Test bestätigt: Die meisten Akku-Staubsauger saugen einfach nicht richtig

Nichts ist lästiger, als beim Saugen in der Wohnung ein Kabel hinter sich her zu ziehen. Akku-Staubsauger sind da eigentlich die perfekte Lösung - wenn sie denn auch wirklich über gute Saugkraft verfügen. Doch genau hier schwächelt immer noch ein Großteil der Modelle. Eine aktuelle Prüfung der Stiftung Warentest kommt zu dem Ergebnis, dass nur zwei von zehn getesteten Modellen über eine gute Saugkraft verfügen.

Hier im Bild ein Stabsauger, der mit einer Hand zu bedienen ist. Praktisch, wenn auch gewöhnungsbedürftig in der Farbwahl.

Der Trend geht in die richtige Richtung - nur zu langsam

Die Saugkraft ist bei einem Staubsauger ein entscheidendes Kriterium, denn ohne die Fähigkeit zum Saugen nutzen die tollsten Zusatzeigenschaften nichts. Dass Akku-Staubsauger hier ein Problem haben, zeigte sich bereits in einem Test von 2018, bei dem von 18 Staubsaugern sogar nur einer eine gute Saugleistung aufweisen konnte. Im neuen Test sind es immerhin zwei von zehn - ein echter technologischer Fortschritt ist das allerdings noch nicht.

Gut - aber immer noch nicht sehr gut

Das Prädikat “sehr gut” bleibt beim Thema Saugleistung wohl weiterhin den Geräten mit Kabel vorbehalten. Aber auch mit einer “guten” Saugleistung lässt sich arbeiten. Zu diesem Ergebnis kamen auch wir bei Vergleich.org in unserem Handstaubsauger-Test. In diesem wiesen wir unter anderem darauf hin, dass die meisten Akku-Staubsauger bereits nach etwa einer halben Stunde Saugen zu schwächeln beginnen. Eine Einschränkung, die man bei diesen Geräten auf jeden Fall in Kauf nehmen muss.

Faustregel: 18V müssen es mindestens sein

Um mit einem Akku-Staubsauger wirklich Freude zu haben, sollte das Gerät aktuell mindestens mit einer Spannung von 18V arbeiten. Zwar sind nicht alle Geräte mit einer hohen Spannung automatisch gut - doch diejenigen mit einer geringeren Spannung finden sich unter den Spitzenplätzen der Tests gar nicht wieder. Und das wird wohl kaum ein Zufall sein.

Elektroschrott

Ist der Akku des Staubsaugers nicht wechselbar, wird das Gerät unnötig schnell zum Elektroschrott, wenn es eigentlich noch ein paar Jahre Lebenszeit in sich hätte.

Miese Umweltbilanz durch Stromverbrauch und Akku

Besonders schlecht sehen die 10 neu getesteten Modelle hinsichtlich ihrer Umwelteigenschaften aus. Die wichtigsten Faktoren dabei sind ein hoher Stromverbrauch und ein nicht wechselbarer Akku. Wenn der Akku nicht gewechselt werden kann, dann ist der ganze Staubsauger schrottreif, sobald die Akkuleistung stark nachlässt. Und das ist bei Akkus nach gewisser Zeit unweigerlich der Fall. In Zeiten von “Fridays for Future” erscheinen Staubsauger mit “Ablaufdatum” nicht gerade zeitgemäß.

Weitere Informationen finden Sie kostenpflichtig bei der Stiftung Warentest und kostenfrei in der Kategorie „Wohnungsreinigung“ auf Vergleich.org.

Autor: jl
Veröffentlicht: 23.05.2019, 23:38 Uhr

Zum Autor: Johannes Siegl hat Soziologie studiert und dann im Online Marketing Fuß gefasst. Aktuell ist er als Online Marketing Manager und freier Autor in Hamburg beschäftigt.

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