Mehr Tabak, weniger Zigaretten: So rauchen die Deutschen

Der Tabak-Konsum der Deutschen ist im Wandel, wie das Marktforschungsinstitut Nielsen jüngst ermittelte. Der Trend geht deutlich weg von der fertigen Zigarette und hin zu losem Tabak, den der Verbraucher selbst rollt. Wurden 2017 noch etwa 69 Milliarden Zigaretten verkauft, waren es im letzten Jahr nur noch 67.

Zigaretten und Tabak

Dieser Trend sollte aber nicht dahingehend interpretiert werden, dass die Deutschen des Rauchens überdrüssig sind. Ganz im Gegenteil: Der Konsum von losem Tabak stieg im selben Zeitraum um 1,1 Prozent auf 23 Millionen Kilogramm. Besonders populär ist Tabak in Dosen, da dieser besonders günstig zu haben ist.

Die Gesamtausgaben für Tabak erhöhten sich um 0,1 Milliarden auf 19,4 Milliarden Euro. Ursache dafür ist laut Nilsen Expertin Birgit Walker der gestiegene Preis, den die Verbraucher hinnehmen mussten.

Neben dem losen Tabak erfreuen sich auch sogenannte „Next-Generation-Produkte“ größerer Popularität. Hierzu zählen beispielsweise E-Zigaretten oder E-Pfeifen. Das Marktforschungsinstitut erläutert, dass viele Verbraucher aus Gesundheits-, Umwelt und Lifestyle-Aspekten nach solchen Alternativen suchen.

Frau mit E-Zigarette

Ob das Dampfen tatsächlich gesünder ist als das klassische Rauchen, wie die Marketing-Abteilungen der entsprechenden Hersteller gern vollmundig verkünden, wird aktuell noch erforscht. Die Wissenschaft hat hierzu bislang keine einhellige Meinung.

Autor: gb
Veröffentlicht: 03.06.2019, 21:26 Uhr

Zum Autor: Gregor Braun studierte Geschichtswissenschaften an der Universität Erfurt, bevor er eine Karriere als Redakteur bei Vergleich.org begann. Dort informiert er über verschiedenste Themen, welche die Lebenswelt deutscher Verbraucher berühren.

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