte.

Darüber hinaus werden die Glaubwürdigkeit der Unternehmen und deren Produktstandards geprüft. So können zertifizierte Fonds bestenfalls drei Sterne erhalten. Fonds, die fossile Brennstoffe oder Gentechnik nicht ausschließen, können zwar das FNG-Siegel erhalten, werden aber höchstens zwei Sterne erhalten. Die Zertifizierung muss jährlich erneuert werden.

1.3. Ökofonds

Manche Fonds konzentrieren sich ausschließlich auf grüne Branchen.

Der Aktienfonds Erste WWF Stock Environment z.B. investiert nur in Unternehmen, die für die Umwelt einen besonderen Nutzen stiften. Dazu zählen Firmen aus den Bereichen Erneuerbare Energien, Recycling, Mobilität sowie Energieeffizienz. Der Fonds wird der Risikoklasse 6 von 7 zugeordnet.

Doch nicht jeder Ökofonds ist überdurchschnittlichen Wertschwankungen ausgesetzt. Der neue Rentenfonds Raiffeisen-Greenbonds bspw. gehört in die Risikoklasse 3. Er besteht mehrheitlich aus Anleihen, die ökologische Projekte finanzieren.

2. Gewöhnliche Fonds sind nicht öfters sehr gut

Finanztest (07/2017) verglich 241 herkömmliche mit 26 nachhaltigen Aktienfonds, die jeweils weltweit streuten. In beiden Gruppen fand man gleich viele Investmentfonds mit einem sehr guten Chance-Risiko-Verhältnis. Allerdings bewertete das Tochtermagazin von Stiftung Warentest mehr klassische Fonds mit gut und alternative Fonds häufiger nur mittelmäßig. Die Renditen unterscheiden sich kaum laut Finanztest, doch alternative Investments seien etwas riskanter, da sie von weniger Sektoren abhängig sind.

In diesen Test wurden nur sehr diversifizierte Fonds einbezogen. Vergleicht man klassische und ökologische Fonds, die nur in eine Branche investieren, wäre das Risiko sehr ähnlich.

Hinweis: Aktienfonds bringen im Durchschnitt eine höhere Rendite als Mischfonds und Rentenfonds. Allerdings sind die Wertschwankungen dafür auch höher. Für ein ausgewogenes Anlageportfolio kombinieren Sie am besten Aktienfonds mit Wertpapieren aus niedrigeren Risikoklassen.

nachhaltige aktien

3. Aktive Fonds vs. ETFs

In unseren Nachhaltigskeitsfonds-Test haben wir sowohl aktive als auch passive Fonds einbezogen. Letztere zeichnen einen Index nach und sind daher auch als Indexfonds bekannt. Bei den börsengehandelten Indexfonds spricht man von Exchange Traded Funds (ETFs). Bekannte Börsenindizes sind u.a. der Deutsche Aktienindex, der die Entwicklung der 30 größten deutschen Unternehmen reflektiert oder der Dow Jones Industrial Average Index, das amerikanische Gegenstück. Bestenfalls entwickelt sich ein ETF genauso wie der Index, den er nachzeichnet.

Dagegen werden bei den klassischen, aktiven Fonds die einzelnen Komponenten kontinuierlich den Marktentwicklungen angepasst. Durch geschickte Käufe und Verkäufe von Fondsanteilen versuchen Fondsmanager, den Markt zu schlagen.

Das intensive Management und der häufig anfallende Ausgabeaufschlag machen aktive Fonds teurer als Indexfonds, weshalb die Rendite im Durchschnitt niedriger ist. Aber: Aktive Fonds können strenge ethisch-ökologische Kriterien häufig besser erfüllen als passive Fonds. Denn ein Fondsmanager kann schneller auf Veränderungen reagieren und genauer selektieren.

Eine Option zu marktbreiten und globalen ETFs, die nicht so streng nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit gestaltet werden können wie aktive Fonds, sind ETFs auf einen Index, der nur grüne Branchen beinhaltet. Es gibt sowohl grüne ETFs auf Aktien-Indizes als auch auf Anleihen-Indizes.

4. Große Kostenunterschiede bei der Depotwahl

In den Angaben zur Rendite der Ethikfonds sind etwaige Depotgebühren nicht inbegriffen. Die müssen aber auch nicht sein, denn zahlreiche Direktbanken und Broker verzichten auf eine Grundgebühr. Auf der anderen Seite möchten Sie Ihr Geld vielleicht besonders nachhaltig investieren und das Depot bei einer alternativen Bank eröffnen.

Folgende Liste zeigt eine Auswahl der Depotgebühren von ethischen Banken sowie Banken und Broker ohne laufende Depotkosten (Stand: Juli 2017).

Anbieter Depotgebühren
Triodos Bank
  • kostenloses Fondsdepot
  • nur für Triodos-Fonds verwendbar
Umweltbank
  • momentan kostenloses Depot (keine zeitliche Begrenzung)
  • ansonsten 0,125 % p.a. des Anlagevolumens
  • und mindestens 12,50 € im Jahr
Ethikbank
  • 25 € p.a.
  • 5 € pro Depotposten
OnVista Bank
  • kostenlos
Consorsbank
  • kostenlos
Maxblue
  • kostenlos
Flatex
  • kostenlos
Comdirect
  • kostenlos bei einer Transaktion pro Quartal, bspw. Sparplan
  • sonst 23,40 € p.a.
Sparkassen-Broker
  • kostenlos bei einer Transaktion pro Quartal, bspw. Sparplan
  • sonst 35,40 € p.a.

Hinzu kommen womöglich die Orderentgelte für den Kauf und Verkauf von Wertpapieren an der Börse. Diese Gebühr fällt bei einer Einmalanlage mit ETFs an, aber auch aktive Fonds können an der Börse gehandelt werden.

Besonders günstig hinsichtlich der Orderkosten ist u.a. Flatex: Unabhängig von dem Transaktionsvolumen wird eine Pauschale von 5 Euro fällig. Mehr zu den jeweiligen Konditionen lesen Sie in unserem Wertpapierdepot-Vergleich.

5. Die besten Nachhaltigkeitsfonds im Test

Einen Vergleichssieger unter den nachhaltigen Fonds haben wir nicht gekürt, da die jeweiligen Renditeaussichten und Risiken sehr unterschiedlich sind. Außerdem ist es Ihre persönliche Entscheidung, wie wichtig der potentielle Anlageerfolg und wie wichtig die ethisch-ökologischen Aspekte sind.

Alle aktiven Nachhaltigkeitsfonds im Vergleich haben für 2017 das Siegel des Forums für nachhaltige Geldanlagen erhalten (siehe 1.2). Der nachhaltigste Fonds ist der Triodos Sustainable Equity R. Dieser Aktienfonds hat drei von drei möglichen FNG-Sternen bekommen. Aus ökonomischer Sicht ist an dem Triodos-Fonds zu bemängeln, dass bei der Rückgabe der Fondsanteile 1 % des Anlagevolumens fällig werden und die laufenden Fondskosten relativ hoch sind.

beste nachhaltige fonds

Industrielle Massentierhaltung ist von dem MSCI World Socially Responsible ETF von UBS nicht ausgeschlossen.

Für ETFs gibt es das FNG-Siegel noch nicht. Den nachhaltigen Indexfonds von UBS auf den MSCI-World-Index finden Sie in unserer Tabelle, weil er mehr ethische Kriterien erfüllt als bspw. die Nachhaltigkeits-ETFs von iShares, welche ebenfalls breit gestreut sind.

Da der UBS-ETF fossile Brennstoffe und umstrittene Landwirtschaftszweige nicht ausklammert, kann er definitiv nicht als Ökofonds bezeichnet werden – anders als der Sektoren-ETF iShares Global Clean Energy Ucits. 

Außerdem haben wir uns für den Nachhaltigkeitsfonds-Vergleich auf solche Anlagen fokussiert, die laut Finanztest (07/2017) ein überdurchschnittlich gutes Chancen-Risiko-Profil aufweisen. Besonders hervorzuheben ist in diesem Punkt der Superior 3 - Ethik. Für den geringen Aktienanteil von höchstens 20 % hat dieser Mischfonds in der Vergangenheit eine gute Performance hingelegt.

oekofonds-test

6. Weitere grüne Geldanlagen und Konten im Vergleich

6.1. Girokonto und Tagesgeld

Auch wenn Sie nicht genügend Geld für langfristige Kapitalanlagen haben, können Sie Ihre Finanzen nach Regeln der Nachhaltigkeit gestalten. Bis auf die Umweltbank bieten alle nachhaltigen Banken Girokonten an. Dafür fallen Kontogebühren von 3 – 5 Euro im Monat an, für junge Leute sind die Konten meist kostenfrei. Wenn man bedenkt, dass immer mehr Sparkassen, Genossenschaftsbanken und Großbanken wie die Postbank auf Kontoführungsgebühren setzen, sind die Kosten für ethische Girokonten nicht allzu hoch.

Tagesgeldkonten offerieren Ethikbank und Co. ebenfalls, allerdings liegt die Verzinsung momentan bestenfalls bei 0,1 %. Mehr zu den Giro- und Tagesgeldkonten lesen Sie in unserem Vergleich der alternativen Banken.

6.2. Sparbriefe: sehr sicher, aber wenig lukrativ

Sparbriefe sind den Festgeldkonten sehr ähnlich, wobei die Laufzeiten länger sind. Die Ethikbank und die Umweltbank bieten Sparbriefe mit Laufzeiten von ein bis zehn Jahren an. Die Mindestanlagen belaufen sich auf 1.000 bzw. 500 Euro.

Anleger erhalten bspw. bei der Umweltbank für fünf Jahre Laufzeit 0,5 Prozent Zinsen pro Jahr. Das ist eine magere Rendite, aber auf der anderen Seite: Der Sparbrief ist ertragreicher als das Girokonto oder ein Sparbuch und einen gewissen Prozentsatz des Vermögens sollte man nun einmal in sehr sichere Geldanlagen investieren.

6.3. Direkte Finanzierung von Umweltprojekten mit Green Bonds

nachhaltige fonds vergleich

Auch Toyota emittierte grüne Anleihen, um Konsumentenkredite für den Kauf von Hybrid-Autos zu finanzieren.

Seit 2007 gibt es auf dem deutschen Markt die sogenannten Green Bonds oder übersetzt grüne Anleihen. Das Geld fließt in grüne Projekte wie bspw. in den Bau von Solaranlagen. Der Begriff Nachhaltigskeitsanleihe bedeutet dagegen nur, dass die Anleihen von Unternehmen herausgegeben werden, die etwaige Kriterien erfüllen.

Die Herausgeber der Green Bonds zahlen den Anlegern einen festen Zinssatz für eine vereinbarte Laufzeit, häufig mehr als fünf Jahre. Die Zinsen für Green Bonds, welche von Staaten, Förderbanken oder Privatunternehmen herausgegeben werden, liegen meist unter 1 Prozent pro Jahr. Für herkömmliche Anleihen sind die Ergebnisse aktuell aber auch nicht besser. Mit weniger als 1.000 Euro können Sie nicht direkt in eine grüne Anleihe investieren, in der Regel liegt der Mindestbetrag weit höher.

Green Bonds sind sichere Geldanlagen, wenn auch mit dürftigen Renditen. Wer in mehrere Anleihen investieren will ohne hohe Beträge aufbringen zu müssen, kann mittlerweile auch in ETFs auf Green Bonds investieren.

6.4. Hohe Zinsen mit Schwarmkrediten

nachhaltige fonds test

Allein 2015 und 2016 investierte die Crowd hierzulange knapp 12 Millionen Euro in Projekte rund um Erneuerbare Energien.

Eine feste Verzinsung zwischen 3 und 8 Prozent verspricht das Crowdlending-Portal LeihDeinerUmweltGeld. Ab 100 Euro können Anleger über diese Plattform in ein Projekt im Bereich der Erneuerbaren Energien investieren und erhalten ihr Geld nach der vereinbarten Laufzeit von meist zwei bis vier Jahren wieder.

Der Schwarm vergibt an die Unternehmen Nachrangdarlehen: Kommt es zur Insolvenz des Unternehmens, werden erst die Banken und andere Gläubiger bedient, sodass ein Totalverlust möglich ist. Beim Crowdinvesting für Startups kommt das ab und an vor. Mit den Nachrangdarlehen für mittelständische Unternehmen gab es dagegen bis lang noch keine Probleme.

Crowdlending-Portale können Sie mit wenig Eigenaufwand zu einer aussichtsreichen und zugleich ethischen Geldanlage bringen. Aufgrund des Totalverlustrisikos sollten Sie nur einen sehr kleinen Teil Ihres Vermögens in Nachrangdarlehen investieren.

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