Backup-Software Test 2016

Die 6 besten Backup-Programme im Vergleich.

AbbildungTestsiegerAcronis True Image 2017Langmeier BackupNovastor NovaBACKUP PCParagon Backup & RecoveryPreis-Leistungs-SiegerEaseUS Todo Backup HomeCarbon Copy Cloner
AnbieterAcronis True Image 2017Langmeier BackupNovastor NovaBACKUP PCParagon Backup & RecoveryEaseUS Todo Backup HomeCarbon Copy Cloner
Testergebnis
Vergleich.org
Bewertung1,4sehr gut
09/2016
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Bewertung1,5gut
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Bewertung1,6gut
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Preis für 1 Jahr pro Gerät 39,99 € 49,90 € 41,97 € 29,95 € 27,00 € 36,00 €
Gratis-Testversion
30 Tage

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abgespeckte Freeware

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30 Tage
Betriebssystemekompatibel mit Android kompatibel mit Windows kompatibel mit Apple kompatibel mit Windows kompatibel mit Windows kompatibel mit Windows kompatibel mit Windows kompatibel mit Apple
GeschwindigkeitWie schnell ein Backup vonstatten geht, hängt auch davon ab, wie viele Dateien gesichert werden müssen und welche Art der Sicherung durchgeführt wird.
VollsicherungBei einer Vollsicherung werden alle vorhandenen Dateien ohne Ausnahme gesichert. Es wird nicht zwischen alten und neuen oder geänderten Dateien unterschieden.JaJaJaJaJaJa
Live-BackupMit einem Echtzeit-Backup im Hintergrund sichern Sie laufend Dateien und Dokumente, wenn diese bearbeitet werden.JaJaJaJaJaJa
SpeicherabbildDie so genannte Image-Sicherung erstellt eine Kopie der gesamten Partition (Festplattenabschnitt) inkl. aller Bits und Bytes, die darauf vorhanden sind.JaJaJaJaJaJa
Differenzielle SicherungDas differenzielle Backup enthält alle geänderten Dateien, die seit der letzten Vollsicherung gemacht wurden.JaJaJaJaJaJa
Inkrementelle SicherungEine inkrementelle Sicherung kopiert alle Änderungen in Dateien, die seit dem letzten inkrementellen oder Voll-Backup vorgenommen wurden, aber nicht die kompletten geänderten Dateien (wie bei der differenziellen Sicherung).JaJaJaJaJaJa
Bootfähiges BackupSichert das System auf ein bootfähiges Medium (z.B. eine Rettungs-CD), das eingesetzt werden kann, wenn es zum Totalausfall oder einen Austausch der Hardware kommt.JaJaJaJaJaJa
inkl. Cloud-Speicher500 GB2 GB
Vor- und Nachteile
  • sehr schnell
  • einfache Bedienung
  • übersichtliche Oberfläche
  • zielgenaue Backup-Planung (z.B. nur E-Mails)
  • mit Social-Media-Backup
  • Internetverbindung notwendig
  • schnell
  • übersichtliche Oberfläche
  • Sicherungsprotokoll automatisch als E-Mail oder SMS
  • Bedienung erfordert etwas Übung
  • Support + Updates kosten extra
  • sehr schnell
  • einfache Bedienung
  • viele Tutorials + persönliche Hilfe bei der Einrichtung
  • inkl. Virenprüfung der zu sichernden Dateien
  • schnell
  • einfache Bedienung
  • übersichtliche Oberfläche
  • vorgefertigte + individuelle Backup-Strategien
  • Backup in mehrere Größen zerlegbar
  • schnell
  • einfache Bedienung
  • zielgenaue Backup-Planung (z.B. nur E-Mails)
  • schnelle Live-Backups
  • schnell
  • einfache Bedienung
  • übersichtliche Oberfläche
  • viele auf Macs zugeschnittene Einstellungsmöglichkeiten (z.B. Backups nur bei Netzanschluss)
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Sicher ist Sicher(ung) – die besten Backup-Programme im Test

Das Wichtigste in Kürze
  • Wer nicht in regelmäßigen Abständen ein Backup der Daten auf seinem Computer erstellt, läuft Gefahr, unter bestimmten Umständen alle gespeicherten Daten zu verlieren und nicht mehr herstellen zu können. Die meisten Computer können selbst Sicherungskopien erstellen und in Cloud-Speichern lagern.
  • Wer selbstständig bzw. manuell eine Sicherungskopie anlegen will oder eine andere Backup-Variante als die vorinstallierte nutzen möchte, kann auf Backup-Programme zurückgreifen. Die Produkte aus unserem Backup-Software Test erlauben eine zielgenaue und wiederkehrende Sicherung der Daten nach Ihren Wünschen und können verschiedene Backup-Strategien anwenden.
  • Nicht nur die Wahl des richtigen (externen) Speichermediums ist wichtig für ein umfassendes Backup, auch die Art der Datensicherung spielt eine Rolle vor dem Backup. Neben der Vollsicherung, die das komplette System klont, können bei einer Backup-Software die Dateien auch manuell und benutzerfreundlicher durch eine differentielle oder inkrementelle Sicherung gespeichert werden.

Backup-Software Test

Es kann im Leben manchmal so schnell gehen. Einmal die Kaffeetasse über den Laptop geschüttet und monatelange, harte Arbeit kann umsonst gewesen sein: Die Festplatte wurde beschädigt und die Daten sind für immer verloren. Damit der Datenverlust in Grenzen gehalten werden kann, empfiehlt es sich für jeden Computerbenutzer, regelmäßig die Daten zu sichern, um im Fall der Fälle die verloren geglaubten Dateien wiederherstellen zu können.

Zwar gibt es bereits vorinstallierte Backup Programme auf PCs und Macs, mit einem Tool aus unserem Backup-Software Vergleich 2016 kann der Vorgang aber wesentlich einfacher, manueller und in regelmäßigen Intervallen stattfinden. Nicht nur Privatanwender, auch kleinere und mittlere Unternehmen können durch ein Datensicherungsprogramm die wichtigen Daten regelmäßig sichern. Die folgende Kaufberatung erklärt alles Wichtige, wenn Sie Ihre Festplatte sichern und ein Backup Ihrer Dateien und Programme erstellen möchten.

1. Was ist ein Backup?

Festplatte Backup

Das Backup sollte auf einem Speicherplatz außerhalb des Rechners, etwa einer externen Festplatte, gelagert werden.

Es gibt immer wieder unerwartete Computer-Probleme, die es erfordern, die bisherigen Daten wiederherzustellen, sei es eine Beschädigung der Festplatte, ein fehlgeschlagenes Update des Betriebssystems oder nach einem Virenbefall. Wer vorgesorgt und sich ein Backup der Festplatte auf einem externen Medium eingerichtet hat, ist auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Unter dem englischen Begriff Backup (deutsch: Sicherungskopie) wird in der Computerwelt allgemein die Datensicherung verstanden. Dafür werden die Daten kopiert und außerhalb des Computers gespeichert, um sie im Falle eines Verlusts zurückkopieren und damit wiederherstellen zu können. Die Sicherungskopie kann entweder auf einem externen Speichermedium, wie einer externen Festplatte, oder in einer Cloud im Internet gespeichert werden. Ein Backup stellt jedoch nicht die bloße Kopie der Dateien dar, sondern beschreibt einen vielfältigen Prozess.

Vorinstallierte Backup-Programme sind nicht so umfangreich

Partition-Manager

Neben den Backup-Programmen können Partitions-Manager für mehr Sicherheit sorgen: Die Programme speichern wichtige Dateien, Programme und das Betriebssystem auf unterschiedlichen Orten (Partitionen) der Festplatte. So können beispielsweise private und berufliche Daten getrennt werden, auch wenn der Computer von mehreren Personen benutzt wird, macht die Aufsplittung der Festplatte Sinn. Kommt es zu einem Crash, können Sie z.B. nur das Betriebssystem neu aufspielen, ohne zuvor die Dateien extern zu sichern.

Für die PC-Datensicherung gibt es unterschiedliche Strategien, Methoden und Varianten. Die meisten Computer haben ein Image Backup-Programm vorinstalliert. Eine vollständiges Festplatten-Backup geschieht beim Systemabbild-Backup.

Hier wird eine komplette und funktionsfähige Kopie der Festplatte erstellt, mit all ihren Partitionen, Programmen, Einstellungen und Dateien – von Fotos, Videos und Musik-MP3s bis zu Spielständen oder Login-Infos im Browser – gesichert.

Das so genannte Image Backup kann anschließend alles wiederherstellen, wie es war. Allerdings können keine einzelnen Dateien wiederhergestellt werden, sondern nur das komplette System.

Manuelle Sicherung nur mit Backup-Software

Hier liegen die Vorteile einer Backup-Software: Auch einzelne Dateien können wiederhergestellt werden, ohne dass aufwändig das ganze System samt Inhalte aufgespielt werden muss. Außerdem ist das Backup nicht automatisch oder in festgelegten Intervallen (z.B. jeden Tag, jede Woche oder jeden Monat) möglich.

Datensicherung Backup CD

Auch auf CD, DVD oder Blu-ray kann ein Backup gespeichert werden.

Eine umfassende Datensicherung sollte auf mehreren Speichermedien, am besten mit unterschiedlichen Speicher-Arten, geschehen. Ein Festplatten Backup kann beispielsweise auf CD, externer Festplatte und Cloud ausgeweitet werden, damit verschiedene Quellen für die Wiederherstellung der Daten verfügbar sind und Sie nicht abhängig von nur einem Speichermedium sind.

Bevor man ein Backup-Programm zur Datensicherung verwendet, sollte man sich genau überlegen, welche Daten man an welcher Stelle bzw. auf welchem Medium speichern möchte.

Je nachdem, wie viele Dateien auf dem Computer vorhanden sind, kann ein Backup unterschiedlich lange dauern. Wer ein regelmäßiges Backup einstellt, muss nur beim ersten Backup längere Zeit einplanen, die nächsten Datensicherungen geschehen dann schneller, weil nur noch die neu hinzugefügten Daten gesichert werden.

Die Vor- und Nachteile einer Backup-Software im Überblick:

  • Auswahl an verschiedenen Backup-Methoden
  • Erstellung eines individuellen Backup-Plans
  • automatisches Backup in selbst festgelegten Intervallen (z.B. stündlich, täglich, wöchentlich)
  • Teil-Backups, Sicherung einzelner Dateien und zielgenaue Backup-Planung möglich
  • bootfähiges Backup: sichert das System bei Totalausfall der Hardware
  • Unterstützung vielfältiger (externer) Speichermedien
  • Passwortschutz für die Backup-Datei
  • Wiederherstellung der Daten auch auf abweichender Hardware
  • Anschaffungskosten
  • für eine Vollsicherung reicht die vorinstallierte Software von Windows-PCs und Macs aus – Teilsicherungen, differenzielle und inkrementelle Sicherungen gelingen aber nur mit kostenpflichtigen Backup-Programmen

2. Die 7 häufigsten Ursachen für Datenverlust

Ob ein falscher Klick oder ein bösartiger Virus auf dem Rechner – die Ursachen für Datenverlust sind vielfältig. Am häufigsten werden wichtige Dateien aus Versehen gelöscht. Wer keine Sicherungskopie mit einem Backup-Programm gemacht hat, ist relativ machtlos, die alten Daten wiederherzustellen. Wer vorsichtig mit dem Computer umgeht, kann viele Speicher-Probleme und Ursachen für Datenverlust vermeiden.

Die häufigsten Ursachen für plötzlich verschwundene oder nicht-wiederherstellbare Daten sind:

    1. Unsaubere Trennung: Wer den USB-Stick oder eine externe Festplatte nicht ordentlich auswerfen lässt, läuft Gefahr, dass die Daten nicht übertragen wurden. Einfach den Stick oder ein Verbindungskabel aus dem USB-Steckplatz am Computer oder Laptop zu ziehen, ist ein häufiger Grund für unvorhergesehenen Datenverlust. Wenn der Schreibvorgang nicht abgeschlossen war, ist die Datei zerstört und lässt sich nicht mehr öffnen.
    2. Leerer Akku: Der häufigste Grund für unerwarteten Datenverlust bei Laptops ist ein leerer Akku. Wurde nicht regelmäßig zwischengespeichert, kann die ganze Arbeit umsonst gewesen sein und die Daten sind weg. Deshalb beim Arbeiten ohne Stromkabel immer auf den Akkustand achten!
    3. Wasserschäden: Wer am Rechner arbeitet, sollte stets vorsichtig mit den Getränken in seiner Umgebung sein. Schnell ist das Wasserglas oder die Kaffeetasse über den Laptop gekippt und die Hardware stark beschädigt. Durch starken Regen sollte ein Laptop deshalb nicht transportiert werden. Wer den PC reinigen möchte, sollte so wenig Wasser wie möglich verwenden und lieber auf Microfasertücher zurückgreifen.

      Backup Festplatte

      Datencrash vermeiden: Durch viele Ursachen kann die empfindliche Magnetplatte der Festplatte beschädigt werden.

    4. Kälte- und Hitzeschäden: Wer seinen Laptop gerne mal über die Winternacht im Auto lässt, sollte vor der Benutzung darauf achten, dass sich der Computer langsam an die Raumtemperatur anpasst. Bei zu schnellem Einschalten mit einem abgekühlten Gerät kann es zu einem Kurzschluss kommen. Ähnlich ist es andersherum: Bei starker Hitze sollte der Laptop ebenfalls behutsam an die Raumtemperatur herangeführt werden, sonst droht ein Head-Crash der Festplatte und die Daten sind futsch.
    5. Staub: Laptop raus aus dem Bett! Staubige Orte können den Lüfter des Computers verstopfen, was zum Hitzetod der Festplatte führen kann. Schon kleinste Staub- oder Sandkörner können das empfindliche Innenleben des Rechners beschädigen. Deshalb sollte immer auf eine saubere Umgebung für den Computer geachtet werden.
    6. Blitzeinschlag und Stromausfall: Wenn es gewittert, kann es immer wieder zu Spannungsspitzen bei der Stromversorgung kommen. Deshalb sollte der Stecker beim Rechner gezogen werden, wenn es draußen blitzt und donnert. Keine Sorgen machen müssen Sie sich, wenn Sie eine Steckdosenleiste mit Überspannungsschutz oder einen Überspannungsschutz-Adapter für die Steckdose zulegen. Ein plötzlicher Stromausfall kommt in unseren Breitengeraden zwar kaum noch vor, kann aber ebenfalls zum Verlust vieler Daten, vor allem bei Desktop-PCs führen.
    7. Head-Crash: Ein Defekt der Festplatte ist eine häufige Ursache für plötzlichen Datenverlust. Bei einem Head-Crash wird die Harddisk beschädigt, indem der Schreib- und Lesekopf, z.B. durch falschen Einbau, Verschleiß, starke Erschütterungen, einen Sturz oder oben genannte Gründe, das Medium (die Magnetscheibe) direkt berührt und dadurch dessen Oberfläche abreibt. Anschließend lässt sich die Festplatte nicht mehr starten und die Daten können im besten Fall nur noch von Profis gerettet werden.

Macht Ihre Festplatte komische Geräusche? Sollte die Festplatte plötzlich hörbar quietschen, knacken, schleifen, piepen oder summen, ist oft schnelles Handeln gefragt. Die Ursachen können vielfältig sein und müssen nicht zwangsläufig zum Datenverlust führen. Auf Analyseseiten im Internet können Sie die komischen Geräusche der Festplatte überprüfen lassen.

3. Welche Backup-Arten gibt es?

Je nachdem, welche Speichergröße und Veränderung der zu sichernden Dateien gewünscht werden, kann die Suche nach dem richtigen Typ der Sicherung unterschiedlich ausfallen. Eine vollumfassende Datei-Sicherung sichert alle wichtigen Dateien, Ordner oder komplette Laufwerke. Im folgenden Kapitel sollen die unterschiedlichen Backup-Arten genauer vorgestellt werden.

3.1. Vollsicherung

Die einfachste, aber auch effektivste Art der Datensicherung ist die Vollsicherung. Hier werden alle Daten, die sich auf dem Rechner befinden, gesichert, um auf ein externes Medium übertragen zu werden. Diese Sicherung ist einfacher erstellt und schneller vollzogen als die differentielle oder inkrementelle Sicherung, dafür ist der benötigte Speicherbedarf für die Vollsicherung höher.

3.2. Differentielle Sicherung

Boot Backup

Ein Backup kann nach einem Festplattencrash das Betriebssystem, die installierten Programme und Einstellungen wiederherstellen.

Bei einer differentiellen Datensicherung wird als Grundlage eine Vollsicherung durchgeführt, die nach und nach mit den neuen oder geänderten Dateien Ihres Rechners ergänzt wird. Es findet eine Teilsicherung statt, die nur die Neuerungen in die vorhandene Vollsicherung aufnimmt.

Demnach werden nur die veränderten Dateien seit der letzten Voll- oder Teilsicherung komplett gesichert und in die Vollsicherung integriert. Was sich nicht geändert hat, bleibt bestehen. Allerdings werden die alten Versionen der Daten nicht gelöscht, deshalb können Sie ganze Verläufe an Datei-Änderungen wiederherstellen. Das bedeutet jedoch gleichzeitig, dass ein erhöhter Speicherbedarf notwendig ist.

3.3. Inkrementelle Sicherung

Die inkrementelle Sicherung geht intelligenter vor und basiert auf der Backup Methode der differentiellen Sicherung. Hier werden jedoch keine kompletten, kürzlich veränderten Dateien gesichert, sondern lediglich die Änderungen in der Datei selbst.

Das bedeutet einen weitaus weniger großen Speicheraufwand als bei der differentiellen Sicherung, bei der die ganze (geänderte) Datei gespeichert wird. Geschieht ein Backup inkrementell, können außerdem verschiedene Dateiversionsverläufe nachverfolgt und wiederhergestellt werden. Hier liegt ein großer Vorteil im Vergleich zur vorinstallierten Mac- oder Windows Backup-Software, die nur komplette Vollsicherungen vornimmt.

3.4. Bootfähiges Backup

Wenn das Backup-Programm in der Lage ist, ein bootfähiges Backup zu erstellen, sind Sie für alle Fälle bestens gerüstet. Sollte wider Erwarten der Computer nicht mehr anspringen, haben Sie mit einem bootfähigen Backup auf einem externen Speichermedium die Rettung in der Not in der Hand. Mit dem richtigen Know-how können Sie die Festplatte samt Betriebssystem, Partitionen und Dateien wiederherstellen, den Bootfehler beheben oder einzelne Dateien von einem defekten Umfeld sichern.

Backup Festplatte

Ist die Festplatte oder andere elementare Hardware eines Computers defekt, hilft ein bootfähiges Backup, das System komplett wiederherzustellen.

4. USB-Stick oder Cloud? Diese Speichermedien haben sich bewährt:

Grundsätzlich gilt beim Anlegen und Sichern eines Backups die Regel, die Daten auf mindestens drei unterschiedlichen Speichermedien zu sichern. So können Sie im Fall eines Defekts auf andere Speichermedien zurückgreifen. Selbst die beste Backup-Software hilft nicht viel, wenn die Speichermedien nicht sinnvoll ausgewählt wurden. Eine CD kann schnell verkratzen, ein Backup in der Cloud ist mit einem Klick schnell gelöscht und USB-Sticks und externe Festplatten sind vor Defekten oder Synchronisationsproblemen auch nicht per se geschützt.

Folgende Speichermedien sind am besten geeignet für ein Festplatten-Backup:

Medium Beschreibung
CD/DVD/Blu-ray-Disc Als optische Speicherarten gelten CDs, DVDs und Blu-ray-Discs als gute Retter für den Fall der Fälle. Vor allem bei Windows-PCs kann ein Boot-Backup auf CD oder DVD das System wieder neu auf den beschädigten Computer spielen. Der Nachteil bei den Discs ist der weitaus geringere Speicherplatz: Eine CD kann ca. 800 MB aufnehmen, eine DVD maximal 5 GB und eine Blu-ray-Dics kommt auf maximal 25 GB.

Der große Nachteil dieser optischen Speichermedien ist die geringe Haltbarkeit: Im Gegensatz zu einer externen Festplatte sollte das Backup nach längerer Zeit auf neue Discs geschrieben werden. Nicht vergessen: Im Computer ist ein entsprechender Brenner erforderlich oder Sie schließen einen externen Brenner an.

USB-Stick Die kleinste und handlichste Kategorie unter den mobilen Speichermedien ist der USB-Stick: Vor allem für die Sicherung einzelner Dateien oder eine zwischenzeitliche Speicherung eignet sich der USB-Stick sehr gut. Für eine Vollsicherung reicht die Speicherkapazität oft nicht aus. Für ein Teil-Backup jederzeit und unterwegs (z.B. im Urlaub) ist ein USB-Stick aber ideal geeignet.
Externe Festplatte Die externe Festplatte ist für Vollbackups, differentielle und inkrementelle Datensicherung bestens geeignet. Die Speicherkapazitäten liegen in der Regel bei einigen Terrabytes – genug Platz für ein umfassendes Backup. Jedoch sollte eine Backup-Festplatte ausschließlich für die Zwecke der Datensicherung verwendet werden, zum Datenaustausch mit Bekannten und Freunden sollte eine eigene externe Festplatte oder ein USB-Stick genutzt werden.

Wenn Ihr Computer und die externe Festplatte über einen USB-3.0-Port verfügen, gelingt der Import bzw. Export des Backups besonders schnell. Als noch schneller, stoßfester und kompakter gelten externe SSD-Festplatten.

Cloud Die Wolke für Daten erfreut sich nicht nur in Unternehmen großer Beliebtheit, sondern wird auch im privaten Bereich immer populärer. Google Drive, Dropbox und Co. stellen dort abgespeicherte Dateien jederzeit zur Verfügung – vorausgesetzt, Ihr Gerät verfügt über eine Internetverbindung.

Über ein Add-On oder den Browser können Sie auf die Dateien zugreifen, allerdings ist durch die Speicherung im Internet die Datensicherheit nicht so hoch wie bei analogen Speichermedien. Einige Anbieter aus unserem Backup-Software Test bieten direkt eine eigene Cloud an, in welcher das Backup abgespeichert wird.

Kombinieren Sie: Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn unterschiedliche Speichermedien kombiniert werden. Vor allem besonders wichtige Daten oder Root-Backups sollten über mehrere Quellen jederzeit verfügbar sein, z.B. in einer Cloud und auf einer externen Festplatte.

5. Fragen und Antworten rund um das Thema Backup-Software

5.1. Gibt es ein kostenloses Backup-Programm für Windows-PCs?

Es gibt viele Recovery-Tools zum Download im Internet, aber tut’s nicht auch das hauseigene Programm? Wer ein PC Backup erstellen möchte, kann auch auf die vorinstallierte Sicherungssoftware von Windows zurückgreifen. Das Daten-Backup ist bei Windows PCs selbst für absolute Laien einfach und schnell erledigt. Voraussetzung ist natürlich, dass ein Speichermedium vorliegt, auf welchem das Windows-Backup Platz finden kann. Eine Drittsoftware, wie die Software aus unserem Backup Programm Test ist deshalb für eine Vollsicherung nicht notwendig.

Allerdings kann das hauseigene Windows-Backup keine differenzielle Datensicherung oder ein inkrementelles Backup erstellen. Des Weiteren lässt sich das Windows Backup nicht automatisch oder in regelmäßigen Intervallen erstellen – Sie müssen selbst an die Datensicherung denken. Es lassen sich weder unterschiedliche Backup-Arten auswählen, noch eine Backup-Strategie festlegen. Hier liegt eindeutig der Vorteil bei den Produkten aus unserem Backup-Programm Test.

Bei Windows 10 hört die Datensicherung auf den Namen Dateiversionsverlauf und funktioniert mit wenigen Klicks. Das folgende Video zeigt die Arbeit mit der vorinstallierten Windows Backup-Software Schritt für Schritt:

5.2. Welche Backup-Software für Mac ist empfehlenswert?

Auf den Computern der Firma Apple gibt es eine integrierte Backup-Lösung, um die Festplatte zu sichern. Das hauseigene Backup-Tool hört auf den Namen Time Machine und kann Daten sichern und wiederherstellen. Um die Time Machine zu konfigurieren, ist ein externes Speichermedium erforderlich, z.B. eine externe Festplatte oder ein OS X Server im Netzwerk. Die Funktionen der vorinstallierten Sicherungssoftware von Apple können aber nur ein Vollbackup erstellen, ein spezielles Backup-Konzept (wie ein inkrementelles Backup) ist auch hier kostenpflichtiger Drittsoftware, wie die Produkte aus unserem Backup-Software Vergleich vorbehalten.

Tipp: Als beliebte Backup-Programme für Macs gelten das Backup Tool Carbon Copy Cloner und das Backup Programm Acronis True Image. Wer regelmäßige Backups erstellen möchte und auf verschiedene Backup Lösungen zurückgreifen will, sollte sich eine Drittsoftware genauer ansehen. Für ein einfaches Festplatten-Backup (also eine Vollsicherung) reicht die vorinstallierte Sicherungssoftware von Apple aber aus.

5.3. Gibt es einen Backup-Software Test der Stiftung Warentest?

Auch die Stiftung Warentest hat im November 2013 einen Backup-Programm Test durchgeführt. Die vorinstallierten Datensicherungsprogramme auf Mac (Time Machine) und Windows (damals Windows 8 Backup) haben nur mit der Note „Befriedigend“ abgeschnitten. Generell wurden nur zwei Backup-Programme mit der Note „Gut“ bewertet. Als Backup-Software Testsieger kürte die Stiftung das Programm Acronis True Image 2013. Der Hersteller Paragon schnitt knapp ebenfalls mit „Gut“ ab.

In Heft 07/2016  beschäftigte sich die Stiftung Warentest ohne bewertende Urteile mit der vorinstallierten Backup-Software für Windows und Mac. Auf dieser Themenseite finden Sie neben Tutorials auch viele Tipps zur Wahl des richtigen Speichermediums und vergleicht einige Marken.

5.4. Wo liegt der Unterschied zwischen Image Backup und Dateisicherung?

Wer die Daten sichern möchte und sich rund um das Thema Datensicherungsprogramm informiert, stößt immer wieder auf das Thema der Image-Sicherung. Sollen nicht nur einzelne Dateien wiederhergestellt werden, sondern das ganze System, sollte ein Image Backup vorgenommen werden. Das System – bzw. der Klon des Systems – sollte auf ein bootfähiges Medium gespielt werden. Dafür eignen sich z.B. CDs, DVDs und USB-Sticks. Die bootfähige Image-Sicherung sichert Sie ab, wenn es zu einem Totalausfall der Hardware kommen sollte. Mit einem Image-Programm können Sie in der Regel aber auch einzelne Dateien sichern. Eine inkrementelle oder differenzielle Sicherung sind nicht Teil einer Image-Sicherung.

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