Hotel-Vergleichsportale im Test 2016

KAYAK, Trivago, TripAdvisor, Momondo und Discavo im Vergleich.

AbbildungTestsiegerKAYAKTripAdvisorTrivagoMomondoDiscavo
AnbieterKAYAKTripAdvisorTrivagoMomondoDiscavo
Testergebnis
Vergleich.org
Bewertung2,3gut
08/2016
Vergleich.org
Bewertung2,5gut
08/2016
Vergleich.org
Bewertung2,7befriedigend
08/2016
Vergleich.org
Bewertung2,9befriedigend
08/2016
Vergleich.org
Bewertung4,1ausreichend
08/2016
Note: Angebot & Preise
Gewichtung: 50%
Wie häufig findet das Portal den besten Preis?in 67% der Fällein 52% der Fällein 48% der Fällein 50% der Fällein 37% der Fälle
Größe des Angebotssehr groß (1,0)groß (2,0)sehr groß (1,3)durchschnittlich (2,7)eher klein (3,7)
Note: Benutzerfreundlichkeit
Gewichtung: 18%
Bedienbarkeit der Websiteeinfach (1,7)normal (2,7)sehr einfach (1,3)eher umständlich (3,7)umständlich (4,0)
Ladezeiteher langsam (3,0)sehr schnell (1,0)sehr schnell (1,0)schnell (1,7)langsam (5,0)
Note: Auswahlhilfen
z.B. gute Kartenansicht, Bewertungen
Gewichtung: 32%
Kartenansicht
Darstellung ÖPNV, Gastronomie...
umfangreich (1,7)
gute Übersicht, viele Auswahlmöglichkeiten, dafür keine Bewertungen
umfangreich (1,7)
Sehenswürdigkeiten und Restaurants mit sehr hilfreichen Bewertungen, aber etwas ungünstiges Format
durchschnittlich (3,0)
gute Übersicht, aber keine Auswahlmöglichkeiten und zu wenig informativ
umfangreich (2,3)
gute Übersicht, Sehenswürdigkeiten und Restaurants mit Bewertungen von Google Maps
umfangreich (2,3)
Sehenswürdigkeiten und Restaurants mit Bewertungen von Google Maps, aber sehr ungünstiges Format
Wie viele Bewertungen sind verfügbar?viele (2,3)
leider nicht besonders detailliert
sehr viele (1,0)
sehr ausführlich und hilfreich
durchschnittlich (3,0)
Abwertung aufgrund teilweise fehlender Quellenangabe
viele (2,0)
häufig genannte Aspekte werden direkt angezeigt
eher wenige (3,7)
Abwertung aufgrund von fehlender Verlinkung zu Originalbewertungen
Wie transparent werden die Zahlgebühren dargestellt?normal (3,0)normal (3,0)normal (3,0)normal (3,0)normal (3,0)
Einzelbewertungen mit Text verfügbarJaJaJaJaJa
Werden Kosten für das Frühstück transparent dargestellt?JaJaJaJaJa
Apps verfügbar?kompatibel mit Android kompatibel mit Windows kompatibel mit Apple kompatibel mit Android kompatibel mit Apple kompatibel mit Android kompatibel mit Apple kompatibel mit Android kompatibel mit Apple
Fazit
Kayak ist unser Favorit. Die beste Website kombiniert der US-Riese mit den besten Preisen.
Wer noch nicht so richtig weiß, wo er Urlaub machen möchte, dem können wir TripAdvisor absolut ans Herz legen. Sinnvolle Bewertungen und hilfreiche Tipps erleichtern die Entscheidung.
Trivago lässt sich gut bedienen und ist übersichtlich, schwächelt aber bei den Preisen und der Kartendarstellung. Gut geeignet, wenn Sie schon wissen, in welchem Hotel Sie übernachten wollen.
Momondo hält seine Preise weitgehend aktuell. Leider ist die Bedienung etwas umständlich und die Darstellung der Informationen sehr unübersichtlich. Gut in der Kombination mit einem anderen Portal geeignet.
Discavo ist das jüngste Portal im Test und das merkt man. Das Angebot ist klein und die Bedienung der Seite extrem benutzerunfreundlich gestaltet. Enttäuschend!
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5/5 aus 25 Bewertungen

Hotel-Vergleichsportale in Deutschland: Keines ist wirklich vollständig

Das Wichtigste in Kürze

Was hat der Vergleich der Vergleiche gezeigt?

  • Kein Hotelpreisvergleich ist zu 100% vollständig. Das Versprechen, immer den günstigsten Preis zu finden, hält keiner.
  • Wer schnell und einfach ans Ziel gelangen möchte, sollte Trivago oder TripAdvisor nutzen. Wer mehr Zeit investieren kann, dem empfehlen wir Kayak – hier ist das Angebot und die Chance auf Bestpreise am größten.
  • Von der Nutzung von Discavo können wir leider nur abraten. Das Angebot ist eher klein, Preise sind häufiger nicht aktuell und man zahlt meist mehr als nötig.

42 % aller Reisen werden mittlerweile online gebucht.* Die Verbraucher suchen dabei fast immer das Gleiche: das günstigste Angebot. Webseiten, die Ihnen versprechen, den besten Preis für jedes Hotel zu finden, gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Vergleich.org hat sich 5 der größten Hotelpreisvergleichsseiten in Deutschland genauer angeschaut. Getestet wurden Trivago, KAYAK, Momondo, Discavo und TripAdvisor. Unser Ziel: Herausfinden, beim wem sich die Suche nach einem Hotel tatsächlich lohnt – und ob es gravierende Unterschiede gibt.
* Quelle: BCG, IDC, Euromonitor, Planet Retail, BookStats (2013), Consumer Electronics Association (2014), eMarketer (2013), Morgan Stanley (2013), Phocus Wright
adlon-kempinski-berlin-junior-suite

Das Testergebnis in Kürze: KAYAK, TripAdvisor und Trivago vorn

Eines möchten wir gleich vorwegschicken: Den einen Hotelpreisvergleich, der Sie in jeder Hinsicht zufriedenstellen wird, gibt es nicht. Ob bei der Breite des Angebots, den verfügbaren Preisen, der Bedienung der Webseite oder der Verlässlichkeit der Informationen zu den Hotels – Einschränkungen muss man bei jedem Portal hinnehmen. Dennoch wollen wir versuchen, Ihnen bei der Suche nach einem Hotel für Ihre nächste Reise zu helfen. Wir verraten Ihnen, worauf Sie bei den Preisvergleichs-Seiten achten sollten. Hier finden Sie Tipps, wie Sie

  • das günstigste Angebot finden,
  • schnell und einfach ein Hotel finden und buchen können und
  • das Hotel finden, das wirklich zu Ihnen passt.

Empfehlung für Sparfüchse: Nutzen Sie KAYAK!

Wenn man das Ziel hat, wirklich den günstigsten Preis für ein Hotelzimmer herauszuschlagen, hilft tatsächlich nur eins: Vergleichen! Bei keinem einzigen Suchportal findet man immer den besten Preis. Daher empfiehlt es sich, mehrere Seiten zu kombinieren. Wir empfehlen die Nutzung von KAYAK und einem weiteren Portal, um die Chance auf ein günstiges Angebot möglichst hoch zu halten.

  • Die Ausbeute bei der Kombination von KAYAK und Trivago liegt bei 76 %.
  • KAYAK und TripAdvisor, Momondo oder Discavo finden in 81 % der Fälle den günstigsten Preis.
  • Nutzt man drei Hotelpreisvergleiche, spart man sogar in bis zu 90 % der Fälle (gilt bei Kombination von KAYAK, Trivago und TripAdvisor oder KAYAK, Momondo und TripAdvisor).
  • Trivago und TripAdvisor bringen es zusammen immerhin auf knapp 67 %.

Wir empfehlen die Nutzung von KAYAK und TripAdvisor, da hier die Bedienung denkbar einfach ist. Der große Nachteil dieser Strategie liegt natürlich in dem Zeitaufwand, der mit einem gründlichen Vergleich verbunden ist.

kreisdiagramm

Empfehlung für Eilige: Nutzen Sie Trivago!

Wem es besonders darauf ankommt, schnell und einfach ein gutes Hotel zu finden und zu buchen, dem empfehlen wir die Nutzung von Trivago. Das Portal hat das zweitgrößte Angebot im Test, punktet mit seiner Übersichtlichkeit und der einfachen Bedienung. Das gewünschte Ziel oder Hotel in die Suchleiste eingeben, Datum wählen und die Suche starten. Das dauert etwa 4 Sekunden. Nur noch die Filter einstellen und die Ergebnisse wie gewünscht sortieren, Hotel und Zimmer wählen, buchen – fertig!

Da man allerdings nur in knapp der Hälfte der Fälle wirklich den günstigsten Preis für ein Hotelzimmer findet, muss man schon bereit sein, gegebenenfalls ein paar Euro mehr zu bezahlen als bei einem der anderen Hotelpreisvergleiche.

Empfehlung für Unentschlossene: Nutzen Sie TripAdvisor!

Ideen und Anregungen für den nächsten Urlaub suchen Sie am besten bei TripAdvisor. Die Seite eignet sich besonders dann, wenn man noch keine konkreten Vorstellungen von seiner Reise oder der Unterkunft hat. Das Angebot an Bewertungen ist hier am hilfreichsten. So erhält man beispielsweise Tipps, welches Hotelzimmer man als Familie buchen sollte oder welches sich besser für Singles eignet. Auch über Ausflugsziele und Restaurants in der Nähe des Hotels kann man sich gut informieren. Urlaubsguru hat nochmal zusammengestellt, worauf man beim Lesen von Bewertungen achten sollte.

So funktioniert das Geschäft mit dem günstigsten Preis

Das Prinzip der Hotelpreisvergleiche ist kein unbekanntes: Es handelt sich dabei um Meta-Suchmaschinen. Wenn Sie also auf KAYAK, Trivago und Co. nach einem Hotelzimmer suchen, leiten die Seiten Ihre Suchanfrage an mehrere andere Suchmaschinen (in der Regel Reisebüros und Buchungsportale) gleichzeitig weiter. Deren Ergebnisse werden durch die Meta-Suchmaschine gesammelt und aufbereitet. So erhält man schließlich eine Auswahl für das gleiche Hotelzimmer bei unterschiedlichen Reiseanbietern.

Wie aber verdienen die Vergleichsseiten mit dieser Leistung Geld? Die Portale finanzieren sich durch Werbung und durch Provision, denn kommt es durch den Hotelpreisvergleich zu einer Buchung bei einem Online Reise-Büro wie z.B. Expedia.de oder Booking.com, zahlen diese einen bestimmten Prozentsatz des Preises an den Vermittler. Der Kunde selbst merkt davon nichts – für ihn ist die Nutzung der Hotelsuchmaschinen kostenlos.

So haben wir getestet

Angebotsgröße und Preise

Grundlage für unsere Untersuchung waren insgesamt 21 Beispielreisen. Gewählt wurden jeweils dasselbe Hotel, dasselbe Datum und identische Konditionen (Zimmerkategorie, Anzahl der Reisenden, Frühstück inkl. oder exkl., Internet, usw.). Die Verfügbarkeit der Zimmer wurde auf den fünf verglichenen Hotelpreisvergleichen geprüft und dokumentiert. Für den angegebenen Bestpreis wurden die Anbieter aufgelistet und die Preise auf Korrektheit überprüft. So wurde ermittelt, welches Portal für welche Reise den jeweils günstigsten Preis finden konnte.

Anhand der gesammelten Daten setzt sich die Bewertung wie folgt zusammen:

Gewichtung
Größe des Angebots 10%
Aktualität der Preise 10%
Chance auf einen Bestpreis 25%
Auswahlmöglichkeiten bei der Buchung des Bestpreises 5%
Gesamt 50%

Bedienung

Unter diesem Aspekt haben wir uns angeschaut, wie flüssig sich die Seiten insgesamt bedienen ließen. Unsere Tester haben sich dabei folgende Fragen gestellt:

  • War es möglich, sowohl nur nach einem Ort als auch nach einem konkreten Hotel zu suchen?
  • Reichte auch ein Teil des Hotelnamens aus, um das richtige Hotel zu finden?
  • Welche Filtermöglichkeiten gab es? Ließen sich diese leicht einstellen?
  • Wurden die Informationen übersichtlich und eindeutig präsentiert?
  • Wie schnell wurden Ergebnisse angezeigt und wie lange dauerte es, bis man buchen konnte?
  • Gab es eine App und – wenn ja – ließ sich diese problemlos bedienen?

Die Einzelaspekte gehen wie folgt in die Gesamtbewertung ein:

Gewichtung
Wie flüssig bedient sich alles? 10%
Wie schnell werden Ergebnisse angezeigt? 5%
Gestaltung und Bedienung der App? 3%
Gesamt 18%

Auswahlhilfen und Beratung

Zuletzt haben sich unsere Tester angeschaut, wie gut sie auf den Vergleichsportalen beraten wurden, wenn man noch nicht genau weiß, welches Hotel man buchen soll. Dafür wurde zunächst die Kartenansicht zurate gezogen. Diese sollte eine möglichst gute Übersicht über die Umgebung des Hotels bieten. Darüber hinaus sollten auch Sehenswürdigkeiten und Restaurants angezeigt werden können. Konnte man dafür auch Bewertungen einsehen, so ging dies positiv in die Wertung ein.

In einem zweiten Schritt wurden die Gästebewertungen geprüft. Diese sollten ausführlich und hilfreich und darüber hinaus zuverlässig sein. Dafür war uns wichtig, dass auch Einzelbewertungen einsehbar waren. Ließ sich der Ursprung der Bewertungen nicht nachvollziehen, führte das zu Abwertungen. Auch die Anzahl der verfügbaren Bewertungen floss in die Benotung ein.

Zuletzt ging es uns um die Transparenz bezüglich zusätzlicher Kosten. So wurde bewertet, ob auf den ersten Blick ersichtlich ist, ob ein Frühstück im Zimmerpreis inklusive ist oder extra gezahlt werden muss.

Die Bewertung setzt sich dementsprechend wie folgt zusammen:

Gewichtung
Qualität der Kartenansicht 5%
Anzahl und Qualität der Bewertungen 5%
ausführliche Einzelbewertungen vorhanden 8%
Einzelbewertungen ohne Weiterleitung einsehbar 2%
Vertrauenswürdigkeit der Bewertungen 4%
Transparenz von Zahlungsgebühren und Zusatzkosten 3%
Darstellung Frühstück 5%
Gesamt 32%

Die Hotelpreisvergleiche im Detail

Trivago

trivago-logoLaut eigener Aussage ist Trivago der weltweit größte Hotelpreisvergleich. Die Angebote stammen von über 260 verschiedenen Buchungsseiten. Trivago selbst bietet keine Buchungsoption an, sondern agiert ausschließlich als Vermittler zwischen Reisenden und Reiseanbietern.

Trivago richtet sich an Reisende, die nicht umständlich oder lange nach dem besten Angebot suchen wollen. Die Hotelsuche führt schnell und einfach ans Ziel – auch wenn man dabei hinnehmen muss, dass man mitunter ein paar Euro mehr zahlt, als unbedingt notwendig. So liegt die Chance auf eine Ersparnis nur bei 48 %.

Die Anzeige ist knapp und übersichtlich und beinhaltet die wichtigsten Informationen wie Bewertung und günstigsten Zimmerpreis. Durch einen Klick auf den Hotelnamen werden alle verfügbaren Preise und Zimmerkategorien aufgelistet. Eine Tasse zeigt an, ob das Angebot Frühstück beinhaltet (blau = inkl., grau = exkl.).

Die Kartendarstellung hat uns bei Trivago nicht vollständig überzeugt. Der Ausschnitt hat zwar ein vernünftiges Format und vermittelt eine gute Übersicht von der Umgebung des Hotels. Auf der vorletzten Vergrößerungsstufe zeigen Symbole an, ob sich Restaurants, Supermärkte, Sporteinrichtungen oder Sehenswürdigkeiten in der Nähe befinden. Allerdings wird nur ein sehr kleiner Teil davon mit Namen angezeigt. So weiß man zwar, dass an der nächsten Straßenecke eine Essensmöglichkeit existiert. Ob es sich dabei um eine Dönerbude oder ein 2-Sterne-Restaurant handelt, bleibt dagegen verborgen. Besonders merkwürdig: Auf der letzten Vergrößerungsstufe verschwinden mitunter alle Symbole von der Karte. Wirklich praktisch ist das nicht!

Dasselbe Hotel, derselbe Kartenausschnitt auf unterschiedlicher Vergrößerungsstufe - rechts mit, links ohne Symbole.

Dasselbe Hotel, derselbe Kartenausschnitt auf unterschiedlicher Vergrößerungsstufe – rechts mit, links ohne Symbole.

Da Karte und Gästewertungen besser sein könnten, eignet sich Trivago besonders dann, wenn man schon genau weiß, wohin man möchte. Empfehlenswert ist das z.B. wenn man bereits zum zweiten Mal dasselbe Hotel buchen möchte.

  • übersichtliche und eindeutige Darstellung
  • einfache Bedienung
  • viele Filtermöglichkeiten
  • keine nervige Werbung
  • zweitgrößtes Angebot
  • sehr zuverlässig und aktuell
  • in etwa der Hälfte der Fälle findet man den günstigsten Preis
  • Ursprung der Gästebewertungen nicht immer eindeutig
  • keine ausführlichen Einzelbewertungen
  • unpraktische Kartenansicht

KAYAK

kayakKAYAK stammt aus den USA. Neben Hotels kann man mit KAYAK die Preise für Flüge und Mietwagen vergleichen, auch die Buchung ganzer Reisen ist möglich.

Anders als bei anderen Hotelsuchen kann man häufig sogar direkt über KAYAK buchen. KAYAK selbst tritt dann allerdings trotzdem nicht als Anbieter auf, sondern übernimmt weiterhin lediglich die Vermittlung zwischen dem Reisenden und einem Buchungsportal*. Das kann besonders bei ausländischen Anbietern hilfreich sein. Die Zahlung erfolgt dennoch beim Reiseanbieter direkt.
* Die Vermutung, dass KAYAK dann ausschließlich an Anbieter, die ebenfalls zu Priceline gehören, vermittelt, hat sich nicht bestätigt. Hier ist das Vorgehen soweit ersichtlich fair.

Die Kartenansicht von Kayak bietet vielfältige Auswahlmöglichkeiten.

KAYAK ist eine gute Wahl für Reisende, die bereit sind, etwas mehr Zeit für die Hotelsuche zu investieren. Dafür wird man mit einem sehr großen Angebot belohnt. Wer das durchforstet, spart in 67 % der Fälle – mehr, als bei allen anderen Hotelpreisvergleichen.

Die Bedienung der Webseite ist einfach, allerdings dauert es hier meist rund 20 Sekunden, bis die Suchergebnisse angezeigt werden. Während des Suchvorgangs bekommt der Nutzer andere Hotels in derselben Stadt angezeigt, was gegebenenfalls verwirren kann, da der Ladebalken selbst sehr unscheinbar ist. Hat man Hotel, Zimmer und Reiseanbieter gewählt, wird man auf dessen Webseite weitergeleitet. Entscheidet man sich dann doch gegen das Angebot und möchte sich die anderen Möglichkeiten auf KAYAK anschauen, so erscheint dort zunächst ein Pop-Up, das den Kunden für andere Hotels begeistern soll – uns hat es dagegen genervt.

Die Kartenansicht gefällt uns sehr gut. Vergrößert man die Ansicht, hat man die Möglichkeit, verschiedene Orte in der Umgebung markieren zu lassen. So kann man zwischen anderen Hotels, Essen, Shopping, Ausgehen, Beauty & Lifestyle, Verkehrsmittel, und Flughäfen wählen. Die Navigation ist etwas mühselig, aber insgesamt gut durchdacht.

  • einfache Bedienung
  • größtes Angebot
  • glaubwürdige Bewertungen
  • hilfreiche Kartenansicht mit vielen Optionen
  • in etwa 2/3 der Fälle findet man das günstigste Angebot
  • lange Ladezeit
  • verwirrende Ladeansicht
  • nervige Pop-Ups
  • relativ viel Werbung stört die Übersichtlichkeit

Momondo

logo-momondoMomondo kommt aus Dänemark und startete ursprünglich als Flugsuchmaschine, vergleicht heute aber auch Preise für Hotels, Ferienwohnungen und Mietwagen und bietet mit dem Trip Finder eine Hilfe für Unentschlossene, die noch nicht genau wissen, wohin die Reise gehen soll.

Die Suchmaschine hält die angezeigten Preise stets aktuell und die Ausbeute an Sparangeboten liegt bei immerhin 50 %. Wir empfehlen Momondo als Ergänzung zu einem weiteren Hotelpreisportal, für sich allein genommen konnte uns das Konzept nicht wirklich überzeugen, relativ viel Zeit in die Suche investiert werden muss.

Die Bedienung der Seite hat so ihre Tücken. Sucht man nach einem bestimmten Hotel, findet man dieses mitunter nicht sofort. Hier hilft nur Probieren, denn die Eingabe des Namens scheint eine sehr geringe Toleranz für Abweichungen zu haben. Die Detailseiten sind insgesamt etwas unübersichtlich gestaltet. Was uns besonders gestört hat: Man muss sehr lange scrollen, um das Ende der Seite zu erreichen. Die Navigation hätte man also besser lösen können.

Die Preisanzeige hat uns bei Momondo etwas verwirrt. Das günstigste Angebot erscheint nicht an erster Stelle – wie hier sortiert wird, hat sich uns ehrlich gesagt noch nicht erschlossen. So passiert es leicht, dass man einen niedrigeren Preis übersieht.

Der beste Preis reiht sich weit unten in der Übersicht ein.

  • sehr zuverlässig
  • gute Kartenansicht
  • glaubwürdige Bewertungen
  • in der Hälfte der Fälle findet man das günstigste Angebot
  • sehr umständliche Navigation
  • etwas umständliche Suche
  • unübersichtliche Detailseiten
  • verwirrende Preisübersicht

Discavo

logo-discavoDiscavo startete erst 2014 und ist damit das jüngste Vergleichsportal in unserem Test. Das Unternehmen sitzt in Deutschland. Das Geschäftsmodell konzentriert sich bisher ausschließlich auf Hotelpreise.

Die Seite hat zwar an sich eine sehr übersichtliche Struktur, hakt aber bei der Bedienung. So ist es beispielsweise nicht möglich, direkt nach einem bestimmten Hotel zu suchen. Erst nachdem man den Zielort aufgerufen hat, kann man die Ergebnisse nach der gewünschten Unterkunft durchsuchen – und leider findet man trotzdem nicht immer ein Ergebnis, obwohl das Hotel gelistet ist. So vergehen bei der Recherche fast grundsätzlich mehr als 30 Sekunden.

Das Angebot ist insgesamt kleiner als bei den anderen Portalen, Preise sind häufiger nicht aktuell und nur in gerade mal 37 % der Fälle spart man mit Discavo – zu wenig, finden wir.

Enttäuschend ist auch das Bild bei den Gästebewertungen. Diese stammen zwar aus verlässlichen Quellen, allerdings wird nur eine extrem kleine Auswahl tatsächlich angezeigt. Eine Verlinkung zu den Originalbewertungen gibt es nicht.

Drei Bewertungen pro Hotel – mehr zeigt uns Discavo nicht an.

Die Kartenansicht ist nicht optimal gestaltet. Zwar enthält die Karte viele Informationen, dafür hat der Ausschnitt ein sehr ungünstiges Format (das Seitenverhältnis beträgt etwa 8:3). So kann man sich nur sehr schwer einen guten Überblick über die Umgebung des Hotels verschaffen.

Unser Fazit: Hotelsuche geht definitiv auch besser.

  • übersichtliche Gestaltung
  • umständliche Bedienung
  • hoher Zeitaufwand
  • große Einschränkungen bei Gästebewertungen
  • unpraktische Kartenansicht
  • nur in gut 1/3 der Fälle findet man das günstigste Angebot

TripAdvisor

TripAdvisor behauptet von sich selbst, die größte Plattform zur Planung und Buchung von Reisen zu sein. Ursprünglich ein Bewertungsportal für Hotels, Ferienwohnungen, Restaurants usw. bietet TripAdvisor mittlerweile auch die Möglichkeit, Hotelpreise zu vergleichen.

Bewertungen für Ausflugsziele werden direkt angezeigt.

Ausflugsziele mit Bewertungen auf einen Blick.

Wer noch keine konkreten Vorstellungen von seiner Reise hat und noch unentschlossen ist, wird hier auf jeden Fall sehr gut beraten. So findet man beispielsweise auch wertvolle Tipps, welche Zimmer sich für welchen Reisenden am besten eignen.

Die Angebotsvielfalt ist insgesamt groß und die Chance zu sparen liegt bei 52 % – TripAdvisor landet damit auf dem zweiten Platz unseres Tests. Die Seite lässt sich relativ gut bedienen, ist aber nicht ganz so komfortabel aufgebaut wie etwa Trivago oder KAYAK. Die Detailseiten sind übersichtlich und bieten sehr viele Informationen. Allerdings geht die Angabe zum Frühstück etwas unter.

Die Kartenansicht ist umfangreich, könnte aber ein günstigeres Format haben (das Seitenverhältnis beträgt etwa 3:1). Dafür werden z.B. Restaurants in der Umgebung sowie die zugehörigen Bewertungen direkt angezeigt, was sich als sehr praktisch erweist.

  • gute Bedienung
  • zahlreiche Auswahlhilfen für Unentschlossene
  • gute Kartenansicht
  • viele zuverlässige und ausführliche Bewertungen
  • ausführliche Informationen
  • in mehr als der Hälfte der Fälle findet man das günstigste Angebot
  • Suche und Filter nicht so komfortabel wie bei Trivago oder KAYAK
  • etwas unpraktisches Kartenformat

Wer steckt eigentlich bei wem unter der Decke?

Haben Sie sich schon einmal gefragt, ob die hier vorgestellten Hotelpreis-Suchmaschinen tatsächlich unabhängig agieren? Meist muss man dies mit Nein beantworten, da sie in der Regel Teil von größeren Unternehmensgruppen sind, zu denen auch einige Buchungsseiten und Online-Reiseportale gehören. So besteht die Gefahr, dass hinter der Ergebnis-Anzeige mitunter ganz andere Interessen stecken, als Ihnen ein möglichst günstiges Angebot zu präsentieren. Unsere Untersuchung hat jedoch auch gezeigt, dass die Hotelpreisvergleiche ihre Macht bisher zumindest noch nicht ausnutzen.

Trivago gehört zu Expedia, KAYAK zu Priceline (genau wie Booking.com) und TripAdvisor, ehemals ebenfalls unter dem Dach von Expedia und mittlerweile eigenständig, betreibt noch 24(!) weitere Reise-Webseiten weltweit, darunter CruiseCritic.com und SeatGuru.com. Ob daher ausgeschlossen werden kann, dass bei der Suche nach einem Hotel nicht vielleicht doch das ein oder andere Reiseportal von den Preisvergleichen bevorzugt wird, ist mehr als fraglich.

Trivago KAYAK Momondo Discavo TripAdvisor
gegründet 2005 2004 2006 2014 (?) 2000
Mutter-Unternehmen Expedia, Inc. The Priceline Group momondo Group Ltd. ProSiebenTravel GmbH ehemals Expedia, Inc., mittlerweile eigenständig als TripAdvisor, Inc.

Spar-Tipp für Schnäppchenjäger: Best-Preis-Garantien

Darüber hinaus lohnt es sich auch, beim Hotel der Wahl nach einer Best-Preis-Garantie zu suchen. Häufig werben Hotelketten damit, dass man mit der Buchung auf der eigenen Webseite garantiert den günstigsten Preis erhält. Kann dieses Versprechen nicht gehalten werden – d.h., findet der Gast bei einem anderen Portal ein preiswerteres Angebot – bieten die Hotels die Möglichkeit, diesen Preis nochmals zu unterbieten und / oder zusätzliche Vergünstigungen.

Der Hintergrund dafür besteht darin, dass es für die Hotels günstiger ist, wenn Verbraucher direkt bei ihnen buchen. Nutzt man dagegen ein Online-Reisebüro als Vermittler, muss das Hotel diesem einen bestimmten Prozentsatz des Reisepreises als Provision zahlen.

Wie die Best-Preis-Garantien funktionieren, möchten wir Ihnen an einem Beispiel zeigen. Auf Hyatt.com haben wir nach einer Übernachtung für zwei Tage in Berlin (12.04.-14.04.2015) gesucht. Haytt verspricht, dass wir den günstigsten Preis für das Zimmer bekommen. Wir erhalten folgendes Angebot:

Der Preis für das Grand King Zimmer liegt bei 198,00 € pro Nacht.

Der Preis für das Grand King Zimmer liegt bei 198,00 € pro Nacht.

Nun suchen wir die gleiche Reise auf KAYAK.de. Dort finden wir ein Angebot von Hotels.com – das Zimmer kostet hier 6,00 € weniger pro Nacht:

Das gleiche Zimmer kostet auf Hotels.com nur 193,00 € pro Nacht.

Wichtig dabei ist, dass Zimmerkategorie, Ausstattung, Reisezeitraum und Zusatzoptionen (Frühstück, Internet, usw.) übereinstimmen müssen. Entsprechend der Hyatt-Best-Preis-Garantie können wir nun an den Kundenservice herantreten. Dieser wird uns nach Prüfung des gefundenen Angebots weitere 20 % Rabatt auf das günstigere Angebot gewähren. So bezahlen wir für das Zimmer letztlich nur noch 154,40 € pro Nacht – ein echtes Schnäppchen, finden wir!

In der folgenden Tabelle finden Sie eine kleine Auswahl an Hotelketten, die Ihnen den besten Preis garantieren.

Anbieter mit Best-Preis-Garantie Vergünstigung
Marriott 25% Rabatt auf den günstigeren Preis
Accor Hotels 10% Rabatt auf den günstigeren Preis
Ibis Hotels 10% Rabatt auf den günstigeren Preis
Kempinski Hotels 25% Rabatt auf den günstigeren Preis
nh Hotels 10% Rabatt auf den günstigeren Preis
Dorint Hotels & Resorts 25% Rabatt auf den günstigeren Preis
K+K Hotels 10% Rabatt auf den günstigeren Preis
Tryp Hotels 10% Rabatt auf den günstigeren Preis
Schick Hotels Wien 5% Rabatt auf den günstigeren Preis + 10% Nachlass in Schick-Restaurants oder eine Flasche Wiener Wein
Hilton 50$ Rabatt

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