Das Wichtigste in Kürze
  • Akku-Handstaubsauger sind kompakte, kostengünstige und allzeit bereite Helferlein, mit denen Sie im Handumdrehen kleine Mengen Dreck beseitigen – egal ob im Haushalt, Auto oder in der Werkstatt.
  • Wichtig ist eine hohe Saugkraft, damit auch Kieselsteine oder Tierhaare entfernt werden. Schwache Akkusauger sind höchstens für Hausstaub, Spinnweben und andere, leichte Verschmutzungen geeignet.
  • Ein ausdauernder Akku lohnt sich dann, wenn mehrere Hausbewohner auf das Gerät zurückgreifen oder Sie es auf Reisen mitnehmen wollen. Ansonsten sorgt die Ladestation dafür, dass es immer voll ist.

Akku-Handstaubsauger Test

Er ist seit Jahrzehnten ein treuer Diener im Kampf gegen den Schmutz und mittlerweile in vier von fünf Haushalten (Quelle: Kärcher) vorzufinden: der Staubsauger. Seit einiger Zeit gibt es ihn auch in klein und handlich als praktischen Handstaubsauger mit Akku-System, das die Suche nach einer Steckdose und ewiges Kabelwickeln unnötig macht.

Doch nicht jedes der Geräte hält, was sein Hersteller verspricht. In vielen Fällen genügt die Saugleistung kaum, um ein paar Kieselsteine aufzunehmen. Andere Modelle kreischen laut, haben keine Ladestation oder sind bereits nach zehn Minuten fix und alle.

In unserem Vergleich haben wir sowohl teure als auch günstige Akku-Handstaubsauger in die Produktauswahl aufgenommen.

In unserem Akku-Handstaubsauger-Vergleich 2021 liegt ein Hauptaugenmerk auf der Saugleistung. Falls Sie einmal selbst einen Akku-Handstaubsauger-Test durchführen möchten, prüfen Sie die Geräte doch direkt in der Königsdisziplin: Lassen Sie sie größere Mengen von Kieselsteinen aufsaugen und und beobachten Sie das Ergebnis. Doch auch der Akku spielte eine Rolle: Bei einer langen Laufzeit und kurzen Ladezeit gab es entsprechend viele Punkte.

Bei der Lautstärke half uns das Dezibel-Messgerät nur begrenzt weiter, da hohe Töne für das menschliche Ohr unangenehmer als tiefe Töne klingen, aus physikalischer Sicht aber trotzdem gleich laut sein können. Wir ließen uns daher ganz von unserem subjektiven Gehör leiten.

Zuletzt wurde das Zubehör von uns bewertet. Eine vernünftige Ladestation sollte enthalten sein, dazu einige der wichtigsten Düsen.

Mit einem Fakir-Handstaubsauger wird ein Teppich gereinigt.

Teppiche sind eine besondere Herausforderung für Staubsauger, da sich der Staub besser festsetzen kann.

1. Nur wenige sind kräftig genug für allen Dreck

Im Vordergrund steht bei der Beurteilung eines Akku-Handstaubsaugers natürlich die Saugleistung des Geräts. Was taugt schon ein Handstaubsauger, wenn er mit größeren Krümeln und kleinen Steinchen nicht zurechtkommt?

Ein geöffneter Sack mit Streusplitt.

Säcke mit Sand und Splitt sind das ideale Arbeitsmaterial für Ihren eigenen Akku-Handstaubsauger-Test.

Absoluter Härtetest für Akku-Handstaubsager: Ein Sack Splitt, wie er im Winter zum Streuen auf den Gehwegen eingesetzt wird, kann für Ihren eigenen Akku-Handstaubsauger-Test als Ausgangsmaterial dienen. Es handelt sich dabei um das gleiche Zeug, das im Profil Ihrer Stiefel hängen bleibt und sich dann im Flur verteilt – von wo der Staubsauger es entfernen soll.

Hochwertige Akku-Handstaubsauger bewältigen diese Aufgabe gut oder sogar mit Bravour. Bei ihnen genügt ein einziger Zug durch das Steinfeld, um eine saubere Spur zu hinterlassen. Andere Geräte können die Steine zwar grundsätzlich aufnehmen, lassen dabei aber nicht wenige zurück und tun sich auch sichtlich schwerer mit der Aufgabe. Oft werden die letzten Kiesel nur noch mit der Nase geschoben, anstatt eingesaugt zu werden. Manchen Handstaubsaugern fehlte die Saugkraft jedoch komplett. Mit Mühe und Not sind ein paar Steinchen dazu zu bewegen, den Weg ins Innere zu finden, aber die allermeisten bleiben liegen.

Mehr Technik für Härtefälle

Für die Entfernung von Tierhaaren von Stoffoberflächen gibt es auch spezielle Bürstenaufsätze.

Das bedeutet nicht, dass die schwachen Akkusauger per se unbrauchbar sind. Wer vornehmlich Spinnweben, Brotkrumen oder andere Arten von leichtem Staub entfernen möchte, könnte auch mit einem günstigen Akku-Handstaubsauger ohne große Saugkraft zufrieden sein.

Knifflig wird es hingegen auf Teppichböden bei Tierhaaren oder ganz allgemein größeren Dreckkrümeln, die sich gern mal in Ritzen im Parkett verstecken. Falls das Ihr „Schlachtfeld“ ist, ist die Saugleistung mit Abstand das Wichtigste.

Mit einem Akkusauger von Philips wird Kies aufgesaugt

Die besten Akku-Handstaubsauger haben genug Leistung, um Kies mühelos wegzusaugen. Auch bei schnellen Bewegungen hinterlassen sie eine saubere Schneise.

Obwohl die Saugleistung das wichtigste Kriterium ist, kann auch ein eher schwacher Akkusauger zufriedenstellend arbeiten: Wenn nämlich der Dreck eher leicht und staubig ist. Erwarten Sie aber keine Wunder von den Geräten, die wir als leistungsschwach bewertet haben.

Spätestens bei kleinen Steinchen oder Tierhaaren brauchen Sie Saugkraft ohne Ende. Im Zweifel ist mehr Power auf jeden Fall besser.

2. Die Akkus halten nur 10 bis 20 Minuten – aber das genügt meistens

Etwas enttäuschend ist das Durchhaltevermögen vieler Akkus: Manche Geräte machen bereits nach weniger als einer Viertelstunde schlapp. Die meisten liegen bei circa 20 Minuten. Das reicht zwar meistens aus, da die Geräte nur mal zwischendurch Kleinkram einsaugen sollen. Außerdem lässt sich Energie sparen, indem man sie zwischen zwei Arbeitsschritten kurz ausschaltet. Doch im Vergleich zu den Akkus moderner Elektrowerkzeuge, welche der Heimwerker in seiner Garage stehen kann, ist die Kapazität sehr mäßig.

Nahaufnahme des Akkus am Handstaubsauger von Dyson

Die Akkus der Handstaubsauger sind allesamt fest verbaut und sollten nur von Fachpersonal ausgetaucht werden.

Sie sind mehr oder weniger gezwungen, den Akkusauger nach jedem Einsatz in die Station zurückzustellen beziehungsweise ein Netzteil anzuschließen. Wenn Sie sich daran halten, sollte Ihnen die begrenzte Laufzeit keine Probleme bereiten.

Die meisten Akku-Handstaubsauger enthalten Lithium-Ionen-Akkus (gern Li-Ion abgekürzt). Sie sind modern und haben keinen „Memory-Effekt“, der früher bei Nickel-Cadmium-Akkus auftrat und deren Leistungsfähigkeit reduzierte, wenn sie nicht in bestimmten Intervallen aufgeladen wurden.

Schrift

In beinahe allen Geräten sind moderne Lithium-Ionen-Akkus verbaut. Allerdings sparen fast alle Hersteller an dieser Stelle, sodass der Kunde nach zehn bis zwanzig Minuten nachladen muss.

Leider sind die Akkus ausnahmslos fest verbaut und können nicht ohne größeren Aufwand ausgewechselt werden. Dabei ist das bei vielen anderen Produkten längst gang und gäbe. Aus Ihrem Bohrschrauber oder der Stichsäge etwa können Sie den Akku problemlos entnehmen, in eine Ladestation stellen und den Ersatz-Akku einlegen. Die Hersteller sollten nicht nur bei Werkzeug, sondern auch Haushaltsgeräten neue Wege gehen.

Nicht ganz irrelevant ist nämlich auch die Ladezeit. Bis ein komplett entleerter Akku wieder voll aufgeladen ist, kann es viele Stunden dauern. Die schnellsten Modelle brauchen etwa drei bis vier, die langsamsten acht Stunden oder sogar noch länger.

Hat ein Produkt keinen Lithium-Ionen-Akku, sollten Sie auf die Ladezyklen achten. Verwenden Sie den Sauger nach Möglichkeit so lange, bis er leer ist, und laden Sie ihn danach voll auf, anstatt kurze Ladezyklen einzulegen. Ansonsten kann sich die Lebenserwartung des Akkus erheblich reduzieren. Bei Li-Ion-Akkus besteht dieses Problem nicht.

Nahaufnahme des Netzteils

Der Ladestrom ist oft gering (in diesem Beispiel nur 250 Milliampere) und die Akkus der Handstaubsauger laden entsprechend langsam auf.

LED-Anzeige mit Ampelfarben signalisiert, dass der Akku voll geladen ist

Viele Geräte haben eine Ladestandanzeige. So sehen Sie auf einen Blick, ob der Akku voll ist und ob das Gerät richtig in der Ladestation steht.

Beinahe alle Akkusauger sind nach spätestens 25 Minuten Arbeit erschöpft. Allerdings gibt es wenige Szenarien, in denen wirklich so lange am Stück gesaugt wird. Nur Großfamilien müssen sich hierum Sorgen machen oder Anwender, die das Gerät an außerhalb liegende Orte mitnehmen möchten.

Stellen Sie das Gerät nach jedem Einsatz zurück in die Station beziehungsweise schließen Sie das Netzteil an. Dann stört auch die vergleichsweise lange Ladezeit nicht.

3. Wenige lärmen, manche pfeifen

Falls Sie befürchten, dass ein Akkusauger unerträglich laut ist, können wir Sie beruhigen. Nutzer berichten von ihren Akku-Handstaubsauger-Tests, dass die meisten durchaus erträglich sind und etwas weniger Lärm verursachen als gewöhnliche Hausstaubsauger. Das ist auch den eher tiefen Tönen geschuldet, die sie ausstoßen. Diese werden von unserem Gehör als erträglicher wahrgenommen, auch wenn sie gleich viel Dezibel wie höhere Töne aufweisen.

Wirklich laut sind eigentlich nur die Geräte, die auch besonders viel Kraft haben. Allerdings besitzen sie eine Gangschaltung und lassen sich so auf einen erträglichen Lärmpegel drosseln, wenn nur kleine Krümel und oberflächlicher Schmutz entfernt werden müssen. Erst bei hartnäckigem Dreck müssen Sie dann in den sauren Apfel beißen und das Gerät voll aufdrehen.

Falls Sie längere Zeit am Stück mit einem sehr lauten Gerät saugen, empfehlen wir das Aufsetzen eines Gehörschutzes. Dieser kostet nicht viel und schont Ihre Ohren auf lange Sicht. Insbesondere professionelle Anwender sollten hierauf achten.

Der Startknopf des Bosch-Akkusaugers wird auf den ersten Gang geschoben

Um die Ohren zu schonen, sollten Sie – sofern vorhanden – nur den ersten Gang einlegen. Erst bei hartnäckigen Verschmutzungen müssen Sie in den zweiten Gang wechseln, der das Gerät deutlich lauter werden lässt.

Wirklich leise sind Akku-Handstaubsauger zwar nicht, aber die meisten sind erträglich in ihrer Lautstärke und ähneln hier herkömmlichen Staubsaugern. Als wirklich störend gelten hohe Pfeiftöne, die aber lediglich bei wenigen Modellen auftreten.

Sauger mit besonders starkem Motor besitzen zumeist eine Gangschaltung, damit bei leichter Verschmutzung der niedrigere (und deswegen leisere) Gang ausgewählt werden kann.

4. Das Entleeren der Staubbehälter ist nichts für Allergiker

Akku-Handstaubsauger sind üblicherweise beutellos. Es entstehen also keinerlei Folgekosten durch den Kauf von Beuteln, wie dies beim normalen Staubsauger der Fall ist.

Der Dreck sammelt sich in einem Behälter in der Schnauze des Geräts und wird durch einen Filter daran gehindert, in den Motor vorzudringen. Leider ist das Entleeren dieses Behälters bei den allermeisten Saugern recht umständlich. Das Gerät wird in drei Teile zerlegt und der Filter herausgenommen. Erst danach gelangen Sie an die Staubkammer. Oft müssen Sie mit den Fingern in den Filter fassen, um diesen greifen zu können, in anderen Fällen hat er immerhin einen kleinen Henkel.

Dabei könnte es so viel einfacher gehen: Vereinzelt gibt es Modelle mit einer über einen Schalter zu öffnenden Klappe. Der Schmutz fällt aus dem Behälter direkt in den Mülleimer und der Filter bleibt an Ort und Stelle. Für Allergiker ist das allemal die bessere Variante.

Mit zwei Fingern wird die Spitze des Akkusaugers von Dirt Devil geöffnet, damit der Staub ausgeleert werden kann

Klick und auf: Durch einen einfachen Mechanismus öffnet sich die Schnauze des Geräts und gibt den eingesaugten Schmutz frei. Gerade für Allergiker ist ein derartiger Mechanismus die beste Lösung.

Der Behälter muss natürlich nicht nach jedem Saugen entleert werden. Es kann mitunter Wochen dauern, bis sich genug Dreck angesammelt hat und Sie diesen entsorgen müssen. Eine Ausnahme hiervon bilden allerdings Akku-Handstaubsauger, die als Nass-Trocken-Sauger deklariert sind und mit denen sich auch kleine Pfützen aufsaugen lassen. Für diesen Einsatz ist ein vorheriges Ausleeren des Staubbehälters notwendig. Der Schmutz und das Wasser dürfen sich nicht mischen.

Nutzen Sie das Gerät niemals zum Aufsaugen von Flüssigkeiten, wenn es nicht explizit dafür ausgelegt ist. Ansonsten kann Wasser in den Motor geraten und einen Totalschaden verursachen.

Severin-Staubfilter wird über einem Waschbecken händisch gereinigt.

Die Filter lassen sich mit Wasser und bei Bedarf leichten Reinigungsmitteln auswaschen. Wichtig ist, dass Sie den Filter danach gut trocknen lassen – am besten über Nacht.

Auf dem Markt sind heutzutage Akku-Handstaubsauger ohne Beutel der Standard.

Bei den meisten Modellen muss der Filter händisch herausgenommen werden, um an den Schmutzbehälter zu gelangen. Manche Hersteller haben dieses Problem elegant mit einer Klappe gelöst, die per Knopfdruck geöffnet wird. Allergiker sollten hier zuschlagen.

5. Bei häufiger Nutzung lohnt sich ein Akku-Handstaubsauger mit Wandhalterung

Mit einem Akkusauger wird die Wohnung zwar schön sauber, aber wenn das Gerät danach irgendwo herumliegt, wirkt sie wieder unaufgeräumt. Die Lösung für dieses Problem ist eine Wandhalterung, in die der Sauger nach jedem Gebrauch eingesetzt wird.

Kleines Päckchen mit Dübeln und Schrauben.

Dank der mitgelieferten Schrauben und Dübel lässt sie sich im Handumdrehen montieren.

Ein geeigneter Platz zur Aufhängung kann die Abstellkammer sein, der Waschbecken-Unterschrank in Bad oder Küche, die Werkstatt, Garage oder ein verdeckter Ort irgendwo im Wohnungsflur.

Wird der Akku-Handstaubsauger nicht als Set mit Ladestation geliefert, liegt nur ein einfaches Netzteil bei. Das ist natürlich günstiger in der Herstellung und wirkt sich dementsprechend positiv auf den Preis aus. Letztlich ist die Station eher ein Luxus als ein unverzichtbarer Bestandteil des Staubsaugers.

In Ausnahmefällen kann eine Wandhalterung auch einen Nachteil darstellen: In vielen Fällen lässt sich das Netzteil nämlich nicht aus der Station entfernen. Möchten Sie den Akkusauger unterwegs häufig nutzen und aufladen, sind Sie gezwungen, das komplette Konstrukt mit auf Reisen zu nehmen (und gegebenenfalls sogar vorher von der Wand abzuschrauben), anstatt nur ein kompaktes Netzteil einzupacken. Dies betrifft allerdings nur Vielreisende, die täglich ihr Auto sauber machen wollen.

In einer Ladestation für den Philips-Akkusauger stecken eine Fugenüse sowie eine Polsterdüse.

Eine größere Station bietet oft clevere Aufbewahrungsmöglichkeiten für die verschiedenen Bürsten.

Dank der an einer Wand montierten Station ist der Akkusauger jederzeit griffbereit. Außerdem lädt er immer direkt wieder nach.

Die Wandhalterungen fallen unterschiedlich groß aus und bieten in manchen Fällen noch einigen Düsen Platz.

6. Mit der passenden Düse machen Sie jeden Dreck weg

Die Saugöffnung am Kopf der Geräte ist relativ groß. Um auch hartnäckigeren Schmutz aufzusaugen und in Ecken und Winkel vorzudringen, benötigen Sie passendes Zubehör. Eine schmale Fugendüse ist eigentlich immer beigelegt, in vielen Fällen auch bis zu drei weitere Aufsätze.

Düsen-Typ Beschreibung
Fugendüse Ein besonders schmaler Aufsatz, mit dem Sie in die Zwischenräume von Polstern gelangen.
Polsterdüse Kleine Borsten schrubben den Staub mechanisch aus dem Stoff, damit er aufgesaugt werden kann.
Wasserdüse Gummi sorgt dafür, dass der Sauger gut auf der Oberfläche aufliegt. So entsteht ein Vakuum und die Flüssigkeit kann besser aufgesaugt werden.

Drei Düsen-Aufsätze für Akku-Handsauger.

Von links nach rechts: Fugendüse, Polsterdüse, Wasserdüse.

Gegebenenfalls lässt sich eine Düse auch noch beim Hersteller nachkaufen.
Mit einem schwarzen Handstaubsauger von AEG wird eine Spur kleiner Steine weggesaugt

Dank zwei kleiner Räder schwebt dieser Akkusauger geradezu über den Boden und hinterlässt dabei keine Kratzer.

Nicht jeder Aufsatz wird unbedingt benötigt und eine Fugendüse liegt ohnehin immer bei.

Wichtig sind vor allem Polsterdüsen, falls solche Möbel in Ihrer Wohnung stark vertreten sind.

7. Gibt es einen Akku-Handstaubsauger-Test von Stiftung Warentest?

Jein. Zwar hat die Stiftung im Februar 2016 einen Test unter diesem Titel durchgeführt, allerdings standen hier Akku-Staubsauger auf dem Prüfstand, die ein Teleskoprohr besitzen und dieselben Aufgaben wie ein klassischer Staubsauger haben. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei den uns getesteten Staubsaugern um kompakte Geräte ohne Saugrohr, die nur für ein paar Krümel hier und da gedacht sind. Zudem kosten sie deutlich weniger.

Akku-Staubsauger zum Reinigen größerer Flächen haben wir in einem separaten Vergleich näher betrachtet:

Akku-Handstaubsauger-Testsieger wurde bei Stiftung Warentest übrigens das Modell V6 von Dyson, allerdings in der „Lang-Version“.

8. Fragen und Antworten zum Handstaubsauger

Sie sind immer noch nicht sicher, welcher der beste Akku-Handstaubsauger für Ihre Zwecke ist? Vielleicht können wir offene Fragen in diesem Teil unseres Ratgebers beantworten.

8.1. Eignet sich ein Akku-Handstaubsauger auch für Tierhaare?

Prinzipiell ja, wenn er leistungsstark genug ist. Schwächere Geräte kommen mit diesen hartnäckigen Haaren nicht zurecht. Hier zählt tatsächlich nur die Leistung. Empfehlenswert ist zudem eine eigens dafür entwickelte Bürste, die einer Walze ähnelt und die Haare mit kleinen Borsten von der Oberfläche streicht. Dann können Sie mit dem Akku-Handstaubsauger auch Hundehaare oder Katzenhaare entfernen.

8.2. Gibt es auch Akku-Handstaubsauger mit Beutel?

Uns ist aktuell kein Modell bekannt, das nicht eher zu einer anderen Art Staubsauger zählen würde. Die Geräte – und damit auch deren Behälter – sind aber ohnehin so klein, dass die Beutel permanent ausgetauscht werden müssten, was ziemlich ins Geld ginge. Langfristig ist es also günstiger, einen beutellosen Akku-Handstaubsauger zu kaufen.

8.4. Welche Akku-Handstaubsauger sind für das Auto geeignet?

Prinzipiell alle. Mit Fugen- und Polsterdüse lässt sich jeder Wagen gut reinigen.

Darüber hinaus gibt es in unserem Vergleich einige Handstaubsauger, die zusätzlich ein 12-Volt-Ladekabel besitzen und sich damit aus der Autobatterie speisen können. Allerdings dient dieser Anschluss nur dem Nachladen.

Außerdem bietet der Markt Netzkabel-Sauger, die ohne Akku auskommen. Einige dieser Modelle finden Sie in nachfolgendem Vergleich:

Natürlich bieten Akku-Handstaubsauger im Vergleich einen größeren Aktionsradius.

8.5. Lohnt sich ein Handsauger mit auswechselbarem Akku?

Wer einen Handstaubsauger mit Wechsel-Akku haben möchte, wird nur bei Werkzeugherstellern wie Einhell, Metabo oder Bosch fündig. Sie produzieren ohnehin eine große Zahl von Akku-Werkzeugen und bringen darum auch jeweils einen Akku-Handstaubsauger auf den Markt, in den die Akkus eingesetzt werden können. Wir haben die Vor- und Nachteile solcher Akku-Handstaubsauger für Sie zusammengefasst:

    Vorteile
  • Der Saft geht niemals aus, da immer ein frischer Akku eingesetzt werden kann.
  • Falls Sie schon viele Akku-Elektrowerkzeuge besitzen, ist die Investition nicht sehr groß.
    Nachteile
  • Akkus und Ladestation kosten bei der Anschaffung viel und lohnen sich nur, wenn weitere Produkte dieser Marke gekauft werden.
  • Die Saugleistung der Handstaubsauger von Werkzeugherstellern ist zumeist in Ordnung, aber nicht herausragend.

Letztendlich lohnen sich solche Modelle nur für Anwender, die bereits Ladegerät und Akkus einer Marke in ihrer Werkstatt stehen haben. Wir haben sie daher auch nicht in die Produkttabelle am Anfang dieser Kaufberatung aufgenommen.

Bildnachweise: VGL/Georg Baum (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)

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