9 Wege, Ihre Hausarbeit zu halbieren

“Das bisschen Haushalt macht sich von allein, sagt mein Mann…” - über diesen Spruch konnten deutsche Frauen schon in den 70er Jahren nur müde schmunzeln. 40 Jahre später hat sich die Hausarbeit zwar minimal besser unter den Familienmitgliedern verteilt, weniger scheint sie aber dennoch nicht geworden zu sein.

Mehr als 2.000 Tage verbringt der durchschnittliche Brite laut einer Studie in seinem Leben mit Staubsaugen, Abwaschen, Rasenmähen und Co., also Hausarbeit im weitesten Sinne. Wir leben zwar immer länger, doch mehrere Jahre mit Hausarbeit verbringen? Dafür ist ein Menschenleben nach wie vor zu kurz.

Roboter im Haushalt

Sicherlich gibt es immer die Möglichkeit, sich Unterstützung zu holen. Aber mit üblichen zehn oder mehr Euro pro Stunde für eine Haushaltskraft ist das kein günstiges Vergnügen. Hinzukommt, dass Sie einiges an Vertrauen aufbringen müssen, um einen fremden Menschen unbeaufsichtigt in Ihre eigenen vier Wände hineinzulassen.

Zeit ist Geld - mit anderen Worten, gesparte Zeit, ist gespartes Geld. Und weil da etwas dran ist, bedienen sich immer mehr von uns der Möglichkeiten, die die moderne Technik bietet. Noch sind autonome Haushaltsroboter, die uns absolut alles Ungeliebte abnehmen, zwar Zukunftsmusik, doch gibt es mittlerweile für zahlreiche Haushaltsaufgaben eine Smart-Home-Variante, die Ihnen mindestens die Hälfte der Arbeit abnimmt - häufig sogar mehr.

Und das Beste: Die Preise für diese Haushaltshelfer sinken jährlich, sodass sie im Jahr 2019 für immer mehr von von uns erschwinglich geworden sind. Außerdem: Lassen sich Stunden, Wochen, gar Jahre an Lebenszeit, die viel besser investiert werden könnten, wirklich in Euro aufwiegen?

Vergleich.org garantiert: Mit diesen neun Helferlein halbieren Sie die Zeit, die Sie bisher in Hausarbeit stecken. Mindestens.

1. Saugen / Wischen

Das gute alte Saugen… In Umfragen rangiert es regelmäßig unter den Top-Plätzen der unbeliebtesten Hausarbeiten. Dabei gibt es im Jahr 2019 kaum noch einen Grund, sich selber eine Stunde lang hinzustellen und zu saugen. Saugroboter bewegen sich preislich mittlerweile teils auf dem Niveau regulärer Staubsauger, und dank Hinderniserkennung und intelligenten Raumsensoren wissen moderne Geräte, wo sie sich befinden, wo sie bereits gesaugt haben und wo nicht. Auch erkennen sie Treppen und stürzen so nicht ab (erklimmen können sie diese leider noch nicht). Und wenn ihnen der Saft ausgeht, bewegen sie sich selbstständig zur Ladestation. Die einzige Arbeit, die Ihnen dabei bleibt, ist das Entleeren der Staubbehälter.

Saugroboter im Einsatz

Eine gesaugte Wohnung reicht Ihnen nicht? Auch gewischt muss sie sein? Für ein paar Euro mehr kann Ihr Staubsaugroboter auch das übernehmen. Hier müssen Sie lediglich vor dem Reinigungsvorgang den Staub- durch einen Wasserbehälter austauschen.

2. Bügeln

Beim Bügeln scheiden sich die Geister. Was für den einen oder die eine fast schon meditativ und therapeutisch wirkt, bereitet anderen Alpträume. Leider gibt es noch keine erschwinglichen Bügelroboter, wohl aber Bügelpuppen. Diesen stülpen Sie Hose oder Hemd über und lehnen sich dann bequem zurück, während der Rest automatisiert geschieht. Unsere Einschätzung: deutlich mehr als nur heiße Luft!

Bügelroboter

3. Wäsche zum Trocknen aufhängen

Kein Haushalt kommt mehr ohne Waschmaschine aus. Trockner sind hierzulande dafür erheblich seltener (anders als bspw. in den USA). Dabei lebt es sich so viel besser mit Wäschetrocknern. Das Aufhängen der Wäsche kostet Zeit, braucht Platz, begünstigt häufig die Schimmelbildung im Raum, und zu guter Letzt wird die Wäsche einfach nicht so weich wie im Trockner. Uns geht es hierbei aber vor allem darum, dass das Aufhängen unnötig investierte Lebenszeit ist.

Wenn Ihnen der Platz für ein separates Gerät fehlt, greifen Sie zum Waschtrockner. Hier haben Sie Waschmaschine und Wäschertrockner in einem. Zwar wird es in der Anschaffung etwas teurer, jedoch müssen Sie schon zu enorm guten Modellen greifen, damit der Preis die Kosten zweier einzelner Geräte übersteigt. Wenn Sie sonst zu gleichwertigen Einzelgeräten gegriffen hätten, sparen Sie natürlich in jedem Fall.

4. Zusammenlegen der Wäsche

Wäsche Aufhängen wird zur GeduldprobeGestatten Sie uns einen kurzen Exkurs in die Zukunft, wenn auch womöglich gar nicht mal in die ferne. Denn auch der Waschtrockner nimmt Ihnen das Zusammenlegen der Wäsche leider nicht ab. Es war nur eine Frage der Zeit bis jemand auch hierfür eine Lösung finden würde. Der Laundroid ist eine eben solche. Noch werden Sie ihn in keinem Durchschnittshaushalt finden, tatsächlich lebt er aktuell höchstens in den Hightech-Behausungen von Menschen à la Bill Gates. Doch erfahrungsgemäß ändert sich so etwas innerhalb weniger Jahre.

Laundroid (abgeleitet vom englischen Wort für schmutzige Wäsche, “laundry”, und dem Wort für Android) ist eine Art Kleiderschrank, in den Sie die saubere Wäsche hineinkippen und am Ende in zusammengelegter Form wieder entnehmen. Den Rest übernehmen robotisierte Arme. Also gedulden Sie sich noch ein paar Jahre. Die Zukunft kommt!

5. Fensterputzen

Manch einer von uns zieht es vor, permanent hinter einem grauen Schleier zu leben, statt wenigstens ein, zweimal im Jahr die Fenster zu putzen. Das spart Gardinen, mag man sich sagen. Wer das Abdunkeln der Räume lieber Vorhängen überlässt und sonst den Durchblick bewahren möchte, greift ganz einfach zum Fensterputzroboter. Zugegeben, sein Preis steht dem eines Staubsaugers in nichts nach, und manch einer mag das übertrieben finden für eine Arbeit, die so selten anfällt. Doch je nachdem, wie viele Fenster Sie haben, erkaufen Sie sich auf diese Art eine Menge Lebenszeit. Und da die meisten Unfälle bekanntlich im Haushalt passieren - vor allem, wenn Leitern involviert sind - bieten sich diese Wunderwerke der Technik vor allem für schwer zugängliche Fenster und verglaste Dächer an.

Fensterputzroboter an der Scheibe

6. Backofenreinigung

Das Backen mag Spaß machen - und sei es auch nur das Aufbacken einer Pizza. Die Reinigungsarbeit, die entweder jedes Mal im Anschluss oder alle Jubeljahre stattfindet (dann aber mit viel Schweiß!), würden wir uns hingegen alle gerne sparen. Können wir auch. Moderne Backöfen, oft auch Pyrolyse-Backöfen genannt, reinigen sich selbst. Genau so sollte es sein, findet Vergleich.org.

Zugegeben: Nach der Selbstreinigung müssen Sie noch kurz Hand anlegen und den karbonisierten (also zu Asche verwandelten) Schmutz auswischen. Das geht dann jedoch derart einfach und schnell, dass Sie die Backofenreinigung nie wieder vor sich herschieben werden.

Übrigens: Auch Grillroste reinigen Sie im Pyrolyse-Backofen quasi automatisiert. Und das ist ganz besonders wertvoll, lieben die Deutschen doch das Grillen - und hassen das mühselige Abschrubben danach.

Backofenreinigung

7. Rasenmähen

Millionen Deutscher betrachten ihren Garten als persönliches Heiligtum - das jedoch nur so lange, wie dieser auch als solcher erkennbar und nicht zum Dschungel mutiert ist. Ums Rasenmähen - das Staubsaugen der Gartenarbeit - kommen wir da nicht herum. Doch auch hier gibt es keinen Grund, selbst Hand anzulegen, denn Mähroboter gehören längst nicht mehr zu den Exoten im Baumarkt. Ähnlich wie Saugroboter nehmen Sie Ihnen das Rasenmähen komplett ab; lediglich die Auffangbehälter müssen Sie noch entleeren.

Mähroboter im Garten

8. Katzen- / Hundefütterung

Auch unsere haarigen Mitbewohner wollen essen. Vermutlich wird kaum jemand von uns das als “Hausarbeit” bezeichnen, jedoch wurde schon so manches Haustier auf eine unfreiwillige Diät gesetzt, weil der Nachwuchs die Fütterung vergessen hat. Hinzu kommen Wochenendausflüge, die normalerweise einen Dog- oder Catsitter erfordern.

Beides sind Umstände, die sich durch Futterautomaten vermeiden lassen. Einfach Futtervorrat einfüllen und fertig. Zu festgelegten Zeiten (oder per Wunsch auf Knopfdruck über das Smartphone) wird nun eine Portion ausgegeben. Was primär für Katzen gedacht ist, reicht in der Regel auch für kleinere Hunde im „Katzenformat“.

9. Lebensmittel einkaufen

Es ist das moderne Pendant zur prähistorischen Jagd - das Lebensmittel-Shoppen. Vielen macht es durchaus Spaß, Zeit kostet es aber in jedem Fall. Bereits seit den frühen 2010er Jahren arbeitet die Industrie daher an smarten Kühlschränken, die Ihnen die Arbeit abnehmen. Spätestens im Jahr 2016 wurden die ersten marktfähigen Modelle vorgestellt.

Das Prinzip ist simpel: Die Kühlschränke sind ans Internet angeschlossen und erkennen ihre Inhalte (inkl. der Verfallsdaten). Vom Display auf der Kühlschrankwand aus bestellen Sie bequem Nachschub, sollte Ihnen mal die Milch ausgehen. Perspektivisch sollen die Geräte dies sogar selbst übernehmen, sobald sie erkennen, dass bestimmte Inhalt zur Neige gehen. Online-Händler wie Amazon übernehmen dann den Rest und liefern vor die Haustür.

Wir sind noch längst nicht am Ende der Möglichkeiten angekommen. Das “Smart Home” entwickelt sich rasant, immer mehr Haushaltsgeräte werden intelligent. Das Wichtigste dabei ist jedoch, dass solche vermeintlichen Luxusprodukte zwar teuer beginnen, doch in relativ kurzer Zeit so günstig werden, dass jeder sie sich leisten kann.

Wenn der Tag Ihnen also zu wenige Stunden hat, freuen Sie sich und gehen Sie mit der Zeit. Vergleich.org hilft Ihnen dabei.

Bildquellen: higyou/Adobe Stock, Elnur/Adobe Stock, navintar/Adobe Stock, M.Dörr & M.Frommherz/Adobe Stock, nullplus/Adobe Stock, Andrey Popov/Adobe Stock, Piotr Wawrzyniuk/Adobe Stock

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