Das Wichtigste in Kürze
  • Auslandspraktika können als Auslandssemester, Einstiegssjob oder auch direkt nach dem Abitur absolviert werden. Sie tragen zur Weiterentwicklung der Persönlichkeit bei und bieten die Möglichkeit angeeignete Kenntnisse und Fähigkeiten auszutesten.
  • Viele Wege führen nach Rom – so auch zu einem Praktikum im Ausland. Hilfreich sind Anbieter, die die Organisation des Drumherums übernehmen. So können sich Studierende aufs Wesentliche konzentrieren – sowohl vor der Abreise als auch während ihrer Zeit im Ausland.
  • Unser Auslands-Praktikum-Vergleich 2020 zeigt: Die Preise für ein organisiertes Auslandspraktikum variieren stark und sind dabei abhängig von der Dauer des Praktikums (zwischen zwei Wochen und sechs Monaten ist alles möglich) sowie auch davon, ob Unterkunft und Verpflegung inklusive sind.

Auslandspraktikum Test

Ausland = neue Sprache?

Wenn Ihnen daran gelegen ist, aus Ihrem Auslandsaufenthalt das meiste herauszuholen, lohnt es sich, vorab einen Sprachkurs zu absolvieren und die neue Sprache z.B. mit einer Vokabeltrainer-App zu üben. Damit punkten Sie nicht nur bei Ihrem Arbeitgeber, sondern können die für Sie neue Kultur umso besser verstehen. Auslandspraktika sind allerdings keine Sprachreisen.

Während der Studienzeit ein Auslandssemester absolvieren – für die meisten Studierenden gehört dies so selbstverständlich zum Studium wie die Abschlussklausur oder Hausarbeit zum Finale eines Seminars. Zur Wahl steht als Beschäftigung für diese Zeit, neben dem Besuch einer Universität, ein Praktikum im Ausland.

Allgemein dürfen wir festhalten: Auslandspraktika sind im Gegensatz zu einem Uni-Auslandssemester kein Zuckerschlecken:

  • zeitig aufstehen
  • jeden Tag von morgens bis abends in der Berufswelt präsent und aktiv sein
  • im Kontakt mit Kollegen sprachliche Hürden umgehend aus dem Weg räumen

All das mag einen auch in der Uni erwarten, jedoch sicherlich nicht im selben Ausmaß.

Dennoch lohnt sich der vorzeitige Ausflug auf den (internationalen) Jobmarkt, denn nur so sehen Sie schon während des Studiums, was Sie später im Berufsleben erwartet. Außerdem gehen Sie nach der Rückkehr in die Hörsäle Ihr Studium mit einer neuen Portion Motivation an – natürlich nur, sofern Ihre Inspirationsquellen zwischenzeitlich überhaupt erschöpft waren…

Wir zeigen Ihnen in unserem Auslandspraktikums-Anbieter-Vergleich, warum sich ein Auslandspraktikum bezahlt macht, auch wenn es unbezahlt ist.

Auslandspraktikum Vergleich

1. Auslandspraktikum: Warum sollte Zeit(punkt) und Ort geschickt ausgewählt werden?

Die Jackpot-Frage lautet für viele: Wann gehe ich wo hin?

1.1. Zeitpunkt

Alles hat seine Zeit – so auch ein Auslandssemester samt Auslandspraktikum. Empfehlenswert ist es, nach den ersten grundlegenden Semestern „wegzugehen“, nachdem Sie sich also schon einiges an theoretischen Grundlagen angeeignet haben. Zudem sollten Sie bereit sein, Ihr gewohntes Umfeld für eine Weile zu verlassen und sich beruflichen (und persönlichen) Herausforderungen zu stellen, auch wenn Sie sich vielleicht noch nicht hundertprozentig gewappnet für den Berufseinstieg fühlen. Allerdings handelt es sich ja auch „nur“ um ein Praktikum – die zwei Fs: Fehler und Fragen, sind also nicht nur gestattet, sondern sogar erwünscht.

Vorausschauendes Handeln: Wann finden wichtige Prüfungen statt? Werden bestimmte Seminare nur einmal pro Jahr angeboten? Diese Fragen sollte man in seine Planung fürs Auslandspraktikum mit einbeziehen.

1.1. Ort

In welches Land soll es gehen? Bei der Wahl des Ortes, an dem Sie Ihr Auslandspraktikum absolvieren wollen, spielen Kriterien wie Interesse, Sprachkenntnisse und auch Ihr finanzielles Budget eine Rolle. Die meisten Anbieter haben einige englisch- und spanischsprachige Programme im Angebot. Gerade für alle, die noch kein Spanisch beherrschen, gibt es Sprachkurse, die vor Ort zusätzlich bzw. vorab absolviert werden können.

Für alle, die beim Auslandspraktikum Afrika, Indien oder fernöstliche Länder entdecken möchten, sind Anbieter wie praktikawelten, PractiGo sowie GLS eine gute Anlaufadresse.

Wer beispielsweise nach Australien oder Neuseeland ausfliegen möchte, aber keine Lust auf einen streng geregelten Arbeits- bzw. Praktikumsalltag hat, kann Work & Travel als Alternative in Erwägung ziehen – schließlich ist sowohl Australien als auch Neuseeland berühmt dafür. Man findet gerade in ländlichen Gegenden leicht einen Job und kann dann vom Ersparten reisen und so Land und Leute kennen lernen.

Freiwilligenarbeit – sozusagen als Mix aus Work & Travel und Praktika – im Ausland bietet sich ebenso an.

Auslandspraktika Vergleich

2. Was bringt ein organisiertes Auslandspraktikum?

2.1. Konzentration aufs Wesentliche

Es gibt im deutschsprachigen Raum professionelle Anbieter, die die verschiedensten Programme anbieten und sich vor und während des Praktikums um diverse organisatorische Angelegenheiten kümmern und angehenden Praktikanten viele wichtige Informationen unterbreiten. So haben Studierende die Gelegenheit, sich während des Semesters, das man direkt vor dem Praktikum absolviert, größtenteils auf ihr Studium zu konzentrieren. Auch während des Praktikums gibt es durch die Unterstützung der betreuenden Person keine bösen Überraschungen. Und falls doch – dann wissen Sie, an wen Sie sich wenden müssen.

2.1. Auch kurze Dauer möglich

Eine Praktikumsdauer von zwei Wochen kennen viele wahrscheinlich vor allem vom schulischen Betriebspraktikum. Ganz so kurz wird das Auslandspraktikum in den meisten Fällen nicht ausfallen, aber vier Wochen als Dauer ist durchaus machbar.

Machen Sie selbst einen Auslandspraktikums-Anbieter-Test, werden Sie womöglich feststellen: Mit einigen Anbietern ist ein vierwöchiges Praktikum möglich und passt somit zum straffen Pensum vieler Bachelor- und Master-Studiengänge. Solche kurzen Aufenthalte eignen sich also insbesondere für diejenigen, die in den Ferien etwas für ihre Entwicklung und ihren Lebenslauf tun möchten und sich dabei dennoch Zeit für Hausarbeiten und Klausuren einräumen wollen.

Bei einer Dauer von drei bis sechs Monaten ist es unumgänglich, ein Urlaubssemester zu nehmen. Wenn Sie für Ihr Auslandspraktikum entlohnt werden möchten, steigen die Chancen dafür mit der Praktikumsdauer – ab drei Monaten zahlen viele ausländischen Arbeitsgeber ein Gehalt. Durch ein bezahltes Auslandspraktikum haben Sie so immerhin die Möglichkeit, Ihre Kosten für Unterkunft und/oder Verpflegung zu decken oder eben die Gebühren, die an den Praktikumsanbieter gehen, wieder reinzuholen.

Sehen Sie hier die wichtigsten Vor- und Nachteile, die eine Buchung eines Auslandspraktikums bei einem spezielle Anbieter mit sich bringt:

    Vorteile
  • Sie finden ein (passendes) Auslandspraktikum
  • Zeitersparnis
  • Tipps und Tricks durch Ansprechpartner und ein Netz von Mit-Praktikanten
  • keine bösen Überraschungen vor Ort
  • Möglichkeit zum Netzwerken mit Mit-Praktikanten
    Nachteile
  • Kostenfaktor
  • Visum, Flug und meist auch Unterkunft und Verpflegung müssen selbst gebucht werden
  • Lernfaktor in puncto (Selbst-)Organisation geringer als im Alleingang

Auslandspraktika Test

3. Fragen und Antworten rund um das Thema Auslandspraktikum im Test

Infos über Infos, aber Ihre Fragen wurden noch nicht beantwortet? Dann schauen Sie hier am besten einfach in unsere FAQ – oder hinterlassen Sie uns einfach einen Kommentar.

Teilen Sie Ihre Auslandspraktika-Erfahrungen und Praktikumsvermittlung-Erfahrung mit uns. Ganz gleich ob eine Students-Go-Abroad-Bewertung, Ihre persönlichen Studentsgoabroad-Erfahrungsberichte oder Ihre Erfahrung mit einem GLS Praktikum – wir sind gespannt, was Sie zu berichten haben.

Mit Sicherheit sind Sie nicht die einzige Person mit ebenjener Frage.

3.1. Auslandspraktikum – was beachten?

Wenn Sie mit einer Organisation ein Praktikum im Ausland finden wollen, wird Ihnen schon eine ganze Menge an Dingen abgenommen, um die Sie sich andernfalls allein kümmern müssten. Es bleiben aber dennoch einige Baustellen, um die es sich zu kümmern gilt.

Unbedingt an folgende Aspekte denken:

  • rechtzeitige Planung – sobald man weiß, dass Sie ein Praktikum im Ausland finden wollen, Fristen etc. abklären
  • Reiseversicherung (Auslands-Krankenversicherung) abschließen – sicher ist sicher
  • Flüge buchen – dabei gern Reisebüros (spezielle Kontingente!) und Online-Suchmaschinen vergleichen
  • Unterkunft – Organisationen bieten dabei oft Hilfe an; ist aber vielleicht eine selbst gesuchte WG günstiger?

3.2. Wie Auslandspraktikum finanzieren?!

Ein Praktikum finden ist die eine Sache – es zu finanzieren eine andere. Ein Praktikum im Ausland stellt finanziell für die meisten Studenten eine ziemliche Hürde dar – ganz gleich, ob mit oder ohne Auslandspraktikum-Anbieter. Zum einen gibt es natürlich die Möglichkeit, mit einem Nebenjob (in den Ferien) etwas sein Budget aufzustocken; zum anderen helfen durchaus auch Eltern und Großeltern aus, wenn sie merken, dass Sie zu 100% hinter Ihrem Vorhaben stehen.

Sollte für Sie keiner dieser Vorschläge realisierbar sein, gibt es andere Mittel und Wege – z.B. Auslandsbafög, ein Stipendium fürs Auslandspraktikum vom DAAD (der auch eine Praktikumsbörse fürs Ausland zur Verfügung stellt). Aber auch zahlreiche weniger bekannte Organisationen und Vereinen, deren Förderung Flugkosten und vielleicht auch die Kosten für eine Organisation übernehmen stehen zur Verfügung.

3.3. Gibt es einen Auslandspraktikums-Anbieter-Test von der Stiftung Warentest?

Einen von der Stiftung Warentest gekrönten Auslandspraktikum-Testsieger können wir Ihnen noch nicht präsentieren, aber thematisch verwandte Untersuchungen wie jene zu Auslandskrankenversicherungen. Seit dem letzten Test haben einige Versicherungen Kritikpunkte der Tester bearbeitet. So hat z.B. die Allianz die Bedingungen für Rücktransporte optimiert.

Achtung: Gesetzliche Krankenversicherungen übernehmen im nicht-europäischen Ausland keine Kosten. Wer also für drei oder gar sechs Monate Deutschland den Rücken kehrt, darf ruhig eine hiesige Abmeldung in Erwägung ziehen.

3.4. Auslandspraktikum! Wie lange vorher bewerben?

Bei einigen Stellen wird angegeben, dass es keine Frist gibt. Sollten Sie diese Angabe sehen, lassen Sie sich nicht dazu verleiten, Ihre Praktikumsorganisation über Nacht erledigen zu wollen. „Zwei bis fünf Monate“ geben andere Auslandspraktikum Anbieter als Bewerbungsfrist an. Diese Zeitvorgabe klingt schon etwas realistischer und lässt genügend Spielraum für die Organisation von Flug, Visum und Unterkunft.

Bei manchen Auslandspraktika ist allerdings auch eine Bewerbung bis zu einem Dreivierteljahr vorher vonnöten, erst recht, wenn zwecks finanzieller Entlastung ein Stipendium fürs Auslandspraktikum beantragt werden soll oder es sich um ein spezielles Land wie China handelt.

Bildnachweise: Adobe Stock/Hyejin Kang, Adobe Stock/Tierney, Adobe Stock/filins, Adobe Stock/magele-picture (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)