Das Wichtigste in Kürze
  • Mit Bildbearbeitungsprogrammen können Fotos im Nachhinein am PC verändert werden. Beliebte Vertreter sind vor allem Adobe Photoshop und PaintShop Pro.
  • Bildbearbeitungsprogramme nehmen viel Arbeitspeicher und Festplattenspeicher in Anspruch. Gerade Anfänger sollten die kostenlose Testversion ausprobieren, bevor sie sich ein Bildbearbeitungsprogramm kaufen.
  • Kostenlose Bildbearbeitungsprogramme, wie GIMP oder Picasa, sind in ihrem Funktionsumfang lange nicht so gut ausgestattet wie die Programme aus unserem Vergleich. Ein Abwägen zwischen einem kostenlosen Programm und der Testversion eines kostenpflichtigen Programms macht im Zweifelsfall Sinn.

Bildbearbeitungsprogramm Test

Das Foto der Familienfeier ist etwas verschwommen? Auf dem Foto vom romantischen Sonnenuntergang am Strand hat Ihr Partner rote Augen? Sie wirken auf dem Bewerbungsfoto etwas pummelig? Alles kein Problem, denn für solche Situationen gibt es Photoshop und Co. Was in der Modebranche und bei Profi-Fotografen schon längst Gang und Gäbe ist, erfreut sich auch im privaten Bereich immer größerer Beliebtheit. Im Nachhinein Fotos bearbeiten war noch nie so einfach wie heutzutage. Oder anders gesagt: Die professionelle Bildbearbeitung kann so gut wie jeder lernen – mit etwas Geduld und der passenden Software.

Doch welches ist das beste Bildbearbeitungsprogramm für Ihre Ansprüche? Reicht ein kostenloses Bildbearbeitungsprogramm aus und welche Funktionen sind überhaupt wichtig? In unserem Bildbearbeitungsprogramm-Vergleich 2020 versuchen wir, diese Fragen zu beantworten und küren unseren Bildbearbeitungsprogramm-Vergleichssieger.

1. Was ist ein Bildbearbeitungsprogramm?

Photoshop

Foto bearbeiten am PC war noch nie so einfach, wie mit Photoshop & Co.

Bildbearbeitungsprogramme können in vielen Bereichen Verwendung finden. Durch Bildbearbeitung können zum Beispiel sehr alte Fotos, die schon sehr verblichen oder zerrissen sind, gerettet werden. Nach dem Einscannen der Bilder, also der Digitalisierung, können Sie mit das Bild bearbeiten, etwa indem Sie die Helligkeit herabsenken, den Kontrast verschärfen oder störende äußere Elemente, wie Risse und Flecken, retuschieren.

Doch nicht nur alte Fotos können in neuer Qualität erstrahlen. Mit Photoshop und Co. können Sie ganz neue, eigene Kunstwerke entwerfen. Mit verschiedenen Ebenen, Elementen aus anderen Fotos und speziellen Effekten können Foto-Collagen entstehen, die täuschend echt wirken. Nicht umsonst arbeiten Grafikdesigner oder Bildredakteure mit Software für professionelle Bildbearbeitung.

Zwar handelt es sich bei den Programmen aus unserem Bildbearbeitungsprogramm-Vergleich 2020 nicht um Profi-Software, sondern eher um Programme für den Heimgebrauch und den Hobby-Fotografen, trotzdem lassen sich auch mit diesen Produkten und dem richtigen Know-how erstaunliche Ergebnisse erzielen.

  • Bilder werden übersichtlich verwaltet
  • umfangreiche Funktionen und Tools
  • sehr gute automatische Bearbeitung
  • schon verloren geglaubte Fotos bekommen neue Qualität
  • perfekt für Restaurierung von alten Fotos
  • Erstellung von Diashows und Präsentationen
  • gute Tipps und Anleitungen
  • erfordert Übung und Geduld
  • nimmt viel Speicherplatz und Rechenleistung auf dem Computer in Anspruch
  • Fotos sind nicht mehr „echt“

2. Kaufberatung: Was zeichnet ein gutes Bildbearbeitungsprogramm aus?

2.1. Funktionsauswahl

Standard-Funktionen
  • Helligkeit und Kontrast
  • Gradiationskurven
  • Farbtemperatur und -sättigung
  • Bilder zuschneiden und freistellen
  • Pinsel
  • Radiergummi
  • Weichzeichner
  • Horizont begradigen
  • Perspektive korrigieren
  • Zähne bleichen
  • Gesichtserkennung
  • Intelligente Auswahl
  • Panorama Montage
  • Kopierstempel
  • Verfremdungseffekte
  • Filter & Masken
  • Ebenen
  • Themen-Hintergründe
  • 3D-Gestaltung
  • Diashow

Die Fotobearbeitungsprogramme unterscheiden sich weniger in der Funktionsauswahl als in der Qualität und der Bedienbarkeit der Funktionen. Nicht jede Bildbearbeitungssoftware lässt sich gleich gut bedienen, auch wenn die Funktionen die gleichen sind. Vor allem, wenn das Fotobearbeitungsprogramm kostenlos im Netz angeboten wird, ist die Qualität der verschiedenen Funktionen meist nicht so gut wie bei kostenpflichtiger Bildbearbeitungs-Software, wie etwa die Download-Programme aus unserem Bildbearbeitungsprogramm-Vergleich zeigen.

Ist die Fotobearbeitung kostenlos, wie etwa das Freeware-Bildbearbeitungsprogramm GIMP, sind die Funktionen weitaus weniger ausgereift und etwas schwieriger zu handhaben. Um professionelle Ergebnisse zu erreichen, sollten Sie daher zu einem kostenpflichtigen Bildbearbeitungsprogramm greifen.

2.2. Betriebssystem

Achten Sie darauf, dass Sie ein Bearbeitungsprogramm kaufen, das zu Ihrem Betriebssystem passt, um Ärger beim Bilder bearbeiten zu vermeiden. Wenn das Bildbearbeitungsprogramm für Mac nicht kompatibel ist, sondern ausschließlich für Windows, können Sie es logischerweise nicht auf Ihrem Apple Computer installieren. Für Mac User gibt es das ein oder andere gute Freeware Grafikprogramm im Internet, wie etwa GIMP oder Fotor.

Wenn Sie die Windows Variante erstehen möchten und das neueste Betriebssystem bereits installiert haben, achten Sie darauf, dass Ihr Bildbearbeitungsprogramm Windows 10 unterstützt. Dies ist noch nicht bei allen Tools zum Bilder bearbeiten der Fall, wie unser Bildbearbeitungsprogramm-Vergleich beweist. Ein Update auf die neueste Version sollte aber in der nächsten Zeit verfügbar sein.

2.3. Speicherbedarf

Damit die Bildbearbeitungs-Software auch stets flüssig läuft, sollten der Arbeitsspeicher und der Festplattenspeicher Ihres PCs für das Programm ausreichen. Ansonsten kann es zu Abstürzen, langen Reaktionszeiten und anderen Problemen (etwa beim Speichern) kommen, die für Ärger und Frust sorgen könnten. Der vom Anbieter angegebene Wert sollte in jedem Fall auf ihrem Rechner verfügbar sein, auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Ihr Computer den empfohlenen Speicherplatz bereitstellen kann.

2.4. Anleitung und Tutorials

Gerade für Anfänger und Neulinge der Fotobearbeitung ist es von Vorteil, wenn das Bildbearbeitungsprogramm eine Anleitung für die ersten Schritte im neuen Metier anbietet. Das Angebot der Software-Hersteller reicht von online Lernportalen über Video-Tutorials bis hin zu Chats mit Service-Mitarbeitern oder PDF-Handbüchern. Gerade bei sehr umfangreichen Bildbearbeitungsprogrammen wie Adobe Photoshop Elements oder PaintShop Pro sind Anfänger ohne die richtigen Tipps und Tricks für die vielen Bildbearbeitungsprogramm-Effekte erstmal verloren. Führen Sie auf jeden Fall einen kostenlosen Test eines Bildbearbeitungsprogramms durch, bevor Sie die Software kaufen, damit Sie sicher sind, dass Sie mit den Tools gut umgehen können.

Tipp: Wenn Sie zum ersten Mal mit einer Software Fotos bearbeiten, nutzen Sie ein zweites Gerät, wie etwa ein Tablet neben Ihnen auf dem Schoss oder dem Schreibtisch. Dort können Sie das Handbuch öffnen oder Video-Tutorials streamen, ohne ständig die Fenster auf Ihrem Computer wechseln zu müssen. Natürlich funktioniert das auch mit einem zweiten Monitor, der an Ihrem Computer angeschlossen ist.

3. Welche Tipps für die Bildbearbeitung sollte man kennen?

Gerade Anfänger können bei Ihren ersten Schritten relativ viel falsch machen. Damit es Ihnen nicht so geht, haben wir die wichtigsten Tipps und Tricks für Einsteiger für Sie zusammengefasst:

Tool Erläuterung
Kopie erstellen Kopieren geht über Studieren! Bearbeiten Sie nie das Original, sondern erstellen Sie eine Kopie davon. Manche Programme speichern das bearbeitete Bild automatisch als Kopie. Entweder Sie legen eine Kopie an, bevor Sie das Bild bearbeiten oder nutzen die Funktion „Speichern als“ im Programm.
Automatische Bearbeitung Weniger ist manchmal mehr. Die Bildbearbeitungsprogramme verfügen alle über eine automatische Bearbeitungsfunktion. Eventuell können Sie noch Kleinigkeiten, wie Kontrast oder Helligkeit, verstärken, den Rest erledigt das Programm wie von Zauberhand für Sie. Wenn Ihnen das Ergebnis nicht gefallen sollte, können Sie immer noch selbst Hand anlegen.
Belichtung Meistens dreht es sich bei der Bildbearbeitung um die Optimierung der Helligkeit. Wenn Sie das Foto bearbeiten, können Sie in der Histogramm-Ansicht die Helligkeit einfach mit einem Regler steuern und beobachten, wie sich die unterschiedliche Belichtung auf das Foto auswirkt.
Farben Die manuelle Farbkorrektur kann zu Problemen bei der Druckerausgabe führen. Auf dem Monitor wirken die Farben zudem oft anders als auf dem Papier. Das Ergebnis Ihres Fotodruckers kann schnell zur Enttäuschung werden, wenn die Ausdrucke einen Farbstich bekommen. Alternativ können Sie Werkzeuge wie die Pipette zum Weißabgleich nutzen.

Der perfekten Einstieg in die Welt von Photoshop und Co. wird außerdem in diesem Video erläutert:

4. Gibt es einen Bildbearbeitungsprogramme-Test bei der Stiftung Warentest?

Die Stiftung Warentest hat zuletzt in Ausgabe 2/2011 einen Bildbearbeitungsprogramm-Test durchgeführt. Insgesamt betrachtet schnitt auch das ein oder andere günstige Bildbearbeitungsprogramm gut ab. Auf der Suche nach dem besten Bildbearbeitunsgprogramm testete die Stiftung Warentest hauptsächlich anhand der Kategorien Bildbearbeitung, Handhabung und Vielseitigkeit. Als Bildbearbeitungsprogramm-Testsieger kürte die Stiftung die Software Adobe Photoshop Elements, gefolgt von ACD See Pro und PaintShop Photo Pro Ultimate, sowie das Photo Studio Professional von Zoner. Bei aller genannten Software handelt es sich um Vorgängerprodukte der Programme aus unserem Bildbearbeitungsprogramm-Vergleich.

5. Fragen und Antworten rund um das Thema Bildbearbeitungsprogramme

5.1. Können die Programme auch für Videos verwendet werden?

Video Tool

Nicht nur zum Foto bearbeiten gut: Unser Videobearbeitungsprogramm-Vergleichssieger.

Ob Foto oder Video – mit den vorgestellten Programmen aus unserem Bildbearbeitungsprogramm Vergleich können auch kleine Filme geschnitten und aufgewertet werden. Allerdings liegt logischerweise der Schwerpunkt auf der Fotobearbeitung. Für eine bessere Bearbeitung von Videos empfehlen wir einen Blick in unsere Vergleiche von Videobearbeitungsprogrammen und Video Convertern.

5.3. Welches Bildbearbeitungsprogramm für Mac ist am besten?

Die beliebteste Software zur Fotobearbeitung am Mac ist Adobe Photoshop. Das Programm harmoniert hervorragend mit den Apple PCs, z.B. kann das Bildbearbeitungsprogramm iPhone Bilder schnell wieder aufhübschen. Alternativ nutzen viele Mac User ein Bildbearbeitungsprogramm online im Safari-Browser, wie oben beschrieben und können damit ihre Fotos online bearbeiten, in der Regel ist dann das Bildbearbeitungsprogramm gratis. Auch die ein oder andere Fotobearbeitungs-Software aus unserem Vergleich ist als Bildbearbeitungsprogramm Mac kompatibel.

5.2. Kann ich meine Bilder online bearbeiten?

Auch ohne umfangreiche und speicherfressende Software können Sie Ihre Fotos bearbeiten. Mit einer online Bildbearbeitung schonen Sie meist Ihren Geldbeutel und Arbeitsspeicher, allerdings ist häufig eine kostenlose Registrierung nötig. Achten Sie zudem darauf, wenn Sie eine Bildbearbeitung online am PC machen, dass es sich um einen seriösen Anbieter handelt, gerade wenn die Bildbearbeitung kostenlos angeboten wird. Seien Sie vor allem bei einem Download vorsichtig. Beliebte Seiten sind z.B. pixlr.com und Photoshop Express, eine abgespeckte Version der Marke Adobe.

So sieht das Online-Bildbearbeitungsprogramm Photoshop Express von Adobe als Web-App aus:

2016-07-07 16_07_03-Online-Werkzeuge für Photoshop _ Photoshop.com

 

5.4. Welche Bildbearbeitungs-Apps gibt es?

Natürlich sind die Apps zur Bildbearbeitung für Smartphones und Tablets qualitativ lange nicht so gut ausgestattet wie Programme für den PC. Für das Selfie reicht es aber aus. Beliebte Apps zum Download sind etwa Instagram (viele Filter), Facetune und Snapseed. Der PhotoDirector 7 unterstützt als einziges Bearbeitungsprogramm Android Apps und ist deshalb sicherlich für Smartphone- und Tablet-Typen besonders interessant.