Das Wichtigste in Kürze
  • Drei grundlegend verschiedene Herangehensweisen lassen sich in diversen Tests von Kettenführungen ausmachen. Je nachdem, wo sie verbaut werden, besitzen sie verschiedene Vor- und Nachteile. Eine schaltbare Kettenführung wird an der Kettenstrebe montiert zwischen Tretlager und Hinterrad. Sie erlaubt relativ viel Bewegungsfreiheit und kann an einer normalen Kettenschaltung mit mehreren vorderen Kettenblättern eingesetzt werden. Die sogenannte Direct-Mount-Kettenführung wird unmittelbar am Tretlager verschraubt. Es ist die beste Kettenführung für Downhill oder BMX. Diese Räder verfügen üblicherweise über ISCG. Damit sind vorhandene Gewinde rund um das Tretlager gemeint, die für höchste Stabilität der Kettenführung sorgen. Die Montage ist jedoch sehr aufwendig, da Sie den Pedalarm abschrauben müssen. Eine Alternative stellt der Chain Guide mit Rohrklemme dar. Der Anbau erfolgt dort, wo bei einer Kettenschaltung der Umwerfer wäre. Die Montage ist besonders einfach, aber bei Schlägen oder Stürzen kann sich die Kettenführung am Fahrrad verdrehen und ein Blockieren der Kette zur Folge haben.
  • Eine Kettenführung für das MTB oder zum Beispiel das Gravel Bike wird in der Regel am Sitzrohr beziehungsweise der Kettenstrebe montiert. Wenn Sie eine Kettenführung kaufen, die eine Rohrklemme besitzt, achten Sie besonders auf den angegebenen Durchmesser. Typische Größen sind 28,6 beziehungsweise 31,8 mm. Bei manchen Rädern liegt der Durchmesser des Sitzrohrs sogar bei 34,9 mm. Mit einer variablen Klemmung können Sie ein und dieselbe Kettenführung sogar bei verschiedenen Rädern verwenden. Die Kettenführung an der Kettenstrebe werden Sie dagegen meist mit Kabelbindern oder einen anderen Verschluss anbauen, sodass hier ein bestimmter Durchmesser keine große Rolle spielt.
  • Damit Sie auch in Extremsituationen auf den festen Sitz Ihrer Kette vertrauen können, sollten Sie die Montage am Tretlager vorziehen. Der Vergleich der Kettenführungen für diese Position zeigt noch einen wichtigen weiteren Punkt: der mögliche Anbau eines Bashguards. Lässt sich Ihr Chain Guide damit nachrüsten, erhalten Sie einen zusätzlichen Schutz für das Kettenblatt gegen das Aufsetzen auf Stein, Holz und jedem anderen Hindernis. Bei manchen Modellen liegt ein Bashguard bei, andere Hersteller bieten ihn zumindest als Zubehörteil an.

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