Die ersten Amazon Liefer-Drohnen gehen bald an den Start

Bereits seit etlichen Jahren entwickelt Amazon die eigene Version von der Lieferung per Drohne. Für die vollautomatischen Fluggeräte wurden bereits die unterschiedlichsten Patente angemeldet. Nun sollen in wenigen Monaten die ersten regulären Lieferungen erfolgen, wenn auch zunächst nur für kleine und leichte Artikel.

So ähnlich könnten die Amazon Drohnen aussehen.

“Prime Air” erstmals vorgeführt

Amazon hat die selbst entwickelte Drohne mit dem passenden Namen “Prime Air” erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Bei einer Tech-Konferenz in Las Vegas kündigte der Konzern an, in wenigen Monaten mit zunächst leichten Artikeln, wie zum Beispiel Rasierern, erste Lieferungen durchzuführen. Angefangen hatte das Projekt bereits vor über fünf Jahren mit einer Ankündigung von Konzernchef Jeff Bezos.

2,3 kg für bis zu 24 Kilometer Reichweite

Noch sind die Tragekapazitäten von Lieferdrohnen beschränkt.

Das aktuelle Modell steht in einer Reihe von vielen Prototypen. Jetzt sei aber eine Leistungsfähigkeit erreicht, die reale Lieferungen möglich macht. Bis zu 2,3 Kilo Ladung kann die “Prime Air” über eine Distanz von bis zu 24 Kilometern ausliefern. Fortschritte sind aber vor allem beim Thema Zuverlässigkeit und Sicherheit gemacht worden. MIt Hilfe von optischen Sensoren sei das Gerät auch in der Lage, Hindernisse im Flug spontan zu umgehen ohne die Lieferung zu gefährden.

Sechs Rotoren in zwei Flugmodi

Die Drohne verfügt über sechs Rotoren, also zwei mehr als haushaltsübliche Geräte. Die Besonderheit liegt allerdings darin, dass “Prime Air” nicht nur den Senkrechtflug beherrscht, sondern auch in den Horizontalflug übergehen kann, um höhere Geschwindigkeiten zu erreichen. Diese Technik ist bereits von einigen senkrecht startenden Militärflugzeugen bekannt, kam aber im Drohnenbereich bis dato kaum zum Einsatz.

Getestet wurde bislang vor allem in Großbritannien

Amazon lässt aktuell noch offen, wo die ersten tatsächlichen Lieferungen stattfinden sollen. Naheliegend wäre Großbritannien, da hier auch ein Großteil der bisherigen Tests stattgefunden hat. Hierzulande fehlt für entsprechende Services noch die Rechtsgrundlage, da autonome Flugkörper im deutschen Luftraum nicht so ohne Weiteres erlaubt sind. Vermutlich ist aber auch dies nur einer Frage der Zeit, wenn Amazon das Modell in anderen Ländern erfolgreich einführen sollte.

Ist der Luftraum bald voll mit Lieferdrohnen?

Umweltschutz als Argument

Zusätzlich versucht Amazon auf das aktuell steigende Umweltbewusstsein der Verbraucher anzuspielen. So seien die Drohnen umweltfreundlicher, als wenn Nutzer mit dem Auto zum nächsten Supermarkt fahren, um dort Kleinigkeiten zu kaufen. Ein nettes Argument, was in Einzelfällen auch greifen mag. Andere Probleme, wie etwa die mögliche Lärmbelastung, werden dabei jedoch komplett ausgeblendet. Der Weg bis zur Normalität ist für die Lieferdrohne jedenfalls noch weit.

Quelle: chip

Autor: jl
Veröffentlicht: 06.06.2019 23:50

Zum Autor: Johannes Siegl hat Soziologie studiert und dann im Online Marketing Fuß gefasst. Aktuell ist er als Online Marketing Manager und freier Autor in Hamburg beschäftigt.

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