Fjällräven Kånken Mini: Der populäre Schweden-Rucksack versagt im Test

Die schwedische Outdoor-Marke Fjällräven ist derzeit omnipräsent. Beinahe an jeder Straßenecke sieht man einen der markant designten Rucksäcke. Mit dem Modell “Mini” hat die Marke einen Universalrucksack entworfen, der für Kinder und Erwachsene gleichermaßen bequem und praktisch sein soll. Ökotest hat im Test jedoch gravierende Mängel festgestellt.

Design ist bei Rucksäcken nicht alles.

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Zwei der getesteten Rucksäcke wurden lediglich mit “befriedigend” bewertet. Und einer davon ist die Miniaturausgabe des beliebten “Kånken” von Fjällräven. Das Problem: Der Rucksack bietet schlechten Tragekomfort für Kleinkinder. Außerdem drang im Test Wasser in den Rucksack - mit der Regenfestigkeit scheint es also nicht weit her zu sein. Erstaunlich, denn immerhin ist Fjällräven eine Outdoor-Marke und sollte mit etwas feuchtem Wetter kein Problem haben.

Grünes Licht bei der Schadstoffprüfung

Ein Kinderrucksack darf keine Last sein.

Positiv hingegen ist zu bewerten, dass das der Fjällräven Kånken Mini im Test keinerlei Schadstoffe aufwies. In dieser Hinsicht ist der Rucksack also unbedenklich - und das wiegt bei einem Rucksack, der sich für Kinder eignet, einiges auf. Allerdings waren die meisten getesteten Produkte frei von Schadstoffen. Ein Alleinstellungsmerkmal ist dieser Pluspunkt also nicht.

Für Erwachsene okay - für Kinder weniger geeignet

Der Fjällräven Kånken Mini soll nicht nur als Rucksack dienen, sondern auch als handliche Tragetasche brillieren. Bei Erwachsenen profitiert er dabei auch von seiner geringen Größe, denn dadurch ist die Last für einen ausgewachsenen Menschen in der Regel vergleichsweise gering. Für Kinder kann ein voller Fjällräven Kånken Mini allerdings schon eine große Last bedeuten. Und dann ist der mangelnde Tragekomfort durch zum Beispiel einen fehlenden Brustgurt ein echtes Minus.

Kleine Kinder - große Last. Da sollte wenigstens der Tragekomfort stimmen.

Hochpreisige Rucksäcke setzen sich durch

Ökotest konnte eine klare Tendenz feststellen: Je höher der Preis, desto höher die Qualität des Kinderrucksacks. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass es schwer ist, hier wirklich gute Schnäppchen zu machen. Mit diesen Tipps wird die Kaufentscheidung trotzdem zum “Kinderspiel”: Wichtig ist in erster Linie, dass Ihr Kind den Rucksack gerne trägt. Und zwar auch dann noch, wenn die Last etwas größer ist. Besonders hilfreich ist dabei ein Brustgurt. Wie bei Wander- und Reiserucksäcken auch, entlastet er maßgeblich die Schultern. Denn durch den Brustgurt müssen die Schultern nicht mehr hochgezogen werden, um ein seitliches Abrutschen der Riemen zu verhindern. Abgesehen davon sollte der Rucksack stabil und regendicht sein. Letzteres lässt sich schwer im Laden überprüfen, aber ein wenig Recherche auf Verbraucherportalen wie Vergleich.org und Ökotest hilft in solchen Fällen weiter.

Quelle: ökotest

Autor: jl
Veröffentlicht: 18.06.2019, 22:11 Uhr

Zum Autor: Johannes Siegl hat Soziologie studiert und dann im Online Marketing Fuß gefasst. Aktuell ist er als Online Marketing Manager und freier Autor in Hamburg beschäftigt.

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